| |
|
Mnm
|
Stolz ist, wer´s nicht recht versteht,
wie man trinkt und isst und geht
Denn Kunst ist Kunst
und Schätzen, Schätzen
in halben, wie in ganzen Sätzen
Genuss ist Tugend, Blasphemie
doch wer´s nicht lernt, der geht auch nie
Was alt zu neu,
was neu zu alt
wirkt nicht,
nicht wie es damals galt
genießt es doch in vollen Zügen
grad´ so, als würd´ der Schein nicht trügen
Und wer dann stolz, zu Hitler´s Stund,
durch Heben, Deuten, das bekund,
was steht, für des Genusses Trug
der steige, in den ersten Zug

|  |
Gretchen
|
Hei, Mnm, ja, hmm, willkommen und so, öööhm, okeeh, oder ... äh ... ... nee ... weißt Du, ganz ehrlich, als schlichte Kröte versteh ich diesen Siebzehnzeiler nicht recht, so inhaltlich, mein ich, deshalb geh ich mal mehr introspektiv deskribierend dran, so aus der unmittelbaren Leseberührung raus, ohne Anspruch auf analytische Konstruktivität oder konstruktive Analytik, ohne Hirnakrobatik oder sonstirgendwas Bemühtes, mehr bauchmäßig eben, so direkt aus der Spontanwahrnehmung raus, und da muss ich doch sagen, es fehlen paar Punktundkommas, auch kommt datt Elaboratt insgesamt bisschen gest[o|e]lzt rüber, und im ein oder anderen Vers hör ich die Künstlichkeit knirschen, trotz der eingebauten Niederverschwurbelung ist das ein ziemlich hochfrequentes Geräusch, omG, so ungefähr stell ich mir Tinnitus vor, naja, und dann issett auch noch so, dass der Text mich im Duktus an dies oder jenes ansprechende Prachtexemplar des NS-Klassizismus erinnert, was vllt. ja sogar autorintentional angelegt is, und an einen anderen Faden hier auf lit-on (dada ->->->) muss ich denken jez, warum, weiß ich auch nicht, joa, und mehr fällt mir nicht ein.
Demütige Grüße von
Greta, Massenverdichtungswaffe(l)

|  |
Mnm²
|
Hmm
Auf den Nationalsozialismus hatte ich natürlich vor anzusprechen,
jedoch nicht auf eine vielleicht mißverständliche Art und Weise.
Das mit der Künstlichkeit tut mir leid,
ist eigentlich nur so ein Gedicht-Versuch gewesen, der da aus mir rausgesprudelt ist...

|  |
|
|