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      rollerball



Fleisches-Lust

   19.06.2008, 09:40



Seit meiner Pubertät habe ich einen durchaus normalen Appetit auf wohlgeformtes weibliches Menschenfleisch entwickelt, wie er bei heterosexuell orientierten männlichen Exemplaren der Gattung homo sapiens sapiens zu erwarten ist, und stille diesen auch gern, wenn das Objekt meiner Begierde mich ebenfalls zum Fressen gern hat und am liebsten mit Haut und Haar verschlingen möchte. Ich habe jedoch allen fleischlichen Gelüsten entsagt, so fern es sich um Genussmittel handelt, die von tierischen Lebewesen stammen, mögen sie nun auf dem Erdboden kriechen, im Wasser schwimmen oder durch die Lüfte fliegen. In dieser Hinsicht lebe ich seit vielen Jahren enthaltsam wie ein Mönch. Dafür gibt es mehrere Gründe, die ich hier zusammenfassen und erläutern möchte:

1. bin ich ein engagierter Tierfreund, doch keiner von der Sorte, der kastrierte Katzen mit Naschereien verhätschelt, bis sie so fett sind, dass sie sich kaum noch bewegen können, oder der in einem Zoo gerührt ein Eisbärenbaby bestaunt. Vielmehr beweise ich meine Sympathie für Tiere jeden Tag, indem ich mich nicht durch Fleischkonsum an ihrem Leid mit schuldig mache, das bei ihrer Aufzucht und Haltung, bei den Transporten und naturgemäß vor allem bei der Schlachtung verursacht wird.

2. möchte ich allen rational denkenden Fleischfressern, die Vegetarier gern für Spinner, abgehobene Gutmenschen und religiös verblendete Asketen und Fanatiker halten, mit naturwissenschaftlich fundierten Fakten entgegentreten:

Der menschliche Körper weist viele Merkmale auf, die er eindeutig nur mit pflanzenfressenden Tieren, und keineswegs mit Fleischfressern gemeinsam hat:

a) funktioniert die Atmung zu einem großen Teil über Hautporen
b) verfügt er über keine Klauen und Krallen
c) weist er keine scharfen, spitzen Vorderzähne auf, dafür aber abgeflachte Backenzähne
d) verfügt er über gut ausgebildete Speicheldrüsen, um Früchte vorzuverdauen.
e) ist der Speichel alkalisch im Gegensatz zum sauren Speichel von Raubtieren.
f) hat die Magensäure nur ein Zehntel der Konzentration wie bei Raubtieren.
g) ist der Verdauungstrakt 6 x so lang wie der Körper, gegenüber 3 x bei Raubtieren.
(Fleisch zersetzt sich schneller als Pflanzen und muss schneller ausgeschieden werden!)

3. gibt es für kühle Rechner, die religiöse oder ethische Motive wie Mitleid mit Tieren nur hämisch belächeln, sogar auch wirtschaftliche Gründe, die Produktion von Fleisch zu Gunsten von pflanzlichen Nahrungsmitteln einzuschränken: 85 - 90 % der Getreideproduktion wird für die Viehmästung verwendet, 15 Kg Getreide liefern nur 1 kg Fleisch. Es müsste also kein Mensch verhungern, die Anbauflächen tragen genug Getreide und andere pflanzliche Produkte, die mühelos die ganze Weltbevölkerung satt machen könnte

4. In der Urgeschichte der Menschheit mussten die Jäger noch viel Mühe und Gefahr auf sich nehmen, um Fleisch für den Verzehr zu besorgen. Auch später noch mussten die Bauern das von ihnen gezüchtete Vieh selbst schlachten, also ganz bewusst ihre Hände mit Blut beflecken. Heute ist die Hemmschwelle niedrig geworden, es ist so leicht und relativ billig, Fleisch beim Fleischer oder im Supermarkt zu erwerben, wo es noch dazu so neutral und appetitlich verpackt angeboten wird, dass man schon gar nicht mehr an die tierische Herkunft erinnert wird, es ist nur noch ein standardisiertes Konsumprodukt mit perfektem Design. Man braucht sich nicht mehr die Hände schmutzig zu machen, sondern kann sie gewissermaßen in Unschuld waschen, man hat ja nicht eigenhändig eine Kehle durchschnitten oder einen Schlachtschussapparat betätigt, so etwas würde man doch nie tun, diese Arbeit überlässt man anonymen Gastarbeitern ...

