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Retep
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Edit 26.07.2010
- Faden von Kurzgeschichten nach Entwürfe verschoben - Elise
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Fliegen........
Fliegen müsste man können, wegfliegen, wohin auch immer, frei sein, wovon und für was auch immer. Dieser Gedanke hat mich schon immer fasziniert.
Aus dem alltäglichen Trott rauskommen, etwas anderes machen, nicht alles so wichtig nehmen.
Es ist Mittag, mein Unterricht ist zu Ende. Kein schlechter Tag heute.
Ich gehe die Treppe aus dem zweiten Stock hinunter, Gedränge, Schüler überholen mich, Frau Willauer will wissen, ob ich sie morgen in der ersten Stunde vertreten kann, sie müsse zum Arzt.
Ich gehe etwas langsamer, bin müde, habe Schmerzen in den Beinen. Nachwirkungen der Grippe.
In den Ferien waren meine Frau und ich in unserem Haus am Meer, lange Wanderungen, gutes Essen, Wein, Diskussionen. In der letzten Woche hatte mich dann eine Grippe erwischt, Hals- und Kopfschmerzen, spürte meine Beine.
Joggen konnte ich auch nicht mehr.
Ich steige in mein Auto, mache die Fenster auf, heiß ist es, obwohl der Sommer zu Ende geht.
Gut, dass wir damals umgezogen sind, zur Schule brauche ich nur zehn Minuten, meine Frau Ella zu ihrer Arbeitsstelle etwas länger.
Zuhause esse ich einen Apfel, habe kaum Hunger, müde bin ich, lege mich dann ins Bett, einen Mittagsschlaf brauche ich.
Ich komme von der Arbeit, stressiger Tag heute, alle glauben, dass wir vom Sozialamt alle ihre Probleme lösen können.
Die Küche hat er nicht aufgeräumt, die Wäsche ist immer noch in der Maschine, er wollte sie doch zum Trocknen aufhängen, liegt auf dem Sofa und schläft, obwohl es schon 17.00 Uhr ist.
In letzter Zeit ist er immer müde, wahrscheinlich Nachwirkungen seiner Grippe.
Ich schaue ihn an, er ist erst fünfzig, sieht jetzt aber älter aus, abgespannt, müde, irgendwie resigniert.
Ich mag seine Art, er ist intelligent, feinfühlig, hat Humor. Ich liebe ihn immer noch, obwohl wir jetzt über zwanzig Jahre verheiratet sind.
Ich wecke ihn mit einem Kuss auf, dann arbeiten wir zusammen im Haus.
Wir essen zu Abend, erzählen von unserem Arbeitstag, immer die gleichen Probleme.
Beim Fernsehen trinken wir zusammen Wein, ihm fällt sein Glas aus der Hand, früh gehen wir ins Bett, habe morgen einen anstrengenden Tag vor mir.
Nach der zweiten Stunde gehe ich zum Arzt, die Schmerzen in meinen Beinen sind stärker geworden, konnte nachts kaum schlafen, fast wäre ich hingefallen, als ich in der Schule die Treppe runterging. Musste mich am Geländer festhalten.
Dr. Lauer untersucht mich gründlich, erkundigt sich nach Beschwerden, schaut mich merkwürdig an. Er schreibt mich eine Woche krank und überweist mich ins Krankenhaus. Da müsste eine Reihe von Untersuchungen stattfinden, sagt er. In einer Woche sollte ich wiederkommen, dann hätte er genaue Ergebnisse.
Auf dem Weg zum Krankenhaus denke ich, dass ich besser nicht zum Arzt gegangen wäre, jahrelang war ich bei keinem.
Der ganze Vormittag vergeht mit allen möglichen neurologischen Untersuchungen, Rückenmarkflüssigkeit wird entnommen. Die probieren wohl alles an mir aus, bin ja Privatpatient, denke ich.
