Die Versuchung (definitiv) · yupag · ·


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      yupag



Die Versuchung (definitiv)

   03.12.2008, 23:42 / 2 x geändert



Sie stand am Straßenrand im Schatten eines Baumes und hob die Hand. Als er anhielt und sie einstieg, sah er ihr an, wie erleichtert sie war. Es war kein Vergnügen in der Mittagshitze hier zu stehen und auf Autos zu warten, die nur selten vorbeikamen. Er war froh, dass der gemietete Toyota eine Klimaanlage hatte und auch das Mädchen genoss sichtlich die Kühle. Obwohl verschwitzt und etwas mitgenommen, machte sie der Charme der Jugend dennoch attraktiv, mit ihrem hübschen Gesicht, ihrer hellbraunen Haut und dem schwarzen, zu einem kurzen Pferdeschwanz gebunden Haar. Sie war attraktiv trotz oder wegen ihrer spärlichen, ja ärmlichen Garderobe, die gerade mal aus einem sehr kurzen, rosa Rock, einem dunkelblauen, verwaschenen Top mit Spaghettiträgern und abgetragenen Flip-flops bestand. Auf der Vorderseite des Tops konnte man einen undefinierbarer Aufdruck erkennen und darunter sah man das Oberteil eines bunten Bikinis. Am auffälligsten und für ihn am überraschendsten war jedoch ein kleiner Diamant in einem Schneidezahn, der aufblitzte, wenn ihn ein Sonnenstrahl traf. Er wunderte sich, dass dieses Mädchen sich so etwas leisten konnte.

Nachdem sie eine Weile gefahren waren, verspürte er Durst und als eine Tankstelle kam, bog er von der Straße ab. Sie gingen in den Kiosk und er bestellte eiskalte Colas. Sie trank schnell und gierig und gab ihm zu verstehen, dass sie Cola sehr mochte, sich aber schon lange keine mehr hatte leisten können. Als er ihren sehnsüchtigen, auf eine Glasvitrine mit Snacks gerichteten Blick bemerkte, bestellte er, ohne sie zu fragen, eine kalte Pizza und noch ein Getränk. Während sie aß, steckte er sich die Kopfhörer seines neuen, sündhaft teuren Spielzeugs in die Ohren. Ein kleines Wunderding, mit dem man auch telefonieren, photographieren und im Internet surfen konnte. Sie schaute interessiert hin und er erklärte ihr stolz die Funktionen, dabei ließ er nicht unerwähnt, dass solch ein Gerät in seiner Heimat tausend Euro kostet und hier sicher nicht erhältlich sei. Dann machte er ein Bild von ihr, sie war entzückt, und versuchte ihr vergeblich zu erklären, dass er alle seine Urlaubsfotos in diesem kleinen Apparat gespeichert habe. Schließlich überließ er ihr die Kopfhörer und sie war sofort von der Musik begeistert und wollte den Player nicht mehr hergeben.

Als sie weiterfuhren, hockte sie sich auf den Vordersitz, die Füße auf der Sitzfläche, die angewinkelten Knie ragten nach oben. Sie lehnte sich mit dem Rücken gegen die Beifahrertür, hatte ihren Oberkörper ihm voll zugewandt und sah ihn mit großen Augen an. Ihr Blick, anfangs noch schüchtern und neugierig, war zunehmend herausfordernder und provokativer geworden. Ihr knapper Rock war hochgerutscht und wenn er sie von Zeit zu Zeit verstohlen anstarrte, sah er nicht nur den leichten, hellen Flaum auf ihren schlanken Beinen, sondern auch ihren rosa Slip. Obwohl sie konzentriert der Musik zu lauschen oder intensiv nachzudenken schien, bemerkte sie dieses Anstarren sehr wohl und sie registrierte auch, wohin er sah, aber sie war keineswegs verlegen. Im Gegenteil, sie beugte sich im Takt der Musik, die er ganz leise mithören konnte, vor und zurück und es schien ihm, dass sie sich ganz bewusst tief herabbeugte, damit er ihre kleinen Brüste sehen konnte. Er fand sie nett und sympathisch und überlegte, was er ihr schenken könnte, wenn die gemeinsame Fahrt zu Ende war.

Nach einer guten Stunde veranlasste ihn das dringende Bedürfnis zu pinkeln auf einen Rastplatz abzubiegen. Auf dem Platz, der durch dichte Büsche von der Straße abgetrennt war, stand ein alter, ramponierter Straßenkreuzer mit weit geöffneten Türen. Zwei junge Männer saßen auf dem Kühler und hörten laute Musik. Er fuhr an ihnen vorbei an das andere Ende des Platzes. Dort hielt er an, sagte dem Mädchen, sie solle unbedingt im Auto sitzen bleiben, stieg dann aus und ging zu einem Baum in einiger Entfernung, um sich zu erleichtern. Kaum hatte er ihr den Rücken zugewandt, verließ sie den Wagen und lief zu den beiden Männern. Als er, noch immer pinkelnd, über seine Schulter blickte, sah er, wie sie auf die beiden einredete und dass der eine sich die Kopfhörer aufgesetzt hatte. Er war verärgert und wollte ihr zurufen, sie solle zum Auto zurückgehen, als sich einige Dinge fast gleichzeitig ereigneten. Das Mädchen setzte sich auf den Rücksitz der alten Karre, einer der Männer rannte in Richtung seines Autos, der zweite startete den Motor und fuhr, die Beifahrertür immer noch geöffnet, langsam in dieselbe Richtung. Der, der gerannt war, bückte sich kurz hinter dem Toyota und sprang dann zu seinem Kumpel auf den Beifahrersitz. Der Motor heulte auf, die Reifen wirbelten Staub auf, der Wagen machte einen Satz und raste auf die Straße.

