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Gretchen
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01.04.2008, 19:51 / 22 x geändert
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kein Aprilscherz, sondern ...
- als schriebe nicht ich, sondern die Sprache selbst - (Inger Christensen) | ... Die Lyrik ist auch nicht mehr das, was sie mal war! | die aprikosenbäume gibt es, die aprikosenb | quo vadis, poeta vates? | Lady Di died - als wär's mein eigener GAU! | Lyrischer Grenzgesang, Flüstermodus. In Wartung. | Kafka-Skandal: Schweinkram im Schrank! | Bombastik in Peking. Im Kaukasus: Bomben. | Vom Ich, das kein Du finden konnte. | Kunst ist etwas, was keiner braucht. | Wenn ich wüßte, was Kunst ist, ich würde es nicht verraten. | Kunst ist das, was ich mache. | Nimm "ohdu" - nur Bayreuth ist besser. | Die Lyrikinfernomitspielmaschine | Renee & Tyler-Gedächtnis-Gedicht-Maschine | Das Lyrik-AKW: Kessel nicht dicht! | oder auch (und vor allem):
! Gretchens Lyrikautomat !

under construction
Der Lyrikautomat ist eine hochexakte Poesiemaschinerie, die mathematisch geregelt Texte preisgeben wird, und zwar einen immer wieder anderen Text an jedem Tag des Monats, der durch vier teilbar ist, also am 4., 8., 12., 16., 20., 24., 28., 32. undsoweiter (falls ich es mal vergesse und es passiert nix an so einem Tag, wo eigentlich was passieren sollte, dann tretet mich bitte, ja?). Dazwischen darf jede/r in diesen Faden schreiben, was ihr/ihm einfällt, total egal, was:
Fluch & Segen, Glückwünsche, Zwischenrufe, Auswürfe, Gegenstücke, Andergedichte, Zu- und Abstimmungen, Widerworte, Pubertätslyrik, Altmetaphern, Ätzküttel, Ramschreime, eigene Meinungen, waswergradedenkt, woeswembisschenwehtut, obdasmittagessenschonfertigist undsonstnochmehr.
Am 04.04., also am Freitag, steht der Automat da mit dem ersten Beitrag.
Technokratisch kariert: Gretchen.
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Gretchen²
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04.04.2008, 08:20 / 1 x geändert
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ohdu
augen zu
ohne du
untergang
abgesang
mond geht auf
sternenlauf
ich ist leer
schwarzes meer

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Gretchen²
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ohdu
ohne du
abgesang
sternenlauf
schwarzes meer
augen zu
untergang
mond geht auf
ich ist leer

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augustine
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08.04.2008, 17:36 / 2 x geändert
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Gretchen Krötchen - die nächsten 6 Folgen kann nun jeder auch schreiben. Es geht dir aber um die Reaktionen; vielleicht hast du ganz viel gelesen und so irgendwie von jeder/m der Mehr-als-Eintägigen ein Wort rausgesucht und ausgestellt? Sollen wir am Schluss spielen? raten, welches von wem ist?
Diese deine Sache findet nun mal nicht so prickelnd: augustine
(die sich artig knicksend entschuldigt, wenn Ende des Monats eine ganz geniale Seifenblase geplatzt sein wird)

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Gretchen²
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10.04.2008, 08:40 / 1 x geändert
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Heiala augustine,
Du bist die erste, die auf den Automaten reagiert. Herzlichen Glückwunsch!
Damit hast Du schon mal einen Preis gewonnen, nämlich: Du darfst das nächste
Automaten-Posting machen, am Samstag. Eine neue Abfolge dieser acht Zeilen,
nach Deiner Wahl zusammengestellt - machst Du's? Bitte. Schwer isset ja nicht.
Wie Du sagst: jeder x-Beliebige kann die nächsten Folgen schreiben. (Können
auch viele radfahren, obwohl sie das Rad nicht erfunden haben.)
Interessant am Lyrikautomaten iss für mich das, was sich um ihn rum entwickelt -
wenn sich da was entwickelt. Iss nen Experiment, nen Spiel. Von Zeit zu Zeit rappelt
der und spuckt was aus. Man weiß irgendwie, was kommt, aber so ganz genau weiß
man es dann wieder doch nicht. Iss eine ästhetifizierte Analogie zu der kalkulierbaren
Unkalkulierbarkeit des Lebens. Viel mehr steckt nicht dahinter. Man gewöhnt sich an
sonn' Dingen, insofern kann es beruhigend wirken. Eigentlich hoffe ich, dass auch in den
hinterletzten Winkeln der unauslotbaren Netzwelt die Leute irgendwann sagen werden:
"... literature-online? ... hm ... ja, schon mal gehört - das sind doch
die mit dem lyrikautomaten in der küche, oder ..."
Okeeh, jetzt erst mal Grüße.
Schreibst Du am Samstag?
Die KrötenGrete.

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augustine
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Hallo Automaten-online-Gretchen,
klar mach icke dette, am Sonnambd. Ma sehn denn, ob sonste noch wer mitspieln tut, wa?
die aujustine

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augustine
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12.04.2008, 00:32 / 8 x geändert
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ohdu abgesang [siz
e=14]untergang[/size] sternenlauf[/ali
gn][align=center]mond geht auf ich ist leer schwarzes meer augen zu ohne du
Bin hier stellvertretend tätig und von der Lyricomateninventorin Gretalyrica mit der ehren- und verantwortungsvollen Aufgabe betraut, die dritte Folge vor euer aller kritische Augen zu bringen.
Sonach:
Meinen Gruß zuvor, Ehrsame, Liebe, Getreue!
Augustina Friederica, Von Gottes Gnaden Hertzogin zu Würtemberg und Teck/auch in Schlesien zu Oels und Bernstadt, Gräfin zu Mömpelgardt, Herrin zu Heydenheim, Sternberg, Medzibor und des Freyen Königl. Burg=Lehens Auras &c, Ritterin des Königl. Pohlnischen weissen Adler=Ordens, &c. &c.
DAS abzuschreiben war leichter, Greta Luna, ich würd's dir glatt auch noch ins Lateinische übersetzen, deins; es bleibt nicht zentriert, vielleicht kriegt einer von den Befugten das hin. Ich hör jetzt auf; jaja, Angeberei (meine im Absatz vorher) kommt vor der unordentlich abgelieferten Arbeit ...
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Gretchen²
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Heiala Augustina Friederica,
ne-ne-ne, ich bin dagegen, dass irgendwer von den "Berufenen" an Deiner Zentrierung rumfummelt, woll - Du hast den Lyricomaten bedient, Du hast das gemacht, und so wie es ist, isset gut und genau richtig. Der hat eben seine Tücken, der Lycomat ... Die von Dir gewählte Abfolge ist übrigens die Variante 5-6-3-4-2-1-8-7 (nach Gretchenordnung).
Joa, mal guggn, was da noch kommt, wer noch was sagt, wer sich noch traut ...
Gretaluna Illyrica, aus der Asche gekrochene Kleinreimerin.
PS
Falls Du mal sonn’ plötzlichen lateinischen Übersetzungsschub hast: nix verkneifen, immer raus damit ...