Er liegt wieder auf dem Sofa, stiert vor sich hin. Wir bereiten zusammen das Abendessen vor, kleinste körperliche Anstrengungen scheinen ihm Mühe zu bereiten. Er sagt, dass er morgen erst zur dritten Stunde Unterricht habe.
Meiner Frau habe ich nichts von meinen Arztbesuchen erzählt, auch nicht, dass ich krank geschrieben wurde.
Sie geht früh aus dem Haus.
Mir schmerzen fast alle Glieder, auch der Rücken. Ich werde trotzdem heute morgen joggen gehen, unser Haus liegt direkt am Wald.
Vielleicht kann mir das helfen. Ich erinnere mich, dass Joggen mir bei allen möglichen Problemen immer geholfen hat. Glücksgefühle werden dabei freigesetzt, die kann ich jetzt dringend gebrauchen.
Ich ziehe mein Sportzeug an, verlasse das Haus, fange am Waldrand an zu rennen und falle hin.
Mühsam rappele ich mich auf, humple zum Haus zurück.
Als ich mir die Schuhe ausziehe, merke ich, dass es in meinen Händen kribbelt, dass ich kaum etwas fühle.
Gehen kann ich nur mühsam, meine Beine knicken weg.
Im Keller haben wird ein Paar Krücken, Ella hatte sich im letzten Winter beim Skifahren ein Bein gebrochen. Ich taste mich die Kellertreppe hinunter und hole sie. Ella werde ich erzählen, dass ich mir beim Joggen den Fuß verstaucht habe.
Als ich nach Hause komme, liegt er im Bett, den Fuß hat er sich beim Joggen verstaucht, wie er sagt. Er sieht nicht gut aus, scheint Fieber zu haben, redet wenig und ist heiser.
Später kommt sein Freund und Kollege Theo vorbei, fragt, wie es ihm gehe, die Vertretung in seiner Klasse sei geregelt.
Wir sitzen zusammen am Tisch, essen und trinken Wein, Rainer trinkt wenig, isst wenig, redet wenig. Die Krücken stehen neben ihm.
Ich fange an, mir Gedanken zu machen, wusste nicht, dass er krank geschrieben wurde.
Seit Tagen liege ich nun im Bett, habe Gefühlstörungen in den Beinen, auch in den Armen, Schmerzen im Rücken und in allen Gliedern. Ich versuche meiner Frau zu erklären, dass das alles Nachwirkungen der Grippe seien. Mein Fuß sei immer noch verstaucht, vielleicht sei es auch eine Muskelzerrung, deshalb hätte ich Schwierigkeiten beim Gehen.
Bei meinem letzten Arztbesuch erklärte mir Dr. Lauer, dass ich wahrscheinlich eine sehr seltene Krankheit hätte. Es sei eine schwere Lähmungserkrankung des peripheren Nervensystems.
Ich müsse ins Krankenhaus, der Aufenthalt auf einer neurologischen Intensivstation sei notwendig, da auch Störungen der Atem- und Herzkreislauffunktion zu erwarten seien. Ständige Kontrollen der Kreislaufwerte sowie Verhinderung von Thrombosen und Lungenentzündungen seien erforderlich............................
Ich hörte nicht mehr weiter zu, stand auf, nahm meine Krücken und verließ die Praxis. Mit einem Taxi fuhr ich nach Hause.
Wenn ich Rainer ansehe, werde ich mutlos, überfällt mich Verzweiflung und Traurigkeit. Ich weiß inzwischen von seiner Krankheit, habe mit Dr. Lauer lange gesprochen, weiß, was auf ihn zukommt und auch auf mich.
Bisher hatte ich nur von solchen Situationen gelesen, konnte mitfühlen, aber habe sie nicht verstanden.
Alles hat sich bei uns geändert, Rainer arbeitet nicht mehr und ich auch nicht. Ich will bei ihm sein, auch wenn ich kaum helfen kann, keine Minute verlieren von der Zeit, die uns noch gemeinsam bleibt.
Ich liege da und denke, denke an vieles, was ich getan habe, was ich hätte tun sollen, was ich noch alles tun wollte.
