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lost
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25.12.2008, 05:03 / 2 x geändert
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deep impact: die Bedrohung der Erde
durch Kometen und Kleinplaneten wird allgemein unterschätzt; jedermann
starrt gebannt hinab in österreichische Kellerverliese; blickt
erschüttert in chinesische Erdbebenspalten; verfolgt fassungslos
den global-triumphalen Tanz gewaltiger Flutwellen,
das Wüten widerwärtiger Seuchen: tausende Opfer
befürchtet! - betroffen blättert man diese Statistiken durch, die
das Artensterben im Regenwald dokumentieren; liest
in sauber geschriebenen Armutsberichten, je nach Temperament
beunruhigt oder voll Mitleid, Fakten, welche Gewaltexzesse
eines perspektivlosen Prekariats zeitigen könnten; dann wieder,
angerührt, sieht man dem freundlichen Dalai Lama zu, wie er
die Menschen beeindruckt durch Friedfertigkeit; viele auch sehen
olympisches Feuer; oder, auf einem Parallelsender, die brennende Philharmonie
zu Berlin; manche betrachten besorgt das Bröckeln der Alpen, die allmählich
zerfallen, weil der Permafrost taut, schalten dann um nach Athen, nach Zimbabwe:
die Cholera liegt gut im Rennen, getoppt aber doch von einer Kinderleiche
im Eisschrank, Kevin, zwei Jahre; da schaut keiner weg, keiner -
ich jedoch wende, als einziger (Mensch), ab meinen Blick
von den irdischen Gräueln; ich richte
die Augen zum Himmel: ich weiß, dass Gefahren lauern
dort draußen im All; ich schaue ins All: jederzeit,
sagen die Astronomen, könnte ein Asteroid uns treffen; Asteroiden
sind rasende Projektile; kosmische Spermien, und es gibt
bislang noch keine verläßliche Verhütungsmethode; und sollte
ein wahnwitzig rasender Kleinplanet diese köstliche Erde befruchten, dann
sterben wir aus: wie die Saurier, damals ...
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-> Chaiselongue
-> big polis
-> das Überleben der Spezies
-> mermaid
-> Schwarzwasser
-> Podcast (Schwarzwasser und big polis)

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ear
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Sei gegruesst, lost,
zum Weihnachtsfest und Jahresausklang bringtst du, der Protagonist, uns einen Rueckblick, wie Jonathan Swift es geliebt haette!
Lass mich mit dem letzten Paragraphen beginnen:
Im Stil der Klassiker und Romantiker beschwoerst du in erhabenem Stil , wie die Dichter es taten, rufst den Himmel an, beschwoerst das 'All' und warnst die Erde vor drohender und vernichtender Befruchtung; unser warnendes Beispiel : die Saurier.
Der Groessere Paragraph bringt uns im Zeitraffer eine Revue der schlimmsten kleinen Dinge, welche so erschuetterten:
die Verben enthalten bereits die ganze Emotion des Geschehenen:
gebannt, fassungslos, betroffen, befuerchtet, beunruhigt oder angeruehrt.
Sie sind wahllos austauschbar. Jede Emotion ist laengst verhaucht. Ein Knopf oder remote control bringt von Sekunde zu Sekunde weiteren Anstieg oder ein Abflauen aus irgend einem Teil der Erde. Nur die letzte Meldung, gesteigert werden, kann es kaum, gilt fuer Augenblicke, dann ....Abschalten, Vergessen.