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Gretchen²
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ohdu
schwarzes meer
ich ist leer
sternenlauf
mond geht auf
abgesang
untergang
ohne du
augen zu

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augustine
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16.04.2008, 19:41 / 1 x geändert
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O tu! Me litteris studere non vis, o mala!
Nunc tamen vide:
mare nigrum ego vacua, vana motus stellarum lunae ortus occasus solis distinctio carminis sine te oculi clausi
salve atque vale! augustina latina
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Gretchen²
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salve augustina friederica!
femina prudens es. transferris litteris pulcherissime. tibi gratias.
greta felix est!
(mein latein rennt ja ziemlich kurzbeinig rum. bin direkt beglückt, dass du die übersetzung tatsächlich gemacht hast. also der lycomat funktioniert nicht nur auf deutsch, und das begeistert meine gretchenseele.)

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jottel
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17.04.2008, 11:19 / 1 x geändert
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ohdu
ich ist auf
mond geht zu
schwarzes du
ohne lauf
augengang
sternenleer
unterm meer
abgesang
ich habe mir, gretchen, die künstlerische freiheit herausgenommen, ein m einzufügen. verzeihe mir bitte, wenn dies den lyricomaten auf dauer beschädigt hat.
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Jolante
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Greta-Latina,
er wollte mir nicht gehorchen, der olle Lyrich-Automat, und ich musste ihn rütteln und schütteln, bis er was Wirres ausspuckte.
ohdu
augen auf
sternenmeer
mond geht ab
schwarzgesang
ich ist zu
leer lauf
ohne du
untergang
Jolante grüßt
P.S.: Deine Version, jottel, gefällt mir gut.

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Gretchen²
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Heiahossa, Jolanta Litterata und jottel,
den kann man ruhig schütteln, rütteln und treten, den LycoLyrikAutomaten, und man kann was dazu tun oder was wegnehmen, oder ihn so lange traktieren, bis er raushaut, was eigentlich gar nicht in ihm drin war - da beschädigt sich nix, der ist stabil und außerdem teflonbeschichtet und regenwassergeprüft, hat die IKEA-Möbelwiderstandsplakette 2008 und zweimal ne 1 bei Stiftung Warentest, der ist frost- und hitzebeständig von -390 bis +283°C, mikrowellen- und spülmaschinengeeignet, resistent gegen radioaktive Strahlung mit integriertem Generatormodul auf Solarbasis, falls mal der Strom ausfällt, schwer entflammbar iss er auch, kindersicher sowieso und mit einem hochmodernen intrakubischen Immunprogramm gegen Viren, Trojaner, Würmer, BSE und Verfassungsschutzwanzen ausgestattet (sieht man alles auf dem Bild da ganz oben) --- iss also gebaut für heftigen Gebrauch an einem frei zugänglichen Ort, lasst daher getrost ihn weiter wackeln, klappern, zucken, lasst ihn piepen, blinken, beben, lasst ihn Textfragmente spucken, lasst ihn was zum Besten geben -
meint die Automatenkröte.

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zuppanova
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jessas, Gretchen, ist der automat doch beschädigt? gestern war der zwanzigste, da hätt er doch rappeln müssen, wenn ich nicht irre?
übrigens, ich verstehe deinen lycomaten als "sprach-installation" (ein besserer begriff fällt mir grade nicht ein) mit möglicherweise leicht (liebes)lyrik-parodistischem hintersinn. du hast deine bisherigen variationen in der kopfzeile bezeichnet mit "v.1/8!", "v.2/8!", ... usw. - interpretiere ich dieses "8!" als "acht fakultät" (dein kurzgedicht hat ja acht verszeilen), dann gibt es insgesamt 1x2x3x4x5x6x7x8 (= "acht fakultät" / kombinatorik, link) möglichkeiten, aus diesen acht zeilen ein gedicht (eine "v.", variation, variante) zusammenzusetzen. ich denke, das ist die grundidee, die dahintersteckt. du hast ja die acht zeilen auch so gestaltet (reduktion der syntax), dass sie tatsächlich frei kombinierbar sind. jede kombination oder variation bietet dann auch ein anderes reimschema (kreuzreime, paarreime, umarmende usf.), vielleicht auch jeweils einen etwas veränderten semantischen focus.
das war ein erster automatenzugangsversuch von mir. falls ich richtig liege und meine "fakultät acht"-vermutung stimmt, dann kann ich nur sagen: ein bemerkenswerter einfall.
lg, zuppa.

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Gretchen²
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auhacke - vergessen. hab ich direkt verschusselt, den zwanzigsten.
mit fakultät und so liegst du richtig, zuppa. es gibt insgesamt 40.320 möglichkeiten, diese acht zeilen von "ohdu" anzuordnen, also das reicht für paar jahre ... zum konzept kann ich ansonsten gar nicht viel sagen: es fiel mir eben ein, so was zu basteln, und es sollte nichts komplett sinnloses sein, nicht einfach buchstabensalat - das wär ja einfach gewesen. also ist es ein zum gerippe abgespecktes liebesgedicht (liebe - das thema inna lyrich, woll?), das sich auch noch reimt, ja, und die ganze veranstaltung hier kann parodistisch interpretieren (bezogen auf lyrik, bezogen auf foren im internet ...), wer mag. wiederholung des immergleichen in marginal unterschiedlichen variationen ("again and again and again ..." hieß es vor paar tagen in einem anderen faden) - der lycomat als memento (wofür?) - na, danke für deine gedanken mal, zuppa.
die lycomatenkröte.
ach, üpprickenz, zuppa - machst du die ohdu (v.5/8!) am vierundzwanzigsten? du bist bestimmt zuverlässiger als ich. nicht dass es nochmal vergessen wird ...

