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Tourette · Forum für Literatur & Germanistik
 

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      anonym-03



X

   23.08.2009, 22:48 / 1 x geändert



- Edit 10.12.2010 -

Da die Autorin "Yolana" den Quelltext entfernte,
wird der Faden von Romane nach Tourette verschoben.
Elise

 

      Gretchen



Die Bürde des Blutes ist mir zu schwer

   23.08.2009, 23:49



Hei, Yolana,

kann leider gar nix sagen zu Deinem Text, weil ... naja ... :

Schon als ich den Titel las, war mir irgendwie so blümerant, so als ob datt Teil zu jung und blutpochend überschüssig wär für mich, oder als ob ich inzwsachen zu alt wär für so ewiggleich phantasievolle Fantasyschmonzetten. Dann, bei "Surca blickte zu ihnen hinauf, in eisiger Angst zitternd" ungefähr, wurde mir sogar noch bisschen mehr blümeranter. Happ dann aber trotzdem noch nen Stückelchen weiter gelesen, so mehr mit halbgeschlossenen Augen, also, happ weitergelesen, obwohl es so rumorte in mir, bis dann der Satz kam "Zu sehr schrie seine zertrümmerte Hand im Rhythmus seines Herzens"

Da dacht ich, dass man ja aufhören soll, wenn es am schönsten ist, und viel schöner als "Zu sehr schrie seine zertrümmerte Hand im Rhythmus seines Herzens" kann ein Satz nicht sein, und drum happ ich direkt aufgehört und mir den Rest gar nicht erst gegeben, ich hoffe, Du kannst das verstehen.

Gretchengrüße

 

      anonym-03²



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   24.08.2009, 09:14 / 1 x geändert



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      lost



Die Bürde des Blutes

   24.08.2009, 10:31 / 1 x geändert



Abermals steht die Fantasy-Welt in Flammen. Die vollendetste, schönste und gleichzeitig tödlichste der Dunklen Rassen, jene der Dunkelelfen, bedroht gemeinsam mit dem geheimnisvollen Volk der Nachtschatten die Menschheit. In der zertrümmerten, so sehr im Rhythmus seines Herzens schreienden Hand des Helden, dessen Namen ich nicht weiß, da ich den Text nicht las, sondern nur Gretchens Kommentar und Yolanas Antwort darauf, weswegen ich nun gezwungen bin, aus spärlichsten Informationsbröckchen eine möglichst passende Anmerkung zu verfassen, was ich hiermit auch tapfer versuche, weil doch die Autorin verlautbarte, sie freue sich über Anmerkungen und rege Kritik - wo war ich stehen geblieben? - ah, ja doch, bei der zertrümmerten, so sehr im Rhythmus seines Herzens schreienden Hand des Helden. - Nun, in dieser Fantasyromanheldenhand liegt es wohl, die drohende Invasion aufzuhalten, alle Feinde zu bekämpfen, die wahren Absichten der dunklen Allianz ans Licht zu bringen, monumentale Schlachten zu schlagen, gefährliche Abenteuer zu bestehen, die innere Wahrheit der episch vermutlich breit angelegten Story zu enthüllen und den Plot nach einigem Hin und Her zu dem Happy-End zu führen, das die Leser sich verdient haben! Wird unser Prot das schaffen? Und wird er die Bürde des Blutes, die schwer auf ihm lastet, eines Tages abwerfen können?

Wird der Held durchhalten bis zur letzten Seite oder steigt er unterwegs aus? Was ist mit seiner zertrümmerten Hand? Wird sie heilen? Ja oder nein? Und woher kommt denn eigentlich diese unersättliche Liebe zu seinem Bruder? Ist so etwas noch normal? Könnte eine Therapie ihm helfen, endlich emotional frei zu werden, frei für Surca? Und sollte nicht auch Surca sich in Behandlung begeben, um frei zu werden, frei von dieser eisigen Angst, die sie immer wieder zittern macht?

Spannende Fragen zum Text, die sich gähnend wie Abgründe auftun.


regards ...

 

      anonym-03²



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   24.08.2009, 13:05 / 2 x geändert



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      lost



Die Bürde des Blutes

   24.08.2009, 14:00



Yolana, mein Täubchen, nein, es ist nicht so, dass ich ein Problem hätte mit dieser Spielregel (deine eigenen Kommentare stehen in einem gesunden Verhältnis ...), ganz im Gegenteil; Du würdest dies rasch bemerken, wenn Du Dich hier ein wenig umsähest.

