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schaf
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Was unter roten Locken schwirrt
ist purer Selbstextremismus
An Fenstern ziehen Stützpfeiler vorbei,
da lässt sich nichts anpassen
Die Quintessenz bleibt stets Beton
Das sind die berühmten grauen Zellen
der Vororte
Die schöne Leiche darf die frisch gemähte
Rasenfläche nicht betreten!
Sie liegt ja aber auch –
irgendwann wäscht der Regen sie fort,
die viel zu emotionale
Jugend unserer Tage

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Younis der Poet
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hello my dear schaf ,
i am sure that your poem came in the right time
and i welcome you here and in the open air
the hidden meaning are clear to me .in your poem .
have a nice evening
younis

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augustine
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06.10.2008, 20:52 / 1 x geändert
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Wenn der Younis weiter seine sinnfreien 'Kommentare' schreiben darf, kann ich mir einen sparen. Solch ein Kommentar passt schon irgendwie zu diesem rotgelockten Schafsgedicht, denn der Text verbindet Beliebiges mit Beliebigem. Leider nimmt so was zu.
Unter den 40 Titeln auf S.1 ist nicht grad viel, was mich freut.
augustine
Ich kopiere nochmal folgendes hierher; ob's freilich Anlass ist, die eigenen Produktionen vor dem Vorzeigen kritisch zu betrachten - und vielleicht aufs Vorzeigen zu verzichten -, weiß ich nicht:
>>An alle Wonnemonde, Sonnen, Himmel und sonst noch viele:
Man kann ja mal vorbeikommen und sich registrieren, schad ja nix; und besonders wenig schadet's, wenn danach nix weiter folgt.
Wer aber die Absicht verfolgt, was folgen zu lassen: der/die soll doch bitte zuvor mal lesen, ganze lange Fäden lesen - und wenn er/sie ein wenig vielleicht einschätzen kann, dass das Eigene doch nicht deshalb gut sein muss, einfach weil's das Eigene ist -
der würde sich z. B. ja auch die Peinlichkeit ersparen, das hingeschrieben zu kriegen, nicht wahr?
augustine<<
Das Original steht im Faden "Qualität". a.

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schaf²
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hallo augustine,
könntest du da vielleicht ein bisschen präzisieren?
gruß, gruß,
schaf.

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augustine
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Können ja, wollen nicht, denn dann würde ich Zeit verplempern.
Wer hier andere Fäden gelesen hat, findet genug Beispiele für sorgfältige Kommentare von mir. Nur: die Vorlage musss ich lohnen.
augustine

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schaf²
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Younis,
ich möchte dich bitten, meinen thread nicht für die klärung deiner probleme mit augustine zu missbrauchen.
augustine,
kein text rechtfertigt, derart polemisch darüber herzufallen, wenn man sich nicht einmal erklären will, was einen denn nun objektiv daran stört...
gruß, gruß!
schaf
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--- edit 09.10.2008: der oben erwähnte offtopic-beitrag von Younis der Poet wurde inzwischen entfernt. Elise ---

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augustine
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07.10.2008, 22:11 / 2 x geändert
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Also, du gruß,gruß-Schaf,
jemand hat hier zu einem anderen Text geschrieben, was ich hierher kopiere:
>>falls du erwartest, dass man sich nun inhaltlich mit deinem gedicht auseinanderstzt, muss ich dich enttäuschen, dazu fehlt jeder ansatzpunkt hier.<<
Du wirst ja deine Worte wiedererkennen. Es ist genau das gleiche Argument, mit dem du über einen anderen Text "hergefallen" bist.
Dabei gebe ich dir zu, dass deiner besser ist. Aber das sollte genügen.
Gruß (einer) von augustine
edit: Wir hatten gestern abend noch einen pn-Wechsel, der gut war.
Was vielleicht Haltbares ist mir aber doch erst heute eingefallen und steht im nächsten Beitrag.
augustine

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augustine
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08.10.2008, 16:43 / 3 x geändert
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Mein Einfall, schaf, hat mit deinem Wohnort zu tun, den du öffentlich erwähnt hast: Rostock. Der kam aber erst heute, die Assoziationskette:
"Vororte"-->Lichtenhagen-->"Leiche"; dann: wenn ich annehme, dass "Selbstextremismus" (was es ja nicht gibt und was mich massiv störte) Rechtsextremismus meint (der ist immer selbstbezogen), der sich 'rot' (sozialistisch) gibt bzw. umgekehrt: die sich rot gaben/geben, such(t)en wie die Rechten nur ihren eigenen Vorteil, dann kriege ich doch einen nicht bloß germanistisch gestrickten Zusammenhang.
Was damals geschah, sieht/sah einer/eine/man vom Zug aus, im Vorbeifahren, man wusste es ja bzw. las es in der Zeitung. Das war 1992 im August (musste ich aber auch nachlesen; wenn das gemeint ist, wirst du, schaf, mehr erklären, denke ich.). (Ich bin, im Jahr darauf, mit dem Auto durch Lichtenhagen gefahren - und habe mich verfahren. Das waren noch die für mich gewaltig aufregenden ersten Jahre des Neuanfangs, der dann den schrecklichen Höhepunkt hatte, den man heute schon wieder nachlesen muss und von dem ich annehme, dass du ihn meinst.)
Den Höhepunkt, den aber der Regen vom nicht zu betretenden deutschen Rasen längst fortgewaschen hat, aus der kollektiven Erinnerung: "Der Gärtner war's", denn einer muss es ja gewesen sein.
Nun setzt du aber noch gleich die Leiche und die "viel zu emotionale/Jugend unserer Tage". Meinst du, die Jugend werde angesehen wie tot oder wie was, das bald genug weg soll??
(Da finde ich, nochmal außerhalb des Gedichts, 'der Jugend' und damit der Zukunft täte mehr Reflektiertheit und sehr viel weniger Hedonismus außerordentlich gut.)
Und wie ist die Autorintention?
Gruß aus HH nach HRO. augustine
Noch ein Nachtrag: im Süddeutschen ist "eine schöne Leich" eine erhebende Trauerfeier samt anschließendem Gasthausbesuch; das konnte ich zuerst auch nicht unterbringen.