Dies alles spielte sich so rasch ab, dass er, auch durch sein lang andauerndes Pinkeln gehindert, in das Geschehen nicht eingreifen konnte. Als er endlich fertig war, rannte er auf die Straße und stieß laute Flüche und Verwünschungen aus, aber das Auto war schon so weit weg, dass eine Verfolgung sinnlos war. Er war zwar froh, dass die beiden nicht versucht hatten sein Auto oder sein Gepäck zu klauen und ihm war auch sofort klar, dass mit seiner Schönen auch sein teures Spielzeug verschwunden war, aber er brauchte ein Weile, ehe er bemerkte, dass sie ihm einen Reifen zerstochen hatten. Weiterhin fluchend begann er das Ersatzrad zu montieren. Zu allem Übel waren die Schrauben teilweise eingerostet und er musste heftig am Schraubenschlüssel zerren, um sie zu lockern. Dabei fiel ihm sein Portemonnaie aus der Tasche seiner Shorts und er warf es auf den Rücksitz.

Dann fuhr er weiter. Nach ein paar Kilometern sah er zu seiner Überraschung das Mädchen wieder am Straßenrand stehen. Sie winkte, senkte aber den Arm, als sie seinen Wagen erkannte. Langsam fuhr er an ihr vorbei und starrte sie wütend an. Traurig erwiderte sie seinen Blick. Als sie im Rückspiegel auftauchte, gab er Gas und ihre Gestalt wurde immer kleiner. Doch plötzlich bremste er, hielt an, stieg aus und bedeutete ihr mit einer ausholenden Armbewegung, zu kommen. Langsam und zögernd setzte sie sich in Bewegung. Als sie ankam, öffnete er die Tür und sie setzte sich neben ihn. Sie hatte Tränen in den Augen und begann schluchzend und wortreich etwas zu erzählen, das er nicht verstand und auch gar nicht verstehen wollte. Er herrschte sie lautstark an, sie solle den Mund halten. Sie schwieg, dreht ärgerlich den Kopf von ihm weg und starrte auf den Rücksitz und dort sah sie, durch ihre Tränen hindurch, sein Portemonnaie liegen. Sie setzten ihre unterbrochene Fahrt fort und neue Hoffnung keimte in ihr auf.

 

      Gretchen



Die Versuchung

   04.12.2008, 09:04



Heia yupag,

glatt runter geschrieben, deine Geschichte, vielleicht sogar zu glatt. Der Plot folgt einem gängigen Muster, einem Stereotyp, das wohl gern verwendet wird und Männern (?) irgendwie zu gefallen scheint. Vor einiger Zeit hatte ich eine Anthologie in der Hand, Porno, erschienen 2004 im Fischer Taschenbuch Verlag. Die erste Story da drin, "Das Drachennest", von einem Amerikaner namens Marcus van Heller geschrieben, funktioniert genau so:

Alter(nder) Sack klaubt junge, ärmlich gekleidete Anhalterin auf und bekommt Lust auf Frischfleisch. Sie törnt ihn hoch (hat zwar keine "kleinen, festen Brüste", aber: "Gott, waren ihre Titten heiß! Und fest." steht da - also schon auch diese Standardausstattung, die meistens gut ankommt) und lotst ihn auf einen Parkplatz. Dort wird er, just in dem Moment, als er sich in ihr auspumpt, von ihrem jugendlichen Freund und Helfer hinterrücks erschlagen (ein schöner Tod), mit einem "Bleiknüppel" (was auch immer das sein mag). Die beiden Jugendlichen finden über 500 Dollar in der Brieftasche des Potenzlings, hat sich also gelohnt. Vielleicht erwartet ja auch deinen Protagonisten ein schöner Tod, da er das Mädchen ein zweites Mal mitnimmt. Jedenfalls ähnelt der Schluss deiner Geschichte sehr dem Anfang der von mir in der Anthologie gelesenen, da fährt der Prot nämlich auch erst an dem Mädchen vorbei und und bremst dann doch ...

