zuppanova
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Lieber Herr Libkowsky, ich wär ja nicht ich, wenn mir das nicht gefiele.
Hätte es gern noch der Beate-Camilla schnell vorgelesen. Hab angerufen bei ihr. Es meldete sich ihr Mann und beschied mich, sie schlafe schon, die Beate-Camilla - jessas, denk ich, wenn ich nur auch einmal um die Zeit schon schlafen könnt, ich tät mich ja selber herzen vor Freude - ja, sagt also der Mann von der Beate-Camilla, es sei leider nicht möglich, dass ich mit ihr noch spräche oder sprechen täte oder würde, da sie längst schlafe, sie brauche ausreichend Schlaf, weil sich sonst Schlafmangelfalten bildeten um ihre Mundwinkel, und solche Falten wolle sie nicht, da die eine eigentlich sehr attraktive Frau doch ziemlich verunstalteten, und genau genommen - sagte der Mann von der Beate-Camilla - schlafe er selber auch schon, oder zumindest sei er im Halbschlaf, und bei Licht besehen schliefen doch überhaupt alle normalen Leute um die Zeit, und die, die noch wachten und obendrein sich erfrechten, so spät abends in der Weltgeschichte herumzutelefonieren, die könnten sich eine Scheibe abschneiden von der Beate-Camilla, da wären sie gut beraten.
Ja mei.
Hab ich halt wieder aufgelegt. Was hätt ich machen sollen, Herr Libkowsky? Blöd wär ich doch gewesen, wenn ich auf den Mann von der Beate-Camilla jetzt diskussionsmäßig eingestiegen wär. Nix als geärgert hätt ich mich, also hab ich halt aufglegt. Obwohl es so eine schöne Übung ist mit Konjunktiverln, Assonanzen, Alliterationen - Ihr Gedicht, Herr Gregor, mein ich jetzt - Ihr Gedicht sei so eine schöne Übung, hab ich wollen ausgedrückt haben, wenn's recht wär.
Ich überleg jetzt, ob ich's der Beate-Camilla per Mail schick ... das ginge doch, gell? Da wacht keiner nicht auf davon, und sie läse es morgen in aller Frühe gleich, und könnt ja sein, es machte ihren Tag.
Herzliche Grüße,
Ihre Emmi Donnerkogl-Schlagindweit

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