zuppanova
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Bei der Lektüre von Gerds Gedicht -> Dadabrummsel fiel mir assoziativ (wegen dem Titel) eine Geschichte von Manfred Kyber ein, die ich irgendwann vor Jahren einmal las. Hier hab ich sie im Netz gefunden: -> Balduin Brummsel.
Da stecken im Ansatz Strukturen jenes hoffnungslos verspulten, absurd-komischen Aneinandervorbeikommunizierens von Ehe- und anderen Paaren drin, das Karl Valentin, der einsame Meister der dialogischen Vergeblichkeit, später in stupender Brillianz vorführte, oder, noch später, auch Loriot in seinen Sketchen aufgriff, um "Beziehungskillerverhalten" zu persiflieren.
Ein "ganz Großer" ist Kyber, der Zeigenosse von Hugo Ball, Tristan Tzara, Richard Huelsenbeck, Marcel Janco und Hans Arp zwar nicht, sein Stil ist gebunden und wirkt teilweise umständlich oder auch altbacken (find ich), aber wer Spaß an leicht aberwitzigen Gedanken und Geschichten hat, kann in seinen -> Grotesken stöbern, in -> "Gerippe" z.B. entgeht der hinterkünftige Protagonist (das ist eigentlich das -> Brandner-Kaspar-Motiv) dem Tod, indem er ihn durch ungewöhnliches Verhalten und Reden verwirrt, und spannt ihn schließlich für eine Werbekampagne ein - da nimmt die Groteske (geschrieben zu Beginn des vorigen Jahrhunderts) erstaunlich hellsichtig konsumstrategische Entwicklungen des späten 20. Jhd.s vorweg.
LG, zuppa

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