Übrigens, ich gönnte es deinem Prot, wenn er erschlagen würde, Mitleid hätt ich keines, denn ich bekomm einen steifen, dicken Hals, wenn ich lese von bigotten Schwänzen, die aus ihrer bürgerlichen Saturiertheit, aus ihrem mit hübschen Spielzeugen dekorierten, freundlich karierten Ich-bin-was-ich-habe-Leben aufbrechen, um Urlaubsfotos zu schießen, auf denen auch das ein oder andere zwar ärmlich gekleidete, aber durchaus appetit(t)liche junge Stück Weiberfleisch zu sehen ist, geile Spießer, die denken, eine Cola und ein Stück Pizza sei "Großzügigkeit", Möchtegernmachos, die sich für Wohltäter halten, wenn sie auf ihren spannenden Reisen mal eine Kindfrau ficken, der sie was zu essen spendiert haben, und zu Hause sind sie dann wieder ganz biedermännisch brav und spreizen sich nicht mit ihrer Potenz (man hat sich ja unter Kontrolle, tz ,tz ,tz), wohl aber mit ihren gesammelten Fotoschätz(ch)en - nein, solche Geschichten, die solche Protagonisten unhinterfragt einz zu einz agieren lassen, mag ich nicht, die sind mir zu billig, zu glatt, die schürfen nix auf, die stellen keine Frage.

Mein Kommentar ist unsachlich, emotional und völlig subjektiv. Er diente lediglich dazu, mir etwas Luft zu machen, und insofern darfst du, was ich schrieb, getrost ignorieren.

Gretchen.

 

      yupag²



Die Versuchung

   04.12.2008, 11:19



Hallo Gretchen!
Ich freue mich über deinen Kommentar und deine Sicht der Dinge. Die ist völlig ok. Alles was du sagst, kann man kaum wiederlegen, aber auch das nicht, was du ganz am Anfang sagst, nämlich dass solch eine stereotype Story Männern gefällt. Das ist auch der Grund, warum ich die Geschichte geschrieben habe. Es sind reine Männerphantasien, nichts anderers, ohne tieferen Sinn, ohne Hinterfragungen (auch nicht der Position des schändlichen Protagonisten). Wenn jemandem die Geschichte gefällt , ist es gut, wenn nicht, sollte er sie vergessen. Ob das, was da beschrieben ist, im richtigen Leben gut oder schlecht, akzeptabel, verständlich oder abscheulich ist, ist mir nicht so wichtig. Wichtig ist eine gewisse Plausibilität und Logik und, nun ja, Anregung der männlichen Phantasie.
Gruß yupag

 

      augustine



Die Versuchung

   04.12.2008, 17:53 / 1 x geändert



Hallo, Gretchen, ich dank' dir von Herzen für die Mühe, die du dir gemacht hast mit lesen und schreiben (kein Spott!). Damit hast du nämlich mir beides erspart. Und da war's außerdem ja sehr passend, dass du abgekupferte Handlungsführung erkennen konntest durch den Band, den du nennst. -
Dass der yupag mit seinen "Männergeschichten" hier nochmals erschiene, das hatte ich nicht mehr befürchtet. Naja.
Dir liebe Grüße augustine

 

      yupag²



Die Versuchung

   04.12.2008, 22:28



Also abgekupfert habe ich die Geschichte nicht. Ich kenne das erwähnten Buch nicht und hatte auch sonst keine Vorlage. Und dass ich hier wieder erscheine, spricht doch für euer Forum. Besser Widerspruch als Ignoranz. Übt euch doch mal ein bißchen in Toleranz und akzeptiert auch Sachen, die euch nicht gefallen. Ihr müßt sie ja nicht lesen, wenn ihr damit nichts anfangen könnt.
Gruß yupag

 

      augustine



Die Versuchung

   04.12.2008, 22:55 / 1 x geändert



Deine Logik, o yupag, ist hinreißend. In Toleranz soll so eine wie ich sich üben und auch Sachen akzeptieren, die mir nicht gefallen. Die brauche ich ja auch nicht zu lesen. Und wie, bitte, soll ich wissen, dass mir was nicht gefällt, wenn ich's nicht gelesen habe????
augustine

 

      Gretchen



narrare necesse est

   05.12.2008, 02:58 / 1 x geändert



Also, was ich oben in meinem Posting geschrieben hab, das waren meine spontanen Regungen und Gedanken zu der Geschichte, und die wollte ich artikulieren. Sollte keine Bösartigkeit drin stecken oder Abwertung, nur ein Formulieren und Mitteilen dessen, was der Text bei mir auslöst. Meine Lesart eben.

yupag, deine Antwort auf meinen Kommentar hat mich zum weiteren Nachdenken darüber angeregt, was "Geschichten erzählen" eigentlich für mich heißt, und mir scheint, es ist für dich etwas ganz anderes als für mich (das ist nur eine Feststellung, keine Wertung) - aber kann auch sein, dass ich da falsch lieg. Jedenfalls - weil ich das spannend finde, solche unterschiedlichen Zugangsweisen, schreib ich hier nochmal, ich hoffe, es ist nicht zu off-topic, soll auch keine Aggression sein, ich möchte sagen dürfen, was mir an Überlegungen und Fragen durch den Kopf geht, mehr nicht.