Ich kann kaum noch laufen, eine Gesichtshälfte ist gelähmt, kann nicht mehr schreiben und kaum noch lesen, Es fällt mir schwer, mich zu konzentrieren.
Besuch kommt kaum noch. Was sollten Menschen auch mit einem Mann wie mich anfangen, der nur dasitzt, trübsinnig, kaum noch verständlich reden kann.
Ella versucht Zuversicht vorzutäuschen, zeigt sich fröhlich, alles wird wieder gut sein. Aber ich sehe, welche Mühe sie das kostet. Sie umsorgt mich wie ein kleines Kind.
Heute ging es Rainer etwas besser, er konnte reden, ich konnte ihn verstehen.
- „Erinnerst du dich noch, als wir zusammen in Portugal am Meer waren?“, fragte er mich.
- „Ja, es war Sommer, eine Bullenhitze.“
- „Erinnerst du dich auch an die alte Frau, die da saß, am Strand, im Sand, auf einem Handtuch und auf das Meer schaute?“
- „Ja, sie war schon sehr alt und allein.“
- „Sie schaute aufs Wasser, als wenn sie etwas finden wollte, was sie verloren hatte oder etwas finden wollte, was sie bisher nicht gefunden hatte. Ich glaube, sie wusste, dass sie nicht mehr viel Zeit hatte. Ich möchte auch noch einmal raus, am Meer sein, Vögel fliegen sehen, aufs Wasser schauen und träumen.“
Ich habe einen Rollstuhl gekauft, kann damit mit Rainer spazieren gehen. Er muss dann nicht immer im Bett liegen, kommt mal aus dem Haus, kann endlich einmal wieder etwas anderes sehen.
Spazieren werde ich jetzt gefahren, sitze in meinem Rollstuhl wie ein Greis. Wir setzen uns manchmal in ein Café und die Leute starren mich an, sehen meine unkontrollierten Bewegungen, Zuckungen , meine Hände, wie sie zittern.
Ich kann mich kaum noch auf etwas konzentrieren, kaum noch atmen, verliere Erinnerungen und manchmal das Bewusstsein.
Gefangen bin ich, gefangen in meinem Körper, allein, fühle fast nur noch wie ein Tier.
Es geht ihm schlechter, Schmerzen. Er kann kaum noch schlucken, kaum noch reden. Es gibt Augenblicke, in denen er mich nicht mehr kennt.
Er kann nur noch mühsam atmen, irgendwann wird er ersticken.
Es ist kalt, früh am Morgen, wir gehen aus unserem Haus am Meer, ich schiebe ihn in seinem Rollstuhl.
Vögel fliegen über uns, aber er kann seinen Kopf nicht heben, nicht nach oben schauen, hören kann er sie vielleicht.
Ich höre Vögel, über mir fliegen sie, ich kann sie nicht sehen. Ich schaue zum Meer hinunter, sehe sie jetzt, sie schweben zum Meer hinunter, mühelos, sie sind frei.
Fliegen müsste ich können, von allem davonfliegen, zurück fliegen, alles von weit oben sehen, klein und unscheinbar, unwichtig. Dann wäre ich frei.
Ich schaue sie an, sie kniet vor mir, schaut mich an.
Ich will ihr sagen, dass es eine schöne Zeit mit ihr war, dass ich sie immer noch so liebe wie am ersten Tag, vielleicht noch viel mehr, dass sie die vielen guten Erinnerungen an unsere gemeinsame Zeit behalten soll, aber meine Lippen bewegen sich nicht, mein Mund gehorcht nicht mehr.
Ihre Augen sehen mich machtlos an, sehen wie ich in Einsamkeit versinke.
Ich schaue ihn an, knie vor ihm, vor seinem Rollstuhl, umfasse seine Beine, sehe wie er mühsam atmet, mich verzweifelt anschaut, mir etwas sagen will.
Ich stehe auf, streichle sein Gesicht, schiebe ihn an der Rand des Felsens und stoße den Rollstuhl vorwärts.
Ich kann fliegen...............

