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Gretchen
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01.05.2008, 03:18 / 5 x geändert
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Die Arschlochamsel.
(paargereimtes Frühlingslied)
Ein Mittwochmorgen. Wunderbar.
Der Himmel blau. Die Luft sehr klar.
Das frühlingsgrüne Gras noch feucht
im Garten, wo ein Vogel fleucht.
Ein frohes, fettes, schwarzes Tier,
das eifrig pickend dort und hier
sich dies und jenes einverleibt.
Und was der Amselvogel treibt
im Morgengarten hinterm Haus,
erspähe ich vom Fenster aus.
Ich seh' ihn hacken, munter springen.
Wird er mir wohl auch etwas singen?
Ein Frühlingsloblied, froh und laut?
Der Vogel hüpft derweil und schaut
und ruckt und flattert frei und frank,
und landet auf der Fensterbank.
Ich atme kaum. Nur still. Nicht stören.
Gleich wird mich Amselsang betören.
Der Vogel plustert sein Gefieder,
macht einen Schiss und fliegt dann wieder
auf und davon. Verdammte Hacke.
Mir bleibt die Amselarschlochkacke.
(entschuldigung auch.)
[pdf] Gretchen2008-Arschlochamsel
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Jolante
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Liebe Greta Inspirata,
dein Gedicht ist köstlich, ich habe herzlich gelacht, und das ist mehr, als ich heute von diesem 1. Mai, der mir leider die kalte Schulter zeigt, erwarten konnte. Es ist gottseidank nicht "gut gemeint", dein Gedicht, aber "gut gemacht" - ein herrlich ironischer Abgesang auf romantische Erwartungen. Die Amsel mag "Scheiße bauen", du machst daraus Gold !
Jolante grüßt

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Gretchen²
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Heiahossa, mein Tantchen Jolantchen,
war sehr froh, Deinen spontan erheiterten, wohlwollenden Beitrag hier zu lesen. Hatte mir nämlich gelinde Sorgen gemacht, ich könnte womöglich mit dem respektlosen Amselschnellschiss doch zu weit gegangen sein, so Richtung Nixniveau und unter aller Linie. Als ich dann gelesen happ, dass Du lachen konntest beim Lesen, war ich richtig erleichtert.
Danke Dir sehr.
Helle Sonnenkaros vom Gretchen!

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zuppanova
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ohmei Gretchen,
nix sorgen machen von wegen "zu weit gehen". dein "amselschiss" ist gut gereimt von vorn bis hinten, und: jaja, so was kommt vor, so ist das leben (in den musikfaden hab ich ein lied von Josef Hader zu dem thema gestellt), und du wirst es mir nicht glauben, aber ich hab eine ähnliche erfahrung gemacht wie dein lyrisches ich da oben (es ging in dem fall um frisch gewaschene wäsche, die hing draußen, und um eine amsel, die im vorbeiflug ...), und deshalb extra dein knackiges amsellied jetzt noch einmal gelesen und schreib dir einen gruß her -
die zuppa.

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Petronius
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Frohes und fettes Lob!
Insbesondere für das Gedicht selbst, es ist köstlich.
Gemischt mit Kritik, was die PDF-Ausgabe betrifft: dein PDF-Konverter (Ghostscript) ergibt keine schöne Konvertierung. Die Schrift kommt mangels Auflösung nicht gleichmäßig heraus, sondern ist mal dicker, mal dünner; unschön zu lesen. Gute Erfahrungen habe ich mit dem OpenOffice-Paket, da liegt ein pdf-Konverter bei.

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Jolante
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Liebes Gretchenlein,
du weißt ja schon, dass ich dein spottlustiges Amsellied weder beschissen noch bek(n)ackt finde, sondern herz- und geist-erfrischend. Die PDF-Ausgabe erscheint mir in ihrer Gestaltung aber ein wenig zu aufdringlich. Der aufgeplusterten Amsel samt grünem Hintergrund hätte es nicht bedurft, um meine Fantasie zu beflügeln. Ich mach mir halt gern meine eigenen Bilder.
Es grüßt dich herzlich deine altmodische Tante
Jolante.

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Gretchen²
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Hei, Jolantchen und Petronius -
kann euch überhaupt nicht widersprechen.
Also, was du kritisch zur Qualität der pdf anmerkst, ist voll richtig, Petronius. Ich hatte die Schrift Dotum genommen, weil ich ne möglichst von oben nach unten langgezogene Schrifttype wollte. Jetzt hab ich ne geänderte pdf angehängt, mit Arial, das kommt marginal besser raus. Das open-office hab ich nicht, weiß gar nicht genau, welchen pdf-Konverter ich da hab auf meiner Maschine und wie der da drauf kommt, denn ich bin ja selber wie so ne Amsel, die über die Tastatur hüpft, mal hier, mal da zupickt, und mit Glück kommt dann irgendwas raus dabei, ohne dass ich hinterher so richtig wüßte, wie das zuging. (Was meinst du mit "Ghostscript"?).
Und Jolante, du hast auch recht, die pdf muss gar nicht sein - ohmenno, das ist der pure Spieltrieb, der mich zu so was verleitet, ausprobieren wollen, was geht, wie es aussähe, wenn ... der Amseltext gewinnt nix durch die Bebilderung, oder jedenfalls nicht durch diese. Das ist also schlicht Freude an der Kosmetik, ich lackier mir auch gern die Zehennägel. Allerdings könnte es, rein theoretisch, sein, dass bei bestimmten Texten sonn'ne Bebilderung noch ne neue Ebene reinbringt.
Danke für die Rückmeldungen, und gute Nacht.
Gretchen ist müde.

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Petronius
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Ist ja jetzt viel schöner geworden!
Bebilderung, erinnert mich an in diesem speziellen Fall an Balduin Bählamms Missgeschick (Mitte der Seite). Da ist die neue Dimension auf jeden Fall angebracht.

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Gretchen²
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Ohmenno Petronius, das wär mir gezz gar nicht in den Kopf gekommen, danke für den Busch-Verweis.
Vielleicht sollt ich direkt den Bählamm mit Notizbuch unterm Baum als Amselhintergrund ausprobieren ...

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