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Eneas
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hallo freunde des gepflegten wortes, freundinnen der verbalen spitze:
es jährt sich einmal wieder der bachmann preis, dessen grosser fan ich bin, da ich ja eher den hang zur prosa wie zur lyrik habe.
nachdem ich ihn nun mehrere jahre im TV gesehen habe, würde ich gerne einmal selbst dorthin fahren. ich erkundige mich nun auf diesem weg, ob sich jemand mit ähnlichen gedanken trägt.
der link zur seite
http://bachmannpreis.orf.at/bachmannpreis
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Gretchen
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hei, Eneas, bei mir klappt das wohl nicht, wegen der entfernung und kohlemäßig und so, und weil ich im juni mit zwei jungs auch woandershin noch wegfahren will. aber reizvoll find ich den gedanken, dass auf dem bachmannpreis-event paar leute von lit-on rumlaufen, und ich stell mir vor, man müsste sich dann seinen nick auf die stirn schreiben mit kohlestift, damit man sich gegenseitig erkennt, oder es würde ein anderes zeichen vereinbart, azurblauer schal, oder ne zigarrette hinters ohr geklemmt, oder nen glas wisski in der hand oderso - das wär was!
wie weit musst du denn anreisen, falls du hinfährst?

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Eneas²
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ich bin für ein dezentes tattoo, vielleicht oberhalb des steißbeins als erkennungszeichen. vielleicht sogar teile die sich gegenseitig ergänzen? fraktale?
mal im ernst, geplant hatte ich die anreise mit einer kleinen tour zu verbinden, ein paar kommilitionen besuchen; deutschland im sommer meinetwegen.
ich reise vom harz aus los und werde "kohletechnisch" die mitfahrzentrale bemühen. grund für den post ist auch der, dass ich in klagenfurt eine bibliophile übernachtsungsmöglichkeit suche, die mich ein wenig in die örtlichkeiten einweist.
also österreicher, klagenfurter; gebt euch zu erkennen!

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zuppanova
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Zu den Vorab-Videoporträts, in denen die heuer (seit gestern) lesenden Bachmannpreis-AnwärterInnen sich vorstellen durften/sollten, hab ich einen hübsch hinterkünftigen Artikel in der SZ gelesen; wer schauen mag -> Link.
Orientiert am traditionellen Bild vom Dichter (= eine Prise Genie, ein Hauch Melancholie, ein bisschen Wahn und viel eremitische Entrücktheit) inszenieren diese Porträtvideos die Autoren als Mönche, zeigen den Schrifsteller alltagsenthoben und weltabgewandt im Labyrinth, im verschlossenen Garten, zwischen Bibliothekswänden oder gleich in Kreuzgang und Kirche: Schreiben, Schweigen, Lesen. Die Inszenierungsorte weisen Symbole des Sakralen auf und illustrieren so populäre Vorstellungen vom Schriftsteller als Pilger auf der Suche nach Sinn, den er natürlich in der unbeirrten Erfüllung seiner Tätigkeit findet.
Und wer nun neugierig ist und sich die Videoporträts anschauen möchte: bittschön, hier der Link <-
LG, zuppa

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augustine
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29.06.2009, 21:30 / 2 x geändert
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Hallo, liebe zuppa, und wen's sonst interessiert:
Hier, dachte ich, hätte ergänzend eine Nachbetrachtung von Burkhard Müller stehen können: Im Land der Software (heute, 29. 6. 09),
Aber einen so klugen Kopf mutet offenbar nicht mal mehr die SZ in ihrer online-Ausgabe den Lesern zu.
ZEIT-online hat drei Artikel, darunter diesen:
...
Vertwitterung droht ja allenthalben. Ich möchte jedenfalls nichts über neugeborene Kätzchen wissen, keine Fotos von ihnen sehen und auch nicht wissen, was jemand endlich auf die Startseite seiner hp geschrieben hat.
augustine

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zuppanova
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Dank dir, augustine, für den Hinweis auf den Burkhard-Müller-Artikel, hab ihn gestern abend noch in der SZ hergesucht und "vom Papier" gelesen, inzwischen auch online aufgespürt.
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Im Land der Software - War da was? Der Klagenfurter Bachmannwettbewerb 2009
Es war, wie die Moderatorin Clarissa Stadler vom ORF zum Auftakt der zweiten Leserunde bemerkte, wirklich ein Pech für Philipp Weiss, dass ausgerechnet am Tag seines Auftritts Michael Jackson starb. Weiss hatte eine Geschichte mit dem Titel "Blätterliebe" vorgelesen, in der es um einen Schriftsteller ging, der gerade ein Manuskript mit dem Titel "Blätterliebe" vollendet hat, mit diffusen Beschwerden zum Arzt geht, eine Magensonde eingeführt bekommt und grenzenloses Erstaunen auslöst, weil sein Magen mit einem Haufen Blätter gefüllt ist. Daraufhin ergriff Weiss sein Manuskript und begann es aufzuessen. Aber es war bloß Esspapier gewesen, eine Oblate. Die Geringschätzung, die ihn dafür traf, war allgemein. Kein Vergleich mit dem Stirnschlitzer Rainald Goetz in den Achtzigern! -> mehr ...
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Was mir noch durch den Kopf geht: Klagenfurt am schönen Wörthersee ist auf den Fremdenverkehr angewiesen. Gut für's touristenattrahierende Image der Region, wenn alljährlich so ein hochkulturell getönter Auflauf stattfindet. Das veredelt einerseits die Gegend und rehabilitiert andererseits die Literatur von dem Vorwurf, sie sei zu nichts nütze, denn da rührt sich doch was in der Stadt, wenn der Wettbewerb ist.
Aber das sind nur so ganz nebenher gedachte, belanglose zuppa-Schnörkel.

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