Marcel Frank
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Gerne hätte ich die genaue Fundstelle serviert, aber die Datenbanken springen bei mir unter Windows Vista nicht mehr an:
A
http://www.google.de/search?hl=de&client...tnG=Suche&meta=
B
http://www.google.de/search?hl=de&client...tnG=Suche&meta=
Das sind zwei Beispiel-Suchanfragen. Anklicken. Im Suchfeld "site:*" stehen lassen (immer nachgeordnet wie im Beispiel). Dann die "genaue Wortfolge" durch Anführungszeichen als notwendiges Suchkriterium definieren (vgl. A) oder nach Vorkommen allg. (vgl. B) suchen.
So würde ich zunächst vorgehen.
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P.S.1
Habe soeben die Digitale Bibliothek Studienausgabe (Lessing bis Kafka) durchstöbert. Bei "Gedanke", "Idee", "Wort" kein Treffer.
P.S.2
Das ist "verwandt" im allerweitesten Sinne:
"Aus der naiven Denkart fließt notwendigerweise auch ein naiver Ausdruck sowohl in Worten als Bewegungen, und es ist das wichtigste Bestandstück der Grazie. Mit dieser naiven Anmut drückt das Genie seine erhabensten und tiefsten Gedanken aus; es sind Göttersprüche aus dem Mund eines Kindes. [AB HIER] Wenn der Schulverstand, immer vor Irrtum bange, seine Worte wie seine Begriffe an das Kreuz der Grammatik und Logik schlägt, hart und steif ist, um ja nicht unbestimmt zu sein, viele Worte macht, um ja nicht zu viel zu sagen, und dem Gedanken, damit er ja den Unvorsichtigen nicht schneide, lieber die Kraft und die Schärfe nimmt, so gibt das Genie dem seinigen mit einem einzigen glücklichen Pinselstrich einen ewig bestimmten, festen und dennoch ganz freien Umriß. Wenn dort das Zeichen dem Bezeichneten ewig heterogen und fremd bleibt, so springt hier wie durch innere Notwendigkeit die Sprache aus dem Gedanken hervor und ist so sehr eins mit demselben, daß selbst unter der körperlichen Hülle der Geist wie entblößet erscheint. Eine solche Art des Ausdrucks, wo das Zeichen ganz in dem Bezeichneten verschwindet, und wo die Sprache den Gedanken, den sie ausdrückt, noch gleichsam nackend läßt, da ihn die andre nie darstellen kann, ohne ihn zugleich zu verhüllen, ist es, was man in der Schreibart vorzugsweise genialisch und geistreich nennt. [FIN]
Frei und natürlich, wie das Genie in seinen Geisteswerken, drückt sich die Unschuld des Herzens im lebendigen Umgang aus. Bekanntlich ist man im gesellschaftlichen Leben von der Simplizität und strengen Wahrheit des Ausdrucks in demselben Verhältnis wie von der Einfalt der Gesinnungen abgekommen, und die leicht zu verwundende Schuld sowie die leicht zu verführende Einbildungskraft haben einen ängstlichen Anstand notwendig gemacht. Ohne falsch zu sein, redet man öfters anders, als man denkt; man muß Umschweife nehmen, um Dinge zu sagen, die nur einer kranken Eigenliebe Schmerz bereiten, nur einer verderbten Phantasie Gefahr bringen können. [Schiller: Über naive und sentimentalische Dichtung. Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, S. 149355 (vgl. Schiller-SW Bd. 5, S. 705 ff.)]"

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