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ear
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Ich seh dich durch das Fenster,
du bist vertieft in Arbeit,
nichts lenkt ich ab als Hoffnung
zu retten, was vorbei ist.
Gleich unserm Metro sind wir
gepraegt durch Freud und Leiden,
Gesundheit ist nur Wunschtraum
und Lebenszeit ist kurz.
Ich sehe Rost in allem
wird "TUEFF" die Frist verlaengern?
Kein Arzt kann Schaeden heilen
der Seele, wenn sie muede.

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Jolante
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Ein trauriges Gedicht, geprägt von Resignation, oder nennen wir es Einsicht in das Unabänderliche, das Altern leider auch der Seele, das wir zwar nicht aufhalten, aber doch lindern können. Die Grundstimmung ist von Melancholie geprägt, aber wenn ich es richtig interpretiere, ist da auch Hoffnung "zu retten, was vorbei ist", vielleicht im Sinne von: Du hast keine Chance, also nutze sie ?
Gruß Jolante

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ear²
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Abstand und Trennung durch das Fenster;Metro schrottreif, aber vielleicht das eine oder andere Teil daran verwendbar; durch TUEFF oder MOT verlaengerte Frist undenkbar.
Mir gefaellt deine Formulierung der "Einsicht ins Unabaenderliche".Wie du sagst,es bleibt eine kleine Hoffnung, niemand sollte wirklich aufgeben; lieber Gruss, ear.

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Moulin
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Das Paradox.
Mit zunehmendem Alter steigt die Weisheit.
Auf derer Höhe angelangt fehlt die Jugend
um sie zu nutzen.
Die Jugend verschwendet Zeit weil ihr die
Weisheit fehlt.
Trotzdem: Das Streben nach dem letzten Ring,
wie Rilke sagt, ist immer richtig, auch wenn
man ihn nicht erreicht.

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ear²
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03.09.2006, 16:34 / 1 x geändert
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Lieben Gruss, Moulin,dank fuer deine so wahren Zeilen, ear.
Ich fand gerade ein Epigramm von Friedrich Rueckert, der es so trefflich schildert:
Die Sorg' um Kuenftiges niemals frommt;
Man fuehlt kein Uebel, bis es kommt.
Und wenn man's fuehlt, so hilft kein Rat:
Weisheit ist immer zu frueh und zu spat.

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