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ear
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Cancer brought me to the brink,
at which I almost lost the link
to my own self-; yet love prevailed
when all my understanding failed.
Life was nothing , but a halt,
no more stress, no duty called;
thinking in a different line.
Fear , anxiety the fine
that I paid, till operation
set the task for all equation.
Time became a foreign word,
which in fever-dreams I heard;
body-matters ruled supreme,
stayed the all-important theme.
Home again—need to adjust
to a lifestyle with a 'must',
with appointments, schedules back,
dragging me right on the track.
Die Krankheit brachte mich bis an Grenzen,
wo ich fast den Halt verlor
doch Liebe ueberwachte mich,
als mein Verstehen stockte.
Leben bedeutete nichts als ein 'Stop',
Kein Stress, keine Pflicht riefen nach mir,
ich dachte in anderen Wellen;
Meine Aengste waren das noetige Bussgeld,
welches ich zahlte bis zur OP:
sie wurden das Mass der Berechnung.
Zeit wurde ein Fremdwort mir,
das mich durch Fiebertraeume trug,
Koerperfunktionen waren alleine
der leider immer-beherrschende Ton.
Wieder daheim--, muss mich gewoehnen,
an einen Lebenstil mit einem 'Muss'
mit festen Terminen, Aufgaben, Zielen,
die meinem Weg jetzt die Richtung weisen.

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zuppanova
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grüß dich, ear.
dies ist ein sehr persönliches gedicht. schlicht, ruhig beschreibend, ohne weitausholende emotionalität, zurückhaltend im sprachlichen duktus und doch sehr beredt spricht es darüber, wie im laufe einiger wochen das lebensgefüge durch eine schwere krankheit sich vollkommen verändert, ja, zerbricht - und neu gefunden, erfunden werden muss. einfach ist dies nicht, aber die ersten tastenden schritte sind getan, und der wunsch weiterzugehen gibt kraft.
in einem irischen reisesegen heißt es:
Möge dein Weg dir freundlich entgegenkommen ...
dies wünscht dir
zuppa

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Jolante
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Liebe ear,
zuppanova hat präzise und einfühlsam ausgedrückt, was auch mich beim Lesen deines Gedichtes bewegt. In den schlichten Versen offenbart sich ein lyr.Ich, das durch ein Feuer der Angst gegangen ist angesichts seiner existenziellen Bedrohung durch eine schwere Krankheit. Es hat erfahren, wie zerbrechlich das Leben ist, wie plötzlich alles, was so wichtig erscheint, klein wird, sich nur noch auf Wesentliches konzentriert, in diesem Falle auf körperliche Funktionen. Das Geistige (und Schöngeistige), auf das wir uns so viel einbilden, spielt dann kaum noch eine Rolle. Doch das ICH ist stark. Es geht aus dem Feuer gereinigt hervor, sucht sich im Genesungsprozess neue Aufgaben, passt sich den körperlichen Gegebenheiten an, steckt sich neue Ziele, die auf seinem weiteren Lebensweg erreichbar sind. Da ist kein Selbstmitleid, kein Klagen,nur ein Innehalten und sich neu positionieren. zuppas irischem Reisesegen schließe ich mich gerne an.
Es grüßt Jolante

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ear²
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Liebe zuppa und Jolante,
Von Herzen Dank fuer euer Verstaendnis. Ich brauchte die Form eines englischen Gedichtes, um mich von allen Gedanken an Vergangenes zu befreien.
Nun bleiben nur Genesung, Neugier auf kommende Aufgaben und ein Kraeftesammeln fuer fernere Ziele.
Das minutioese Zusammenarbeiten von Pflegepersonal, Aerzten und Chirurgen, war ein wichtiger Lernprozess fuer mich.

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