Es ist vielmehr so:

Die ernsthafte Banalität oder auch die triviale Humorlosigkeit, die von gewissen Texten so deutlich abstrahlt, dass eben diese bloße Ausstrahlung des zur Debatte stehenden Werkes mich von der Bürde befreit, den Text realiter lesen zu müssen, die - nun, sagen wir - spezielle Einschichtigkeit bestimmter Werke fordert mich heraus.
Sei versichert, es ist eine ungeheuerliche künstlerische Herausforderung (ein "Zwang", gewiss!), das Banale phantasievoll zu kommentieren. Welche Bürde die mit einer solchen Gabe befähigten Menschen zu tragen haben, davon können nur Eingeweihte wissen. Insofern solltest Du aufhören, Dir und mir diese lästige warum-Frage zu stellen. Niemand - nicht wahr? - zwingt Dich ja, meine Kommentare zu beachten. Oder ist da irgendeiner, der Dir die Knarre an den Kopf hält und flüstert "Lies lost, los!", so dass Dir eisige Angstschauer über den zarten Rücken zittern müssten ... nein, I guess, there is no one to force you, einen lost-Kommentar ernst oder überhaupt erst zur Kenntnis zu nehmen. Und sollte er auch zum nächsten Werk, das Du dem Forum schenkst, wieder einen Kommentar verfassen: "Einfach gar nicht lesen!"

regards ...

 

      anonym-03²



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   24.08.2009, 15:19 / 2 x geändert



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      lost



Die Bürde des Blutes

   24.08.2009, 16:11



Yolana, mir ist bewusst, dass es nicht einfach ist, die zum Kommentar kondensierten Narrheiten eines räudigen alten Federwolfes zu ertragen.

Wenn Du aber versuchen könntest, ein wenig mehr noch zwischen oder hinter den Zeilen zu lesen, so würdest Du womöglich erkennen, dass meine Kommentare nie ins Blaue hinein geschrieben werden (auch hier, in diesem Faden ist entgegen allem Anschein NICHTS ins Blaue hinein geschrieben); stets umtänzeln meine Anmerkungen hungrig den Text, und die zugegebenermaßen manchmal grotesk anmutenden Bewegungen, die sie während dieses Tanzes vollführen, sind nichts weiter als unmittelbare Spiegelungen jener Bewegungen, welche der Text selbst macht bzw. welche ich an dem Text beobachte. Ein/e Autorin kann, wenn sie/er stark genug ist, sich nicht von all dem Zucken und Rucken und Winken und Schwenken meiner tänzelnden Kommentare irritieren oder gar provozieren zu lassen, durchaus profitieren von dem, was ich schreibe. Um dahin zu kommen, bedarf es einer gewissen inneren Unaufgeregtheit, gemengt mit etwas Sinn für skurrilen Humor und vor allem der Fähigkeit, zumindest probehalber den eigenen Text einmal "aus einem total anderen Blickwinkel" zu betrachten.

regards ...

 

      anonym-03²



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   24.08.2009, 16:30 / 1 x geändert



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      ruelfig



Die Bürde des Blutes

   24.08.2009, 18:55 / 2 x geändert



Hallo Yolana,
ich habe es bis zur Neige gekostet und es schmckt fahl. Keiner liebt, hasst, lebt oder stirbt hier wirklich, es ist ein endloser Reigen von zugeschriebenen Eigenschaften (also Eigenschaften, die wörtlich benannt werden und nicht im Hintergrund aus der Geschichte hervorgehen), dauernd bebt, ergiesst, erschlägt, zerbricht und strömt etwas, "hysterisch vor Glück oder panisch vor Angst" und das wirkt wie ein Tableau aus Playmobilfigürchen.
Und wenn dann zum Schluss der Hauptprotagonist "Eine Woche lang unentwegt über seine Gefühle gesprochen" hat, dann weiß der Leser, wie viele Stunden sieben Tage haben. Vielleicht möchtest du dieses mächtig-gewaltige eine Stufe niedriger kochen und versuchen, echte Gefühle und Verhaltensweisen in deinem Text zu verarbeiten? So wirkt das schablonatisch, leb- und lieblos, aber immerhin ziemlich fehlerfrei bzgl Grammatik und Kommasetzung und das ist schon mal was in der Welt der Schwerter.
Friede,
R
Ach, eins noch: Bürde des Blutes, lass das lieber, das ist so belastet hierzulande.
Ach, noch eins: wo finde ich denn diese sexy Vampire? (Lechz)

