Paaradies · Maurice Burns · ·


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      Maurice Burns



Paaradies

   09.09.2008, 08:14



Paaradies

Ich sitze in der Küche und gucke aus dem Fenster. Es ist das typische Wetter eines Sommermorgens zwischen sechs und neun Uhr früh. Es ist feucht, kühl und etwas diesig. Die Sonne ist nicht zu sehen, doch sie ist unüberfühlbar zu erahnen. Dieses frühe Stück des Tages hat sich über den ganzen Vormittag ausgedehnt und wahrscheinlich bleibt der ganze Tag heute jung und frisch. Er will nicht aufstehen. Genau wie ich.
Es ist jetzt bereits ein Uhr und das Frühstück dauert noch an, diesig und vereinzelt mal die Illusion eines Sonnenstrahles. Ich frühstücke auch. In diesem Stück der Frühe dieses Tages esse ich mein Frühstücksei, welches ich ein Stück zu früh aus dem kochendem Wasser nahm.
Auf dem Tisch liegt etwas Obst und Gemühseelig schabe ich die Mohrrüben ab. Ich fühle mich hier in der Küche wie in einem kleinen Paradieschen und nehme ein paar.
Ich nehme das letzte Radies in die Hand,- oh, was ist das? Da liegt noch Eins.
Nehme also das Radies und das Radas und lege sie sorgfältig zu einem Paar zusammen. Was das wohl gibt? Ein Paaradieschen?
Oder soll ich sie essen? Aber dann ist es mit Denen vorbei und Sie können sich von unten sehen, ist aber Gift in Ihnen, sehe ich bald das Paaradieschen von unten. Das wäre dann Paradox.





( Los, fass.. Lost. Fass. ----- Brav..::::))))

09.09.2008 08:18
2 Minuten kein Kommetar von Lost. Wir warten hier vergebens? Erst lässt uns Stoiber im Stich und jetzt das. Wo bleibt die gute Unterhaltung und der Spass?


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doppelpost zusammengefügt. zuppanova.
Maurice Burns, solche offtopic-anmerkungen kannst du bitte in zukunft per edit an den beitrag dranhängen; dafür musst du kein extra posting machen.

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      Petronius



Paaradies

   09.09.2008, 12:02



Ich sehe schon eine gewisse Qualitätsverbesserung gegenüber deinen ersten Texten, die du hier gepostet hast. Es ist auch mal angenehm, nur einen einzigen Text und keine Batterie zu bekommen, damit hast du auch eine reale Chance, dass dein Text gelesen wird.
Man merkt aber schon, dass du gerne die Sprache ausquetschst oder, wenn das harmloser klingt, mit den Sprachbestandteilen gerne wie mit Spielbällen herumwirfst.

Ein bisschen ins Detail.

Unüberfühlbar... Hmm.
Ich frage mich
1. wozu man das "unüberfühlbar" benötigt, außer um einen solchen Spielball anzubringen. Denn wenn ich das einmal auf das Sehen zurückbiege:
Die Sonne ist nicht zu sehen, doch sie ist unüberfühlbar zu erahnen.
hieße das analog:
Die Geige ist nicht zu hören, aber unübersehbar zu sehen.
Mit anderen Worten: Das "unüberfühlbar" ist hier, selbst wenn es ein bestehender Ausdruck wäre, fehl am Platz; es sagt nichts Neues aus (Pleonasmus), außer eben - wie gesagt - als Kalauer-Spielball.
Und 2.:
Es ist feucht, kühl und etwas diesig. Die Sonne ist nicht zu sehen, doch sie ist unüberfühlbar zu erahnen.
Zusammengefasst besagen beide Sätze: Es ist kühl, die Sonne ist nicht zu sehen, aber zu spüren. Das aber widerspricht sich, denn sonst wäre es nicht kühl. OK, das hat etwas von "Haar in der Suppe", aber es hinterlässt trotzdem einen etwas fadenscheinigen Eindruck.

Eine weitere kleine Bemerkung zu Widersprüchen: Er will nicht aufstehen. Genau wie ich. Weiter oben heißt es: Ich sitze in der Küche und gucke aus dem Fenster. Damit sich das nicht widerspricht, müsste dein Bett in der Küche in Fensterhöhe stehen.

