- Klassiker: Film mit Kultstatus; Sci-Fi-Dystopie; Öko-Ethik-Thriller;
- produziert 1973 mit im Vergleich zu heutigen technischen Möglichkeiten "billig" wirkenden Effekten (Technik, Kamera, Schnitt, Musik, Actiongeschmeidigkeit); wie auch immer, Perfektion hin, Mängel her, der Film besitzt hohe suggestive Kraft;
- spiegelt natürlich die Nachwirkungen der Ölkrise, die drastisch klarmachte, dass fossile Energien begrenzt sind, und ist insofern, um auch mal bisschen protzig zu formulieren, "Dokument einer Ära"; führt über das unmittelbar Zeitgenössische aber hinaus zu Fragestellungen hin, die zeitlos aktuell bzw. heute mindestens genauso brennend sind wie Anfang der 70-er Jahre;
- New York 2022: Überbevölkerung - Erschöpfung der Rohstoffreserven - Umweltzerstörung - Nahrungsmittelknappheit - Korruption - Mchtmissbrauch - Verelendung der Massen - drohende Anarchie - Hoffnungslosigkeit - Gleichschaltung des Denkens - Nihilismus: "Welt ohne Bücher" ...
Hab den Film als Jugendliche mal gesehen (angeregt durch meine Mutter), hat mich nachhaltig beeindruckt: die Art wie er gemacht ist, die Bilder, Gesichter, die Botschaft, die hoffnungslose Welt, die er andeutet, die Einsamkeit der Protagonisten (Thorn, Sol - telling names übrigen). In dem Film gibz eine berühmte Sterbeszene, die zeigt, was die Menschen der Zukunft für immer verloren haben, und genau diese Bilder kamen mir aus irgendwelchen Gründen sofort in'n Kopf, als ich das da von ruelfig las.
naja, und Soylent Green erinnert dann auch wieder an diese berühmte satire von Jonathan Swift, wo er vorschlägt, die hungernde unterschicht möge doch ihren zahlreichen nachwuchs verspeisen.