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augustine
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Willkommen - Peter (es ist ja offenkundig),
da kann einer schreiben, du. Das ist auch offenkundig.
Nur eben dies; ich kann jetzt der Geschichte nicht im einzelnen nachfragen. Nur: von wo spricht das Ich am Schluss? -
Bleib. Schick mehr
bittet dich augustine

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Retep²
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Danke für die Blumen.
Von wo spricht das Ich am Schluss, fragst du. Das hatte ich bisher noch nicht gemerkt, das da was nicht stimmt.
Ich rede mich jetzt mal raus: Er fliegt noch und denkt, ich kann fliegen.
Gruß
Retep

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Gretchen
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29.08.2008, 23:35 / 1 x geändert
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Heia Retep-Peter,
also, ich sag mal so - da iss was Gutes an deinem Text und was weniger Gutes.
Das Gute:
- es gibt eine zentrale Idee, nämlich so was wie ein Protokoll einer Beziehung zu schreiben, unter Berücksichtigung einer besonderen Lebenssituation (= schwere Erkrankung des Protagonisten) inclusive spezieller Schlusspointe
- man (= Gretchen) merkt, dass der Autor über diese Idee nachgedacht und sich gut überlegt hat, wie er die Sache umsetzen will; Gretchen merkt weiterhin, dass der Autor sich klar und eindeutig entschieden hat, die Geschichte in zwei sich ergänzenden Strängen zu erzählen (= abwechselnd innerer Monolog der Protagonistin bzw. des Protagonisten)
- es gibt ein "Leitmotiv" (das Bild des Fliegenkönnens, welches die Geschichte rahmt)
- außerdem ist es erfreulich , dass der Text offensichtlich durchkorrigiert wurde, dass da also direkt richtig gebildete Sätze stehen, dass der Handlungsverlauf nicht im allzu üppig wuchernden Freewaregestrüpp grammatikalischer Wildbildungen untergeht und auch die Zeichensetzung sich den allgemein gültigen Absprachen beugt; insofern stimme ich augustine schon zu (da ist einer, der kann schreiben)
Das weniger Gute:
- die sprachliche Umsetzung wirkt auf mich doch eher mau, lau, flau und (jetzt weich ich also mal von der augustinischen Einschätzung bisschen ab) ungefähr so spannend, wie ich mir den brav angefertigten Hausaufsatz eines immerhin willigen Zehntklässlers vorstelle (entschuldige, nur so ein Bild, kenn mich mit Zehntklässlern nicht wirklich aus); ich finde, dass die Sprache ziemlich mechanisiert vor sich hin läuft, so wie ein ins Betonbett gezwängter Fluss, wenig Abwechslung, nichts stilvoll Eigenes, was diese besondere Situation, die Gefühle, das Innenleben der beiden Protagonisten mir als Leserin wirklich nahebringen könnte; die Sätze wirken floskelhaft, sind für mich zu kalkulierbar, zu vorhersehbar - die Protagonisten "leiern" monologisch immer genau das heraus, was der Leser an Information braucht bzw. haben soll - natürlich, das muss ja so sein, aber die "Machart" des Textes, das Strickmuster ist allzu durchschaubar und insofern eben ... naja - etwas langweilig; oder, anders gesagt, die Sprache trägt nicht, hat kein Eigenleben, keine innewohnende Vitalität - sie nimmt mich, die Leserin, nicht mit, packt mich nicht richtig; vielleicht verstehst du, was ich sagen will? - schade also, denn (wie gesagt) die Idee ist gut ...
Eine Frage noch - warst du dir beim Schreiben präzis klar darüber, welche Krankheit genau der Prot haben soll? Auf mich wirkt es so, als hättest du da nicht ganz so sorgfältig recherchiert bzw. überlegt, sondern ein eher schwammiges Konstrukt von irgendwie so was wie multiple Sklerose oder ähnlich im Kopf gehabt.
Naja, das erst mal anzumerken
gewagt, mit Grußkaros,
Gretchen.

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Retep²
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Hallo Gretchen,
vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar.
Zu Teil 1:
Du hast die Geschichte recht gut analysiert.
Deine Ausführungen über Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik im Text halte ich für überflüssig.
Zu Teil 2:
- Dass die sprachliche Umsetzung "mau, lau, flau" sei, einem "brav angefertigten Hausaufsatz eines Zehntklässlers" entspricht, höre ich hier zum ersten Mal. Man merkt, dass du dich mit Zehntklässlern nicht wirklich auskennst.
- Dass wenig "Abwechslung", nicht "stilvolll Eigenes" im Text zu finden sind, dass die Sätze "floskelhaft" sind, dass die Protagonisten "monologisch leiern", dass es sich hier um ein "dutchschaubares Strickmuster" handelt, darüber kann man verschiedener Ansicht sein, wie ich glaube. Da habe ich schon andere Meinungen gehört.
- Deine Ausführungen über die mögliche Krankheit des Protagonisten ("schwammiges Konstrukt") entnehme ich, dass du wenig Ahnung von Medizin hast. Aber darum geht es hier ja nicht.
-Du schreibsrt "also, ich sag mal so - da iss was Gutes an deinem Text und was weniger Gutes."
Nach deinen Ausführungen kann man den Text kaum "als weniger gut" bezeichnen, eher als absoluten Schrott!
Ich bin neu hier, habe keine Ahnung, welches Niveau in den Beiträgen zu finden ist, habe auch von dir bisher nichts gelesen. Bin aber gespannt, was du alles besser machst.
Nochmals vielen Dank für deine Kritik, ich werde darüber nachdenken. Man kann immer etwas dazu lernen.
Gruß
Peter

