Kriterien f. Qualität/Lit.-Kunst · Elise · ·


Themen · Forum für Literatur & Germanistik
 

Neue Beiträge   |   Registrierung   |   Lesungen Literatur auf YouTube - Gedichte - Forum für Literatur und Germanistik  |   dradio   |   Archiv   |   l o g i n

 
~ Startseite
kafkaesk
~ Neue Beiträge
~ Beiträge suchen
Literatur
~ Prosa
~ Gedichte
~ Diskussionen
~ Literaturwissenschaft
Literatur
~ Leseliste
~ Forenliste
~ Gäste-Chat
Literatur
~ Impressum

  Online

  Lesungen

  Piep, piep, piep...

  Aktuelle Themen

Dichte Reime

Texte zitieren auf literature-online.de

Poesiefeldambulanz

welt

Kipp-Phänomene: Brillante Rhetorik

Reise durch lit-on

Mein Buchhändler

Zwei Gedichte

Enjambements in Heyms Berlin III

G7sus4 (12-string) --> für chantal

Vatnajökull (prisma)

Achrad (6)

Trahisa (5)

Letzte Nacht

Straße

Glück ^^ Meine schönsten Aporismen !!!!!!!

Feierabendland

Ein Dogma

Distanz

in die nacht


 

      Elise



Kriterien f. Qualität/Lit.-Kunst

   31.07.2008, 18:58 / 2 x geändert



Kriterien für Qualität / Literatur - Kunst

Welche Kriterien für die (literarische? künstlerische?) Qualität eines Textes gibt es, und ist es möglich, zur Bewertung eines Textes gültige Variablen zu finden, die über den Bereich des subjektiven (Geschmacks)Urteils hinausgehen - diese Fragestellung wurde gestern und heute in verschiedenen Beiträgen berührt (ich zitiere unten entsprechende Posts von augustine und yupag, die anschaulich auf den Punkt bringen, worum es geht).

Dieser Faden hier soll die Statements dazu, die momentan auf mehrere Threads verteilt sind, nun bündeln und das meiner Meinung nach interessante und wichtige Thema für eine weitere Diskussion festhalten, und ich bitte alle an der Fragestellung Interessierten, den Austausch doch hier weiter zu führen.

Elise.



Zitat:
yupag:
Für mich ist eine Geschichte gut geschrieben, wenn mich der Inhalt anspricht, wenn sie nicht zu lang ist, wenn keine Phrasen gedroschen werden, keine Übertreibungen, keine Banalitäten vorkommlen. Die Handlung kann, muß aber nicht immer spannend, spektakulär, dramatisch oder außergewöhnlich sein, wichtiger ist, dass sie entweder plausibel, nachvollziebar, logisch ist oder aber phantastisch, etwas surreal. Humor, Satire, Ironie ist auch meistens ganz gut, allerding nicht bei jeder Geschicht. Die Sätze sollten gut formuliert sein, frei von groben formalen, stilistischen, grammatikalischen Fehlern. Und man sollte, wenn man sie gelesen hat, das Gefühl haben, dass sich die Lektüre gelohnt hat und dass das Lesen Spaß gemacht hat.


Zitat:
augustine:
Yupag für dich ist eine Geschichte gut geschrieben, "wenn [dich] der Inhalt anspricht". Nein: dann gefällt sie dir, und mit dieser Aussage bleibst du immer noch im ganz und gar Subjektiven.
"plausibel" - ist Kafka plausibel?
Was ist ein "gut formulierter Satz"?


Zitat:
yupag:
Sicher bleibe ich im Subjektiven, kann ich für andere reden? Kann ich wissen, was andere interessiert, welchen Stil sie mögen?
...
Die Definition eines gut formulierten Satzes kann ich nicht geben, die findet man bestimmt irgendwo, auch hier gilt für mich das subjektive Kriterium: er ist gut formuliert, wenn er mir gefällt.


Zitat:
yupag:
Aber auch mit den Texten ist es so wie mit den Fotos, dem einen gefallen sie, der andere lehnt sie ab. Wenn man jemanden kennt, wenn der Autor bekannt, ja berühmt ist, ist das Produkt fast zwangsläufig gut, wenn der Autor unbekannt ist, der Leser bzw. Betrachter ihn nicht kennt, keinen Draht zu ihm hat, keine Beziehung, ist das Produkt kaum einen Blick, kaum ein Wort wert. Geh doch mal in ein Museum und schaue dir Fotos an, die von berühmten Leuten stammen. Sie sind oft nur deshalb "gut", weil sie großformatig sind, in einem bekannten Museum hängen, von irgend jemandem besprochen wurden, einen Trend darstellen oder was auch immer. Dagegen habe ich ja noch nicht mal was, es belegt nur meine These, dass in vielen Fällen die Kriterien für ein "gutes Werk" sehr, sehr subjektiv sind.




Views heute: 2.401 | Views gestern: 6.126 | Views gesamt: 5.496.465