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zuppanova
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23.04.2008, 10:15 / 1 x geändert
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ja, mach ich am donnerstag, Greta-mia (wenn ich’s nicht vergess ...).
und weil du mich beauftragst (und auch schon augustine beauftragt hattest), eine neue variation einzustellen, fällt mir gleich noch ein begriff ein zu deinem lycomaten: Konzeptkunst - und Sol LeWitt beschreibt das konzept der konzeptkunst so:
"Mit konzeptuellen Kunstformen zu arbeiten heißt für Künstler, dass alle Entwurfsfragen und -entscheidungen so genau vorab geklärt werden, bis die Ausführung eine nur noch nachvollziehende Angelegenheit sein kann. Die Idee wird zur Maschine, die die Kunst erzeugt. ... Der Künstler soll das Grundelement und die Regeln wählen, aus denen die Lösungen des Problems hervorgehen."
(When an artist uses a conceptual form of art, it means that all of the planning and decisions are made beforehand and the execution is a perfunctory affair. The idea becomes a machine that makes the art. ... The artist would select the basic form and rules that would govern the solution of the problem.)
der zusammenhang, den ich herstellen will, ist klar, oder? hier hab ich einige werke von Sol LeWitt verlinkt, Run Good, Tondo Stars, Untitled, Cubes In Color On Color, Silkscreens; so bekommt man wenigstens einen groben eindruck, wie er mit serieller variation arbeitet. etwas ähnliches versuchst du hier mit sprachmaterial. gefällt mir, doch. hat was innovatives.
lg, zuppa.

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zuppanova
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ohdu
sternenlauf
abgesang
mond geht auf
untergang
ich ist leer
ohne du
schwarzes meer
augen zu
(ohmei, Gretchen, fast hätt ich's wirklich ganz vergessen - bin wohl nicht so arg viel zuverlässiger als du ...)

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Gretchen²
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mensch, zuppa,
vielen dank mal für deine beschäftigung mit dem lycomaten hier, also für das betätigen desselben (wegen der schusseligkeiten könnten wir direkt ne selbsthilfegruppe gründen, wobei: du warst ja nur ne minute zu spät, und ich hab es heute schon wieder total vergessen, der hätt heute rappeln müssen, eigentlich ...) - und dann vor allem freu ich mich über deine gedanken zum thema konzeptkunst - wär mir in dem zusammenhang hier wohl kaum eingefallen, von Sol LeWitt wusst ich nix und fühle mich echt geehrt, dass du da verbindungslinien ziehst zwischen richtig erwachsener kunst und gretchens lycomatenmaschine.
freudefarben kariert: Grete.

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Gretchen²
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ohdu
schwarzes meer
untergang
ohne du
ich ist leer
mond geht auf
abgesang
augen zu
sternenlauf

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windflug
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04.05.2008, 20:53 / 3 x geändert
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Gretchens Lycomat hat doch ungeahnte Möglichkeiten. Mich hat er aus dem schwarzen Meer der Ideenlosigkeit aufgefischt, und da er ja offenbar auch durch unsachgemäßen Gebrauch nicht zu kaputten ist, hier das Gedicht von heute mit triefendem Beiwerk:
ach so ein schwarzes meer tränenschwer
dies ist mein untergang totenklang
ach so ein ohne du ich verblich
ach dieses ich ist leer trauermeer
blutroter mond geht auf ich geh drauf
winselnder abgesang tagelang
ich mach die augen zu immer nur du nur du
und mit dem sternenlauf höre ich auf
Danke, zuppa! Dieser Formatierungseinführungskurs war wirklich auch für eine Niete wie mich verständlich.
Es grüßt euch
windflug
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Gretchen²
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Heiala windflug,
find ich prima und freue mich, dass Du mal in den Topf mit dem triefenden Beiwerk gegriffen und meine liebeslycomatische Magerversion mit passenden Garnierungen gepäppelt hast. Vielleicht kommen noch mehr Ideen: Die würden auf jeden Fall freudig begüßt von der
Lyrikgrete.

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Gretchen²
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ohdu
abgesang
augen zu
ich ist leer
mond geht auf
ohne du
schwarzes meer
untergang
sternenlauf

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Gretchen²
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ohdu
untergang
augen zu
sternenlauf
schwarzes meer
mond geht auf
ich ist leer
ohne du
abgesang

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Gretchen²
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ohdu
schwarzes meer
sternenlauf
ohne du
abgesang
ich ist leer
mond geht auf
augen zu
untergang

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Gretchen²
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ohdu
mond geht auf
ich ist leer
ohne du
abgesang
untergang
augen zu
schwarzes meer
sternenlauf

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Gretchen²
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ohdu
augen zu
untergang
ich ist leer
sternenlauf
mond geht auf
abgesang
ohne du
schwarzes meer

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Gretchen²
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ohdu
ich ist leer
schwarzes meer
mond geht auf
sternenlauf
untergang
abgesang
augen zu
ohne du

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Gretchen²
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ohdu
schwarzes meer
ich ist leer
mond geht auf
sternenlauf
augen zu
untergang
ohne du
abgesang

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augustine
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O Gretelein, plauderst du mal aus der Hexenküche???? WO steht denn der Lyrikomat???? Und für
40.320 möglichkeiten
wird unser aller Lebenszeit nicht ausreichen und deine dir zu kostbar sein, um die Zeilenabfolge immer neu zu machen.
War's ein Beginn in weiser Voraussicht des Sommerlochs (denn solche Dialoge wie zuletzt der zwischen Liese und zuppa, die ergeben sich ja nich dauernd ...
Ein Anfang, von dem du selbst nicht weißt und wissen willst, wie er endet? (steht, glaube ich, weiter oben so)?
Ein Hinweis auf unsere notwendige Endlichkeit durch Vorführung vermeintlicher Unendlichkeit durch große Zahlen?
Ein Herauskitzelnwollen von sowas wie diesem hier hitzetrocken und schon wieder gewitterlechzend Geschriebenen??
Und: rechnet mir wer aus, was 2 hoch 2000 ist? bittet die mathematisch längst nicht mehr ehrgeizige
augustine - euch 'allen' Regen wünschend, aber keine Katastrophe ...

