zuppanova
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Falls ich dich recht verstehe, josefk, fragst du eigentlich nach der erzählten Rede (nicht erzählenden !) im System von Genette. Ich sag ganz kurz, was mir einfällt dazu.
Der narratologische Modus ist, grob ausgedrückt, die Form der Redewiedergabe in der Erzählung (=> das Erzählen von Worten), wobei prinzipiell drei Möglichkeiten vorstellbar sind, nämlich
1 - die direkte Rede, bei Genette: "berichtete" oder "zitierte Rede"
2 - die indirekte Rede, in der Terminologie von Genette "transponierte Rede"
3 - der Redebericht, von Genette als narrativisierte oder erzählte Rede bezeichnet, und als die am stärksten reduzierende und distanzierteste Form der Redewiedergabe verstanden:
Hier bleibt von der Aussage nur noch das faktische Resultat übrig, d.h. es wird vornehmlich vom Sprechakt als solchem berichtet, ohne seinen Inhalt näher zu referieren oder der Figur das Wort zu erteilen; in den Erzählerbericht wird vor allem die Aktstruktur der Personenrede aufgenommen, kaum jedoch ihre Aussagestruktur. Die erzählte Rede löst sich weitgehend vom Wortlaut der Personenrede, kann eine bestimmte Perspektive wiedergeben y/o die Gesprächssituation bzw. die beteiligten Gesprächspartner mit ihren Eigenarten spiegeln, u.U. auch ironisierend wirken. Erzählte Rede kann eine (zeit)raffende, gliedernde, überbrückende Funktion haben, kann z.B. der direkten wie der indirekten Rede zwischengefügt werden, um einzelne Gesprächsabschnitte kenntlich zu machen, oder auch, um dem Leser die (längere) Dauer eines Gesprächs anzuzeigen.
Ich häng dir eine Aufstellung an (pdf, s.u., anklicken), die zwar ganz furchtbar reduziert ist, aber vllt. doch hilft, den Zusammenhang zwischen Modus (~ Regulierung narrativer Information; übergeordneter Begriff) und erzählter Rede (~ ein narrativer Modus von mehreren möglichen) zu erfassen.
LG, zuppa.
[pdf] Narratologie.Modus
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