sehnsucht · envoy · ·


Z-Entwürfe · Forum für Literatur & Germanistik
 

Neue Beiträge   |   Registrierung   |   Lesungen Literatur auf YouTube - Gedichte - Forum für Literatur und Germanistik  |   dradio   |   Archiv   |   l o g i n

 
~ Startseite
kafkaesk
~ Neue Beiträge
~ Beiträge suchen
Literatur
~ Prosa
~ Gedichte
~ Diskussionen
~ Literaturwissenschaft
Literatur
~ Leseliste
~ Forenliste
~ Gäste-Chat
Literatur
~ Impressum

  Online

  Lesungen

  Piep, piep, piep...

  Aktuelle Themen

Dichte Reime

Texte zitieren auf literature-online.de

Poesiefeldambulanz

welt

Kipp-Phänomene: Brillante Rhetorik

Reise durch lit-on

Mein Buchhändler

Zwei Gedichte

Enjambements in Heyms Berlin III

G7sus4 (12-string) --> für chantal

Vatnajökull (prisma)

Achrad (6)

Trahisa (5)

Letzte Nacht

Straße

Glück ^^ Meine schönsten Aporismen !!!!!!!

Feierabendland

Ein Dogma

Distanz

in die nacht


 

      envoy



sehnsucht

   26.06.2008, 18:47



manchmal begreifst du erst
während der sonne die sich enthebt
der entwurzelten bäume,deines glücks,deiner sehnsucht

schläfrige müdigkeit überkommt allmählich die erde

schreiben fällt schwer drum kämpfen?!

 

      Gretchen



RE: sehnsucht

   27.06.2008, 08:45 / 2 x geändert



Hei envoy, willkommen bei Deutschland sucht den Superdichter!

Also, Du hast deine Sehnsucht in den Bereich "Entwürfe" gepostet, und ich denk mal, das bedeutet, dass Du selber noch nicht ganz zufrieden bist mit ihr. Klar, das Schreiben fällt schwer, und mancher Kampf ist von vornherein verloren, weil die Verdichtungstruppen viel zu ungelenk sind in ihren schräg zusammengeschweißten Wortpanzern, weil sie das metaphernverhangene Terrain nicht überblicken, und weil sie überhaupt vergessen haben, wofür oder wogegen sie rollen.

Was ist "schläfrige Müdigkeit"? Hört sich bisschen doppeltgemoppelt an, oder? Und warum überhaupt überkommt sie die Erde? Und warum allmählich? Warum nicht plötzlich? Was bedeutet das nur? Das ist alles ganz mysteriös. Und erklärt sich nicht. Kein Anknüpfungspunkt nirgends, steht einfach so rum da im Text als sprachlose Einzelzeile.

Davor immerhin drei Zeilen, 17 Wörter, die aber auch nichts sagen können, weil sie dazu gezwungen wurden, sich zu einem Satz zu verkleben, der eine hackenmäßige Lordose am Rückgrat hat und deswegen kaum noch Luft bekommt. "Manchmal begreifst du erst während der Sonne, die sich enthebt der entwurzelten Bäume, deines Glücks, deiner Sehnsucht." Da ist irgendwie die Grammatik falsch geknöpft (oder geknüpft?). Die Sonne enthebt sich der entwurzelten Bäume? Du begreifst manchmal erst während der Sonne, die sich enthebt? Was? Und nur manchmal? Warum? Begreif ich nicht.

Also, vllt. wär gut, wenn Du erst mal in Prosa glasklar strukturiert ausformulierst, worum es gehen soll. Was ist Glück? Was ist Sehnsucht? Kommt mir alles paar Nummern zu groß vor, Worthülsenwinke, oversized und nix drin, Rumhantieren mit press-button-words. Das ist unelegant.

Naja, will Dir bestimmt nicht den Spaß am Schreiben verderben, hab ja auch keine Ahnung, was Du selber davon hältst, aber so, wie das da steht, würd ichs keinesfalls lassen, da hat doch kein Schwein Spaß am Lesen.

Freundliche Gretchengrüße.




Views heute: 2.077 | Views gestern: 6.126 | Views gesamt: 5.496.141