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zuppanova
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umgottswillen augustine, warum willst du denn wissen, was 2hoch2000 ist?
eine Riesenzahl ist das, ganz saumäßig groß!
eine annäherung:
………2hoch2000 = *2* ... *2 (2000 2-en)
………nun ist 2hoch10 ~= 1000 (3 Nullen)
………und damit ungefähr:
………2hoch2000 = (2hoch200)hoch10 = ((2hoch10)hoch20)hoch10 ~=(1000hoch20)hoch10
………(1 mit 60 Nullen)hoch10 = 1 mit 600 Nullen
2hoch2000 ist also in etwa eine 1 mit 600 Nullen dahinter; dafür gibt's wohl keinen Namen mehr ... 2hoch200 wäre noch benennbar, das wäre nämlich 1 Quintillion * 1 Quintillion
(differenzierter erklären könnt ich's nur von Angesicht zu Angesicht ...)

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Gretchen²
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Hei augustine, so viele Fragen, also ich plauder mal bisschen.
Der Lykomat reicht, wenn er siebenmal pro Monat was ausspuckt, für 480 Jahre (hab ich ausgerechnet). Die Zusammenstellung der jeweils neuen Version geht ganz schnell, hab das ja hexenschlau systematisiert (hihi!), das läuft also erst mal noch weiter am 4., 8., 12., 16., 20., 24., 28. monatlich ...
Das WO - ich stell mir dieses virtuelle Forum immer so als was Konkretes vor, und grade jetzt hab ich das Bild von einem kleinen Planeten im Kopf, wie beim Kleinen Prinzen ungefähr (link). Ein kaum bekanntes Planetchen irgendwo in den unendlichen Weiten der www-galaxis, und darauf haben sich verschiedene Leute angewurzelt mit ihrem Textmobiliar, und der Lyrikautomat ist so ne dicke, monolithische Kiste, die rumsteht, ein sperriges Gerät, das arbeitet so vor sich hin, egal, was sonst passiert oder nicht, vielleicht wie ein großer alter Kühlschrank, der von Zeit zu Zeit brummt und vibriert, eine Art Wahrzeichen oderso - das Bild, das ich mir da mache, wechselt aber immer mal wieder, und mich interessiert schon sehr, ob andere sich auch so konkrete Bilder machen, also, wie andere sich das Forum vorstellen ...
Eigentlich bin ich direkt stolz auf meine Erfindung, ein bisschen ... naja. Ein virtuelles Objekt, das keinen Sinn hat außer dem, in Erscheinung zu treten und vielleicht Reaktionen hervorzurufen, durch die es nachträglich so was wie Bedeutung erhält ... ein "Kunst"objekt?
Hei zuppa, bin echt froh, dass Du das mit den 2hoch2000 erklärt hast, ich wüsste nicht, wie man so was überhaupt ausrechnen soll - und zerbrech mir den Kopf, warum Du, augustine, danach gefragt hast.
Morgengrüße von der Hexenkröte.

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Gretchen²
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ohdu
augen zu
ich ist leer
sternenlauf
mond geht auf
abgesang
untergang
ohne du
schwarzes meer

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augustine
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Hab' mich ja noch immer nicht bedankt, zuppa mathematica, für deine eindrucksvolle Hoch-Rechnung!
Wie's kam?
1) Gretchens lyrische Automaten-Rechnung, die mir irrsinnig hoch vorkam.
2) Vor allem aber: Entwurf zu einem Text im Kopf und via Papier auf den Bildschirm, der mit der Generationenfolge zu tun hat. Wenn man die G. zu 25 J. rechnet (was für frühere Zeiten eher zu wenig ist als zu viel), gibt's pro Jh. 4, also: 2/4/8/16 (UrUr), also in 3 Jh. 4096. Das wäre: um 1700. Von da kam ich auf: wie viele sind's 2000 Jahre vorher? Aber da liegt, glaube ich jetzt, ein Denkfehler, und die Frage darf nur heißen: 2hoch500, nicht? - In jedem Fall: die Darstellung bei wiki habe ich nicht verstanden. - Und der psychologische Hintersinn ist: das Kind von vielen, vielen lieber sein als das Kind von zweien; in meinem Fall.
Und die 2000: Des Teufels General: die Rede von Harras an den verzweifelnden Hartmann; ich werd' sie zitieren; nicht weil ich mir wünschte, von Adel zu sein, sondern weil ich doch immerhin zur Hälfte vom Rhein bin. Da kann ich mir ein paar erfreulichere Ahnen phantasieren als die, die ich kannte...
Wie kommt's, dass DU das so kannst?
Dank also!!
augustine mit 2 Grüßen hoch 2000.

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zuppanova
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augustine, ja, 2hoch500 dürfte in diesem fall richtig sein (jedenfalls meint mein hirn auch so). weitere annäherung dann so:
………wenn 2hoch10 = 1000 = 10hoch3
………dann ist
………2hoch500 = (2hoch10)hoch50 = (10hoch3)hoch50 = 10hoch150 =
………1 mit 150 Nullen
genau genommen ist es sogar noch etwas mehr, da 2hoch10 = 1024 ist. mit 1000 lässt sich das aber leichter abschätzen.
eine beachtliche ahnengalerie (wenn wirklich nicht irgendwo ein denkfehler drin ist) - die geht auf keine kuhhaut mehr. wieviele seelen haben schon gelebt auf erden? wäre das zu ergründen, wäre da eine annäherungsrechnung überhaupt möglich? muss ich mal nachdenken ...
lg, zuppa.
(ich hab noch so mathereste im hirn hängen aus einem anderen leben, da hab ich’s mit den zahlen gar nicht mal schlecht gekonnt ...)

