Ein kleiner Zwischenfall · Retep · ·


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      Retep



Ein kleiner Zwischenfall

   13.09.2009, 09:00 / 1 x geändert



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Edit 26.07.2010

- Faden von Kurzgeschichten nach Entwürfe verschoben - Elise

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Ein kleiner Zwischenfall


Wie schon öfter fuhr er auf der Straße nach P., früh war es, kaum Verkehr. Die Nacht war mal wieder kurz gewesen, zu kurz.
Diskussionen und noch einmal Diskussionen über die Lage hier und wie man sie verbessern könnte. Und viel Wein.
Er würde gleich an einem Elendsviertel vorbeifahren, es lag direkt neben der Straße. Hier war er öfter gewesen, kannte einige Leute.
Tanken müsste er bald, der Zeiger war nahe bei Null.
Dann sah er einen schwarzen Kombi ohne Nummernschilder am Straßenrand stehen. Zwei maskierte Männer schlugen auf einen anderen ein, an der Bushaltestelle vor „La Greda“.
Er kam näher, da lag ein Mann am Boden, die anderen beiden bearbeiteten ihn mit Schlagstöcken und traten ihn mit Füßen.
Er beschleunigte und drückte auf die Hupe, die Männer sprangen in ihren Kombi und rasten davon.
Er hielt an und stieg aus.
Der Mann war mühsam aufgestanden, hatte sich auf eine Bank gesetzt. Er keuchte und hielt seinen Brotbeutel mit beiden Händen fest, klammerte sich an ihn, als wenn er das einzige wäre, an dem er sich noch festhalten könnte.
Seine Kleider waren zerrissen, sein Kopf blutig, aus Mund, Nase und Ohren rann Blut. Er hatte nur noch einen Schuh an, der andere lag auf der Straße.
Er erkannte ihn, es war Manuel G.
Etwas geistig behindert war er, fuhr jeden Tag frühmorgens in einen Supermarkt, wo er Waren aus- oder einpackte. Das konnte er, hatte seit Jahren nie gefehlt.
Bei nächtlichen Treffen hatte er immer nur da gesessen, fast nie etwas gesagt, manchmal nur genickt, war immer bereit gewesen, Aufgaben zu übernehmen, die ihm übertragen wurden.
In die Stadt war er nachts gegangen, hatte Flugblätter verteilt, in denen über die jetzige Lage informiert wurde.
War er sich bewusst gewesen, dass seine Handlungen für ihn gefährlich waren, wusste er, was er da riskierte?
Hatte er verstanden, um was es eigentlich ging? Wenn nicht, er wäre nicht der einzige gewesen, dachte er.

Etwa 40 Jahre war er alt, wohnte mit seiner Mutter zusammen in „La Greda“, kam mit ihr mühsam über die Runden.
Jetzt rannten ein paar Männer aus den umliegenden Häusern auf die Straße.
Ja, gesehen und gehört hätten sie, wie diese Schweine auf Manuel einschlugen, aber was hätten sie denn tun können, das waren doch Polizisten.
Er holte den Verbandskasten aus dem Auto und lief zu Manuel. Der saß immer noch auf der Bank.
Wo sollte er überhaupt anfangen, ihn zu verbinden? Er würde ihn ins nächste Krankenhaus bringen.
Er fasste ihn vorsichtig am Arm und wollte ihn zu seinem Auto ziehen. Manuel sträubte sich, versuchte auf der Bank zu bleiben.
„Ich muss auf den Bus warten, ich muss zur Arbeit“, flüsterte er. .
Dann fiel Mamuel plötzlich nach vorne, rutschte auf den Boden und blieb liegen. Seinen Brotbeutel hielt er noch immer fest umklammert.
Er beugte sich hinunter, versuchte ihn aufzurichten:
„Komm, ins Krankenhaus!“
Einige Männer versuchten mit anzupacken.
Aber Manuel rührte sich nicht mehr, sagte nichts mehr, atmete nicht mehr, würde nicht mehr jeden Tag auf den Bus warten und nie mehr zur Arbeit gehen.
Morgen würde die zensierte Presse vielleicht kurz einen kleinen Zwischenfall erwähnen.

 

      Gretchen



Ein kleiner Zwischenfall

   13.09.2009, 20:09



Zitat Pio (aka Retep aka Godo aka Pedro aka Pedrito aka Paolo und so weiter ...):

"Abschließend betone ich, dass mir ein Kommentar, der den Text zerreißt immer noch lieber ist, als gar keiner."

.

.

.


Joa, also, iss klar, ne - - -


(Aber, meine Fresse, warum sollte ich Zeit vertun mit einem Kommentar zum weißnichtwievielten Stück Betroffenheitskitsch, das irgendwer mal wieder reingedrückt hat?)

 

      Retep²



Ein kleiner Zwischenfall

   14.09.2009, 06:43



Hatte von dir nichts anderes erwartet,
Spiel lieber weiter Pingpong, als dich über Dinge zu äußern, von denen du keine Ahnung hast.

Einen wunderschönen Tag wünsche ich dir.

