Gretchen
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virginbrain - netter Nick.
Hmm. Duktus <-> Diktion, bisschen diffizil. Überlappt sich. Ich würd mal w-analog erweiternd noch so sagen:
Beides hat zu tun mit "Stil", aber Duktus ist der übergeordnete, weiter reichende Begriff. Ein Text oder ein Musikstück kann einen eigenen "Duktus" haben, eine bestimmte Linienführung, ein eigenes Wesen, und ein Maler oder Bildhauer oder Komponist hat idealerweise auch seinen eigenen Duktus - dann kann man ihm seine Kunstwerke zuordnen, weil sie eben auf eine charakteristische Art gemacht sind, weil sie den "Stempel" des Meisters tragen, seine eigentümliche Schaffenskraft spiegeln. Auch ein Redner oder Schauspieler oder Komödiant oder Sänger kann einen eigenen Duktus zeigen darin, wie er sich präsentiert, wie er auftritt, wie er einen Text umsetzt. Die Handschrift eines Menschen hat einen bestimmten Duktus, nie jedoch eine Diktion.
"Diktion", das ist der eingegrenztere Begriff, vorwiegend auf den Bereich des sprachlichen Ausdrucks bezogen, auf Schreiben oder Sprechen; gemeint ist die Ausdrucksweise oder auch die Aussprache selbst - klar, präzise, pointiert, wissenschaftlich, umständlich, verschwurbelt, schlampig, verwaschen usw. - es geht um konkrete Basics wie z.B. Wortwahl, Satzbau, Verknüpfungen oder Konnotationen.
Gretchen
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