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yannick.scherer
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Hallo lost,
ich habe deinen Text jetzt viermal gelesen und bin immer noch begeistert! Dem, was ear geschrieben hat, kann ich nur zustimmen, auch wenn ich meine, eine kleine Anklage darin zu entdecken: Man ist gebannt, fassungslos, betroffen, beunruhigt, voll Mitleid - aber man ist trotzdem so weit davon entfernt, sitzt vor dem Fernseher und schaut zu. (Der Text erinnert mich auch ein wenig an van Hoddis' "Weltende" mit seinen kurzen, austauschbaren Eindrücken und dem apokalyptischen Gedanken - aber das nur so am Rande...)
Den letzten Abschnitt finde ich wirklich interessant. Der Titel "deep impact" weist für mich auf den gleichnamigen Film hin, wodurch sich eine meiner Meinung nach bizarre Situation ergibt: das lyr. Ich wendet sich von den irdischen Gräueln ab, behauptet, es gäbe etwas übergeordnetes, mächtigeres, das die viel unmittelbarere Gefahr darstellt, aber tut es das nicht nur, um sich besser zu fühlen? Ist der Inhalt des letzten Abschnitts nicht einfach nur: Ich schalte ab, ich schalte um, ich vergesse?
Nur ein paar Gedanken von mir...
Ein frohes neues Jahr wünscht
Yannick

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Jolante
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26.12.2008, 20:33 / 5 x geändert
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Grüß dich lost,
pünktlich zum Fest des Friedens und der Freude meldest du dich aus dem Untergrund und verkündest uns (k)eine frohe Botschaft. Dafür lädst du uns ein zum Apocalypso, dessen Schritte du so gut beherrschst. Die Gedanken, die ear und yannick geäußert haben, bewegen auch mich. Auf der Titelseite von .... gab es an Heiligabend die Schlagzeile, dass das Blatt an diesem Tag nur gute Nachrichten bringe. So war es dann auch. Was blieb dem hartgesottenen Leser anderes übrig, als den Blick gen Himmel zu richten und das Schlimmste zu befürchten? Es ist schließlich nicht nur der Segen, der von oben kommt.
Ein weihnachtslostiger Text, es lohnte sich, darauf zu warten.
Jolante

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Gretchen
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hei lost, das find ich gut gebaut, das teil.
der titel ist (mindestens) zweischichtig. und der text ist streng aufgebaut insofern, als in seinen beiden teilen jeweils auf eine der zum titel möglichen assoziationsschichten eingegangen wird. der erste textteil zählt verschiedene leidvolle deep impacts auf, reale katastrophen, die das jahr über passierten und in den medien ausgebreitet und durchgehechelt wurden, wobei mit der neugierde, mit den voyeuristischen gelüsten der zuschauer und leser gespielt wird.
der zweite textteil schwenkt zu dem katastrophenfilm deep impact, in welchem es darum geht, dass ein meteor die erde trifft (wenn ich mich richtig erinnere), und ich denke, dass dadurch falsche betroffenheit ironisiert oder entlarvt werden kann bzw. soll. das ist der trick an dem text, die spitze, die trifft.
die verknüpfung beider teile besteht für mich darin, dass durch die mediale verbreitung und vermarktung von katastrophen der unterschied von fiktion und realität zunehmend verwischt wird und eine art von absurdität entsteht oder von ratlosigkeit (man kann "guten gewissens" weder hinschauen noch wegsehen), die stumpf macht.
in dem zusammenhang find ich deine lesart, Yannick, sehr passend (wie auch das, was ear und Jolante schrieben), die besagt, dass man sich in die fiktion, in den film flüchtet, um der ratlosigkeit und hilflosigkeit der realität gegenüber zu entkommen.
beeindruckt grüßend: Gretchen