Radies und Radas, naja, ist ganz lustig, hat aber eher Kalauer- als literarisches Niveau. Kann mich natürlich täuschen.
Und Paaradies, tja, warum nicht Paaradas? Mann und Frau, ergäbe das Paarmann, Paarfrau? Auch dieser Spielball kommt über das Kalauerniveau nicht wirklich hinaus. Immerhin, er regt zum Spekulieren an: Als ich nur den Titel las, dachte ich an einen Swingerclub.

Obst und Gemühseelig
Dazu sag ich jetzt nix, außer dass man selig mit 1 e schreibt.

Dann noch der Schluss.
Aber dann ist es mit Denen vorbei und Sie können sich von unten sehen, ist aber Gift in Ihnen, sehe ich bald das Paaradieschen von unten. Das wäre dann Paradox.
Warum paradox? (Und warum Paradox groß?) Die Situation ist nicht paradox, sondern falsch, so falsch wie der gesamte Text.
Bekannt ist, dass man die Radieschen von unten sehen kann, wenn man begraben ist. Warum aber sollten die Radieschen sich selbst von unten sehen und nicht, wie andere auch, einfach nur Radieschen? Oder spielst du auf das Problem des dritten Menschen an (was ich eher bezweifle)? Und warum sollten sie giftig sein? In diesem ungewöhnlichen Fall würde 1. das Paar Radieschen ebenfalls untergehen, da du sie ja gegessen hast, 2. du wiederum die Radieschen von unten sehen, aber doch ebenfalls nicht dieses Paar. Und daher ist daran nichts paradox, weder groß noch klein geschrieben, sondern einfach nur falsch.

Nun habe ich viel geschrieben, habe mich auch bemüht, auf Einzelheiten einzugehen, um mir (und natürlich auch dir) den allgemeinen schalen Geschmack deines Textes klarzumachen. Dabei habe ich überhaupt nichts gegen witzige Wortschöpfungen, doch die Texte, worin man sie verwendet, sollten in irgendeiner Weise sinnvoll sein und nicht sinnfrei wie deiner.
Vor kurzem ist mir das Gedicht Vier Treppen hoch bei Dämmerung untergekommen, da heißt es u.a. Du mußt die Leute in die Fresse knacken. Oder die Geschichte vom Briefmark. Das sind ebenfalls Wortkreationen, aber machen in irgendeiner geheimnisvollen Weise Sinn und sind aus diesem Grunde komisch.

 

      lost



Paaradies

   09.09.2008, 12:41



( Los, fass.. Lost. Fass. ----- Brav..::::))))
2 Minuten kein Kommetar von Lost. Wir warten hier vergebens? Erst lässt uns Stoiber im Stich und jetzt das. Wo bleibt die gute Unterhaltung und der Spass?




Lieber, verehrter Herr Burns!

Natürlich verstehe ich, dass Sie nach meinen Kommentaren lechzen. Es ist ja so, dass Ihre Texte - für sich genommen - leider wenig unterhaltsam sind (vergleichen Sie @topic die obigen Ausführungen von Herrn Petronius). Die von Ihnen gern und großzügig verwendete Garnierung mit altbackenen, angetrockneten, teils auch angeschimmelten Bröselwitzen (sog. Kalauer) macht ihre Elaborate teilweise sogar annähernd ungeniessbar. Da ist man als Autor dann verständlicherweise froh, wenn ein rüstiger, wortgewandter, geschmeidiger Kommentator wie lost der säuerlich vor sich hin gärenden Buchstabensuppe mit seinen Anmerkungen noch ein wenig Aroma zufügt. Allein, auch lost hat nicht unbegrenzt Zeit, anonyme Langweiler würzig zu unterhalten, und wenn er merkt, dass der reizvolle Gegenbiss fehlt, verliert er rasch die Lust am Zupacken, nicht wahr ...

Deshalb, wie gesagt, verstehe ich vollkommen, dass meine Anmerkungen Ihnen wichtig sind, allerdings ... wie ebenfalls bereits erwähnt ...

Aber - wir sind ein wenig offtopic, und das ist nicht gut. Nicht gut.

lost.




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