| |
|
zuppanova
|
Julián, gut wär es, wenn Du Deine Frage etwas differenzierter stellen könntest.
"Moderne Literatur" -> ab Anfang des 20.Jahrhunderts bis zum Beginn der "Postmoderne"? Oder bis "heute"? Gehört das Werk Heinrich Heines für Dich zur "modernen" Literatur?
"Ironische Literatur" -> suchst Du nach der Definition des "Ironischen" in der Literatur?
Hast Du einen gedanklichen Ansatz, einen Zusammenhang oder Begrifflichkeiten, Bausteine, Thesen, die etwas darüber aussagen, was denn eigentlich einen Text "ironisch" macht?
Ironie als Gegenpol zum Pathos zum Beispiel?
Thomas Mann, Italo Calvino, Franz Kafka, Umberto Eco, Alfred Jarry, Samuel Beckett, Nicky Silver, Heiner Müller, Peter Handke, Botho Strauß, Elfriede Jelinek, Michel Houellebecq, Don DeLillo, Bret Easton Ellis, Chuck Palahniuk, Thomas Pynchon - man könnte, kann vielen Schriftstellern eine "ironische" Schreibweise attestieren und dies auch verargumentieren; macht halt etwas Mühe ...
... und auch hier im Forum stehen Textauszüge, die "etwas mit ironischer Literatur zu tun haben", "irgendwie":
- Link 1
- Link 2
Na, vielleicht erklärst Du ja noch etwas genauer, worum es Dir geht, und was Du selber bereits erarbeitet hast zum Thema.
LG, zuppa
(heut einmal früher Vogel)

|  |
lost
|
02.09.2009, 17:01 / 1 x geändert
|
|
nun, da nach Weblinks gefragt wurde, gebe ich einen.
-> + <-
Ulrich Horstmann: Zeitgenosse, Hochschullehrer, Literaturwissenschaftler und Autor zugleich, Romangroteskenschreiber, Kausalitätsschlingel, Menschheitsdämmerungschronist, Weltzersetzungshistoriker, Gotteshausvergletscherer, Fixerplanetendemiurg, Spukglobuskünstler ...
was Horstmann schreibt, ließe sich durchaus bezeichnen als ironische Literatur, die den Namen auch verdient hat, ein barockig aufgeschäumter, sich selbst demontierender Schelmenroman; natürlich goutiert so etwas nicht jeder, manch ein Leser könnte sich gar von Zerfall bedroht fühlen ...

|  |
|
|