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Gretchen²
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ohdu
abgesang
augen zu
ich ist leer
mond geht auf
ohne du
schwarzes meer
sternenlauf
untergang

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Gretchen²
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ohdu
schwarzes meer
sternenlauf
abgesang
ohne du
ich ist leer
mond geht auf
untergang
augen zu

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Gretchen²
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ohdu
ohne du
augen zu
abgesang
untergang
sternenlauf
mond geht auf
schwarzes meer
ich ist leer

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Gretchen²
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ohdu
schwarzes meer
ich ist leer
sternenlauf
mond geht auf
untergang
augen zu
ohne du
abgesang

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Gretchen²
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ohdu
sternenlauf
schwarzes meer
abgesang
ohne du
mond geht auf
ich ist leer
untergang
augen zu

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lost
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29.06.2008, 03:05 / 1 x geändert
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Ohdu Geliebteste!
Hier sitze ich in tiefer Nacht. Der Mond geht auf. Ich hab seit Stunden schon an Nichts als nur an Dich gedacht.
Unglaublich schön: der Sternenlauf am hohen Himmelszelt. Doch ist er mir vergällt, so ohne Du.
Wie bist Du fern, so fern. Mir ist als läge zwischen uns ein schwarzes Meer.
Mich so von Dir getrennt zu wissen, Rosa, Rosenblüte, Rosenklang, ist schierer Untergang, treibt mich zum Abgesang.
Mein Ich ist leer. Bevor die Depression mich frisst, geh ich zu Bett und mach die Augen zu. Vergiss mich nicht.
Ich liebe Dich. Ohdu. Dudu.
lost

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Gretchen²
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Heia lost,
WELCOME TO THE MACHINE.
Damit will ich einfach sagen: Schön,
dass du den Lycomaten angefasst hast!
Da freut sich dat Gretchen! Und stellt gleich
noch was Passendes in den Musikalienfaden ...
(lost, deine Prosa an Rosa stell ich mir irgendwie als Urlaubsansichtskarte vor. Is fein.)

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Gretchen²
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ohdu (v.20/8!)
ohdu
ohne du
sternenlauf
schwarzes meer
abgesang
mond geht auf
untergang
ich ist leer
augen zu

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Gretchen²
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ohdu
abgesang
untergang
mond geht auf
ich ist leer
schwarzes meer
ohne du
augen zu
sternenlauf

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Gretchen²
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ohdu
ohne du
augen zu
untergang
abgesang
sternenlauf
mond geht auf
ich ist leer
schwarzes meer

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zuppanova
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hossa, Grete, du hast den thread-titel geändert. bedeutet das was?
nicht dass mir die verknüpfung lyrik >-< AKW nicht gefiele: jedes
gedicht sein eigener kernreaktor - mit integriertem störfall,
versteht sich ... - das hat was, ist doch fast schon eine
mini-poetik!

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Gretchen²
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naja, zuppa, hier in foro war doch schon manchmal von pommesbudenlyrik die rede, und da dacht ich, sonn' gedichte-akw mit selbstauslösendem super-gau passt. --- nein, ernst jetzt, war mehr tagesaktuell inspiriert und soll als kleine abwechslung verstanden werden.
(literarische störfälle schriebe ich übrigens gern, wenn ich nur könnte ...)

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Gretchen²
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ohdu
sternenlauf
schwarzes meer
ohne du
abgesang
mond geht auf
ich ist leer
augen zu
untergang

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zuppanova
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servus Gretchen.
schon wieder ein anderer titel.
bisserl verrätselt, aber sicher spielst
du auf die beiden an, auf den ganzen hype.
wie kommt's?
lg, zuppa.

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Gretchen²
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treffer, zuppa. kluges mädchen.
hab davon gelesen. schwierig, mehr dazu zu sagen. dein stichwort "hype" passt schon ganz gut.
und den fadentitel werd ich gezz öfter mal ändern. und eigentlich hoff ich, dass ab und zu hier wer was reinschreibt, reinspammt, irgendwas, was wem grad durch den kopf geht, was wer loswerden möchte, dampf ablassen oderso. das wär dann der faden fürs grobe. naja. nicht so wichtig.

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augustine
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Nee, Gretchen, auch ohne jeden Versuch eines irgendwie witzigen Einpackens: ich halte diese beiden Beiträge für hier unmöglich. Man kann auch die Sensationsinstinkte von Leuten bedienen, auch hier, indem man Fotos verlinkt, die dann sagen, die Leute: o Gott, wie schrecklich, das macht man doch nicht, so was zeigen. Haben sich fein erregt und doch gesehen.
Und ein Faden fürs Grobe - was haste dir denn dabei gedacht? Das zieht doch Mist an. Meinst du, man kann den dann kanalisieren, hier??? Genug Fäden haben wir, um ernstliche Probleme zu diskutieren. Und du bist eine von denen, die feine intellektuelle Feuerwälle bauen. Also bisher hat sich das Niveauproblem noch fast immer in einem Tag gelöst.
So why? asks augustine

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Gretchen²
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heiala, augustine, okeeh, ich sag mal einfach so raus, was mir durchn kopp ging und geht.
sensationsinstinkte bedienen
ich denk mal, die scheiße ist da, überall liegen haufen und tretminen rum, die welt stinkt, da hilft kein duftbäumchen mehr.
nicht jeder dreck läßt sich zudecken, wegkehren, wegreden, mancher bleibt hartnäckig liegen, in der welt da draußen und vor allem mir in meinem hirn, ja, und dann ändere ich, um mir was luft zu machen, den titel von dem faden hier: so lass ich dampf ab, denn manchmal hilft keine ernsthafte diskussion, selbst wenn sie noch so gut gemeint ist (mich ermüdet das manchmal sogar. hab häufig das gefühl: ich kenn doch schon alles. ist doch schon alles gesagt. und noch mal sagen hilft auch nix.). die bilder und berichte, die bleiben, und täglich entstehen weitere neue, das, was zuppa "den hype" nennt, und das läßt sich nicht stoppen, nicht ins reine reden, und einfach verleugnen kann ich es aber auch nicht. also ändere ich, wie gesagt, den fadentitel.
datt iss mein miniventil, meine kleine privatflucht, ein womöglich total dämlicher versuch, umzugehen mit nem dilemma, welches da heißt (so ungefähr): ich will nicht davon sprechen, aber kann nicht schweigen darüber. es geht nicht darum, sensationsinstinkte zu bedienen, mir nicht. es geht eher, ganz indirekt und tief in mir drin, um die frage, wie man denn mit den ganzen täglich frisch angerichteten sensationen verdammtnochmal überhaupt umgehen soll. tief in mir habe ich keine antwort auf diese frage, und also - fühlt sich für mich jedenfalls so an - auch keine antwort auf die frage: "wie leben?". ich sehe keinen entwurf, der noch halbwegs passen könnte (aber das mit dem lebensentwurf iss jetzt nur sonn'ne randbemerkung). hei, und da sitz ich in der falle, da werd ich direkt ins absurde, ins absurde lebensgefühl katapultiert, denn ich kann doch nicht NICHT umgehen mit der welt und ihren ganzen sensationen, jahackmichindiefresse, was tun?
vielleicht verstehst du, was ich ausdrücken will, augustine, vielleicht auch nicht, das kann ich nicht einschätzen. ist ein versuch jedenfalls, was mitzuteilen von mir - so ungefähr geht es mir im angesicht der welt-lichen begebnisse. oder - und nen fuffi ins phrasenschwein - anders gesagt: die traurigsten clowns tragen die kariertesten masken.
faden fürs grobe
da dacht ich eben so, dass man hier einfach dampf oder sonstwas ablassen kann, ja, anspruchsfreie zone, unkompliziert, nicht ergebnisorientiert, nicht auf die goldwaage gelegt - einfach so mal was sagen, braucht man doch vielleicht auch (ich schon) --- und alle paar tage blinkt, das röntgenbild eines gedichtes freisetzend, der automat: leuchtturm, wahrzeichen, wächter, fels in der brandung der wörtersee, unter dessen hochaufgerichtet mahnender autorität etwaiger mist sich von selbst kanalisiert. befürchtungen hab ich da weiter keine. wahrscheinlich ist das einzige niveau, um das ich besorgt sein muss und kann und will und darf, mein eigenes.
Gretchengrüße.