5. Die Tendenz zur Fettleibigkeit in fast allen westlichen Industrieländern hat zu einem großen Teil damit zu tun, dass durch den übermäßigen Konsum von tierischem Eiweiß viel mehr Kalorien aufgenommen werden als durch die zumeist sitzend ausgeübte Arbeit und beim Ortswechsel mit dem Auto verbraucht wird. Kaum jemand, abgesehen von den Gastarbeitern auf Baustellen oder in Bergwerken, übt heute noch eine wirklich schwere körperliche Arbeit aus, die eine so kalorienreiche Ernährung rechtfertigen könnte. Außerdem beweisen viele Spitzensportler, dass man auch als "Körndlfresser" ohne Fleisch sehr viel Kraft haben und spektakuläre Leistungen erbringen kann. Dass man als Vegetarier auch nicht in Gefahr gerät, an Rinderwahnsinn zu erkranken, durch hormonverseuchtes Fleisch seine Männlichkeit einzubüßen oder sich durch uraltes Gammelfleisch zu vergiften, sei nur am Rande erwähnt ...

6. Als kulinarisch versierter Hobbykoch wundere ich mich auch immer wieder, wenn behauptet wird, man esse Fleisch nur wegen des Geschmacks. So viel Eigengeschmack hat Fleisch gar nicht, es kommt beim Kochen vor allem auf die richtige Wahl und Dosierung der Gewürze an, besonders die asiatischen und mediterranen Küchen bieten da ein so breites Angebot an Möglichkeiten, die aus jedem Gemüse eine herzhafte und anregende Köstlichkeit machen können und auch noch als Nebeneffekt die Verdauung unterstützen.

7. Auch die ökologischen Aspekte sind nicht außer Acht zu lassen: Die Umweltschäden, die durch Phosphate und Nitrate aus der Schweinemast, Hühnerbatterien und ähnlichen Massenzuchtbetrieben verursacht werden, sind gewaltig: Sterbende Flüsse und Seen, Algenteppiche in der Adria und Nordsee, verseuchtes Grundwasser und saurer Regen. Auch die aus Wiederkäuern entweichenden Verdauungsgase (Methan) sind nicht zu unterschätzen, sondern dürften zum Treibhauseffekt sogar mehr beitragen als der CO²- Ausstoß von Kraftfahrzeugen.

8. Viele Besitzer von Haustieren (vor allem Hunde, Katzen oder Papageien) sind durchaus geneigt anzunehmen oder sogar fest davon überzeugt, dass der von ihnen beim Namen gerufene Liebling, der oft quasi Tisch und Bett mit ihnen teilen darf, eine unsterbliche Seele habe, mit der sie eines fernen Tages in einer besseren Welt wieder vereint sein werden. Inkonsequent wie viele Menschen eben leider oft sind, gestehen sie diese Seele und damit auch die Empfindungs- und Leidensfähigkeit und das Recht auf Würde, Freiheit, Unversehrtheit und Leben einem namenlosen anderen Tier nicht zu, nur weil es nicht so hübsch und kuschelig aussieht, einer anderen Gattung angehört, oder zu groß für eine Stadtwohnung wäre. Der Kabarettist Josef Hader legte einmal einer von ihm gespielten Figur folgende Frage in den Mund: "Warum werden so viele Fliegen erschlagen und so wenige Schmetterlinge? - Es kommt eben immer auf das richtige Outfit an!"

