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jedirom
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Hallo,
hab in meiner Hausarbeit ein Sekundärzitat angebracht, d.h. in dem Roman wurde aus einem anderen Roman zitiert und der Dozent meinte in der Besprechung der Arbeit, das müsse ich im Original überprüfen = Dazu müsste ich 500 Seiten durchstöbern, um eine kleine Textpassage zu finden, das finde ich reichlich übertrieben - wie würdet Ihr vorgehen? Lieber gar nicht zitieren in desem Fall?

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Marcel Frank
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"in dem Roman wurde aus einem anderen Roman zitiert"
Was ist denn das Thema und um welche Romane geht es ?
Spontan (was eig. sinnlos ist):
Wenn die alleinige "Tatsache des Zitierthabens" für Roman A (Zitierender) formal wichtig ist - Stil und so / literarisches Feld / Bildungsabhub usw. -, würde ich in der Fußnote einfach kurz auskommentieren: Roman A zitiert hier Roman/Figur X von Y, weil Z. Dagegen spricht überhaupt nichts.
Wenn jedoch der Inhalt des Zitats aus Roman B (Zitierter²) kein Allgemeinplatz ist (Don Quijote kloppt auf die Windmühle) & grundlegend thematisiert wird / von Belang ist, muss man wohl oder übel "scannend lesen". Soviel Gewicht hat aber selten ein nicht-allgemeinplatz-iges Zitat.
Wenn Du jetzt Roman A und B nennst zzgl. das Zitierte, sehe ich mit meinem ungeordneten Vorschlag, der "Anspielungen" betrifft, bestimmt richtig alt aus.

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jedirom²
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Es war im Fachbereich ANGLISTIK, der Roman war von David Lodge: Paradise News und darin wurde am Ende aus Miguel de Unamuno's THE TRAGIC SENSE OF LIFE zitiert.

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jedirom²
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ach so - danke!!

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augustine
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17.10.2008, 17:12 / 1 x geändert
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Anscheinend bist du mit dem von Marcel Frank erhaltenen Rat zufrieden, jedirom.
Aber ich möchte doch noch etwas anderes zu bedenken geben:
1) wir sind alle so gewöhnt, "alles" vergoogelt zu finden und ergoogeln zu können, dass dann z. B. so etwas wie deine Anfrage hier raus kommt: soll ich etwa tatsächlich selber noch was über mein bearbeitetes Buch hinaus lesen? man kann aber doch "scannend lesen", oder sollte können, Textzusammenhänge überblicken, in denen das Zitat jedenfalls nicht zu vermuten ist ... Ich finde es sehr sympathisch von deinem Dozenten, dass er dich auf: 'selber lesen geht noch' hingewiesen hat; außerdem könnte sich darin verstecken, dass er einen bestimmten 'Verdacht' hat und dich dezent, hilfreich also, drauf hinweisen wollte ...
2) das zitierte Buch ist übersetzt, vielleicht mehr als einmal, und evtl. kann man aus der gewählten Übersetzung einen Schluss ziehen ...
Nur dies auch noch als Meinung. augustine

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Marcel Frank
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Miguel de Unamuno's THE TRAGIC SENSE OF LIFE
oye: El sentimiento trágico de la vida.
Wenn Du jetzt noch das Zitat nennst, kann ich evtl. im spanischen Original ins Blaue zumindest auf 1 konkretes Kapitel tippen. Dann hättest Du geringen Aufwand.

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Ann-Marie
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Also dann melde ich mich auch mal zu Wort. An deiner Stelle würde ich es auf jeden Fall Original-zitieren, denn das ist -auch nach Aussage deines Dozenten- wohl die einzig richtige Variante. Wenn doch aber Roman A den Roman B zitiert, müsste das doch auch als Zitat gekennzeichnet sein oder?! Ansonsten wirklich Querlesen oder hoffen, dass Marcel dir die Stelle nennen kann :)

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jedirom²
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@augustine
hallo augustine,
ich verstehe deine antwort nicht,
zu 1) die absicht des scannend lesen wäre doch das zitat zu finden, warum schreibst du "in denen das Zitat NICHT zu finden ist"?
und welchen verdacht meinst du???
zu 2) das zitat ist in dem englischen roman auch als solches gekennzeichnet und ist natürlich auf englisch - woher diese übersetzung kommt ist nicht ersichtlich...
da ich des spanischen nicht sonderlich mächtig bin, hätte ich also irgendeine englische übersetzung nehmen müssen und da scannend das zitat suchen...stimmts?

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Marcel Frank
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Das geht doch:
Unamuno, Miguel de: Del sentimiento trágico de la vida en los hombres y en los pueblos. Prólogo por el P. Félix García. Madrid 1976 (= Espasa-Calpe, S. A.)
"Prólogo por el P. Félix García." ... könnte man streichen und was die Seitenangabe betrifft: (a) keine, bei Einwänden (b) "Irgendwas Krummes in der Mitte": Wenn man schon jedem indirekten, nicht-übersetzten Bildungsabhub-Zitat nachkriechen soll, dann kann der Dozent ja sein Arbeitsethos unter Beweis stellen und mitturnen.
Zitierfähig sind wohl die Kritischen Werkausgaben / Gesammelten Werke, wenn keine vorhanden, was meist der Fall ist, dann wohl eine "ordentliche". Es spricht wohl (D) nichts dagegen aus Reclam zu zitieren, weil "die" eben nicht jedes Jahr "'ne" neue Version drucken, sondern der eine Druck eben für immer und ewig zementiert ist (glaub' ich), kurzum, JEDES Zitat aus Reclam kannst Du bei Baedeker bei einem 1 EUR-"Kafe" überprüfen. Bei "dtv" o.ä. guckt man ja bereits schon, ob das Cover schön bunt ist, bevor man es als Geschenk verpacken lässt. Ich glaube³, dieser abfällige Kommentar über Reclam-Hefte als Toipa-Rolle (wo war das ? Die neuen Leiden des W., Plenzdorf ?) ist rein lese-kulinarisch motiviert (es gibt eben Leute, die brauchen's feierlich). Espasa-Calpe, noch besser die schwarzen Cátedra-Ausgaben sind so das, was man spanisch zur Hand hat (v.a. diese klaviergelackten Cátedra-Teile werden in jeder Buchhandlung präsentiert wie Salma Hayek in 'Wetten dass ...').
Hier noch was Cooles:
Willy go ! (der 'puto [...] latino' in der 1. Zeile dort ist kein 'südländischer Stricher' o.ä., sondern betrifft das Denken, lat. ...)

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jedirom²
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Hallo Marcel,
meinst du also ich könne aus der deutschen Reclam Ausgabe zitieren, wo auf der andern Seite das spanische Original steht, so dass man es überprüfen kann?
Danke, Roman

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Marcel Frank
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Es gibt keine deutsche Übersetzung (oder ?). Nimm' doch die von mir oben angegebene Espasa-Calpe. (a) spanisch (b) tauglich. Daran dürfte nichts auszusetzen sein. Alternativ wäre nur noch die Werkausgabe. Bis die in den Uni-Regalen steht, müssen aber noch 100 Jahre Studigebühren durch den Schornstein gehen ...

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jedirom²
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Was meinst du oben mit dem Buchstaben (D) in Klammer?

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