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augustine
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19.07.2008, 23:59 / 3 x geändert
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Gretchen, "ohdu" (und daran ist NICHTS ironisch gemeint): dass es dich hier gibt mit deinen Wahrnehmungen der Welt, in der du noch länger wirst leben müssen als ich, und deinem Schreiben darüber!
Ich hab' dich zuerst zu kurzgedanklich verstanden mit der Umbennung, die sich ja auch eines Vorkommnisses hier (sag' ich mal so) bedient; die Namen hab' ich nachgegoogelt, der eine stammt aus der mesopotamischen Mythologie, aber noch auf der ersten guuuuhgel-Seite wurde offeriert: die ultimativ geile sado-maso-Praxis oder so - hab' nicht genau nachgesehen, sonst krieg ich wieder entsprechenden spam - es waren also auch Bilder wie die Renee und Tyler Bilder, so wie ja kaum einer mehr selber denkt, sondern sich mit Bildern zuschaufeln lässt; stehenden Bildern (4'' pro Bild werksseitig eingestellt), Kinobildern, ich meine die billigen, Internet zieht schon mehr als Fernsehen...&&&
Hab' schon mal gedacht: schreib' auf (ich an mich), was du jeden Tag liest an Zunahme an Gedankenlosigkeit, Gewalt, auch an Wörtern, die neu entstehen (kennst du LTI - Lingua Tertii Imperii, Klemperers Sammlung vor 70 Jahren?), Kinder verhungern lassen als nachgeholte Abtreibung, die Kriege, die in den Schlagzeilen sind, sind ja noch nicht, lange noch nicht alle; die Lügen, Lügen, Lügen der sich christlich drapierenden Weltmacht Nummer 1, und Nummer 2 (Russland) wird bald wieder da sein und Nummer 3 (China) auch; ach ---
das ist durcheinander, wie mir's jetzt einfiel; Gretchen, du kannst aber draus lesen: ich bin da deiner Meinung
morgen ist der 20. Juli; frag' mal unter Leuten deines Alters, ob sie wissen, was das für ein Tag war..., ach, frag, wen du willst; frag, was der Holocaust war (und ob man ihn mit dem Essen von Fleisch vergleichen darf); das Vergessen, das vergessen wollen, das Hängen in Bildern, die ja schon fertig sind, über die man nicht nachdenken muss, von denen aus man schnell ins nächste springen kann; wir werden erschlagen werden von Bildern ...
und werden erschlagen den, der uns nicht Wasser und Öl gibt ....
Will der Islam die Welt erobern?
Was ist Zivilisation, was ist Kultur?
dein unterstrichener Satz, Gretchen: ja; ändern werden wir nichts von diesem kleinen sonderbaren (geliebten, dass ich's mal gestehe) Forums-Planeten aus; aber doch, vielleicht tut manch einer/m manchmal ein Ventil gut...
Mir eher nicht. Es ist mir, jedenfalls hinterher, unvermeidlich zu grob, was ich dann schriebe und geschrieben habe (s.o.). Andererseits: aufplatzende Ventile entlassen kaum was Feinsinniges.
Doch, du hast mich angepiekt. Ich war ganz woanders innerlich.
augustine; danke, Gretchen

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Gretchen²
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ohdu
abgesang
ohne du
schwarzes meer
ich ist leer
sternenlauf
mond geht auf
untergang
augen zu

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Gretchen²
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augustine, bin sehr froh um deine Antwort und danke dir herzlich!
| Zitat: |
| aufplatzende Ventile entlassen kaum was Feinsinniges |
da hast du wohl recht (mag Ausnahmen geben ab und an ...) - aber ich denk, wie schon erklärt, es ist gut, Plätze zu markieren, wo mal was unzensiert zischend entweichen darf, also eben den ein oder anderen "Faden fürs Grobe".
der Musikalienkiosk ist ja in der Hinsicht genauso diskutabel, da glänzt auch nicht nur Gold - happ ich aber trotzdem Spaß dran, gerade weil ich da manchmal bisschen auf die Pauke hauen kann, mit unsäglich "niveaulosen" Fingernägelkräuselyoutubes.
Gretchengrüße.
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Gretchen²
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ohdu
sternenlauf
augen zu
abgesang
mond geht auf
ich ist leer
ohne du
untergang
schwarzes meer

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Gretchen²
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ohdu
augen zu
untergang
mond geht auf
sternenlauf
ich ist leer
schwarzes meer
ohne du
abgesang

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Gretchen²
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ohdu
ich ist leer
sternenlauf
mond geht auf
schwarzes meer
ohne du
augen zu
untergang
abgesang

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lost
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ein neuer Fadentitel, Christo-Zitat, nicht wahr, Gretchen? was ist Kunst?
Kunst ist das, was ich mache - so definiert (sich und sein Werk) der Kunst Schaffende (Christo),
und aus dem Munde des Kunst Konsumierenden widerfährt ihm die Antwort: Kunst ist, was mir gefällt.
best ...

