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johnny_rakete
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Edit 26.07.2010
- Faden von Kurzgeschichten nach Entwürfe verschoben - Elise
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Sein Schädel pochte wie jeden Morgen. Oder vielmehr wie jeden Mittag.
Jemand wie er wachte nicht morgens auf.
Er ließ den Blick schweifen. Seine vergilbten Tapeten bildeten einen starken Kontrast zu den weißen Kacheln seiner Kochnische. Dies könnte die Wohnung eines Studenten oder eines jungen Menschen sein der ein einigermaßen geregeltes Leben lebte. Doch die überall vorhandenen Flaschen, überquellenden Aschenbecher und vollgekritzelten Blätter zeugten davon, dass es nicht so war.
Jemand wie er lebte kein geregeltes Leben.
Er stand auf. Auf dem Weg zum Badezimmer stieß er eine Bierflasche vom Vorabend um. Der letzte Rest Bier ergoss sich, vermischt mit den Resten einer Zigarette die er in der Flasche ausgedrückt hatte, über den zerschlissenen Teppich. Es war ihm egal.
Er pisste. Danach betrachtete er sein Gesicht im Spiegel. Zerschunden wie seine Wohnung. Wie seine Seele. Er verzichtete darauf sich zu Waschen. Was hätte es auch verändert?
Er zog sich also an und verließ die Wohnung.
Wie immer hoffte er niemandem zu begegnen während er durch den Hausflur schlurfte. Er schlurfte immer. Andere Menschen gehen. Er schlurft.
Jemand wie er geht nicht.
Auch sprach er nicht gerne. Wozu auch? Die Menschen reden sowieso nur belangloses. Wenn er den Mund aufmacht, dann murmelt er eher für sich selbst als für andere. Wer würde auch verstehen was er zu sagen hat? Viele Menschen sagen etwas ohne etwas zu sagen zu haben. Er wollte nicht dazu gehören.
Jemand wie er redet nicht.
Draußen schien die Sonne. Manche Menschen würden sagen es sei ein schöner Tag.
Doch Jemand wie er hat keine schönen Tage. Für ihn ist nur ein weiterer Tag.
Ein Tag wie jeder andere.

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lost
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um Vergebung, jedoch: der Text wirkt auf mich ein wenig so, als habe einer versucht, sich für den Fasching als Herr Bukowski zu verkleiden.
was soll man dazu sagen? es ist eine eher nicht so sehr gelungene, sprachlich mich schwach dünkende, in der inhaltlichen Attitüde längst überholte, leicht lächerlich wirkende (*) Aufzählung von einen Eindruck des "wild"- "kaputt"- und "anders"-Seins erzeugen sollenden, in ihrem eindimensionalen Hinweischarakter allerdings recht plump angebrachten Attribuierungen zu einem irgendwo stecken gebliebenen, stereotyphaften Protagonisten, der nun also, da sein Autor ihn nicht plastischer gestalten konnte, als blutleerer Bleistiftstrichmöchtegernchinaski durch eine mühsam anskizzierte Suff- und Kippenlandschaft tappt - nein: schlurft (s. o.). es ist traurig, aber eine Kurzgeschichte ist es nicht. mir will auch eben nicht einfallen, was man daran "besser machen" könnte (diese Frage wird der Autor vermutlich gleich stellen). leider.
lost
(*)Jemand wie er wachte nicht morgens auf. Jemand wie er lebte kein geregeltes Leben. Jemand wie er geht nicht. Jemand wie er redet nicht. Jemand wie er hat keine schönen Tage. Jemand wie er ist ganz anders.
(btw.: warum der Wechsel im Tempus?)
PS: auch wenn mir gleich erklärt würde, dies sei "der erste Text" des Autors, gefiele er (der Text) mir nicht besser. womöglich sollten manche Autoren nicht den ersten wenigerbesten, sondern erst den 193. etwasbesseren Text posten. aber das ist eigentlich alles ganz unwichtig ...

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augustine
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11.02.2009, 16:05 / 1 x geändert
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Es genügte sicherlich zu lesen, was lost schrieb; 'genügte' ist Imperfekt, denn ich hab' den von ihm besprochenen Text nicht gelesen.
Man kann das Geklimpere auch dort finden:
http://www.literaturforum.de/forum/schre...and-wie-er.html
Da man also fürchten muss, dass demnächst 'ne Handvoll Ich-bin'n-Autor-Typen von dort herwandern und Nachhilfeunterricht haben wollen -
schlage ich vor: ignorieren.
augustine

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