Du schreibst, es gehe dir um Anregung der männlichen Phantasie durch eine Geschichte, die einigermaßen plausibel und logisch erzählt ist.
Das ist ein legitimer, klar formulierter Anspruch, meines Erachtens vielleicht aber auch eine Vorgabe, welche das Erzählen festnageln könnte auf eine Zweckorientierung hin oder auf die Befriedigung eines ganz bestimmten Bedürfnisses, also insofern das Erzählen instrumentalisiert, ökonomisiert (zum marktgerechten Konsumgut macht) und ihm zugleich die Verbindung "zum richtigen Leben" abspricht (=> Luxusgut => "Künstlichkeit"). Diese Art des Erzählens wird unablässig praktiziert, wir leben schließlich in einer Unterhaltungsgesellschaft. Große Mengen dünner, geschmackloser Oblaten werden produziert und dem Publikum angeboten zur Kommunion und Konsumption, jedoch sie machen - so viele davon man auch verschlingen mag - nicht satt (süchtig vielleicht schon), diese Abziehbildchen-Geschichten. Es sind Surrogate, die ihren Zweck (=> Zerstreuung, "Anregung") erfüllen, die an der Oberfläche glänzen mögen, denen es aber an vitaler, tief ins Leben(dige) hinunterwurzelnder Wahrhaftigkeit gebricht.

Und noch dazu:

"Wenn jemandem die Geschichte gefällt, ist es gut, wenn nicht, sollte er sie vergessen. Ob das, was da beschrieben ist, im richtigen Leben gut oder schlecht, akzeptabel, verständlich oder abscheulich ist, ist mir nicht so wichtig."

Bei mir ist das so: Mir gelingt es nicht immer, eine Geschichte einfach zu "vergessen", wenn sie mir nicht gefällt. Sie ist in der Welt, ich hab sie gelesen, damit ist sie in mir, und womöglich liegt sie mir schwer im Magen wie ein Stein, womöglich kann ich sie nicht verdauen, werde sie nicht mehr los. Du könntest mir natürlich entgegenhalten, ich nähme das alles doch viel zu ernst. Aber so ist es nun: Ich nehme das Erzählen (und also das Schreiben) so ernst. Hier (link) hab ich versucht, mal ansatzweise zu fassen, was "Erzählen" für mich ist. Aber ich bin auf Nachtwache, kann sein, bei Tageslicht wirkt das alles nur albern.

Gretchengrüße

 

      Marcel Frank



Er: Regent

   05.12.2008, 13:28



Vielleicht alles eine Frage der Perspektive: Das 'Kindfrau ficken' (das habe ich nicht als 1. gesagt) ist ja eine höchst freudi(g|anisch)e Angelegenheit ! Und hier fehlt - in der Schriftform - entweder ein Selbstergründungs- oder ästhetischer Trieb (bürgerliche Version). Alternativ bzw. ggf. lesenswert wäre da nur der De-Sade'sche Exzess & demzufolge das 'Artikulat einer pornografischen Schreibe' (was durchaus 'gut kommen' kann, wie man beim Marquis ja sieht / liest !).

Fühlte mich ebf. an diese bekannte Porno-Anthologie und die von 'gretchen' erwähnte Kurzgeschichte erinnert. Weiter: Zudem an die leider nur stellenweise schlüpfrig-pikanten, irgendwie allzu senilen "Memorias de mis putas tristes" (García Márquez).

Yupag steht freilich vor diesem Problem: Diese vonobenherabige (ggf. Alt-)Männerliebe ist als Text nur dann recht (und auch billig), wenn man es durch einen intellektuell barrierefrei konsumierbaren Bildungsstrandgut beweihräuchert, vgl. "Ein liebender Mann" ('gefickt' hat Goethe natürlich nie, er hat nur 'geliebt' usw.).

Diese schmierig-bigotte Yupag-Erzähle wäre ja durchaus ausbaufähig, wenn sie keine Angst mehr vor sich selbst hätte, sondern hie und da die Zügel / den verbrämt bürgerlich gefixten Anker darin schießen ließe.

Noch was Konstruktives:

"Sunday afternoon there's something special
It's just like another world.
Jogging in the park is my excuse
To look at all the little girls.

I'm not a flasher in a rain coat,
I'm not a dirty old man,
I'm not gonna snatch you from your mother,
I'm an art lover.
Come to daddy,
Ah, come to daddy,
Come to daddy.

Pretty little legs, I want to draw them,
Like a Degas ballerina.
Pure white skin, like porcelain,
She's a work of art and I should know
I'm an art lover.
Come to daddy,
And I'll give you some spangles.

Little girl don't notice me
Watching as she innocently plays.
She can't see me staring at her
Because I'm always wearing shades.
She feeds the ducks, looks at the flowers.
I follow her around for hours and hours.
I'd take her home, but that could never be,
She's just a substitute
For what's been taken from me.
Ah, come to daddy, come on.

Sunday afternoon can't last forever,
Wish I could take you home.
So, come on, give us a smile
Before you vanish out of view.
I've learned to appreciate you
The way art lovers do,
And I only want to look at you."

Last.FM - Art Lover - The Kinks

Das Jogging wäre im o.g. Fall die zu vermutende Interkontinental-Reise (möglichst weit weg, da, wo die Leut' ebe' nich' rede', sondern (z)arm sind) und die dazugehörige Schreibe das Art-Love-rige: You'll never walk alone !