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Gretchen²
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Hei Lord Lost, alter Stratege, genau!
Also, genau, was ist Kunst? Und das Zitat stammt von Christo (angeblich - happs ihn ja nicht selber sagen hören ...). Über den und seine Jean-Claude regt sich inzwischen auch keiner mehr auf. Ich frag mich, ob die wohl in die Hall of Fame der Unsterblichen kommen --- na egal.
Üpprikenz, pass mal auf: Wenn ich wüßte, was Kunst ist, ich würde es nicht verraten.

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lost
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dear Miss Margret, darauf gibt es nur eine Antwort, nämlich:
Kunst ist Kunst. Alles andere ist alles andere.
(dieser Picasso war doch nichts weiter als ein arroganter Pinsel, der kein bisschen malen konnte. um sich aus der Affäre zu ziehen und sein Unvermögen zu kaschieren, dachte er sich den Kubismus aus und gab Scheinriesen-Sätze wie Wenn ich wüßte, was Kunst ist, ich würde es nicht verraten von sich. ein unerhört tückisches Vorgehen, denn: während Publikum und Kritiker sich abmühten, einen tieferen Sinn, eine sogenannte "Bedeutung" in oder hinter all dem zu entdecken, trug er unbemerkt seine großformatigen Bilder in die Museen, und da hängen sie nun, und niemand weiß, warum - einige besonders Scharfsinnige wie mich, die ahnen, welch genialer Blender er war, einmal ausgenommen ...)

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Jolante
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07.08.2008, 19:27 / 1 x geändert
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Auch folgende Antwort wäre denkbar:
Wenn du mich fragst, was die Kunst sei, so weiß ich es nicht. Wenn du mich nicht fragst, so weiß ich es.

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Gretchen²
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ohdu
augen zu
sternenlauf
ich ist leer
mond geht auf
abgesang
untergang
ohne du
schwarzes meer

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Gerd
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ohdu
augen abgesang
ich
ist zu
sternenlauf
ohne meer
auf
untergang
mond
geht leer
schwarzes du

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Gretchen²
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Heiala Gerd,
schön, dass du mal wieder Zwischenstopp auf dem verwunschenen Schreibwasplaneten hier gemacht hast; und gefällt mir auch, wie du den Lyrikautomaten betätigt hast --- genau die 15 Automaten-Urwörter verwendet, nicht mehr, nicht weniger, neuen Zusammenhang gebastelt, atmosphärisch für mich was sehr Traurig-Getrenntes. Danke ...
lost,
hör mal, wegen Picasso gezz - ... alles, was im Museum ist, ist Kunst. Die Kunst besteht darin, hineinzukommen. Gut so?
Jolante,
wenn ich mal wann in die Verlegenheit komme, vor einer Sphinx stehen zu müssen, die mir tückische Gretchenfragen stellt, nach Kunst undsowatt, dann sag ich ihr genau das: Wenn du mich fragst, was die Kunst sei, so weiß ich es nicht. Wenn du mich nicht fragst, so weiß ich es. Das wird ihr gefallen, da bin ich sicher.
Ansonsten --- sonnenbeflimmerte Sonntagsgrüße
aus grünbuntem Halbschatten.
Gretchen.

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zuppanova
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- Gretchen, lost, Jolante umrunden im Zitatemarathon die Anything-Goes-Krise
der Gegenwartskunst, und ich tu auch noch eines dazu, ein Zitat (das ist
von dem, der die Postmoderne persifliert hat, bevor sie erfunden
wurde): Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit.
- Grüss dich, Gerd.

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Gerd
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Ach liebes gutes Gretchen,
andere würden den Lürichautomaten als Wundermedizin teuer verticken, doch Du ganz Mutter Greta beschenkst jeden, den es danach verlangt, kostenlos und portofrei. Ich danke Dir dafür. Geheiligt seien Deine Karos.
Hallo zuppa,
auch Dir herzliche Grüße.
Gerd

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Gretchen²
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ohdu
mond geht auf
schwarzes meer
ich ist leer
sternenlauf
abgesang
untergang
ohne du
augen zu

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augustine
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Und der Mond geht unbehelligt unter und auf, aber für manche nur noch einmal unter.
augustine

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Gretchen²
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ja
die w.lt-tt im schtzngrmm fr.sst
mit geschrei ihr eigenes g.drr.rm.
den mond rührt nicht das pl.rr'n.
gleichmütig schweigend zieht
er seine himmelsbahn.

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Elise
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Kafka pampert das Sommerloch, Gretchen, nicht wahr? Eine andere hübsche Schlagzeile wäre vielleicht gewesen:
Rock and Roll Hall of Fame Inductee mit dem ultimativen Gesicht heute
50
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lost
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auch die NASA feiert seit Monaten ihren fünfzigsten Geburtstag.
wäre das nicht ebenfalls eine Schlagzeile wert?
vielleicht sogar in Verbindung mit Madonna?
"ohdu - im Luftleeren lungernde Raumfahrtbehörde meets hartgummiassige Selfpopikone"

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Gretchen²
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ohdu
abgesang
ohne du
augen zu
untergang
mond geht auf
sternenlauf
ich ist leer
schwarzes meer
Heia, Elise und lost, danke für eure Schlagzeilenmühen. Der Lykomat blinkt heute noch mal, dann geht er erst mal zur Wartung. Vielleicht schalt ich ihn irgendwann wieder an ... inzwischen, an alle:
This Stage Is Yours!

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Gretchen²
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"
die leser, die er ansprechen wollte, erreicht zu haben, ist natürlich immer schön für einen autor.
gerade jetzt, ende august, da ihr todestag sich jährt, gelingt es den autoren diverser boulevardblätter mit anrührenden, ergreifenden, rasant, beeindruckend, gefangen nehmend oder anderweitig großartig geschriebenen geschichten über das leben und sterben der Princess Diana tausend und mehr leserinnen anzusprechen, leserinnen, welche sentimental getriggert werden wollen, sich identifizieren wollen ("als wär's mein eigener GAU"), emotionales surrogat brauchen, weil in ihrem eigenen leben entweder zu wenig echte emotion vorhanden ist, oder aber zu viel davon, und die konzentration oder projektion auf spektakuläres, fremdes leid (die sogenannte 'Tragödie' [...]) im mit-leidigen lesen erspart es ihnen, sich auf das eigene, echte, in aller regel gar nicht spektakuläre alltagsgrauen einzulassen. mit 'literatur machen' hat das wenig zu tun.
"
(zuppanova)
Hei, zuppa, danke für die Inspiration zum Fadentitel der Woche! Du hast sicher nichts dagegen, dass ich dich kurz mal zitiere, also deinen Baustein zu einer Relativitätstheorie des begeisterten Lesers. Hat mir so gut gefallen. Danke.