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zuppanova
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lost, deinen text hab ich mehrfach umschlichen, jetzt doch noch kurz einen gedanken von mir dazu.
dein thema, so denke ich mir, ist eine bilanzierende - wie ich vermute: aus echter betroffenheit, die sich ein ventil finden musste, erwachsene - kritik "am zustand der welt". dies als text umzusetzen finde ich ein brisantes unterfangen mit hohem misslingensrisiko, soll heißen:
das hindeuten auf allfälliges elend mittels gedicht bleibt häufig im gefühlbedus(s)elten mitleidsgejammer stecken, gerät allzuleicht zur anklagenden suada á la "wie kann man nur!" bzw. "schuld sind alle außer mir!", und/oder langweilt den leser, indem wiederholt wird, was sowieso jede/r ständig hört und liest.
dieser gefahrenzwickmühle (jetzt muss ich grad an skylla und charybdis denken; der autor wäre dann ein odysseus) weichst du aus, indem du eine ins groteske spielende mega- oder metagefahr (herbei)zitierst - die erdzertrümmernden meteoriten - und zugleich deinen sprecher sich unverhohlen selbstironisch (so verstehe ich es jedenfalls) outen lässt als den einzigen, der die zusammenhänge wirklich duchschaut (entspricht dem muster: "schuld sind alle außer mir!", aber ironisiert). nicht schlecht.
außerdem hat diese meteoritenbeschwörung für mich auch einen biblisch sintflutartigen anklang: ausmerzen des hoffnungslos kranken menschengeschlechtes => großreinemachen auf erden mit "himmlischen" mitteln (der sintflutregen kam schließlich auch von oben).
und noch: ein gedicht von Sarah Kirsch fiel mir ein, Erdrauch (link), worin auch die von meinen vorrednern bereits erwähnte medienthematik/-problematik anklingt (ab zeile 16/17). wer gerne hört, findet den Erdrauch hier (link) vorgetragen (nicht sich irritieren lassen vom muster des hemdes).
lg, zuppa

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lost²
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es bereitet mir große Freude, solch gedankenreiche und auch wohlwollende Kommentare unter meinem Text zu lesen; nichts wurde gesagt, dem ich widersprechen wollte. mein Dank gebührt den Lesenden.
nun las ich dieser Tage einige Notizen zur Einschätzung der Klimakrise. die Szenarien sind wenig erfreulich. unablässig atmet die Welt Kohlendioxid aus: womöglich bin ich mit meiner Zelebration einer Gefahr aus dem All doch nicht ganz auf der Höhe der Entwicklungen, und die number one der apokalyptischen Plagen lauert in den tauenden Permafrostböden der Tundra von Sibirien bis Alaska, oder flammt - sollten die tropischen Regenwälder aufgrund des Klimawandels weiter austrocknen - in verheerenden Buschbränden auf. wer weiß.
aktuell besser ist es wohl, kurzentschlossen umzuschalten und an den nahenden Frühling zu denken.
best regards, lost

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Mary Poppins
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halloe,
de lost hat richtig gesagt wegen Asteriod:
bitteschoen , diese Linken zu lesen was pasiert , von montag die Nachricht.
" Glück gehabt: Mit einem Abstand von gerade einmal 70.000 Kilometern hat ein kleinerer Asteroid die Erde passiert. Er war erst kurze Zeit zuvor überhaupt entdeckt worden.
Der erst am vergangenen Freitag entdeckte kosmische Kleinkörper 2009 DD45 passierte die Erde am Montagnachmittag mit einem Abstand, der gerade mal einem Fünftel der Entfernung zum Mond entspricht. Die Gefahr eines Einschlags auf unserem Planeten bestand jedoch nicht. Forscher schätzen den Durchmesser des Brockens auf 21 bis 47 Meter, wie die US-Weltraumbehörde Nasa mitteilte. "
Mary Po

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lost²
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nun, Mary Po, das ist wohl eben noch einmal gut gegangen.
hoffen wir weiter, dass uns nicht eines schönen Tages
plötzlich der Himmel auf den Kopf fällt.
best, lost

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Eneas
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...ist dies immer noch einer der lesenswertesten beiträge im gesamten forum.
ein jahresrückblick dieser art ist auch noch kommendes sylvester aktuell, und die darauf folgenden sicher ebenfalls. ob es nun an der strenge des aufbaus, der vielschichitgkeit liegt, mit der themenkomplexe verwoben werden, ob es an der kunstfertigkeit liegt, anfang und ende zu verknüpfen..? man weiss es nicht, aber genossen hat man es schon viele male.
danke lost

