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ruelfig
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Wir sitzen und warten auf den Einfall der Nacht, wenn wieder zahllos viele Sterne sich spiegeln im endlosen Sand. Wir schaufeln die Zeit zurück, vor uns entsteht ein Bollwerk aus Jahren, eine Mauer, so hoch, dass niemand sich hinüberdenken kann. Man möchte dagegen rennen, einen Durchlass schaffen, ein kleines Loch nur, um hindurchzusehen auf das, was wartet. Viele haben versucht, auf die andere Seite zu gelangen, sie liegen mit blutigen Köpfen auf den Bäuchen im Staub ihres Irrtums.
Wir erheben uns mit dem Mond, einem Freund, der immer die gleichen Geschichten erzählt. Noch hat er nicht alles gesagt, doch eines Tages will er uns sein Geheimnis verraten. Dann sind wird mondgleich, ist uns versprochen. Wir werden unseren alten Platz erhalten und keine Bettler mehr sein, strahlend unsere Augen legen auf das Land und es wird jubeln. Aber heute kommt uns kein Feuer aus der Hand, es ist zu spät dafür. Wir müssen daran denken, nichts zu vergessen, den Kindern berichten von dem, was ihnen gebührt. Wenn die Stunde kommt zu singen, zu tanzen, sind wir bereit, mit Händen aus altem Eisen pflastern wir den Weg.
Wir sitzen und warten auf den Ausbruch des Tages, der keine Nacht mehr kennt.

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augustine
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Das hab' ich selten erlebt hier, ruelfig, dass ich einen Text einfach in mich aufnehmen möchte. (Ich weiß, warum.) Das möchte ich jedenfalls nachmitternächtlich gesagt und nicht nur gedacht haben auch für den Fall, dass morgen oder übermorgen noch was Germanistisches nachfolgt. -
Morgen wird ja nicht der Tag beginnen, "der keine Nacht mehr kennt". Und schon kommt gleich jetzt der erste Einwand: wir brauchen doch die Wechsel von Nacht und Tag, von fühlen und denken, von lieben und lassen und alle anderen.
erstmal dies.
augustine

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Gretchen
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verdammtehacke, ruelfig, datt kommt mir irgendwie verschärft philosophisch unterfüttert vor und mehr kann ich so mitten in der nacht nicht sagen und kann das nicht aufdröseln jez, weil: das sandmännchen steht da hinter mir und es rieselt mir ganz bedenklich vor den augen ...
Gretaluna

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ruelfig²
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Hallo Augustine,
schnell eine Antwort, bevor Germanistengeprassel auf mein Haupt schlägt: freut mich sehr, dass du dieses einfach so lesen konntest. Klar gibt es keinen Berg ohne Tal, aber der Tag ohne Nacht ist der letzte Tag.
Hallo Gretchen,
ach was, philosophisch, mach doch kein Scheiß, wo komm wir denn da hin. Is nur son Text, weisse. Gibt es eigentlich auch Sandweibchen?
LG,
R

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