 

      Elise



Die Bürde des Blutes

   26.08.2009, 08:41



Hallo Yolana,

Deinen Text habe ich gelesen und auch die Kommentare, die dazu geschrieben wurden, und nun bin ich ganz hin- und hergerissen. Es ist so, dass ich einerseits die Kritik, die geäußert wurde, nachvollziehen kann. Was zum Beispiel ruelfig moniert, das schablonenhafte Beschreiben der Ereignisse, Personen, Gefühle, das sehe ich auch. Es wird gleichsam mit vielen großen, aber doch im Grunde nichtssagenden, "hohlen" Wendungen und Worten an einer Oberfläche entlang erzählt. Von Jean Paul gibt es ein Zitat, das vielleicht verständlich machen könnte, was gemeint ist:

Die Sprache der Literatur kann gar nicht bildhaft genug sein. Schreibe nicht: "Er war mutwillig". Schreibe: "Im Vorüberreiten warf er den Schiffern Pferdeäpfel in die Kojen".

Andererseits meine ich aber auch zu erkennen, dass Du sehr viel Sorgfalt investiert hast, um den Text zu gestalten, und dass es Dir wohl große Freude macht, Figuren und Details zu entwerfen, Dir Zusammenhänge und Verknüpfungen auszudenken und diese so darzustellen, dass ein Leser, der das Genre mag, mitgehen kann. Das gefällt mir, und das wollte ich Dir gerne sagen.

Ich weiß nicht, wie lange Du schon schreibst, ob Du viel schreibst, ob dieser Roman bereits ganz fertig ist oder Teile noch in Arbeit sind, ob und wie Du Dich im Schreiben übst, wer Dir Feedback gibt usw., und deswegen finde ich es auch sehr schwierig, so etwas wie ein "Urteil" zu dem Text abzugeben.
Vielleicht entdeckst Du ja hier in dem Forum, in dem man stöbern kann wie in einem dicken Buch mit vielen Kapiteln (ich selbst bin, wie auch einige andere, schon sehr lange hier, und glaube es fast in- und auswendig zu kennen), Anregungen für Dein weiteres Schreiben. Vielleicht gibt es - auch wenn Du sagst, Du verstehst vieles nicht - doch Fäden oder einzelne Beiträge, die Dir gefallen, wo Du profitieren und lernen kannst oder Dich einbringen und mitmachen magst. Was zunächst abschreckend oder unverständlich wirkt, kann sich verändern im Laufe der Zeit.

Ein Gruß
von Elise

 

      anonym-03²



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   26.08.2009, 23:24 / 1 x geändert



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      augustine



Die Bürde des Blutes

   27.08.2009, 16:44 / 1 x geändert



Du bist wahrscheinlich wirklich "schlichtweg zu dumm" für dieses Forum, Yolana; sieh's einfach ein. Es gibt ja andere (Foren, Verlage für klipperklapper und so). Dies hier ist nicht die Welt von Dieter Bohlen.

Aber - und deshalb schreibe ich (nachdem ich auch nur so weit gelesen habe wie Gretchen und das auch nur, um zu sehen, wie weit SIE gelesen hatte) -: da schreibt dir Elise einen sehr abgewogenen, geradezu fürsorglichen Kommentar (Elise ist eine der Moderatorinnen hier), aber du scheinst das nicht bemerkt zu haben. Der wäre schon eines Dankes wert gewesen! - Wenn du einen Funken wirkliches literarisches Verständnis hast, würdest du den Jean-Paul-Satz verstehen. Aber dass du (indirekt) darauf mit D.B. antwortest, lässt mich daran zweifeln.

Du hast dich mit deinem Text und deinen Reaktionen auf Kommentare schon ziemlich geoutet; mehr, als du wahrscheinlich ahnst.
Deshalb zwei gut gemeinte Ratschläge: 1) nochmal den von oben, 2) streich bei deinem 'Roman' eine 0, wenigstens eine.

augustine




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