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lost²
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27.03.2010, 09:51 / 1 x geändert
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sehr verspäteter Versuch einer Antwort -
lieber ...
... ... ... ...- -> heinz4
... ... ... ...- -> heinz5,5
... ... ... ...- -> heinz13
es freut mich, dass dir deine zeit nicht zu schade war, dich mit einem meiner texte zu befassen, dich zu diesem behufe gar - wenn auch nur als gast - auf ein bisweilen recht närrisches brettl zu klinken, wo krautschlingende hämwerker und nachtschattige schreibschakale nach gehabter verdauung nichts besseres wissen als gemeinsam den -> mond anzuheulen, um sich ein wenig zu verlustieren. dank dir für mühe und all ungemach, die du âlso um meines kleinen texterls willen auf dich nahmest!
[1]
| Zitat: |
| „lost“ geht es überhaupt nicht um die jeweiligen Unglücke für die Menschen, sondern um die Art und Weise, wie die medial darüber informierte Öffentlichkeit gemäß der Interpretation der Medien auf jene reagiert: „gebannt, erschüttert, fassungslos“ . |
ja, das hast du gut erkannt, der text ist ein versuch, sich kritisch mit der darstellung von leid oder leiden (vgl. -> Susan Sontag, Das Leiden anderer betrachten; siehe auch -> hier) in den medien zu beschäftigen: das hat beispielsweise auch YannickScherer gut herausgearbeitet (s. weiter oben).
"das leiden der anderen" - kein einfaches thema, wenn man es literarisch umsetzen möchte, ohne dilettantisch-pubertär-gefühlig in tränenmeeren zu versinken (btw., diese bemerkung impliziert nicht die behauptung, mir sei dies mit "deep impact" gelungen!).
[2]
| Zitat: |
| „lost“ schafft es, die Differenz nicht nur langweilig erscheinen zu lassen, sondern auch, mangels ihm verfügbarer Alternativen, auch langweilig zu präsentieren: in Form einer Liste. |
ist ein kritikpunkt, der tatsächlich den text trifft. darüber könnte man diskutieren, wenn du deinen beitrag dort abgelaicht hättest, wo er eigentlich hingehört, nämlich hierher, in diesen Faden.
[3]
es entbehrt insgesamt dein beitrag eines soliden argumentativen fundamentes: einziges standbein, auf welchem deine anwürfe, heinz, zu fußen sich mühen, ist die polemische verquickung des textaussagesubjektes [„ich jedoch wende, als einziger (Mensch), ab meinen Blick von den irdischen Gräueln“] mit dem autoren [lost]. zu derart unoriginellen, fadenscheinigen mitteln greife ja nicht einmal ich bei meinen demütigen (sic!) verrissen.
bitte nun also den werten heinz2.0, den schätzenswerten, für (urheber)recht und (rang)ordnung streitenden rächer aller vom verriss getroffenen sprachlosen armen, sich doch um andere, tragfähigere argumente gegen meinen text zu bemühen. es steht sich schlecht auf nur einem bein. oder sollte ich lieber sagen: es schwimmt sich schlecht mit nur einer -> flosse?
best regards, lost
---
@Eneas: Danke für Dein Lesen.
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heinz-heinz
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Puh, lost,
also einfach machst du es einem nicht unbedingt!
Am Anfang kann man dir ja zumindest motivations-psychologisch noch folgen: Da wirbelst du den historischen Weihrauch deiner Adepten noch mal eifrig auf, um abschließend nach dem Motto 'War da nicht noch was?' übergnädig und, wegen der Nichtigkeit der Pöbelei, angemessen verspätet auf selbige zu reagieren. Das hat Stil, wenn auch keinen besonders guten.
Aber dann? :-( Ich folge deinem bemerkenswerten Syllogismus:
1. Da habe ich etwas gut erkannt. (Fein! Danke.)
2. Da treffe ich mit meiner Kritik den Text tatsächlich. (Nicht unbedingt ein Kompliment, das du deinen wohlmeinenden Rezensenten von ear bis Eneas, dem Lesenden, damit ausstelltst, denen du gleichwohl nicht widersprechen willst. ;-)
3. Daraus folgt zwingend:
a) ein Ratschlag zum besseren Ablaichen, mit dem einem Froschweibchen wahrscheinlich mehr gedient wäre als meiner Wenigkeit
b) "sich doch um andere, tragfähigere argumente gegen meinen text zu bemühen." Warum eigentlich? 1. + 2. haben dir doch so gut gefallen.
Ach so! Man darf den Dichter nicht mit dem lyrischen Ich gleichsetzen! Das lernt der angehende Germanist schon im ersten Semester, wenn er sich nicht nur in Bars herumtreibt, ein glücklicher Oberschüler schon in Klasse 11. Das gilt allersdings für gute Lyrik.
Schlaf dich nachts lieber mal aus, anstatt dich da in argumentative & sonstige Schieflagen zu begeben! Dann sieht tagsüber alles halb so schlimm aus.
Besorgt grüßend,
das Samanthinchen

