Metren, Metaphern & co. · augustine · ·


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      augustine



Metren, Metaphern & co.

   17.06.2009, 23:01 / 2 x geändert



Aus erbetenem Anlass hier eine, wie mir scheint, brauchbare Seite: http://www.gs-ostenfelde.de/jambus.htm

augustine

 

      Gretchen



Metren

   19.06.2009, 07:00



Hei, ja, so ein Metrum-Faden war längst überfällig, kann man immer mal brauchen.

Und ich hätt noch-ne Idee dazu, nämlich das:
Damit die Metrum-Info nicht so nackt und bloß hier steht, schlag ich vor, immer mal wieder auf Threads zu verweisen oder zu verlinken, in denen konkret übers Metrum diskutiert wird, also wo das theoretische Wissen vom Versfuß mal angewendet wird auf einen Text, da lernt man doch erst richtig, worum-ett geht, oder?

Gretchengrüße mit Link -> gligg auf ruelfigs Gedicht Marschbefehl,
da sagt lost was zur Metrik im Text, Blankvers und Jambus undso ...

 

      augustine²



Metren

   23.06.2009, 21:48 / 1 x geändert



Meeresstille

Tiefe stille herrscht im Wasser,
Ohne Regung ruht das Meer,
Und bekümmert sich der Schiffer
Glatte Fläche rings umher.
Keine Luft von keiner Seite!
Todesstille fürchterlich!
In der ungeheuren Weite
Reget keine Welle sich.


Glückliche Fahrt

Die Nebel zerreißen,
Der Himmel ist helle,
Und Äolus löset
Das ängstliche Band.
Es säuseln die Winde,
Es rührt sich der Schiffer.
Geschwinde! Geschwinde!
Es teilt sich die Welle,
Es naht sich die Ferne;
Schon seh' ich das Land!

von Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)


Diese beiden bekannten Gedichte unter Metren, weil, wer will, sich an ihnen üben kann: die Themen wie die Metren sind unterschiedlich.
augustine

 

      augustine²



Metren - Terzinen

   09.07.2009, 18:55 / 3 x geändert



Auch hier ein Beispiel für eine metrische Form: die der Terzinen:

Über Vergänglichkeit

Noch spür ich ihren Atem auf den Wangen:
Wie kann das sein, dass diese nahen Tage
Fort sind, für immer fort, und ganz vergangen?

Dies ist ein Ding, das keiner voll aussinnt,
Und viel zu grauenvoll, als dass man klage:
Dass alles gleitet und vorüberrinnt

Und dass mein eignes Ich, durch nichts gehemmt,
Herüberglitt aus einem kleinen Kind
Mir wie ein Hund unheimlich stumm und fremd.

Dann: dass ich auch vor hundert Jahren war
Und meine Ahnen, die im Totenhemd,
Mit mir verwandt sind wie mein eignes Haar,

So eins mit mir als wie mein eignes Haar.

(Hugo von Hofmannsthal, 1874-1929)


augustine

 

      augustine²



Metapher, Allegorie, Symbol

   11.07.2009, 23:57



Noch was gut zu Lesendes von Gerhard Kurz:

Titel siehe oben; auch V&R, 1486; es wird inzwischen weitere Auflagen als die 4. geben, die ich habe.
augustine




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