| |
|
Natalie Hof
|
27.03.2009, 23:18 / 4 x geändert
|
|
Das Land der Henker und Richter
Wo sind geblieben
all die großen Denker und Dichter?
Geblieben nur noch Henker und Richter,
die getrieben
von Macht und Sklaverei,
verkaufen Menschenseelen nun
für n' Appel und n' Ei.
So zerfällt das intellektuelle Gut
und reißt mit jeglichen Mut,
den es zu bewahren gilt.
Denn was war das menschliche Geschlecht
mit Recht und Werten,
ohne Menschen nach Äußerlichkeiten zu bewerten,
sie zu richten,
zu benutzen,
nicht ein Schatz,
den es gilt zu beschützen!

|  |
Gretchen
|
Auweia, Natalie, Zaunpfahlalarm!
Formal ziemlich jämmerlich, null Eleganz oder Brillianz oder Originalität im Sprachlichen ("Kreativität"), ein wehleidiges Gejammer, das - in der Gedankenführung ganz undifferenziert - mühsam stammelnd irgendwelchen obskuren, vorgeblich untergegangenen Werten ("Denker und Dichter") hinterherklagt, dabei eine nicht näher charakterisierte, insofern für den Leser überhaupt nicht fassbare Gruppe von Menschen ("Henker und Richter") anprangernd. Gegen wen geht's denn eigentlich? Wer sind diese bösen Henker und Richter? Wo sitzen sie, in welcher gesellschaftlichen Ritze? Und was genau tun sie? Das wär mal interessant zu erfahren, bleibt aber leider im nebulös Ungefähren, ist also nichts weiter als dümpeliges Allgemeinplatzgeschwafel. Da geht's ja an jedem Stammtisch konkreter zur Sache.
Also: für mich ein Text ohne Pointe, ohne "eigenes Wort". Ich würd mal sagen: einen halben von insgesamt 10 Denk- und Dicht-Sternen. (Den halben für die Mühe des Niederschreibens.)
Zerknirscht und betroffen (fühl mich direkt als "Henker und Richter", jawoll!), aber schlichtweg nichtanderskönnend:
Gretchen
*****
Das Land der Henker und Richter
Wo sind geblieben, Kommafehler
all die großen Denker und Dichter?
Geblieben nur noch Henker und Richter,
die getrieben
von Macht und Sklaverei, falsch im Ausdruck; gemeint ist wohl: getrieben von Machtgier und dem Wunsch, andere zu versklaven
verkaufen Menschenseelen nun, Kommafehler; außerdem: warum die Inversion?
für n' Appel und n' Ei.
So zerfällt das Iklein schreiben!ntellektuelle Gut, Kommafehler
und reißt mit jeglichen Mut,
den es zu bewahren gilt.
Denn was war das menschliche Geschlecht
mit Recht und Werten, ab hier: unklar im Ausdruck, Grammatik und Bezüge gehen flöten; was willst du denn eigentlich sagen?
ohne Menschen nach Äußerlichkeiten zu bewerten,
sie zu richten,
zu benutzen,
nicht ein Schatz,
den es gilt zu beschützen! warum die Inversion?

|  |
Natalie Hof²
|
28.03.2009, 00:09 / 1 x geändert
|
|
Danke, für die "nette" Kritik.
Mit dem Formalen hast du sicherlich Recht.
Um das genaue Problem, auf das ich aufmerksam machen will, darzustellen, bedarf es weitere Erläuterungen, da stimme ich dir zu. Dachte, man wisse wovon ich hier spreche! Dem ist anscheinend nicht so!
Liebe Grüße

|  |
Gretchen
|
Naja, weißt du, Natalie, irgendwie kann sogar nen dummes Gretchen ahnen, wovon so ungefähr du sprichst in dem Text: vielleicht so mehr pauschal von der stetig spürbarer werdenden Kühle in "dieser unserer Gesellschaft", vielleicht auch direkt von den Usern hier, die, wie Du kühn feststellst, auf der "menschlichen Ebene" lernbedürftig sind, vielleicht auch geht es Dir darum, den allgemeinen Niedergang von Kultur und Ethik und was-weiß-ich-welchen-Werten zu betrauern, also, kurz gesagt, da könnt ich mir in meiner Phantasie schon Verschiedenes ausmalen.
Aber das Problem ist: Du versuchst hier ein "Gedicht" zu verkaufen, das für meine Begriffe so armselig und witzlos ist, dass ich gar nicht so weit komme, mir irgendwelche weiterführenden Gedanken zum Inhalt machen zu wollen - das Textteil ist (für mich) einfach nur abschreckend; sprachlich, ästhetisch, überhaupt (siehe oben). Tut mir echt leid, aber ich bin nicht der Kuscheltyp, wenn ett um Sprache geht. Also, "netter" kann ich es nicht ausdrücken, und damit wirst Du wohl leben müssen, dass ich Deine poetischen Freizeitversuche schlecht nenne, wenn ich sie schlecht finde.
Gretchengrüße

|  |
augustine
|
28.03.2009, 00:34 / 1 x geändert
|
|
Irgendwie ist das ja doch schwer zu fassen, Natalie, deine Kessheit, oder beinahe schon zu bewundern. Du stellst was her, von dem man dir zeigt, dass es ganz und gar unzulänglich ist, du gibst zu, dass es zum Verstehen weiterer (Genitivobjekt; ist im Schwinden begriffen, muss man sicher mit 23 nicht mehr lernen) "Erläuterungen" bedürfe. Wirklich nett: denn die müssten ja doch von dir kommen. Nicht, weil Gretchen und ich zu doof sind, deine Gedanken zu kapieren, sondern weil die Gedanken ein wenig, sagen wir, ärmlich sind.
Es hat dich hier niemand vermisst. Für ein erfolgreiches Studium wären präzises Denken und präzise, grammatisch und stilistisch richtige Darstellungsfähigkeit hoch erwünscht.
augustine

|  |
ruelfig
|
Sehr geehrte Natalie Hof,
Lapalie als Dichtung finde ich doof.
Kommt dazu noch Satzverdrehung,
mangelt es mir an Verstehung.
Um nun der Frage, wo sind sie geblieben,
Antwort zu geben: man hat sie vertrieben,
mit genau solch selbstgerechten
Elaboraten, grottenschlechten.

|  |
Gerd
|
28.03.2009, 23:56 / 2 x geändert
|
|
Hallo Natalie,
ich oute mich direkt als Gefühlskrüppel, da mir sicher ebenfalls die pädagogische Keule mangelnder persönlicher Reife droht.
Sich für Literatur und Germanistik zu interessieren, ist kein Muss, doch ganz sicher hier in diesem Forum nicht hinderlich.
Jolante machte sich die Mühe Dir sehr konkrete Empfehlungen bezüglich Deines Textes "Liebe auf den letzten Blick?" zu geben. Sich daran zu versuchen, Streichungen vornehmen und das Verbliebene überarbeiten, hätte wenigstens Lernwillen gezeigt. Dagegen bekommen wir von Dir lediglich ein weiters Schüttelreimstückchen plattester Natur geboten. Nun echauffierst Du Dich ob der "netten" Kritik.
Wenn Du nette Kritik suchst, gibt es dafür mannigfach andere "Lyrik"-Foren im Netz, deren Qualitätsanspruch gegen null geht, die sich jedoch menschlich auf "höchstem" Niveau bewegen.
Solltest Du weiterhin keinen höheren Anspruch an Deine eigenen Texte haben, werde ich zukünftig zu diesen schweigen.
Gruß Gerd

|  |
|
|