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Gretchen²
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01.10.2008, 08:45 / 1 x geändert
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Dialog (den Gretchen sich gern aufbewahren möchte ...)
jürgen h.
Manche Texte würde man gar nicht lesen, wenn es diese Foren nicht gäbe.
Gretchen
Ja, diese Foren ... sie dienen dem Vorwölben privater Reizzustände, der Selbstinszenierung und Selbstdarstellung ... der Darstellung dessen, was man gern wäre - und ich denke also manchmal, diese Podien sind nichts weiter als Schau-Spiel-Plätze für grandiose interaktive Soaps mit Protagonisten, die ad hoc das Skript produzieren und es gleichzeitig umsetzen. Wieviel insofern das, was auf Schreib-Plattfor(m)en (platt!?) gepostet wird, mit Schreiben - ich meine jetzt mehr diese Art Schreiben, auf die z.B. ein Benn in seinem Vortrag abhebt - zu tun hat, lass ich mal offen.
jürgen h.
Die drei aristotelischen Einheiten also, die Jamben glühn und die nachahmende Tragödie 'bestimmter Größe' nimmt ihren Lauf.
Ab einem bestimmten Zeitpunkt kommt man als Darsteller nicht mehr weiter und mischt sich mit dem Publikum, das die Bühne betritt: lauter Platzanweiser.
Gretchen
Ja - und während hitzig Tragödien und Komödien inszeniert werden, schwimmt mit aufgerissenem Haifischrachen das Absurde um die shell-Plattform. Wehe, es fällt wer runter im Handgemenge ...
Mir ist, als kennte ich dich. Haben wir schon einmal zusammen gespielt?

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ear
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Hi, Gretchen,
Dein lateinischer Spruch laesst mich an einen Dichter denken, der sich mit Wein berauscht, um 'stimmige' Worte zu finden, anstatt auf Inspiration zu warten.
'In vino veritas' ist sicherlich nur bedingt wahr;doch Wein und staerkere Drogen, wie Laudanum verhalfen dazu, dass meisterhafte Werke geschaffen wurden; animierte Gruesse, ear.

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Younis der Poet
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01.10.2008, 12:49 / 1 x geändert
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i dont think that Wine and Drugs will help .
polar depression is Stronger than wine and drugs.
it is a very Strange mix of feelings.
regards
younis

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Gretchen²
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02.10.2008, 08:58 / 1 x geändert
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Heia ear,
du nimmst den poeta vates auf, da will ich noch was sagen dazu.
Hab mich ja, angestoßen durch verschiedene Fäden hier, bisschen um Benn rum bewegt, der wohl einen mehr anachoretischen Autorentypus verkörpert, und bin dabei natürlich auch über Modelle wie den poeta vates, poeta faber, poeta ingeniosissimus, poeta doctus/eruditus undsoweiter gestolpert. Ursymbolfiguren für den numinos inspirierten, als Kanal göttlicher Eingebung fungierenden p.v. könnten sein Orpheus, der nicht nur Sänger, sondern auch Dionysus-Kult-Mysterienpriester war, oder auch der blinde Homer ... später, als der Strom göttlicher Inspiration immer spärlicher floss, mussten wohl welche nachhelfen, mit Laudanum oder auch Koks, was, wie du anmerkst, auch zu manch hoher Inspiration und schönem Werk verhalf.
Naja, ich fand dann, es iss mal wieder Zeit, den Fadentitel zu ändern, und nachdem hier auch immer wieder Poeten unterwegs sind, die das göttlich inspirierte Wort noch nicht so direkt auf der Zunge haben, und auch in Gedanken an mein Minigespräch mit jürgen h. über Soap in Foren wurde eben ein quo vadis, poeta ... daraus.
Viele Gretchenkaros ...
@ Younis - um Depression, mono- oder bipolar, ging es eigentlich weniger bis gar nicht. Naja, vielleicht war dein Posting dafür gedacht und du hast dich vertan.

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ear
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Leonardo Fibonacci , einer der grossen Italiener, bereicherte die Welt durch Zahlen wie:1,1,2,3,5,8,13....... Auf ganz andere Weise hilfreich war ein Jemand, der etwas in ein Buch steckte, um die Stelle schneller wiederzufinden, an der er aufhoerte zu lesen.
Eselsohren sind unschoen.
Frueher gab es seidene Baender als Teil eines Buches, heute kann man Lesezeichen fuer jeden Geschmack finden, Sogar ein Museum soll existieren--,
aber das Internet hat eine total andere Welt von “Lesezeichen” entwickelt, die auf gleich schnelle Art hilft, dort weiterzusuchen und zu lesen, wo man aufhoerte.

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Gretchen²
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ohdu
ich ist leer
schwarzes meer
sternenlauf
mond geht auf
abgesang
untergang
ohne du
augen zu

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Gretchen²
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- als schriebe nicht ich, sondern die Sprache selbst - (Inger Christensen)
Die dänische Dichterin Inger Christensen ist im Alter von 73 Jahren gestorben. Die zurückgezogen lebende Autorin, die in ihren experimentellen Gedichten, Essays und Erzählungen Sprache um systematische und mathematische Strukturen flocht, galt als eine der bekanntesten Lyrikerinnen Dänemarks.
- hier kliggng, ZEIT online
- hier kliggng, Perlentaucher
>> Über sich selbst und den Antrieb zum Schreiben sagte Christensen einmal: "Ich bin eine ganz normale Sterbliche, mache Essen und treibe alles Mögliche. Nur manchmal, und es geschieht eigentlich selten, vergesse ich, was ich gewusst habe. Dann muss ich es noch einmal formulieren." <<
>> Über die besondere Wirkung von Lyrik sagte Inger Christensen: "Wenn man Romane liest, lebt man sich in eine große Welt hinein. Bei Gedichten führt man ein Gespräch mit sich selbst." <<

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