 

      yupag²



Die Versuchung

   05.12.2008, 14:30



Hallo zusammen!
Ich bin durchaus entzückt, dass mein schändlicher Beitrag auf solch Interesse stößt. Für dich, augustine, habe ich eine einfache Antwort, alles was von yupag kommt, gleich wegklicken.

Gretchen, vielen Dank für deine Mühe und den Versuch, mich zu verstehen. Natürlich kann man die Geschichte in die Kategorie der „geschmacklosen Oblaten“ einstellen. Man kann durchaus der Meinung sein, dass es soviel Mist gibt, geschrieben, verfilmt, gesungen, was auch immer und dass man diesen Berg nicht noch weiter anhäufen muss. Es ist nur so, wer definiert, was Mist ist und was nicht? Natürlich wird man zunächst mal das, was einen nicht anspricht, was einem missfällt, als Mist bezeichnen. Und wenn man gar in einer Position sitzt, wo man etwas verhindern oder beeinflussen kann, kann man unerwünschte Dinge auch unterdrücken, verbieten, diskriminieren, herabsetzen, lächerlich machen und sei es nur mit einem Satz wie „Dass der yupag mit seinen "Männergeschichten" hier nochmals erschiene, das hatte ich nicht mehr befürchtet.“ Dass solch eine Haltung ausgesprochen borniert und blöd ist, muss ich ja wohl kaum sagen.

Nun aber ein Wort, was mich bewegt, solche Geschichten zu schreiben und nicht etwas über die Stille des Waldes oder die Erhabenheit der Alpen oder was auch immer. Ich bin der Meinung, und da bin ich bestimmt nicht der Einzige, dass Sex und Erotik ein Thema ist, das viele interessiert und anzieht, selbst wenn sie es vor sich selbst oder vor anderen gar nicht zugeben würden. Die Literatur, die Filme, die Werbung, alles ist voll mit Sex, mit sexuellen Anspielungen. In fast jedem Film zur besten Fernsehzeit kommt es zum Geschlechtsverkehr. Wir haben uns an Dinge gewöhnt, die vor 68 kaum denkbar waren. Was durchaus in Ordnung ist, weil das auch eine Art von Befreiung darstellt. Warum reite ich nun auch auf dieser Masche? Weil ich solche Situationen, wie ich sie in meinen Geschichten beschreibe, spannend finde und nicht alles was man spannend findet, macht man, wünscht man sich, würde es sofort tun, wenn man könnte. Ich finde es spannend, dass einem die Phantasie erlaubt Felder zu betreten, die man im wahren Leben nicht betritt, aus welchen Gründen auch immer und gerade auf dem Gebiet des Sexuellen, der Erotik gibt es aus gutem Grund immer noch viele Tabus und Restriktionen. Es ist nicht alles erlaubt und möglich, was man sich so spontan wünschen würde. Also, wenn man etwas schreibt, ist man nicht immer der Täter, der das Beschriebene auch selbst hemmungslos tut, sonst müssten ja fast alle Krimischreiber aufhören. Ich finde das Thema dennoch spannend und denke auch, dass es bei weitem besser ist, seine Phantasien auszuleben und sie auch, wie hier in diesem Forum, anderen mitzuteilen, als alles zu unterdrücken und seinen Frust auf andere, höchst schändliche Weise loszuwerden, indem man Mitmenschen diskriminiert, Mitarbeiter drangsaliere, Kinder falsch erzieht, einem ungehemmten Kauf- und Konsumrausch verfällt, zu Drogen greift oder noch viele schlimmere Dinge macht. Ich bin kein Psychologe, aber ich weiß, dass gerade der unterdrückte Sexualtrieb viel, viel Schaden anrichten kann.

Soviel, warum ich diese Themen aufnehmen (nicht alle meiner hier eingestellten Geschichten sind im übrigen so eindeutig themenorientiert). Nun zum Stil und zur Form. Je kürzer eine plausible Geschichte ist, um so besser ist sie für mich. Ich will mich (hier) nicht durch lange Erzählungen durcharbeiten. Ist das eine Instrumentalisierung des Erzählens? Gewissermaßen schon, weil man ja einen Zweck erreichen will: Aufmerksamkeit, Zustimmung, Begeisterung, ja auch Ablehnung und Zerriss, was immer noch besser ist als Ignoranz. Wenn ich keine Reaktionen erwarten würde, könnte ich natürlich gleich für meinen eigenen Papierkorb schreiben. Wenn man andere anregt nachzudenken, und das habe ich bei dir, Gretchen, ja offensichtlich erreicht und wenn es anderen gelingt, einen selbst zum nachdenken anzuregen (und das ist auch der Fall), hat man doch sein Ziel fast schon erreicht. Vielleicht kommt man auf diese Weise (kritischer Dialog) auch weg von den geschmacklosen Oblaten, hin zu würzigen Lebkuchen.

Marcel, dir kann ich nur antworten, was ich schon oben gesagt habe. Nicht jeder, der einen Mord beschreibt, bringt auch jemanden um, nicht jeder, der eine erotische Situation mit einem jungen Mädchen beschreibt, will kleine Kinder ficken. Was an meiner Erzählung schmierig und bigott ist, kannst du mir ja noch mal erläutern. Dein Gedicht ist übrigens auch ganz gut und wenn ich das sage, wünsche ich noch lange nicht, der daddy zu sein.