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Gretchen
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30.08.2008, 08:51 / 1 x geändert
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Guten Morgen, Peter -
hmm, nochmal kurz wegne der "sprachlichen Umsetzung" - nimm's mir nicht übel, aber ich denk, mein Unbehagen kommt v.a. daher, dass die Stimme der Frau und die Stimme des Mannes so wenig diversifiziert sind. Da ist kein jeweils eigener Duktus ausgearbeitet in der Sprache der beiden Prots, sie hören sich beide "gleich" an, sie "zählen auf", und ich glaube, das ist es, was mich stört. Nimm mir das nicht übel, als Schrott will ich deine Geschichte nicht bezeichnen (da läse meine Kritik sich ganz anders).
"Deine Ausführungen über die mögliche Krankheit des Protagonisten ("schwammiges Konstrukt") entnehme ich, dass du wenig Ahnung von Medizin hast. Aber darum geht es hier ja nicht."
Nein, darum geht es hier nicht, ob und wieviel Ahnung ich von Medizin hab. Und eine Antwort auf meine Frage ist es auch nicht. Was hat er denn nun, der Prot? Das könntest du doch einfach sagen, oder, wenn du da was Konkretes im Kopf hattest.
"Ich bin neu hier, habe keine Ahnung, welches Niveau in den Beiträgen zu finden ist, habe auch von dir bisher nichts gelesen."
Dem läßt sich abhelfen - du kannst dich hier ja bisschen "durchlesen". Von mir steht einiges in der Rubrik Constance, ein bisschen (wenig) Prosa unter Tagebuch, und ich hab schnell mal noch was Frisches (link) fertig gemacht (ich stell nie "alte" Sachen ein, was ich hierher poste, ist "aktuell ür hier"), kleine Geschichte, die kannst du mir im Gegenzug auseinandernehmen, wenn du willst. Aber --- es ist doch so: Kritisieren (auch hart) dürfte ich selbst dann, wenn ich gar nichts Eigenes schriebe. Der Kritiker muss nichts besser machen, der muss sich an der Stelle nicht beweisen. Die Kritik ist erst mal unabhängig vom schreibenden "Bessermachen". Find ich jedenfalls.
Buntbetupfte Morgengrüße, Gretchen.

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augustine
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30.08.2008, 14:21 / 2 x geändert
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Gretchen, was war denn los gestern und nun heute weiter? Warst/bist du in einem Rausch der negativen Kritik, dass dir die Unterscheidungsfähigkeit abhanden gekommen ist? Ich widerspreche dir ungern, aber hier entschieden.
Peter, ich finde deine Geschichte weiterhin gut. Sie erzeugt ihre Spannung aus dem Fortgang der aus den abwechselnden Perspektiven der Ehepartner unterkühlt erzählten schrecklichen Krankheitsgeschichte. Dies unterkühlte Erzählen, auch mit unvollständigen Sätzen, im zunächst harmlos erscheinenden Alltäglichen beginnend, wird durchgehalten bis zum Ende.
Das wäre zu diskutieren,
erzähltechnisch: kann ein Ich von seinem Flug in den Tod erzählen? und vorher schon: Rainer kann, mindestens zeitweise, nicht mehr schreiben und sprechen; wie wird der Ich-Text festgehalten? 'Geht' dieser Erzählstrang als Ich-Erzählung?
Genügt der Hinweis auf "Portugal" zwischen diesen beiden - und so, wie er erzählt ist -, um das als einverständig zu zeigen, was die Frau dann am Meer tut? Sein Verlangen nach dieser Tötung, ist es deutlich genug?
(Die ethische Frage, die hier schon stand, habe ich gelöscht. Eine Diskussion: durfte/durfte sie nicht, würde ich gern vermieden sehen.)
Verbundene Grüße, Peter. augustine
Eine berühmte Geschichte, Nachts schlafen die Ratten doch, einen Klassiker dieser Art zu erzählen, habe ich angehängt; von einer Schweizer Adresse, das wird wohl so gehen.
[pdf] Nachts schlafen die Ratten doch (Wolfgang Borchert) [Woodpeck...
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Retep²
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Hallo augustine,
erzähltechnisch geht es wohl schlecht, dass ein Ich von seinem Flug in den Tod erzählt. Ich habe die Geschichte mit "fliegen" begonnen und wollte sie auch so enden lassen. Sollte ich den letzten Satz weglassen?
Oder sollte die Frau in den ersten Sätzen zu Wort kommen, in dem Sinne, dass er schon immer gerne "fliegen" wollte. Sie könnte dann auch den letzten Satz sagen.???
Dass der Mann schon vorher nicht mehr richtig sprechen und schreiben kann, sehe ich nicht als Problem. Es handelt sich ja bei der Geschichte nicht um eine Aufzeichnung in einem Tagebuch, er spricht auch nicht, es handelt sich um einen Monolog in seinem Innern, er denkt das. Aber vielleicht sollte ich den Erzählstrang in Form einer Ich-Erzählung noch einmal überdenken, im Moment handelt es sich wohl noch um eine Mischung auktorialer Erzähler - Ich-Erzähler.
Sein "Verlangen" nach Tötung wird nicht deutlich. Ich glaube nicht, dass er sein Ende so erwarten konnte. Das ist eine sehr "mutige" Entscheidung seiner Frau, die ihm den Tod durch langsames Ersticken ersparen will.
("Welch eine Frau"!, sagte ein Freund zu mir, als er die Geschichte gelesen hatte.)
Bei meiner Antwort war ich schon auf die" ethische Frage" eingegangen, habe wieder gelöscht.
Vielen Dank für die "verbundenen" Grüße, habe mich sehr gefreut.
Peter