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lost²
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02.04.2010, 15:49 / 1 x geändert
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... von Ihnen angesprochen werden."
(Kafka, Prozess)
die aussage, heinz-heinz, es sei in deinen ausführungen ein satz enthalten, welcher "den text trifft", meint lediglich, dass du an dieser einen, einzigen stelle deiner gesamten rede on topic bist und tatsächlich bezug auf den text nimmst. damit ist allerdings noch lange nicht gesagt, es sei, was du behauptest, treffend im sinne von zutreffend.
der rest deiner ausführungen: polemische schaumschlägerei. rabulistische luftblasen eines frustrierten möchtegernschwimmers und notorischen rechtbehalters, mit dem sich zu befassen kaum vergnügen macht.
wolle doch mich und die anderen (von ihm so bezeichneten) paar hanseln hier in diesem forum in ruhe lassen: hebe er sich von hinnen mitsamt seinem tross und anhang.
lost

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heinz-heinz
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"ich möchte nicht..." Das mag wohl auch kafkaesk sein, kindisch ist es auf jeden Fall. Wer möchte sich schon mit "Vergnügen" was Schlechtes nachsagen lassen! Mit derartiger Schlichtheit sein Anerkennungsbedürfnis in die Welt hinauszuposaunen wäre schon fast rührend, wenn es dir micht so scheißegal wäre - und das ist noch eine sehr wohlwollende Vermutung -, was oftmals sicherlich (noch - oder vielleicht auch bis in alle Ewigkeit) dilettierende Debütanten mit deinen Anpinkeleien anfangen. Dagegen bin ich ja nun wirklich ein Ausbund an Sachlich- und Höflichkeit.
Und dann diese an Sherlock Holmes (oder eher an Derrick) gemahnen sollenden Links, mit denen du schon deine letzte Replik gewürzt hast! Soll sich hinter "heinz-heinz" dieser "webbegong" verbergen? Tut er nicht, mit Ansbacher Staatsanwälten will ich nichts zu tun haben. Ihn mit dem Samanthinchen zu identifizieren, wäre fast so, als ob man deine ganzen Jubilanten zu lost-Pseudos erklärte. Und in diesem Forum habe ich weder Tross, noch Anhang. - Kurzum: Dieser polizeiliche Ansatz sagt eigentlich alles über dein Verhältnis zur Literatur aus.
Wer deine rhetorischen Rohrkrepierer mit Kritikwiderlegung verwechselt, der hat's nicht anders verdient. Und seit wann benotet denn der Kritisierte argumentlos seinen Kritiker!
Um's ganz einfach zu sagen. Ich habe den Eindruck, dass literature-online.de eine eigentlich ziemlich gute Einrichtung ist. Und deswegen finde ich es so schade, dass Einzelne mit ihrem Geltungsdrang, der durch Fans eher angestachelt als besänftigt wird, und ihrer Angeberei andere Zeitgenossen dauerhaft vergraulen. Als Spielwiese für intellektuelle Selbstbefriedigung war das Forum doch wohl ursprünglich nicht vorgesehen. Rätselhaft, warum sich die Mitglieder diesen Exhibitionismus gefallen lassen. Okay, wenn ihr unter euch bleiben wollt, Claqueure ausgenommen, dann sagt es halt.
Dich, Herrn lost, wird das mit Sicherheit nicht überzeugen und deine Fans werden nibelungentreu zu dir stehen, aber . . . ???
Auf jeden Fall, wenn du mir garstig kommst, werde ich mir noch ein paar andere Jahrhundert-, ach was sag' ich, Jahrtausendtexterl von dir, soweit vorhanden, genauer ansehen. ;-) Schlaf gut,
dein Samanthinchen,
zweite Vorsitzende der Samanthinischen Gesellschaft

