niklas
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Filmriss - 15.12.2009, 17:08 - Roman 1
Der Ich-Erzähler ist in sein Stammcafé gegangen, das eigentlich ein Bistro ist. In seiner Jackentasche steckt ein Brief vom Amtsgericht, den er nicht öffnen will. Seine Zukunft sieht nicht gerade rosig aus. Für heute hat er sich vorgenommen, den ganzen Tag und die ganze Nacht im Café zu verbringen.
Er greift in den Glückstopf seiner Vergangenheit und fischt Stück für Stück seines Lebens heraus:
Die Geschichte eines in der Musikbranche Gescheiterten. Er war Songschreiber in der Platten- und Werbeindustrie. Alles wäre wahrscheinlich unerträglich, gäbe es die Kinofilme nicht, die seine eigenen Bilder immer wieder durchbrechen.
Die Vergangenheit hat Spuren hinterlassen.
Was ist aus dem vielversprechenden Musiktalent geworden?
Seine alte Band hat sich aufgelöst. Charly, der Bassist ist in der Psychiatrie gelandet. Er hat seine Freundin bei einem Autounfall verloren. Jetzt bastelt er aus Scheiße Männchen und plant Anschläge auf die Autofahrergesellschaft. Heini, der Schlagzeuger, ist Taxiunternehmer geworden und hat den Flugschein gemacht. Der Ungar, sein großer Förderer und Produzent, für den er als Ghostwriter ein Lied nach dem anderen geschrieben hat, hat sich längst in seine Heimat abgesetzt und ist untergetaucht. Auch die Frauen sind ihre Wege ohne ihn gegangen. Vor allem Constanze hat Spuren bei ihm hinterlassen. Zu spät hat er erkannt, daß auch sie auf der Gehaltsliste des Ungarn stand.
Erzählt wird von einer schwedischen Schlagersängerin, die mit ihm einen Comebackversuch starten möchte. Sie übervorteilt ihn und nimmt eine neue Platte mit ihrer alten Band auf. Seine Texte, seine Melodien werden ausgeschlachtet, ohne daß sein Name erwähnt wird.
Internationale wie nationale Schauspieler geben sich in den Filmausschnitten die Hand. Bekannte Sequenzen tauchen auf, vermischen sich scheinbar mit den Bildern des Ich-Erzählers. Schnitte werden neu gesetzt. Brüche, Filmriss.
Zusätzlich steht von Anfang an die Bedrohung des Ich-Erzählers durch den unsichtbaren Nachbarn im Raum, den er zwar durch die Wände seiner Wohnung hört, den er aber noch nie gesehen hat. Da ist die Schwester, die sich dazu hinreißen läßt, die eigene schon sehr kranke Mutter in der Badewanne zu ermorden, um an das elterliche Haus zu kommen.
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In einer Nebenstraße - 15.12.2009, 17:21 - Roman 2
In vier Tagen, die zu einer jeweils anderen Jahreszeit spielen, wird die Geschichte einer Familie aus dem deutschen Kleinbürgermilieu mit all’ ihren nicht immer alltäglichen Verstrickungen erzählt.
Eine Hausgemeinschaft in einer Kleinstadt: Der achtzigjährige Hausbesitzer, Herr Fredrik, der noch am Morgen die Herbstblätter vor dem Haus aufkehrt, erleidet wenige Stunden später in seiner Wohnung einen Schlaganfall. Seine Frau – wie jeden Tag vollkommen fixiert auf ihre Hausarbeit – bemerkt erst am Abend den lebensgefährlichen Zustand ihres Mannes. Die übergewichtige Tochter Hildegard, die in einer separaten Wohnung in dem Haus wohnt, ist so verstrickt in ihre eigenen Probleme, daß ihr ebenfalls nichts auffällt.
Auch das Leben des einzigen Mieters Rainer Demuth ändert sich an diesem Tag schlagartig: der introvertierte Computerspezialist einer großen Versicherung hat an diesem Tag nicht nur seine Kündigung erhalten, er muß zudem auch noch seinen aufdringlichen Kollegen Patzek in seiner Wohnung aufnehmen, der wieder einmal von einer seiner zahlreichen Freundinnen herausgeschmissen wurde. Der einzige Lichtblick in Demuths Leben ist die Vorstandssekretärin der Versicherung Gabriele Kluge, die ihre Attraktivität hinter einer biederen Aufmachung versteckt.
Von diesem Tag an verändert sich das Leben in der Haugemeinschaft. Die scheinbar friedliche Fassade beginnt zu bröckeln, Konflikte aus der Vergangenheit brechen auf:
Warum leidet Frau Frederik so sehr am frühen Tod ihres Sohnes? Woher kommt Hildegards Interesse für den unangenehmen Patzek? Und warum kramt sie auf einmal wieder alte Fotografien ihrer einzigen Liebe, Lizzy, hervor, die während eines Hollandurlaubs spurlos verschwand ?
Auch Rainer Demuth scheint ein Geheimnis zu verbergen. Ebenso seine Kollegin Gabriele Kluge, die sich so intensiv für die dunkle Vergangenheit der Versicherung interessiert und für die Demuth regelmäßig Morsezeichen aus dem Radio aufnehmen muß.
Ein Psychogramm unterschiedlicher Generationen: Liebe, Vergangenheitsbewältigung und Verdrängung in all’ ihren Facetten - eine Konstellation, die unweigerlich in einer Katastrophe enden muß.
Ein kleines Familiendrama, daß nicht ohne ein leichtes Augenzwinkern mit Blick auf das bürgerliche Milieu und einem Schuß schwarzen Humors erzählt wird.
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GULLY o. die Pfütze des Zufalls - 15.12.2009, 17:34 - Roman 3
Mühselig und voller Zufälle ist der Weg des Protagonisten vom mittellosen Dramatiker zum gefeierten Drehbuchautor – vor allem, wenn man wie er, Klaus Kinski ähnlich sieht, und glaubt von Woody Allen höchstpersönlich verfolgt zu werden. Mit dem Oscargewinn beginnt für den Autor eine Odyssee durch die Wüste von Nevada und Europa bis zu dem tristen Wohnsilo in Deutschland, wo alles begann.
Auszug aus dem Roman s. angehängte pdf
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Zwischen den Stühlen - 15.12.2009, 18:23 - Roman 4
Mit der Veröffentlichung seines ersten Romans gerät das Leben des Hamburger Autors aus den Fugen. Seine Ehefrau erkennt sich in dem Machwerk wieder und schmeißt ihn raus. Ein alter Freund stellt ihm in Bonn eine Wohnung zur Verfügung. Allein in der fastleeren Wohnung werden zwei alte Stühle zu seinen einzigen Gesprächspartnern, die ihn zunehmend mit seiner gespaltenen deutsch-österreichischen Identität konfrontieren.
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Tracht - 15.12.2009, 18:54 - Roman 5
Karl, ein Kinderbuchautor, begibt sich auf eine Reise zu sich selbst. Gabrietta, unglücklich verheiratet, hängt ihrer Jugendliebe nach. Jens, ein Musikmanager, erlebt nach dem Diebstahl seines Sportwagens eine Odyssee durch Österreich. Martin und Inge erkennen im Urlaub, dass sie unterschiedliche Lebensziele haben. Unsichtbar für die Protagonisten rückt ein kleines Bergdorf ins Zentrum ihrer Lebensgeschichte und verändert alles.
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Edit: einzelne Beiträge zusammengefügt. Elise
[pdf] gully literature-online.de
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