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envoy
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gott
nirvana ist nicht gott
gott ist gott
sagte der lehrer
nirvana ist ein nichts der superlative
ein nichts der grossen lehre-wie eine supernova ohne knall
nirvana kann man nicht erahnen
wenn man es erahnt ist es kein nirvana mehr
der augenblick des erkennens ist kurz und nicht von dauer
das nirvana verabschiedet sich als geistesblitz der erleuchtung
das nirvana ist nicht für normal sterbliche wahrscheinlich
es ist ein gedankenkonstrukt für eingeweihte erleuchtete
denn man kann nirvana nicht beschreiben mit worten
es ist wie ein traum allgegenwertiger schöpfung im nichts
ohne knall und scheinbare bewegung sondern andauernd
ins unendliche der wahrnehmung bis nirgendwo und zurück
ende

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augustine
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Nun, hier kann/muss ich mich selber zitieren:
Was erwartest du:
a) bestenfalls?
b) schlimmstenfalls?
augustine

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envoy²
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det text war keine frage sondern eine feststellung
ma sollte mal richtig lesen

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Gretchen
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27.06.2008, 08:56 / 1 x geändert
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| Zitat: |
nirvana kann man nicht erahnen
wenn man es erahnt ist es kein nirvana mehr |
und
| Zitat: |
| denn man kann nirvana nicht beschreiben mit worten |
"na, da hätt er sich den text ja direkt verkneifen können" - dacht ich mir so spontan beim ersten lesen.
aber jetzt mal richtig:
dein text steht in der rubrik "Entwürfe", das gibt anlass zu der vermutung, er sei noch nicht abgeschlossen. was soll es denn aber werden? in welchem stadium des schreibprozesses stecken diese 15 bis 16 zeilen (gehört das "ende" noch zum text, als schlussgag, oder ist es als erklärende anmerkung des autors zu verstehen?)? und welche überlegungen veranlassten dich, envoy, das werk in den workshopbereich zu stellen (geraden das wäre interessant zu erfahren)? fragen über fragen, auch wenn der text selbst offenbar keine ist, sondern, ja - eine feststellung.
wie wirkt, was da unter dem alles versprechenden titel gott steht?
also, ich les da nicht viel mehr als - hübsch aneinandergereiht - einige pseudophilosophische sätze, die mir einerseits erzählen wollen, was das nirvana sei und was nicht, zugleich aber behaupten, ebendies nirvana sei mit worten gar nicht zu beschreiben. aha. hmm (s.o.) - und: das war’s dann auch schon.
biss oder innere logik hat das ganze weiter nicht (zumindest nicht so, dass selbige/r sich mir erschlösse), es wirkt wie von orange gewandeten, kahlrasierten, hellst erleuchteten meistern abgelauscht, leicht anverdaut und nachgeplappert - scheint mir also ein mit allgemeingültigkeitsanspruchszertifikat plus aufgepasst-so-spricht-der-lehrer-attitüde versehenes, esoterisch abgehobenes (vllt. auch nur abheben wollendes - wie "nicht gekonnt") geschwafel und gesäusel zu sein, aus der luft gegriffene, beliebige feststellungen und behauptungen, naive weisheitstümeleien, welche von manchem möchtegerneingeweihten nirvanesen vielleicht gefressen werden, mich persönlich aber nicht erreichen - weder in ihrer aussage, welche eben nicht in einer mir fassbaren realität, alltagswirklichkeit, gedankenwelt verankert ist, sondern freischwebend im luftleeren raum wabert, noch als "Versuch in/an/mit Sprache", denn der text besitzt für mein empfinden keine besondere ausdrucks-ästhetik, qualität oder kraft.
ja, mehr fällt mir nicht ein. keine ahnung, ob ich jetzt richtig gelesen hab, wahrscheinlich eher nicht, aber immerhin hast du mal ne unbefangene rückmeldung gekriegt von
Gretchen Müller.
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