9. In östlichen Religionen existiert der Glaube an Seelenwanderung und Wiedergeburt, an einen endlosen Kreislauf von Inkarnationen, die sowohl in pflanzlichen, tierischen und menschlichen Körpern erfolgen kann. Dabei wäre auch der Begriff "Karma" zu erwähnen, der bedeutet, dass alle positiven oder negativen Handlungen, ja sogar Gedanken und Worte, Folgen haben, die bis in das nächste oder sogar in viele folgende Leben hinein wirken können, also auch die Schuld, am Leiden eines anderen Lebewesens mit verantwortlich zu sein. Wie würde es DIR gefallen, als Schwein oder Rind wiedergeboren und zu Wurst verarbeitet zu werden?

10. Zum Abschluss noch ein Argument, das ins Politische geht und manchem braven Bürger auch auf diesem Gebiet mehr bewusst machen sollte: Die meisten Menschen sind noch heute zu Recht erschüttert und empört über das menschliche Leid, das durch den Nationalsozialismus, aber auch den Stalinismus oder Maoismus verursacht wurde. Für unsere tierischen Verwandten ist der Holocaust jedoch noch nicht vorbei, er ereignet sich weltweit Tag für Tag millionenfach...

 

      augustine



RE: Fleisches-Lust

   19.06.2008, 20:03 / 1 x geändert



Hallo, rollerball, schön, dass du wieder da bist.
Dein Text zur "Fleisches-Lust" enthält vermutlich alle Argumente, sie im Essen gerade zu vermeiden und kann zweifellos argumentativ gebraucht werden, wann immer das nötig ist. (Was ist mit dem Fleisch-Essen der Inuit und wohl auch mancher indigenen Völker, so weit sie noch im Einklang mit der Natur leben?)

Glaubens-Argumente wie unter 9 sind eben GLAUBENSargumente und insofern persönliche Entscheidungen; sie sind menschengemacht.

UNMÖGLICH finde ich allerdings am Schluss den Vergleich mit dem Massenmord an den europäischen Juden. Es war und wurde in der Durchführung der 'Endlösung' immer mehr AUCH ein Raubmord, am Anfang aber stand eine Ideologie, die schon in Hitlers Mein Kampf nachzulesen gewesen wäre: die Behauptung von der Überlegenheit der "nordischen Rasse". Wenn du es biologistisch aufziehen willst: Mord einer Art an Mitgliedern derselben Art.
Auch das Argument, falls es käme, dass Stalin die Kulaken vernichtet hat (nicht eine "Rasse", sondern eine "Klasse"), dass die Türken einen Genozid an den Armeniern begangen haben (und sich noch heute nicht dazu bekennen - oder ist mir da was entgangen?), die Völkermorde an 'Indianern' im Namen des erobernden Christentums, auch der wenig bekannte Völkermord an den Pruzzen (den eigentlichen Preußen) durch den Deutschen Orden, die Kreuzzüge ..., das alles relativiert nicht den Völkermord Hitlers an den Juden. (Er wollte in Prag nach Vollendung ein Museum einer ausgestorbenen -!- Rasse einrichten.)
Ich hör' auf.
augustine

 

      ear



RE: Fleisches-Lust

   20.06.2008, 22:03



Lieber rollerball, ich waehle nur ein paar deiner Zeilen : mir gefaellt dein humorvolles und ironisches Aufzaehlen von 'Fleisches-Lust im Vergleich zum 'Moenchstum'.
Vegetarier zu sein, bedeutet Minderheit, oft Unverstaendnis , oder gar Angst bei Gastgebern, wenn man unverhofft eintrifft.
Vegetarische Cuisine ist vielfaeltig und phantasievoll, eine Anregung fuer staendig neue Kreationen. Ich weiss es aus eigener Erfahrung,ear.