Gruß yupag

 

      Gretchen



im- oder potent

   05.12.2008, 17:11



Also, nochmal ich, yupag, und ich sag: die würzige Sinnlichkeit der Lebkuchen, genau da drum geht es.
Das Thema (ob nun a] Männerwüstlingsfantasien mit und ohne Interkontinentalreisen, Krankenschwestern- und Schulmädchen-Standard-Erotik, exhibitionierte Lust beim Joggen im Park, billig im Osten gekaufter Natursex, tierische Geilheit im SadoMasoPornoSwingerClub, oder b] Waldeinsamkeit, Alpenglühen, Winterfreuden, oder c] eine Kombo aus allem) ist kein Problem, wenn, ja wenn die Schreibe stimmt - wenn der Text vital ist, wenn die Story Fahrt aufnimmt und Tiefe kriegt, wenn ett so fuckmäßig vibriert inn’ne Geschichte, wenn das Lesen Lust macht und der Akt (des Lesens) nicht dadurch behindert wird, dass das Textmilieu, in welches eindringen zu wollen der Leser sich anschickt (= die Schreibe), zu trocken ist, um Stimmung aufkommen zu lassen.

Der @min oben hat sein Finger auf zwei Stellen gelegt (wenn ich das richtig verstanden hab), und zwar sagt er:

"... hier fehlt [...] entweder ein Selbstergründungs- oder ästhetischer Trieb (bürgerliche Version)", i.e. der Text ist nicht genordet, da fehlt so was wie ein Bezugspol, die Geschichte "hängt", und deshalb wirkt sie so oblatenhaft eindimensional - da reibt sich nix aneinander, es gibt keine Mehrbödigkeit, keine multiplen Bezugsrahmen, keine Interpretationsräume, keine Herausforderung für den Leser. Das ist das eine.

Das andere ist: Der Sprache fehlt Biss. Oder Blut. Das "'Artikulat einer pornografischen Schreibe'" zu wagen, gerade bei diesem Thema (wo sonst, wenn nicht hier!?), das hieße, den Text "heiß" und "scharf" zu machen - so lange pumpen (sprachtechnisch gesehen), bis er prall wird, saftig, feucht, lesegenussspendend, bis er "richtig steht", da, aufm Papier, aufm Bildschirm --- also weg mit der verbrämt bürgerlichen Sprach-Fixierung, weg mit dem verlogenen Sich-im-Zaum-halten, voll rein --- knallen lassen die Sprache, unverschämt werden, schamlos, obszön (wenigstens punktuell) => alles andere ist (Schreib-)Impotenz (= "wollen, aber nicht können").

Das ist, so weit ich das seh, yupag, die Botschaft der Kommentare hier, dass dein Text gleichsam nicht zu sich steht, sich nicht entscheiden kann, was er denn nun eigentlich sein will - und das nimmt ihm, zumindest teilweise, die suggestive Überzeugungskraft, die Glaubwürdigkeit, die sinnliche Schmackhaftigkeit, die ein guter Text hat. Besser kann ich's dir nicht erklären, was deiner Geschichte (noch) fehlt.

Nicht dass ich selber so weit wär, "die Sprache knallen lassen zu können" ... nicht dass ich nicht wüsste, wie schwierig es ist, die eigene, von ansozialisierter Zensur befreite Sprache zu finden.

Gretchengrüße


... und falls wer das alles nicht verstanden hat: keine Panik, macht auch nix, kommt schon (noch) ...

 

      augustine



Leerlauf

   05.12.2008, 18:06



@ Gretchen und Marcel: merkt ihr gar nicht, wie der schlappe yupag seinen Lustgewinn aus euren Texten zieht, die er nicht versteht?
und @ gretchen: diese deine ungezähmte Schreibe gefällt mir doch besser als die gezähmte.
Es ist nur so: wären Texte nicht so ungeheuer mittelmäßig, kämst du eher zu was Eigenem. Aber wie ich dich so erlebe, machst du auch noch aus deinen gesammelten Kommentaren irgendwann was, und dann hätten sie ja doch Sinn.
augustine mit teils, teils nicht erheiterten Grüßen

 

      Jolante



Die Versuchung

   05.12.2008, 19:07 / 2 x geändert



So viel Aufregung ?

