Das Spiel · Floribunda · ·


Kurzgeschichten · Forum für Literatur & Germanistik
 

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      Floribunda



Das Spiel

   07.02.2009, 23:50



Sie kommt wie immer mit einem freundlichen Lächeln an den Tisch und bringt die Getränke, doch irgendwas ist anders. Nicht das er sie das erste Mal sieht, nein, sie hat ihn schon öfters bedient. Doch diesmal ist er nicht abgelenkt und ihr Charme trifft ihn mit voller Wucht. Er erwidert ihre Blicke und es knistert so stark zwischen den beiden, dass es auch die anderen Gäste mitbekommen. Als sie wieder geht bleibt er elektrisiert zurück. „Verdammt, was war das“, denkt er sich. „Läuft da was zwischen euch?“ fragt ihn ein Kumpel. „Nein, natürlich nicht“, erwidert er hastig. Aber da war doch was. Seltsam, irgendwas stimmt nicht. Er schaut ihr nach. Die Worte seines Kumpels zeigen Wirkung. Er muss nachdenken. „Sollte da was Laufen?“ Seine Gedanken sind verwirrt. Da kommt sie wieder. „Hmmm … so schlecht sieht sie gar nicht aus. Komisch, ist mir bisher nicht aufgefallen.“ Sie lächelt, bietet ihm ein Spiel an. er lächelt zurück.

Die Nacht war äußerst unruhig, der gestrige Abend hat ihm den letzten Schlaf geraubt. Nach langem Überlegen beschließt er, auf das Spiel einzusteigen. „Vielleicht waren die Blicke ernst gemeint. Ein Versuch ist es wert, sie hat etwas faszinierendes, etwas geheimnisvolles, und das gilt es zu erforschen.“

Das Spiel hat begonnen, sie spielt von Anfang an defensiv, er auch, lässt es langsam angehen … zu langsam. Es stellen sich immer mehr Fragen, aber die Antworten fehlen. Seine Freunde fragen ihn ständig, doch er kommt nicht voran. „Sie ist gut“, denkt er sich und bleibt ideenlos.
Dann der Schock: Ist er etwa nicht der einzige Spieler? Ist das der Grund, dass sie abweisend auf seine Angebote reagiert?
Er hört Gerüchte, schnappt verwirrende Wortfetzen auf, will das Spiel abbrechen. Doch es läuft gut, das Spiel entwickelt sich, bis er aus Übermut einen Fehler begeht.
Sie stehen beieinander, scherzen, lachen. Sie sieht wieder bezaubernd aus, das verführt ihn aus der Situation heraus, ihr einen Klaps auf ihren süßen Hintern zu geben. Das war eine dumme Idee, es ist als ob ihn alle im Raum anstarren. Sie ist verärgert, reagiert aber beherrscht. Er hat eine schallende Ohrfeige verdient, bekommt aber nur einen Schlag auf die Schulter. Glück gehabt.
Er muss hier weg, Abstand gewinnen, einen klaren Kopf bekommen. Er läuft allein durch die dunkle Stadt. Die kalte, frische Luft tut ihm gut. Er fasst das Geschehene in seinem Kopf zusammen. Er weiß um seinen Fehler, aber sie hat ihm verziehen. Oder doch nicht? Soll er so weitermachen wie bisher? Oder aufhören, jetzt da seine Chancen zu gewinnen nahe Null sind?
Er muss sich ablenken, fährt einfach die Schnellstraße weiter bis zum Horizont. Es klappt, sie ist vergessen.

Sie spielt aber weiter und gibt ihm wieder Hoffnung. „Was soll’s“, denkt er sich, „es macht ja auch tierisch Spass“. Jedoch muss er bald feststellen, dass er wieder nicht weiter kommt. Sie hat seine Taktik durchschaut, kontert gekonnt. Er verzweifelt, kann ihr aber nicht widerstehen.

Dann die Wende, ein neuer Mitspieler betritt die Bühne. Der Neue ist gut, besser als er. Sie liegt dem Neuen zu Füßen und lässt es alle wissen.
Er ist entzaubert, sie hat diese Runde klar gewonnen. Er steigt als Verlierer aus, doch wird er das Spiel wieder spielen und aus seinen Fehlern lernen.

 

      Gretchen



Die Liebe ist ein seltsames Spiel

   08.02.2009, 01:56 / 1 x geändert



Hei Floribunda,

hübscher Name, willkommen bei der Bundestexteschau im lit-on-Garten.
Aber warum heißt du nicht Floribundus, wenn du männlich bist?
Darf ich zum Text was sagen?

So nach dem ersten Lesen hab ich immerhin den Eindruck, dass der Autor Herr des Textes ist und nicht umgekehrt. Das ist schon mal gut. Allerdings gibt es von diesen Kloppern eine ziemliche Handvoll: "Als sie wieder geht bleibt er elektrisiert zurück." oder "Er muss hier weg, Abstand gewinnen, einen klaren Kopf bekommen." oder "Er muss sich ablenken, fährt einfach die Schnellstraße weiter bis zum Horizont." Also, eine Anhäufung leerer Floskeln, die alles und nichts sagen. Hinzu kommt, dass in dem ganzen Dingen nur eine einzige Idee steckt, nämlich die des "Spiels", die a) nicht besonders neu ist und b) dann bis zum Überdruss durchgenudelt wird, von vorn, von hinten ... Dadurch wirkt die Geschichte (isses überhaupt eine?) unglaubwürdig, platt und bisschen öde, auf mich jedenfalls, da fesselt mich nix, keine Sinnlichkeit drin, nix Vitales, der Flow, der mich mitnehmen könnte, fehlt, Sprache und Plot bleiben eindimensional und steril, also kurzum: Als Text ist das für mich ungefähr so erregend wie wenn Barbie und Ken "Liebe machen", und so elektrisierend wie Playmobilfiguren beim Ficken.

Aber mich halten heut tierische Zahnschmäzzn wach, die mein Urteilsvermögen trüben, kann sein, ich hab deswegen den Text überhaupt nicht verstanden. Außerdem happ ich nen Ohrwurm (kliggn). (Bin J.-D.-Fan ... )

Viele Grüße vom Gretchen!

 

      augustine



Die Liebe ist ein seltsames Spiel

   09.02.2009, 01:04



Dieses Textlein, Floribundus, -a, -um, ist eher mori- als floribund und sollte am besten gleich bei nächster Gelegenheit in den Orkus entsorgt werden: es ist so simpel und undurchdacht, dass ich nicht den Eindruck habe, du seiest im Stande, aus dem Nachweis von Fehlern zu lernen.
Sollte das wider mein Erwarten anders sein: formuliere deine Fragen.
augustine




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