Gruß

Retep

 

      Gretchen



Ein kleiner Zwischenfall

   14.09.2009, 08:44 / 1 x geändert



Hei Pater Pio,

echt schade, dass Dir mal wieder nix Besseres einfällt als humorlos rumzubellen. Hab eigentlich schon erwartet, dass einer, der so viel Ahnung hat wie Du, sich inhaltlich mit meiner Kritik auseinandersetzt - "Betroffenheitskitsch", datt iss doch nen Argument, menschaberauch! Da hättest Du wenigstens schreiben können: Bei "Betroffenheitsprosa" ist das so eine Sache, da kann man geteilter Meinung sein - oder: Mit "Betroffenheitsprosa" ist das so eine Sache, da gebe ich dir Recht - so was in der Art irgendwie.

Bin echt enttäuscht von Dir, menno! Aber wünsch Dir trotzdem einen wunderwunderwunderschönen Tag bis in die letzte Ritze rein. Joa ...

Gretchen

(... so datt war das Ping, Du bist wieder dran, Peterchen ...)



auch mal ins hinterzimmer guggn, bitte!

 

      ruelfig



Ein kleiner Zwischenfall

   14.09.2009, 08:52 / 2 x geändert



Hallo Peter,
da habe ich ja noch mal Glück gehabt. Beinahe hätte ich dir einen Kommentar (das wäre dann schon mein zweiter) geschrieben. Da ich natürlich keine Ahnung habe (wohl aber eine Meinung), möchte ich jetzt erst einmal nachfragen, wo ich mir denn eine Ahnung abholen kann. Geht das auch per Download? Aber bitte nicht so schwafulös antworten, sonst verstehe ich das wieder nicht. Aber irgendwie betroffen machen sie mich schon, die Dinge.
LG,
R

 

      Retep²



Ein kleiner Zwischenfall

   14.09.2009, 10:51



Hallo ruelfig,

"Aber irgendwie betroffen machen sie mich schon, die Dinge."

- nicht schlecht!

Durch deine Rückmledung habe ich eine kleine Wette gewonnen. Hatte allerdings einen "Verriss" erwartet.

Sollte ich mal geschrieben haben, dass du keine Ahnung hast, nehme ich das zurück und entschuldige mich.

Gruß

Retep

 

      yannick.scherer



Ein kleiner Zwischenfall

   14.09.2009, 12:36 / 1 x geändert



Hallo Retep,

ich weiß nicht, warum ich immer deine Sachen kommentiere (vielleicht, weil ich das Bedürfnis verspüre, diejenigen, mit denen du hier einen Kleinkrieg zu führen scheinst, ein wenig zu verteidigen), aber wie dem auch sei:

Dein Text befasst sich mit ein paar gerade jetzt aktuellen Themen: wir haben da den unmündigen Bürger, der einfach tut, was man ihm sagt, egal welche Folgen das für ihn hat; dazu noch eine Prise Polizeigewalt und gerade genug fehlende Zivilcourage, um kurz den Kopf zu schütteln. Zuletzt noch die Zensur, die bedrohlich hinter allem steht und das alles legitimieren wird.

Ist also an sich ein ganz vernünftiges Paket, allerdings weder sonderlich originell, noch sonderlich schön verpackt. Und allein schon die Tatsache, dass das ganze irgendwo in einem spanischsprachigen Gebiet/Slum abläuft und nicht "in der Nähe", bereitet mir Probleme, die Botschaft (sofern es denn deine Intention war, eine solche zu übermitteln) wirklich in mir aufzunehmen. Aber das ist ja nur meine Meinung...

Yannick

P.S.: Wie Gretchen bereits angedeutet hat: Manchmal wäre es ganz nett, wenn du auf die Kommentare auch wirklich inhaltlich eingehen würdest...

 

      zuppanova



Ein kleiner Zwischenfall

   14.09.2009, 15:56



Zum Text haben meine VorrednerInnen bereits gesagt, was im Wesentlichen zu sagen ist, da muss ich mich nicht auch noch bemühen.

Möchte Dich aber doch gern wissen lassen, Retep, wie sehr mich die Erwartungshaltung befremdet, mit der Du hier auftrittst.

Du hast mittlerweile eine ganze Reihe von Texten eingestellt, ohne Dich selbst auf nennenswerte Art und Weise zu den Werken anderer zu äußern. Dennoch erwartest Du, dass andere Zeit und Mühe investieren und Dir Kommentare geben sollen, die Du dann bestenfalls mit einem floskelhaften, nichtssagenden Satz quittierst oder auch, wenn sie Dir nicht gefallen, mit einer Beleidigung oder Unterstellung. Ich persönlich habe inzwischen den Eindruck gewonnen, dass Du teilweise überhaupt nicht verstehst bzw. verstehen willst, was man Dir mitteilt zu Deinen Texten, dass Du auch eine ernsthafte und angemessene Kritik weder aufnehmen noch umsetzen kannst, und dass es insofern tatsächlich sinnlos ist, sich mit Deinen Sachen zu beschäftigen.

Zudem möchte ich Dich fragen: Stellst Du deine Texte hier vor allem deswegen ein, um mit Freunden darum wetten zu können, wer wie reagieren wird, und Dich anderen Orts darüber lustig zu machen? Verwundern würde mich eine solche Schäbigkeit nicht einmal, das darf ich Dir gern gestehen.

zuppa




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