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lost²
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03.04.2010, 13:40 / 1 x geändert
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Oh, ja! literature-online ist eine eigentlich ziemlich gute Einrichtung und sollte keinesfalls zu einer Spielwiese verkommen für die querulantische Selbstbefriedigung einzelner Egomanen, welche außer priapischem Geltungsdrang, penetranter Rechthaberei, ermüdendem Haarspaltergehabe und unhöflichem Benehmen nichts vorzuweisen haben.
Ich merke, lieber heinz-heinz alias Samanthinchen, wir ziehen an einem Strang. Das ist beruhigend.
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| Zitat: |
| Soll sich hinter "heinz-heinz" dieser "webbegong" verbergen? Tut er nicht, mit Ansbacher Staatsanwälten will ich nichts zu tun haben. Ihn mit dem Samanthinchen zu identifizieren, wäre fast so, als ob man deine ganzen Jubilanten zu lost-Pseudos erklärte. |
Auch dies: beruhigend! Nun, da alles so offen ausgesprochen und überzeugend geklärt ist, bin ich sehr erleichtert, beschwingt geradezu ;)))
lost
(Btw., er nannte sich "wobbegong", nicht "webbegong". Glücklich, wer wie du, heinz-heinz alias Samanthinchen, nie mit ihm zu tun zu haben gezwungen sich sah! Ein außerordentlich unangenehmer, geltungssüchtiger, rechthaberischer und vor allem stupend unhöflicher Zeitgenosse, dem es weniger um den differenzierten Umgang mit den Texterln zu tun war als vielmehr um - aber nein, nein, lassen wir die Toten ruhen, nicht wahr, heinz-heinz! Es gelang schließlich, ihn zu vergraulen, diesen User "wobbegong", und sollte ein derartiger Unsympath wieder einmal hier erscheinen und sich breit machen wollen und versuchen, literature-online, das - s. o. - eine eigentlich ziemlich gute Einrichtung ist, mit seinen Exkrementen zu verseuchen, dann haben wir doch nun, wir armselig krautschlingenden Hämwerker und Hanseln, zu unserem Glück heinz-heinz on Board alias Samanthinchen, der sich wortmächtig und sachkundig[*] einsetzen wird für die gute Sache, für literarische Qualität und gegen alles andere ... ein "wobbegong" ist übrigens ein Teppichhai - dies nur zur Information, ich nehme an, heinz-heinz alias Samanthinchen kennt sich mit Fischen nicht besonders aus ...)
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[*]
Hier (Link) erbittet jemand Hilfe bei der Interpretation eines einigermaßen hermetischen Celan-Gedichtes. Wenn heinz-heinz alias Samanthinchen sich vielleicht kümmern möchte ... der Literatur zuliebe ...? Nur eine kleine Anregung, da ich selbst bei Celan immer unpässlich werde!
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heinz-heinz
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Liebe/r lost (du könntest ja auch eine Frau sein),
schön, dass unser Dialog zu so einem netten Ergebnis geführt hat. Honi soit qui mal y pense !
Das Samanthinchen alias diverse Heinz-Derivate muss sich nun bald entscheiden, ob sie eigenmächtig die Samanthinische Gesellschaft auflöst und sich vielleicht gleich dazu. Oder ob an ihrer Stelle eine unlängst gleich eine Stunde nach Forumsbeitritt vergraulte, nun aber versöhnte natürliche Person wieder eintritt oder nichts davon oder alles gleichzeitig. Schwierig! Und das am Ostersamstag! Mal sehen.
Es grüßt freundlichst
das Samanthinchen
P.S.: Wohne 15 km vom Meer entfernt, kenne mich mit Fisch aus.
P.P.S: Mehr als mit Paul Celan. Könnte mir schon etwas zu seinen Versen heraussagen, aber der Gebrauchswert davon für die junge Dame wäre unsicher.

