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katermurr
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Sie führt sie an, die Heldenschar
das Volk stellt nichts in Frage,
sie richtet jeden Tag im Jahr
und hält Justitias Waage.
"Soldaten! reckt die Fühler weit
seid treu ihr und ergeben,
beschützet ihre Ehrbarkeit
belohnt seid ihr mit Leben."
"Ihr Arbeiter! Auf! Schafft und schafft
damit der Staat gedeihe,
mit Eurer starken Beine Kraft
die jeden Hügel freie."
Ach wär doch unsre Welt genau
so wie ein solcher Hügel,
die Heuchler kämen in den Bau,
die Denker hätten Flügel.
Doch sind die Dinge leider nicht
wie sie am Hügel laufen,
eins jedoch weiss ich gewiss:
"ähneln tuts schon nem großen Haufen!"

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lost
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"was für ein Text!" (Version 1)
parabelhaft fabelhaft gsllschftskrtsch sich gerierend ("so geht es im Lande der Ameisen"), mit einem gutmenschfarbenen Zaunpfahl - der jedoch nicht aus Holz, sondern aus Styropor ist; man erkennt es sofort! - schelmisch auf den Leser zeigend, ihn - den ob der zahnlos lächelnden Einfalt des Textes betreten zur Seite blickenden Leser; der präsentierte lyrische Vorgang ist ihm peinlich - partout zu allerhand Analogien, Rückschlüssen, Erkenntnissen, kognitiven Transferleistungen bringen, zwingen, ja, gar verführen wollend, ansatzweise bereits in der vorletzten (Ach wär doch unsre Welt genau so wie ein solcher Hügel), vollends enthemmt dann jedoch in der letzten Strophe, die ("ähneln tuts schon nem großen Haufen!") von Gedankentiefe und lyrischer Geschmeidigkeit nachgerade strotzt: kein Auge darf trocken bleiben, wenn es darum geht, den Leser doch noch davon zu überzeugen, der Zaunpfahl - er ist inzwischen geknickt vom eifrigen Fuchteln - sei aus Holz.
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"was für ein Text!" (Version 2)
Verschlagslyrik: um einige abgestandene Reime herum etliche Restwörter gezimmert zu einem kaninchenstallartigen, ziemlich engen Belehrungspoem.
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gehaltvoller, konstruktiver - man verzeihe mir - vermag ich einen Text wie diesen
Die Ameisenkönigin
Sie führt sie an, die Heldenschar
das Volk stellt nichts in Frage,
sie richtet jeden Tag im Jahr
und hält Justitias Waage.
"Soldaten! reckt die Fühler weit
seid treu ihr und ergeben,
beschützet ihre Ehrbarkeit
belohnt seid ihr mit Leben."
"Ihr Arbeiter! Auf! Schafft und schafft
damit der Staat gedeihe,
mit Eurer starken Beine Kraft
die jeden Hügel freie."
Ach wär doch unsre Welt genau
so wie ein solcher Hügel,
die Heuchler kämen in den Bau,
die Denker hätten Flügel.
Doch sind die Dinge leider nicht
wie sie am Hügel laufen,
eins jedoch weiss ich gewiss:
"ähneln tuts schon nem großen Haufen!"
nicht zu kommentieren. best, lost.

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kirmesbollo
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Hallo Katermurr,
erstmal ein herzliches Willkommen. Du schriebst ja bereits im Fred für die Vorstellung, dass es Dir um Kritik geht, die nicht von falscher Zurückhaltung gefärbt ist. Da ist es mir ein Bedürfnis, zu diesem Text was anzumerken. Das mit dem von Herrn/Frau lost erwähnten allzu offensichtlichen Zaunpfahl macht auch mir stark zu schaffen. Der Vergleich von Ameisen und Menschenvolk ist nicht uninteressant, aber hier in einer Art dargebracht, die keine wirklich interessanten Gedanken verarbeitet. Eher schimmert sogar ein reaktionärer Refrain durch, dass wir alle noch nicht genug für die Wirtschaft tun, dass wir furchtbar unorganisiert sind und unsere Disziplin zu wünschen übrig ließe. Das mag meiner Vorliebe für Müßiggang geschuldet sein und somit eher geschmäcklerischer Natur sein, aber die Aussage, die bei mir ankommt will mir nicht behagen. Was allerdings jenseits von zu subjektiv gefärbter Auffassung zu kritisieren übrig bleibt ist die plakative Aufarbeitung, die selbst für ein gewollt humoristisches Dingen allzu offensichtlich ist und einer sprachlich poetischen Finesse entbehrt. Sorry, aber das ist mir etwas zu beliebig und allgemein.
Lieben Gruß vom kirmesbollo

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katermurr²
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Hallo,
danke für Deine Kritik.
Ich bin ja hier um an der Herausforderung zu wachsen
und mich weiterzuentwickeln; deswegen lehne ich keine Kritik ab, auch wenn sie vernichtend ist.
Was die Aussage betrifft liegst Du richtig.... Ich mahne damit schon mangelnde Disziplin in unserer Gesellschaft an... aber wie Du schon sagtest, ist es subjektiv und lässt uns bestimmt nächtelang diskutieren.... es ist eben meine Meinung nicht mehr und nicht weniger.
Aber auch die großen Dichter haben ihre Meinung oftmals durch Gedichte zum Ausdruck gebracht... wie dem auch sei...
Ich habe bewusst diese Sprache gewählt um klar zu machen auf was meine Aussage abzielt, aber das scheint mir nicht gelungen zu sein, da es nicht erkannt wurde.... mein Fehler demnach....
Danke Dir und ich werde Deine Aussagen beherzigen....
Liebe Grüße
katermurr

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