Wahrscheinlich gehöre ich zu der weniger anspruchsvollen Lesergruppe, die es schon schätzt, wenn eine Kurzgeschichte gut aufgebaut, plausibel und sprachlich auf der Höhe ist. Ein leichter Sprachfluss ist mir wichtiger als verkopfte Wortkonstrukte, die oft nur einer krampfhaft bemühten Anpassung an zeitgenössische Literatur mit all ihren Ansprüchen und Eigenartigkeiten geschuldet ist. Was ich aber sagen will ist ganz einfach: Die Geschichte ist für mich gut lesbar und inhaltlich durchaus nachvollziehbar. Genau so könnte sie sich auf zahllosen Straßen der Welt ereignet haben, und der von Gretchen angestellte Vergleich mit einer ähnlichen Story, die sie gelesen hat, muss nicht bedeuten, dass yupag sie dort abgeschrieben hat. Wenn ich eine Geschichte beurteile, die ich mir nicht bewusst ausgesucht habe (wie das hier im Forum der Fall ist), versuche ich möglichst objektiv zu sein. Das gelingt natürlich nicht immer. Aber ich finde, der Autor oder die Autorin haben Anspruch auf eine faire Kritik. Ich muss mich weder mit den Protagonisten noch mit der Handlung identifizieren können. Meine Toleranzschwelle ist jedoch dann erreicht, wenn ein Text gewaltverherrlichend oder rein pornografisch ist (ein bisschen Porno schadet auch einer alten Schachtel nicht). Kitschig oder banal gutmenschelnd sollte er auch nicht sein. In yupags Kurzgeschichte finde ich nichts davon. Ich sehe einen technikverliebten und erotische Abenteuer suchenden kleinen Angeber und ein etwas heruntergekommenes Mädel, das sein ärmliches Glück auf der Straße sucht. Die Geschichte ist rund erzählt, auch wenn sie mich nicht gerade "anmacht". Aber sie ist ja auch für Männer geschrieben (zwinker :)

Unerregte Grüße
von Jolante

 

      kirmesbollo



Die Versuchung

   05.12.2008, 20:04



hui yupag,
was du da mit dem textlein für irritationen hervorrufst ist mir nur teilweise verständlich. die texte, die ich bisher von dir gelesen habe, das nur mal vorausgeschickt, haben den meisten netzveröffentlichungen in sachen kurzgeschichten einiges voraus. du befreist sie vor der veröffentlichung von etwaigen orthographischen korken und sie lesen sich alle recht fluffig, da bleibt man als leser bei der stange und liest sich auch mal mühelos durch umfangreichere textblöcke. deine schreibe ist unprätentiös, schnörkellos, aber durchaus solide. wenn ich aber mich als mann angesprochen fühle, was die anregung meiner womöglich sexuellen phantasien angeht, da habe ich es gern etwas knisteriger und ein wenig subtiler. in meiner phantasie wird zuweilen auch mal gepfeffert bis die heide wackelt, aber ich verstehe schon die vorbehalte der vorkritiker/innen, denen das ein fitzelchen zu gewöhnlich daherkommt. kleines resümee: kerl im auto will grad libidomäßig mit seinem photoplayer vorlieb nehmen, da bietet sich die chance einer lebendigen alternative in form einer anhalterin. er nimmt sie mit, sie spreizt ihm seine unterwäsche entgegen und er („wenn's unten hart wird, wird's oben weich“) schickt vor lauter pussy-fixierung sofort seinen menschenverstand in den urlaub. dann kommen, als er grad seinen lulli ins gebüsch hält die zwei komplizen des weges und klauen ihm. . . seinen photoplayer! obwohl die, wenn sie schon wegen so einem schnickschnack knast riskieren, ebensogut mit seinem auto verschwinden könnten. klar, es ist eine phantasie, aber warum ist diese mit leuten bevölkert, die alle so unsymphatisch sind? in dieser geschichte sind alle prots strunzdebil, geil, habgierig und berechnend. kurz, ich gehöre wohl zu den männern, die in ein szenario wie dieses geworfen, als allerletztes ans poppen denken würden.
ansonsten, solide arbeit, geschmeidig in der sprache, nur wie erwähnt auch für mich keine erregung in sicht (aufregung allerdings auch nicht, da geht es mir ähnlich wie jolante)
es grüßt der bollo

 

      Marcel Frank



Leerlauf

   06.12.2008, 01:05



@yupag, augustine
Ich sehe nach erneuter Lektüre das 'schmierig-bigott' nicht mehr (u.a. wegen Jolantes Kommentar, den ich sehr hilfreich finde), auch wenn ich nicht weiß, wie ich es mit dem 'schlapp' halten soll (u.a. wegen 'kurz, ich gehöre wohl zu den männern, die in ein szenario wie dieses geworfen, als allerletztes [Schreibfehler ?] ans poppen denken würden', vgl. kirmesbollo). Yupags Schreibe ist nicht nur "unprätentiös" (s.o.), sondern auch diszipliniert (vgl. z.B. den Marokko-Text).

Allerdings gibt es von diesen Kloppern eine Handvoll: "Wie sie da saß, jung und verführerisch, verspürte er einen immer stärkeren Wunsch, sie zu streicheln, zu küssen, ihren Körper anzufassen und sie zu besitzen." Gretchens Wort-Nunchaku hat sich dazu ja schon sehr lesenswert geäußert.

Dass der Text mit der Mitte des 4. Absatz eigentlich schon 'vorbei' ist, stört mich jetzt am meisten. Ein Clou der Kurzgeschichten in o.g. Porno-Anthologie ist das freilich nicht originelle, aber stets erkennbare Streben nach einem inhaltlichen Höhepunkt in der G'schicht (i.e. Exzess, Verbrechen, Ohnmacht, Pointe), die einen "bei der Stange hält".