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Gretchen
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Hei augustine,
'was ist los' - frag ich zurück. Wirkt nämlich bisschen befremdlich auf mich, dass gerade du, die doch sonst Anspruch oder Niveau vertritt, mir einen "Rausch negativer Kritik" attestierst. Wenn ich Texte von Usern negativ kommentiere, denen du dich NICHT so "verbunden" fühlst, liest du meine Beiträge ja wohl ganz gern.
Nun sind wir eben mal unterschiedlicher Ansicht, hier, bei diesem Text von Retep, und da bitte ich dich, das nebeneinander stehen zu lassen. Wer soll entscheiden, welche von uns beiden das "richtige" Urteil über den Text trifft? Meines ist am Text begründet, und insofern "gleich berechtigt" wie deines. Du magst diesen Text (wie auch der oben erwähnte, von der Geschichte ergriffene Freund des Autors [es wär dann nochmal eine andere Diskussion, wieviel das Urteil eines Freundes tatsächlich über die Qualität eines Textes aussagt]) positiv bewerten, meinen Ansprüchen genügt er sprachlich leider nicht ganz.
Was du "dies unterkühlte Erzählen, auch mit unvollständigen Sätzen" nennst (ein Stilmittel kann das sein, ja, ist schon klar), wirkt auf mich hier blass, sprachlich flach, nicht gegriffen, noch nicht so umgesetzt, dass der Text mir als Leserin interessant bleibt - erreicht also in meinen Augen nicht den von dir postulierten/beschriebenen und vllt. auch vom Autor beabsichtigten stilistischen Effekt der protokollarisch-analytischen Kühle, durch die eine um so tiefere Betroffenheit beim Lesenden erzeugt werden kann. Die sprachliche Ausführung empfinde ich als unausgereift, (noch) nicht stimmig, in den Formulierungen eher unbeholfen und mechanisch statt souverän distanziert kühl.
Hei Retep,
bin immer noch neugierig, welche Krankheit der Protagonist denn nun hat(te). Also noch mal gefragt: Hast du dich an einem in der Medizin bekannten Krankheitsbild/Krankheitsverlauf orientiert oder nicht? Wenn ja, welche Krankheit wär es? Es interessiert mich, und ich bitte dich ganz schlicht um eine direkte Antwort, ohne weitere Spekulationen über meine medizinischen Kenntnissen. Danke.
Viele Grüße, Greta.

