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      derKarl



Gewogen

   09.10.2008, 12:14 / 9 x geändert



Oh du alter sternenbrauch
voll wonne lohner angstgeheisch
ich bin auch wenn ich nich mehr rauch
ja doch ein pferd das beides leisch

im grunde bin ich dem gewogen
der dem licht innlich keimt
auch wenn ich mir dazu bewogen
dem apfelkorn das jawort leimt

so sag ich klanglos wortlos schön
die worte sind hernieden
das keiner wird sei straf entgehen
das böse klingt verschieden

oh nacht umwolk gewogener reim
ich starre in das blinde
das alte kehrt nie wieder heim
nun leert den schnaps geschwinde

 

      zuppanova



Person 2

   09.10.2008, 13:20



ohmei, Karl, bin nur auf einem raschen durchflug hier, kann nicht viel schreiben, zumal ich auch noch nicht fertig bin mit lachen über die nacht der fallenden zungen in deinem anderen text (eben gelesen; hat mich so sehr an die nacht der reitenden leichen erinnert, dass ich die nasen und das restliche drumrum gar nicht mehr angemessen goutieren hab können).

aber jetzt zu dem hier. da ist dir, um einmal ganz an der oberfläche zu bleiben, an ein paar stellen die grammatik danebengegangen. in zeile fünf sitzt schon so ein grammatikalischer hundling, und die letzten drei zeilen sind satzkonstruktionsmäßig problematisch ( erdrutschartig war es wie sie vor ihm stand ist nicht korrekt formuliert, weil man nicht "erdrutschartig" "stehen" kann - das widerspricht sich per se, semantisch sozusagen, und in den beiden letzten zeilen stimmt grammatikalisch der bezug des sie verlieren nicht; so wie du formulierst, steckt sie ihm die pistole in den mund, damit er sie=die pistole nicht mehr verlieren kann; eigentlich willst du ja aber etwas anderes ausdrücken, nicht wahr ...). von dem, was sonst so an deinem text ist oder nicht ist, schweig ich, weil so viel zeit hab ich grad nicht.

nur eines noch. bevor du weitere zwei bis x werke postest, lies dir doch vielleicht ein paar fäden durch, den hier (link) zum beispiel (der ist zwar elend lang, aber doch gar nicht so ohne, denk ich, da kann einer schon was mitnehmen draus), oder irgendwelche anderen, denn es schadet wohl nie, wenn man sich da, wo man sich einbringen möchte, erst einmal ein wenig umschaut?

lg, zuppa.

 

      derKarl²



Person 2

   09.10.2008, 13:22 / 2 x geändert



....

 

      derKarl²



Person 2

   09.10.2008, 13:25 / 2 x geändert



....

 

      zuppanova



Person 2

   09.10.2008, 13:28



gut, ich habe verstanden.

"bitte nicht füttern" kann ich da nur sagen.

 

      derKarl²



Person 2

   09.10.2008, 13:28 / 1 x geändert



....

 

      zuppanova



...

   10.10.2008, 00:01



ja, derKarl, da hast du deinen text samt anderen beiträgen forteditiert.

einerseits schade: kann man nicht stehen zu seinem text und zu den eigenen ärgerlichen äußerungen auf eine wenig schmeichelhafte kritik hin? ich editier meine sachen schließlich auch nicht weg und halte, wenn es sein muss, aus, dass man mir womöglich vorwirft, meine kritik sei ungerechtfertigt und grob.
andererseits schriebst du, ich solle mir nur nicht einbilden, du würdest dir irgendwas durchlesen wollen "von dem ganzen mist" (=> in bezug auf den von mir verlinkten faden bzw. meine anregung "zu lesen"), und da ist es vllt. doch wieder besser, dass du editiert hast und "uns" vice versa die mühe ersparst, hier deine verfertigungen lesen zu sollen. zwei seiten halt alles hat (würde Jedi-Yoda sagen) ...

entschieden zurückweisen möcht ich jetzt noch deine vermutung oder unterstellung, ich hätte meine kritik in schierer "nachäffung" Gretchen's verfasst, ohne deinen text überhaupt gelesen zu haben. so etwas tät ich nie, ich bin passionierte selbstdenkerin und hatte mir sogar deine texte kopiert, um mich offline noch weiter damit beschäftigen zu können. schau:

(Person 2)
„Was geschrieben wird ist immer etwas andres“
inger christensen

er legte seine zunge ins büro
machte einen aktenvermerk
sehnte sich nicht nach katja
nicht nach ihrem rosigen haar
nicht an die art wie sie im cafe saß
oder unter der dusche

sehnte sich nicht danach
wie es ist
wenn sie vor ihm steht
mit diesem gesicht
als hätte irgendwer auf der anderen seite der brücke sein versprechen gehalten

er machte einen aktenvermerk
er dachte nicht an ihren mund
der immer einen kuss verlangte

erdrutschartig war es wie sie vor ihm stand
als hätte sie diese pistole nur in seinen mund gesteckt
damit er sie nicht mehr verlieren kann

---

Für -

mitten hinein
in die nacht der fallenden zungen
wüsten die man alle erkennt

landschaften

schau mal
dort sitzen wir

du sagst es auf französisch nein du sagst es dänisch
aber ich sage
es klingt als wärst du mit einem französischen angler
zusammen

ihr beide wettert gegen die zeilen eines nationalistenverteidigers
die rechte hand zum fuss
und die zukunftspläne rutschen zur seite

wir
gehören zu generation der nasen

wir sagen
georgien
und meinen auch grosny damit

schweigend erzähle ich dir meine pläne
dass ich in der nähe von sarajevo sitzen möchte
von den bergen aus auf die stadt sehe
und sie liebe


aber du wirst sicher auch diesen mist gar nicht gelesen haben wollen ...

lg, zuppa.




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