Ewige Rast · Mars1888 · ·


Z-Entwürfe · Forum für Literatur & Germanistik
 

 
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      Mars1888



Ewige Rast

   16.02.2009, 22:31



Edit 26.07.2010

- Faden von Kurzgeschichten nach Entwürfe verschoben - Elise


__________________________________________________


Ich bin konfus, nicht ganz richtig im Kopf, ein kranker Geist.
Ich treibe mich in den dunklen Gassen herum, immer und immer wieder. Gass auf, Gass ab! Gass auf, Gass ab! Doch wenn du mich fragen würdest wo ich gewesen bin; ich hätte keine Antwort. Noch nicht einmal eine Ahnung. Denn während ich in meiner bis an Verzweiflung grenzenden Unruhe in der Stadt umher treibe, rast mein Geist. Nicht ein Gedanke währt länger als einen Bruchteil einer Sekunde. Erst ist es ein leises aus der Ferne, den äußersten Winkeln meines Kopfes, hervor dringendes Rauschen, doch es schwillt und flammt unaufhaltsam bis aus allen Seiten zugleich die Gedanken schreiend auf mich niederprasseln, begleitet von kreischenden, sich überschlagenden Stimmen, welche den Kopf brodel und in Schmerzen auf stöhnen lassen. Ruhe! Ich lechze nach Ruhe. Ich ertrag es nicht länger. Winde mich wie ein Aal im letzten Lebenskrampf und beginne unter der maternden Last zu vergehen. Doch da, was sehen meine flammenden Augen, ist ein Licht, ein kleines Licht am Ende des Tunnels. So zuckersüß, dass es Tränen in die Augen treibt. Es ist die Zuflucht, die Ruhe, die da in der Ferne glänzt. Und ich schreite den unvermeidlichen, Friede bringenden Weg. Ich beginne zurennen. Schneller und schneller; ich scheine abzuheben, zu fliegen und der süße Glanz naht. Ich packe zu, erhebe die Hand und ein kurzer, starker Hieb folgt. Die Erlösung ist da. Die Qualen fallen von mir ab. Das Eisen und rohe Holz haben ihr Werk vollbracht; mich von den menschlichen, immer währenden Leiden befreit, erlöst. Der Hammer hat den Schädel entzweit. Die ersehnte Ruhe ist da. Sie breitet sich wohlig und warm in mir aus; nun kann ich schlafen.

 

      augustine



Ewige Rast

   16.02.2009, 22:46



Wie du möglicherweise wahrgenommen hast, hab' ich gerade eine außerordentlich gute Erzählung kommentiert, Mars.
Hast du sie gelesen? Nicht wegen des Kommentars, aber Neue sind meistens autistisch und kennen nur das kleine Ihre.
Dann: Bitte lies eine Korrektur und zeige den Text erst dann wieder vor.
Drittens: Was sind deine Erwartungen hier?

augustine

 

      Mars1888²



Ewige Rast

   18.02.2009, 19:43



Ich weiß nicht warum du mich so unfreundlich ansprichst und mir Dinge unterstellst, obwohl du mich überhaupt nicht kennst und ich hier bis jetzt ausschließlich einen kleinen Text geposted habe. Ich habe niemandem etwas getan und wollte nur ein kleines Feedback bekommen. Wenn wir schon alle hochkaretige Autoren wären, dann würden wir unsere Schriften von Verlagen veröffentlichen lassen und nicht hier. Also ich denke ein Forum für Literatur sollte einen Austausch ermöglichen und es sollte vorallem auch möglich sein nicht 100% ausgereifte Texte zuposten und dazu ein Feedback zubekommen. Und man sollte miteinander in vernünftiger Art und Weise umgehen.
Also mein Text enthielt soviel Rechtschreibfehler, dass er für dich nicht mehr verständlich war? Ansonsten könnte man auch eine kleine Nachricht unter den Kommentar schreiben: Nächstes Mal bitte besser korrektur lesen! ;)
(Das ist nicht alles nur auf den Kommentar unter meinen Text bezogen. Ich habe gesehen, dass hier teilweise ein sehr unfreundlicher Ton herrscht bei Kommnetaren für schwächere Text. Auch wenn ich z.B. inhaltlich den Kommentaren zustimme, muss man die Autoren nicht in dieser Weise ansprechen, denn sie haben wahrscheinlich viel Zeit und Gedanken investiert. Man muss andere Menschen nicht verletzen!)
Gruß Mars

 

      lost



Ewige Rast

   18.02.2009, 23:55



Zitat:
Ich packe zu, erhebe die Hand und ein kurzer, starker Hieb folgt. Die Erlösung ist da. Die Qualen fallen von mir ab. Das Eisen und rohe Holz haben ihr Werk vollbracht; mich von den menschlichen, immer währenden Leiden befreit, erlöst. Der Hammer hat den Schädel entzweit.


wie kann ein Hammer einen Schädel entzweien? wenn du dein Textaussagesubjekt eine Axt hättest greifen lassen, gut, ja, doch, das hätte ich womöglich gekauft, so aber, mit diesem Hammer am Schluss, wirkt der Text - nun: behämmert.

und wo genau wäre der Erzählzeitpunkt anzusiedeln? vor oder nach dem Schlag auf's Protagonistenhaupt? mir scheint, dem Text eignet eine gewisse Brüchigkeit der immanenten Logik, welche im Verein mit den sprachlichen und formalen Schwächen dazu angetan ist, ihn in den Augen des Lesers lächerlich erscheinen zu lassen - wobei genau dies vermutlich aber nicht beabsichtigt war. oder irre ich? ist es eine Parodie des Zombie-Motives? nein.

nein. ich fühle: dies ist kein parodistischer Text. daher nun mein Rat: Rasereien wie oben künftig nicht böswilligen, arroganten, rücksichtslosen, vollkommen entmenschten Sprachdünklern, Wortgladiatoren, Killersatzbildnern, Buchstabenkeulenschwingern und Axtkampfkommentatoren in ungemütlichen virtuellen Textarenen vorführen, sondern einfühlsamen, verlässlichen Freunden in trauter Runde bei Kerzenschein.


best, lost




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