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ruelfig
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Hier stünde wohl
ein schönes Gedicht,
mit hinkenden Jamben.
Und Versen,
die in drallen
Kadenzen aufeinanderprallen.
Wie gesagt, stünde,
doch steht es hier nicht.
Wenn ich es fünde,
dieses Gedicht!
Ich hab es verdichtet
wohl tausend mal,
metrisch gerichtet,
es war eine Qual.
Doch als es fertig war zum Schluss,
es zu lesen - ein Genuss.
Das Versmaß streng. Es transzendierte
hexametrisch inspirierte,
silbenzählend aufpolierte -
ach, mein Herz wird eng.
Denn ich hab es
verbummelt, verlegt und
verkurmelt.
Jetzt liegt es irgends rum
und murmelt.
Von Trochäen und Daktylus,
anapästischem Knittelversschluss -
welch ein Verdruss!
Oh, wüsst ich nur wo,
wo es wohl ist,
ich wäre froh,
ich armer Skribist.
Dann stünde hier
ein schönes Gedicht -
doch, wie man sieht,
steht es hier nicht.

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augustine
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Hallo, ruelfig,
das ist aber ein vergnüglich zu lesendes keinGedicht! Wir kennen ja eher das Gegenteil: kein diesoderdas, aber das heftige Beharren darauf, es sei einwasimmer....
Poetische Grüße von augustine
(Und die leise Frage: sammelst du denn nicht in irgendeiner virtuellen oder anfassbaren Schachtel deine opera omnia???)

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Jolante
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06.05.2009, 22:18 / 3 x geändert
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Viel besser ein keinGedicht,
das schräg ist wie deinGedicht,
als ein hohles einGedicht,
das klingt wie ein keinGedicht.
Kompliment
von Jolante an ruelfig

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Mary Poppins
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Hallo Ruelfig ,
moechte Dir sagen , das ist gut „Kein Gedicht„ , gefaellt sehr , und schoen gemacht wie kleines lied und taenzhcen von besondere Worten , Qualitaet und Ausdruck .. spielt die Sprache , freut zu lesen !
Mary Poppins

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Gretchen
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Hei, Meister ruelfig,
am liebsten würd ich so was Feines schreiben wie Jolante, aber mein Hirn schläft schon. Murmel ich also mal nur ganz plump: Das Teil ist schick gemacht.
Der Trick ist, dass auf mehreren Ebenen - metrisch, reimtechnisch, inhaltlich - Erwartungen aufgebaut und sofort wieder geknickt werden, dass also dem Text eine Art strukturierte Unzuverlässigkeit eignet. Man könnte vielleicht sagen: Der Un-Sinn hat Methode, und deshalb liest er sich gut. Da sind Reime, Binnenreime, Innenreime, Assonanzen geschickt so verknüpft und verflochten, dass ich als Leserin ganz leicht und geschmeidig mitgenommen werde. Die Metrik ist lebendig und in all ihrer Wechselhaftigkeit sehr flüssig und "tragfähig". Das Gedicht weiß genau, wo es hin will, und macht auch kein Hehl daraus - trotzdem wird mir, der Leserin, nicht langweilig, weil der Weg zum Ziel so abwechslungsreich ist.
Also, dieses kein Gedicht darf sich ***** an die zierlichen Versen heften, findet die Nachtschichtkröte.

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zuppanova
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schon wieder ein
-> präsent <-
ruelfig, du gewitzter erfinder und verfasser des umschwärmten Kein Gedichtes,
lass dir das feine werk patentieren und genieße - am meer in
einer hängematte unter palmen mehr schreibend - die
tantiemen, fünf- bis sechsstellig am besten!
lesefroh: zuppa.

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ruelfig²
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Hu, wenn ich jetzt noch das echte auspacken könnte, nur es liegt in irgend einer Mappe. Eure Augen würden Ohren machen, aber naja. Freut mich sehr, dass es Anklang finden mag und vielen Dank für die schönen Antworten und das Präsent (das kannte ich noch nicht & habe mich sehr amüsiert). Langsam rostet meinem Gedächtnissieb das Metall zwischen den Löchern weg, aber gleich morgen schreibe ich ein neues, ein schöneres Gedicht. Irgendwo hatte ich doch noch eine virtuelle Schublade...
Grüße euch,
Ruelfig

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