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Retep²
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Hallo Gretchen, ich will versuchen, dir nicht polemisch zu antworten:
In deiner Antwort an augustine konntest du ja noch einmal deine negative Ansicht über den Text wiederholen.
Ich habe versucht eine Tragödie dem Leser nahe zu bringen, was mir bei dir offensichtlich nicht gelungen ist. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das am Text liegt.
Viele Kommentare, die ich bisher erhalten habe, gehen da in eine andere Richtung.
- ein rasant geschriebener text, der mich vom ersten absatz an gefangen nahm. beeindruckend der ständige perspektivenwechsel, die monologe von ihm und ihr. am ende hatte ich das gefühl, beide "von oben" zu sehen - aus der vogelperspektive. und das passt dann wieder gut zum titel "fliegen". sehr schön!lg
- Beeindruckender Text,
- Der Inhalt hat mich mehr erwischt als angenommen, zum deinem Text also wohl später mehr.
- Ein anrührender Text. Leise,in Alltagsklamotten sozusagen, kommt das Grauen herein, nistet sich ein, macht sich breit, errichtet die Diktatur über das Leben kleiner anständiger Leute und vernichtet: etwas, was jedem von uns jederzeit passieren kann (die Frau hat davon gelesen, es aber nicht wirklich nachvollziehen können - jetzt ereilt es sie selbst) - daher auch die beklemmende Atmosphäre: als wär's mein eigener GAU.
- Hallo Retep,ein Meisterwerk, das da Deiner Feder entsprungen ist. Sehr einfühlsam hast Du Dich in beide Protagonisten hineinversetzt und aus der jeweiligen Perspektive berichtet.Ist es nicht merkwürdig, dass der Leser sowohl mit dem einen als auch mit dem anderen "mitleidet"?Ich glaube, so ist es im Leben immer. Es kommt einfach auf die Position an, in der man sich gerade befindet. Ja, jetzt kann "Er" fliegen ... Und das ist gut so. Seine Frau muss ihn wirklich sehr, sehr geliebt haben!
Ich gebe zu, manchmal zu viel des Lobes, man kann durchaus noch am Text arbeiten und seine Qualität verbessern. Aber es ist mir zumindest gelungen, etwas "herüberzubringen".
Ich weiß, dass auch Leute vom Fach durchaus eine sehr unterschiedliche Meinung über einen Text haben können. Ich akzeptiere deine Ansicht über den Text, kann sie aber nicht nachvollziehen.
Übrigens die Kommentare wurden von Leuten gemacht, die ich persönlich nicht kenne.
Was die Aussage meines Freundes anbetrifft, solltest du vielleicht noch einmal genauer lesen, ich habe nirgendwo gesagt, dass er den Text positiv beurteilt hätte. Seine Aussage "Welche Frau" bezieht sich auf das ethische Handeln dieser!
Und nun endlich zur Frage nach der Krankheit des Protagonisten:
Mir war durchaus beim Schreiben klar, welche Krankheit der Protagonist haben soll:
Es handelt sich um multiple Sklerose. Ich musste da nicht "ganz so sorgfältig" recherchieren, ich habe mit solchen Patienten zu tun gehabt, weiß wovon ich schreibe.
"Du kannst dich ein bisschen durchlesen":
Das habe ich getan. Du versuchst dich in Lyrik, davon verstehst du was, durchgehender Reim, durgehendes Metrum, nachvollziehbare Einteilung in Strophen, über die Inhalte kann man geteilter Meinung sein. Etliches hat mir gefallen.
Wenig Prosa, wie du auch schreibst. Habe kein Interesse etwas "auseinanderzunehmen"!
Damit denke ich, dass unsere Diskussion abgeschlossen ist, unsere Meinungen sind zu verschieden.
Ich wünsche dir einen wunderschönen Tag.
Gruß
Peter

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zuppanova
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grüss dich Retep,
nur kurz möchte auch ich dir einige gedanken zu deinem text mitteilen.
du als autor setzt, das wurde oben erwähnt, unter anderem folgende mittel ein:
1. du lässt zwei personen monologisch erzählen und baust aus diesen beiden "stimmen" dem leser den handlungsverlauf. das ist nun eine technik, die sich sehr schön eignet, um unterschiedliche perspektiven einer situation herauszuarbeiten und zugleich innenwelten darzustellen, charaktere fein zu zeichnen und auch abzusetzen voneinander. Christa Wolf hat das beeindruckend umgesetzt in Medea.
2. die monologe deiner beiden personen gibst du nun aber in einem, wie augustine es ausdrückte, stil des unterkühlten erzählens wieder, und zwar beide, so dass die sprache dieser "stimmen" auch auf mich nicht besonders differenziert und ausgearbeitet wirkt.
die kombination unterkühlter protokollstil und innenmonolog erscheint mir autorenkalkülmäßig nicht gerade opportun, du legst mit dem einen mittel das andere lahm bzw. schöpfst in deinem text weder die möglichkeiten des einen noch des anderen glücklich aus, so dass sprache und personen zweidimensional und abziehbildartig gewollt wirken.
auf andere ungereimtheiten hat augustine dich ja bereits hingewiesen. ich denke, so als fazit für mich, dein text ist ein doch etwas schmalbrüstig gebliebener versuch, ein schwieriges thema anzupacken. die von dir zitierten kommentare sagen meiner meinung nach mehr über die emotionale ausstattung und aktuelle seelenlage der leser als über den text als "text".
lg, zuppa.

