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Gretchen
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Mir ist aufgefallen, dass es hier einige Fäden gibt, da haben verschiedene Leute zusammen auf ein Thema hingearbeitet bzw. sich gegenseitig Anregung zu bestimmten Texten gegeben. Nun hab ich mir überlegt, für diese Gemeinschaftsproduktionen eine "Galerie" aufzumachen, will sagen:
In diesem Thread hier werd ich mal versuchen, so nach und nach zusammenzustellen, was an Gruppenarbeit im Forum bereits stattgefunden hat. (Hoffentlich hat niemand was dagegen.)
Als ersten Hinweis gibt’s einen Link (klick!) auf den von windflug initiierten Haiku-Faden. Der ist richtig lang geworden, der Faden, daran merkt man, dass die Leute wohl Spaß am Haikumachen hatten, und es gibt dort eine ganze Palette Vielfalt von Haikus/Senryus zu entdecken.
Bald mehr. Gretchengrüße.

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Jolante
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06.09.2008, 13:14 / 1 x geändert
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Gute Idee, Greta Thaleia,
und schon jetzt lieben Dank für die versprochene Umsetzung !
Jolifante

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Gretchen²
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Gut, okeeh. Also weiter zum nächsten Exponat:
Eine Coproduktion aus der Terzinen-Schmiede (link).
Reigen
Kommt, lasst uns tanzen. Einen feinen Reigen
lasst uns beginnen in der höchsten Halle.
Kommt, Spielleut, nehmt die Flöten, stimmt die Geigen.
(Gretchen)
Spielt hurtig auf mit allerschönstem Schalle
wie einst die Musiküsse es gern taten
am Hof des greisen Königs Pille-Palle.
(Jolante )
Was mich entzückte, will ich euch verraten.
Ein heißer Rock'n Roll ließ einst mich toben,
wenn Jünglinge 'nen Tanz von mir erbaten.
(Jolante )
So wollt ich wieder in der Halle droben
mich wirbeln lassen, knackten nicht die Knochen.
Doch, halt, es geht noch. Tänzer, muss dich loben.
(windflug)
Du lässt das Blut in meinen Adern kochen.
Das liegt nicht nur an deinen schnellen Beinen.
Nur, leider muss ich auf mein Alter pochen.
(Jolante )
Es schickt sich nicht, das finde ich zum Weinen,
dass ich beim Rocken mich so ganz vergesse.
Komm, lass zum feinen Reigen uns vereinen.
(Jolante )

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Gretchen²
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Und noch ein schmuckes Stück aus der Terzinen-Schmiede (link):
Viel Tanz um nichts
Kommt, lasst uns tanzen. Einen feinen Reigen
lasst uns beginnen in der höchsten Halle.
Kommt, Spielleut, nehmt die Flöten, stimmt die Geigen.
(Gretchen)
Spielt hurtig auf mit allerschönstem Schalle
wie einst die Musiküsse es gern taten
am Hof des greisen Königs Pille-Palle.
(Jolante)
Dem hatte wohl ein weiser Medicus verraten,
wer täglich tanze, bleibe ewig jung,
und das gefiel dem Pi-Pa-Potentaten,
(zuppanova)
und seitdem tanzt er. Täglich. Voller Schwung.
Die Musiküsse blasen, streichen, zupfen,
dieweil der König kreishüpft, Sprung um Sprung.
(zuppanova)
Der ganze Hofstaat muss so mit ihm hupfen.
Beflissen drehen Räte und Minister sich im Kreis
und die Prälaten sieht man tanzend die Soutane lupfen.
(zuppanova)
Der Hofnarr aber steht abseits und lacht ganz leis.
Und spricht zu sich: Am Hof von Pille-Palle
hat jedes hohe Amt auch einen hohen Preis.
(zuppanova)

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Gretchen²
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Zwei Terzinenstücke aus der Schmiede (link) seien hiermit in die Galerie gehängt:
Wenn du jetzt ankämst, würd ich nicken ...
Die Nacht ist lang. Ich wälze ratlos Stund'
um Stunde mich in meinem Bett. Die Kissen
sind schon ganz zerwühlt. Mein Herz ist wund.
(Gretchen)
Nie hätte ich geglaubt, dich zu vermissen.
Beim Abschied winkte ich dir fröhlich zu
und fand, es wäre Zeit, sich zu verpissen.
(Jolante)
Doch jetzt, da ich hier liege ohne Ruh',
umflüstern süß mich die Erinnerungen -
verdammt nochmal, du fehlst mir, Hundling, du!
(zuppanova)
Ja, hättste mich zu meinem Glück gezwungen
und mich nicht gehen lassen, liebster Mark,
dann läg ich hier jetzt nicht so unumschlungen.
(Gretchen)
Du bist und bleibst ein Schlabbersofti, warst nie stark:
der Typ, der lieber fernsieht statt zu ficken.
Drum dacht ich: "Evi, Mädel, bleib autark."
(zuppanova)
Doch jetzt sind meine Füße kalt. Mich zwicken
so kleine Schmerzenskrebse hinterm Brustbein.
Wenn du jetzt ankämst - ich würd direkt nicken ...
(zuppanova)
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Es schmolz mein Stolz
Die Nacht ist lang. Ich wälze ratlos Stund'
um Stunde mich in meinem Bett. Die Kissen
sind schon ganz zerwühlt. Mein Herz ist wund.
(Gretchen)
Nie hätte ich geglaubt, dich zu vermissen.
Beim Abschied winkte ich dir fröhlich zu
und fand, es wäre Zeit, sich zu verpissen.
(Jolante)
Doch jetzt, da ich hier liege ohne Ruh',
umflüstern süß mich die Erinnerungen -
verdammt nochmal, du fehlst mir, Hundling, du!
(zuppanova)
Ja, hättste mich zu meinem Glück gezwungen
und mich nicht gehen lassen, liebster Mark,
dann läg ich hier jetzt nicht so unumschlungen.
(Gretchen)
Ach, gestern fühlte ich mich frei und stark,
und hab ein garstig Abschiedslied gesungen
auf unsrer Sommersonnenbank im Park.
(Jolante)
Das hat heut Nacht mir schrill im Ohr geklungen.
Ich will dich hier im Bett und zwar sofort!
Umsonst hab ich mit meinem Stolz gerungen.
(Jolante)
Dabei weiß ich doch genau, du willst nur Sport.
Danach bleibst du vielleicht noch eine Kippe
und die Bude riecht nach Sex und schlechtem Port.
(kirmesbollo)

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Gretchen²
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Hier geht's in den Garten ->
(manchmal entsteht so gemeinschaftlich was, ohne dass es geplant gewesen wär. das ist doch gut, oder?)

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ruelfig
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Pro Bonobo
(Mein Therapeut sagt: schreib halt Villanellen)
Pro Bonobo spricht tatsächlich vieles,
betrachtet man ihn sachlich. Jedenfalls
ist die Bonobin Fan des Liebesspieles.
Kann sie nicht schubbern, kriegt sie einen Hals.
Primäres Ziel der liebenden Primaten,
scheint es, sich mit Genuß zu verlustieren.
Anders ist der Sapiens geraten -
denkt vor und bei und nach dem Kopulieren.
Beim Affen gibt es keine Bonokraten,
auch Krieg ist ihm fast völlig unbekannt.
Den Bonobini ist die Welt ein Garten
Eden. War es wohl, so muss man sagen.
Dem Buschfleisch wird der Dschungel weggebrannt.
Denn vor der Affenliebe kommt der Magen.

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