 

      augustine



RE: Fleisches-Lust

   20.06.2008, 22:27



Wir wussten es schon, ear, dass du auch Vegetarierin bist. Was ist also der Inhalt deines Beitrags, der unbedingt geschrieben werden musste?? -
übergehend, was ich doch wohl Gewichtigeres angemerkt habe; nicht, weil's ich war, sondern weil ich ihn weiterhin unmöglich finde, diesen Vergleich, den rollerball zum Holocaust zieht. Das heißt: das Verbrechen schon nicht mehr ernst nehmen. Dergleichen macht mich zornig.
Ich fordere dich auf, rollerball, den Punkt 10 deiner Darstellung zu bearbeiten.

augustine

 

      rollerball²



Holocaust

   21.06.2008, 12:39 / 1 x geändert



Was Wikipedia dazu sagt:

Der Begriff Holocaust (griechisch A»¿º±ÍÄɼ± holokaútoma „vollständig Verbranntes“) bezeichnete im Altertum ursprünglich ein Brandopfer von Tieren.[1] Er ging über verschiedene Bibelübersetzungen zuerst in den französischen und englischen Wortschatz, von da aus auch in andere Sprachen Europas ein.

Seit dem späten 16. Jahrhundert bezeichnete holocaustum den Feuertod vieler Menschen, sei es als Brandkatastrophe, sei es als außergewöhnliches Verbrechen. Seit dem Völkermord an den Armeniern (1909; 1915-1917; 1919) wurde der Begriff auch für ethnische Vernichtung in der Dimension eines Völkermords verwendet.

Seit 1942 im Vereinigten Königreich, seit 1972 in den Vereinigten Staaten und seit 1979 auch in der Bundesrepublik Deutschland bezeichnet der Holocaust oder die Shoa die systematische industrielle Ausrottung der europäischen Juden in der Zeit des Nationalsozialismus, die die Nationalsozialisten selbst zynisch „Endlösung der Judenfrage“ nannten.

Heute wird der Begriff in deutschsprachiger Fachliteratur nur selten als Oberbegriff für alle NS-Massenmorde verwendet, sondern meist für den systematischen Judenmord; manchmal schließt er auch die „Zigeuner“ ein.[2] Der Völkermord an dieser Opfergruppe wird heute oft als Roma-Holocaust oder Porajmos bezeichnet. Das Übertragen des Holocaustbegriffs auf andere Völkermorde oder Massentötungen wird oft als gewolltes oder ungewolltes Verharmlosen und Relativieren der Judenvernichtung kritisiert.
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VERHARMLOSEN wollte ich mit meiner Wortwahl sicherlich nichts - im Gegenteil wollte ich damit nur die Ungeheuerlichkeit des tierischen Leids durch gezielte Provokation bewusst machen!

 

      augustine



RE: Holocaust

   22.06.2008, 23:58 / 4 x geändert



Hallo, rollerball.
Was wikipedia sagt - nun; ja. Ich sehe in diesem Zitat eine Bemühung, deiner Wortwahl die Spitze zu nehmen. Und selbst dieser wiki-Text, er ist in meinen Augen ein Argument für meinen Vorwurf. --

Mehr als 300 Jahre entfernt vom 30-jährigen Krieg, können wir ihn heute höchstens dann noch uns anrühren lassen, wenn wir an einem Ort sind, wo etwas davon dokumentiert ist; oder wenn wir wissen wollen. Es war der erste europäische Krieg. Im Süden Deutschlands, sagt wieder wiki, überlebte gebietsweise nur ein Drittel der Bevölkerung. Aber das ist eine Zahl, die erreicht uns nicht mehr. -
Der erste Weltkrieg könnte uns noch erreichen, wenn wir wollen. Vom zweiten und dem, was vorausging und zeitgleich war und nachfolgte, sollten wir wissen wollen. So lange ist er noch nicht her. Aber es ist zeitgeistig, sich zu dispensieren, ich weiß. (Das ist kein Vorwurf speziell an dich.)