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heinz-heinz
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pardon: heraussaugen!

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heinz-heinz
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Hab's gemacht, man ist ja kein Unmensch, wenn man bei solchen Gedichten auch nicht unschwer dazu, pardon, unpässlich werden könnte: http://www.literature-online.de/thread.php?postid=12729#post12729
Ostergruß vom Samanthinchen

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Tat
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Mit Verlaub möchte ich nun auf diesen Text eingehen ... wenn Sie mir bitte darauf Antwort geben könnten, freut es mich natürlich.
Der Text wirkt als anregender Gedanke interessant. Beim Lesen merke ich gewisse Gehemmtheiten des Schreibers. Am Beginn andeutungsvoll und zugleich abhakend. Ist dies eine bewusste Handlung? Als käme eine gewisse Unsicherheit zu tage.
Mir gefällt die Deutlichkeit der Aussage und die Sprachgewandtheit. Dieser gute Ansatz ist doch noch ausbaufähig.
Verwirrend finde ich dieses Zitat:
ich jedoch wende, als einziger (Mensch), ab meinen Blick
von den irdischen Gräueln; ich richte
die Augen zum Himmel: ich weiß, dass Gefahren lauern
dort draußen im All; ich schaue ins All: jederzeit,
sagen die Astronomen, könnte ein Asteroid uns treffen; Asteroiden
Suchen Sie oder wie ist diese Andeutung laut dem Schreiber zu verstehen?

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lost²
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07.04.2010, 12:33 / 1 x geändert
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| Zitat: |
| Liebe/r lost (du könntest ja auch eine Frau sein) |
Ob ich das könnte - eine Frau sein? Wenn, dann am liebsten eine, von der sie sagen: she's got balls ;)
(zur Frauenfrage vgl. auch hier)
| Zitat: |
| Das Samanthinchen alias diverse Heinz-Derivate muss sich nun bald entscheiden, ob sie eigenmächtig die Samanthinische Gesellschaft auflöst und sich vielleicht gleich dazu. Oder ob an ihrer Stelle eine unlängst gleich eine Stunde nach Forumsbeitritt vergraulte, nun aber versöhnte natürliche Person wieder eintritt oder nichts davon oder alles gleichzeitig. Schwierig! |
Du wirst tun, was Du tun wirst. Man sagt ja oder nein.
Diese Plattform ist nicht die Welt; ist vom großen Brettl nur ein winziger, närrischer Span oder Splitter, der womöglich schärfer tut(et) als er tatsächlich kann. Immerhin: Gewisse Ureinwohnende führen sich lyrikpommesbudenschabenstur auf - Margret möge mir die Anleihe verzeihen - und widerstanden bislang allen Bekehrungsversuchen "zum Besseren".
| Zitat: |
| ... kenne mich mit Fisch aus. Mehr als mit Paul Celan. |
Wie ein ge-DIN-normter Germanistenkartoffelbeschäler wirkst Du jedenfalls nicht ...
Nun, wenn es heinz-heinzen alias Samanthinchen recht ist, schließe ich hiermit für diesmal den Kreis.
regards, lost
Susan Sontag nicht vergessen!
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