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schaf²
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10.10.2008, 16:20 / 1 x geändert
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augustine,
um ganz ehrlich zu sein: ich habe kein stück an das sonnenblumenhaus gedacht, was mich umso mehr verwundert, da es doch einigermaßen zu passen scheint.
du lagst mit dem eindruck einer zugfahrt sehr richtig, diese fahrten in die städte hinein sind wie das spähen durch die schlüssellöcher der "gesellschaft" für mich.
auch mit der extremen jugend hat es etwas zu tun auch mit der linken szene, was die haare ja schon andeuten. was mir auffiel war, dass sich linksextreme und rechtsextreme sehr gleichen in ihrem übersteigerten zwang zur individualität, einer radikalen profilierung. egal, wie sie sich kleiden, ihre haare färben oder was auch immer, letzten endes sind sie ja doch kinder der gleichen grauen brühe und der sozialisation können sie nicht entfliehen. mehr und mehr werden sie konditioniert und werden doch (meist) am ende zu dem, was sie so heißblütig verachteten: dem konservativen (vorort) "spießer". wobei ich mich hier gern des (stil)mittels der übertreibung bediene.
soweit zur autorenintention. vielen dank für deine nähere beschäftigung mit diesem text.
gruß, gruß!
schaf

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augustine
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schaf, du hast nicht gemeint, was ich geschrieben habe, aber so ganz falsch ist das auch nicht ... Es ist das ja untergründig ein hier dauernd verhandeltes Thema: trifft die Rezeption die Autor-Intention - gar nicht, ein bisschen, in welchen Anteilen ...
tiefschwarz (rechtsradikal) ~ = tiefrot (linksradikal): wenn du darauf durch Beobachtung gekommen bist: alle Achtung. Hannah Arendt, die meines Wissens als erste diese These vertreten hat in ihrem Totalitarismusbuch von 1951, ist dafür schon angefeindet worden.
Einiges geht aber doch nicht: es kann logisch keinen "zwang zur individualität" geben, nur zu einer bestimmten, auch radikalen Profilierung nach außen, die aber gerade kollektiv und nicht individuell ist. / "vorort" als Metonym für konservativ? spätestens seit den wiederkehrenden Vorfällen in den Pariser banlieus, nämlich Vororten, hat das Wort seine eindeutige Benutzbarkeit verloren
und: was ist mit der "schönen leiche"?
Hier findest du Leser und Schreiber, die sich bemühen, die Autorintention zu erkennen. Wenn aber der Autor zugleich eine Deutungshoheit über seinen Text beansprucht, wird das leicht problematisch. Vor allen für den Autor: denn er/sie möchte doch auch so verstanden werden, wie er es gemeint hat, denn sonst wär' sein Schreiben doch vergeblich.
augustine

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schaf²
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10.10.2008, 21:53 / 1 x geändert
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augustine,
ach, eine hoheit zu beanspruchen liegt mir doch ganz fern. ich freue mich ehrlich, wenn meine gedichte auch von mir nicht beabsichtigte oder erkannte bedeutungsebenen erschließen. da will ich nicht problematisch sein oder handeln. ;)
zu den vororten: doch, genau deswegen. ich habe selbst lange in solchen gewohnt und kann nur aus eigener erfahrung sprechen: selbst wenn draußen im übertragenen oder auch wirklichen sinne die straße brennt, herrscht daheim die feinste konservative ordnung. gerade daran, diese widersprüchlichkeit einzufangen, liegt es mir.
und ja, auch beim "zwang zur individualität" muss ich sagen: und es gibt ihn doch. ;) ja, wahrscheinlich ist die profilierungssucht ein symptom der (man setze an dieser stelle das gesellschaftliche problem seiner wahl ein). doch der zwang zur individualität kommt aus "dem" jugendlichen selbst. die angst vor substanzverlust scheint mir sehr verbreitet.
die annäherung der extreme, hannah arendt? ich würde mich mit dieser Ausssage auf ner demo auch nicht gern zwischen die fronten stellen. dazu hänge ich dann doch zu sehr an meiner heilen haut. :D
gruß, gruß!
schaf

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