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Retep²
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Hallo zuppanova,
danke für deinen Kommentar. Ich werde darüber nachdenken.
- "die von dir zitierten kommentare sagen meiner meinung nach mehr über die emotionale ausstattung und aktuelle seelenlage der leser als über den text als "text"."
Das sehe ich auch so, aber diese Leser wollte ich ansprechen, und es ist mir gelungen.
Gruß
Retep

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zuppanova
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“
"die von dir zitierten kommentare sagen meiner meinung nach mehr über die emotionale ausstattung und aktuelle seelenlage der leser als über den text als "text"."
Das sehe ich auch so, aber diese Leser wollte ich ansprechen, und es ist mir gelungen.
“
die leser, die er ansprechen wollte, erreicht zu haben, ist natürlich immer schön für einen autor.
gerade jetzt, ende august, da ihr todestag sich jährt, gelingt es den autoren diverser boulevardblätter mit anrührenden, ergreifenden, rasant, beeindruckend, gefangen nehmend oder anderweitig großartig geschriebenen geschichten über das leben und sterben der Princess Diana tausend und mehr leserinnen anzusprechen, leserinnen, welche sentimental getriggert werden wollen, sich identifizieren wollen ("als wär's mein eigener GAU"), emotionales surrogat brauchen, weil in ihrem eigenen leben entweder zu wenig echte emotion vorhanden ist, oder aber zu viel davon, und die konzentration oder projektion auf spektakuläres, fremdes leid (die sogenannte "Tragödie", die ja auch du in deinem text darstellst) im mit-leidigen lesen erspart es ihnen, sich auf das eigene, echte, in aller regel gar nicht spektakuläre alltagsgrauen einzulassen. mit "literatur machen" hat das wenig zu tun. mit psychologie schon etwas mehr.
dies noch als kleine abschließende anmerkung zum thema "leser ansprechen".
ein affront, das ist mir wichtig zu erwähnen, soll das keineswegs sein, sondern mehr ein beitrag zu dem in anderen fäden (z.b. hier: link!) bereits andiskutierten problem der subjektivität beim betrachten/bewerten eines textes (was macht den text zum "guten" text?), und vielleicht auch ein hinweis darauf, dass die leserzielgruppe hier unter umständen weniger bedürftig, weniger bescheiden und insofern auch weniger leicht zufriedenzustellen oder - um mit deinem wort zu sprechen - zu erreichen ist als in anderen foren, die du kennst.
lg, zuppa.

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Retep²
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Hallo zuppa,
ich sehe deinen Beitrag nicht als Affront an. Bin jederzeit bereit, etwas dazu zu lernen.
- vielleicht auch ein hinweis darauf, dass die leserzielgruppe hier unter umständen weniger bedürftig, weniger bescheiden und insofern auch weniger leicht zufriedenzustellen oder - um mit deinem wort zu sprechen - zu erreichen ist als in anderen foren, die du kennst.
Das mag so sein, ich hoffe es, kann es aber an den bisher gelesenen Beiträgen nicht feststellen.
Aber vielleicht liegt das auch an meiner "Bedürftigkeit".
Gruß
Retep

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augustine
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Ich habe zu schnell geantwortet, Retep, nach zu oberflächlichem Lesen.
Inzwischen habe ich mehr von dir gelesen und habe nicht mehr den Wunsch, du mögest das auch noch hier zeigen.
Danke euch, Gretchen und zuppa, für euer so viel sorgfältigeres Lesen und beharrliches Dagegenhalten.
Die 'Kommentar'-Zitate, Retep, sprechen für sich - und gegen dich; besonders tut das der, in dem du dich über die negative Resonanz beklagt hast, die du hier erhalten hast (und den du natürlich nicht hier zitierst).
Nicht mehr verbundene Grüße von augustine

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Gretchen
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Heia Retep,
natürlich ist es dir unbenommen, hier im Thread Kommentare von Lesern zu zitieren, um deinen Text zu verteidigen, auch wenn da argumentativ nicht viel mehr drin ist als "sehr viele Fliegen können nicht irren". Und dass du Sätze/Formulierungen von mir ungefragt woanders zitierst (hier), ist formaljuristisch zwar im grünen Bereich, aber so als Geste find ich’s --- naja.
Grete.

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