 

      yupag²



Die Versuchung

   06.12.2008, 01:07



Hallo ihr alle!
Es stimmt, ich ziehe meinen Lustgewinn aus euren Kommentaren, sonst würde ich nicht in das Forum gehen. Gretchen, du gibst dir wirklich viel Mühe und hast mir gute Anregungen gegeben. Ich fürchte nur, wenn ich die umsetze und so richtig knackig schreiben würde (was ich vermutlich gar nicht kann, weil ich es noch nie versucht habe), geht die Welt für manche vollends unter und ich bekomme dann bestimmt Hausverbot. Yolante, schön, dass du in das Progrom, in die Verdammung nicht einstimmst, auch wenn bei dir, wie auch bei kirmesbollo der Lustgewinn gering ist, was ja auch wieder verständlich ist. Danke dir kirmesbollo für die Interpretation, selbst so ein Text lässt da Varianten des Denkens zu.

Eure Beiträge machen mir jedenfalls Mut, trotz aller Widerstände weiterhin den einen oder anderen Text zu veröffentlichen. Gruß yupag

 

      lost



win-win

   06.12.2008, 01:39



melde gehorsamst mit Gruß in die Runde:
im Rudel der verlorenen alten Wölfe keine auffälligen Erregungspotentiale, tote Hose sozusagen.

ich behaupte, alle bislang von den Kommentierenden vorgebrachten Argumente zum Text, pro und contra, seien berechtigt und zutreffend. wie bereits weiter oben erwähnt wurde: eine Frage der Perspektive. sicherlich ein solide geschriebenes und flüssig zu lesendes Stück Text, andererseits doch vielleicht noch nicht geschmeidig genug, je nachdem eben, ob man nach "dahin" oder nach "dorthin" vergleicht.
ich gestehe, und das ist es, was ich eigentlich sagen will, dass es mir persönlich großes Vergnügen bereitet, diesen Faden als ganzen zu lesen. die Finesse der Beiträge ist durchaus reizvoll: für mich gewinnt der Text durch die Diskussion, die er auslöst, durch die unterschiedlichen Blickwinkel der Statements, und möchte daher im Sinne einer win-win-Situation für friedliche Koexistenz aller Beteiligten plädieren.

regards, lost.

 

      kirmesbollo



win-win

   07.12.2008, 22:56



hallo nochmal!

yupag, um deine freude über jolantes nichtbeteiligung am pogrom noch ein wenig zu vergrößern, möchte ich betonen, dass ich mich niemals an einem solchen beteiligt habe, noch vorhabe dies zu tun, nur weil mir etwas an einem text nicht gefällt. losts vorschlag einer friedlichen koexistenz steht von meiner seite nichts im wege.

zitat:
"Yolante, schön, dass du in das Progrom, in die Verdammung nicht einstimmst, auch wenn bei dir, wie auch bei kirmesbollo der Lustgewinn gering ist, was ja auch wieder verständlich ist."

das verstehe ich nicht, warum ist das verständlich?
einen gruß vom bollo

 

      yupag²



neue, aufgepeppte Version der Geschichte

   08.12.2008, 17:41



Ich habe mal die Anregungen, die ich bekommen habe, aufgenommen und die Geschichte modifiziert, nicht inhaltlich, eher formal. Ich habe die reine Beschreibung des Ablaufs ergänzt durch Monologe aus der Sicht des Mannes und der des Mädchens. Ich weiß nicht, ob so etwas gut oder eher langweilig ist. Vielleicht bekomme ich ja die eine oder andere Regaktion, Zustimmung, Ablehnung, was auch immer, jetzt schon besten Dank dafür.
Gruß yupag

 

      Jolante



Die Versuchung (aufgepeppt)

   08.12.2008, 22:28 / 2 x geändert



hallo, yupag,

du hast erstaunlich schnell deinen Text, wie du es nennst, aufgepeppt. Auch die neue, dialogbetonte Version ist gut geschrieben, aber: w i l l s t du denn s o schreiben, oder ist das nur ein Versuch, den Kritikastern hier zu zeigen, dass du durchaus auch eine härtere Nummer abziehen kannst? Nun, mir hat dein erster Text besser gefallen. Er ließ immerhin ein wenig Raum für die eigene Fantasie. Hier wird nun alles vorgekaut. Die Protagonisten werden dadurch noch unsympathischer und die Dialoge wirken auf mich etwas aufgesetzt. Ich finde, du solltest zu deiner Ursprungsversion stehen. Sie erscheint mir authentischer.

Liebe Grüße
Jolante

 

      yupag²



Die Versuchung (aufgepeppt)

   10.12.2008, 15:51



Du hast recht, Jolante, die zwei angehängten Monologe sind weder mein Stil noch bieten sie wirklich etwas Neues an, allenfalls ein paar Erklärungen, die man sich ohnehin denken kann, wenn man über die Geschichte nachdenkt. Ich wollte es einfach mal ausprobieren. Ich werde wohl wieder zu der (etwas modifizierten) ursprünglichen Fassung zurück gehen. Gruß yupag




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