Und das Übrige denke ich mir. (Frage mich aber auch, ob ich das denn ganz alleine tue.)
augustine

 

      yupag



RE: Fleisches-Lust

   11.07.2008, 00:25



Hallo rollerball!
Ich gehe davon aus, dass der Text deine Meinung bzw. deine Haltung zum Fleischessen wiedergibt und nicht nur einen literarischen Text darstellt und nur um des Schreibens willen verfasst wurde. Wenn das letztere der Fall wäre, könnte ich nicht viel sagen. Nur soviel, es ist eine Aufzählung von Argumenten aus der Sicht des Vegetariers, ohne dass du dir die Mühe machst, Argumente, die für das Fleischessen sprechen, überhaupt zu erwähnen. Dadurch gewinnen deine Aussagen nicht an Glaubwürdigkeit und sind für eine wissenschaftliche Diskussion nicht geeignet. Es ist wie bei den Sekten, es gelten nur die Dinge, die den Glauben bestärken. Mit Sektierern kann man nicht sinnvoll diskutieren. Soviel zum Literarischen.
Gestatte mir aber ein paar Worte zum Inhalt. Der Mensch mag sicher einmal reiner Vegetarier gewesen sein und es mag auch noch in der Anatomie und der Physiologie Beweise hierfür geben. Er ist aber schon seit Jahrtausenden ein Allesfresser, wie das Schwein, mit dem wir in dieser Hinsicht sehr verwandt sind. Der Körper ist auf eine Mischkost ausgerichtet und die extremen Formen der Nahrungsaufnahme sind, wohl mit gutem Grund, Ausnahmen. Zum Beispiel haben sich die Eskimos, jedenfalls früher, als es noch keine Konserven oder importierte Gemüse gab, paraktisch ausschließlich von Fischen und Robben ernährten. Das andere Extrem, die reinen Vegetarier, sind es meistens aus selbstgewählten oder mit der Muttermilch aufgesogenen ideologischen (religiösen) Gründen, wenn es nicht nur der ökonomische Zwang ist, weil sie sich kein Fleisch leisten können. Zum Glück (für sie selbst) essen die meisten aber durchaus tierische Produkte, wie Milch oder Käse oder Honig. Wenn sie das nicht täten, gäbe es öfters mal Probleme. Es gibt ein paar essentielle Nahrungsbestandteile, die im Wesentlichen über tierische Nahrung aufgenommen werden müssen. Ich müßte nachsehen, was es ist, im Moment fällt mir Vitamin B12 ein. Eine extreme, einseitige vegetarische Ernährung ist schädlich und zwar nicht nur für den, der sie zu sich nimmt, sondern z.B. auch für Kinder, die von solchen Müttern gestillt werden und einfach keine gute Milch bekommen.
Ich kann schon verstehen, dass Menschen kein Fleisch mögen und mit den von dir beschriebenen Gerichten glücklich werden (sofern sie den oben erwähnten Mangel an essentiellen Nahrungsbestandteilen ausgleichen). Die Gründe, warum sich einer so, der andere so ernährt sind vielfältig und ich möchte sie gar nicht bewerten. Zumindestens bei erwachsenen Menschen sollte man davon ausgehen, dass jeder weiß, was er tut und was ihm gut tut.
Aber zu dem was du unter 8. und 10. postulierst, muß ich doch etwas sagen. Das Leben auf der Erde ist nur möglich, weil jede Spezies einen Weg gefunden hat, geeignete Nahrung zu finden und zu nutzen. Das hat sich in der Evolution bis heute so entwickelt. Wir können nun nicht anfangen, mit unseren menschlichen Moralvorstellungen die Natur zu bewerten. Warum soll der Löwe keine Gazelle fressen und der Hecht keinen Karpfen? Wenn sie das nicht täten, gäbe es die Art schon längst nicht mehr. Warum ist es moralisch gestattet, eine schöne Tomate zu essen, die eigentlich da ist, damit die Spezies sich vermehrt und warum soll es verwerflich sein, ein saftiges Steak von einem Rind zu essen, das seit Jahrhunderten vom Menschen für diesen Zweck gezüchtet wurde.
Wir, wie alle Lebewesen, sind nun mal auf Nahrungsaufnahme angewiesen, von Luft und Liebe können wir nicht leben, nur in literarischen Geschichten.

Gruß yupag




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