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Jolante
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29.03.2008, 22:10 / 5 x geändert
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Flügel sucht`ich auf steinigen Wegen.
Was ich fand waren alberne Krücken.
Statt mich auf ihnen fort zu bewegen,
Schlage ich nach fliegenden Mücken.

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augustine
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Liebe Jolante -
ja, diese aphoristische, wohl auch immer mal wieder selbstironische Kürze beherrschst du großartig!
Ich muss das Kurze nicht nacherzählen, aber doch jedenfalls sagen, dass ich dies 'ü'-liche Wort-Dreieck "Flügel" - "Krücken" - "Mücken" noch besonders gelungen finde; auch, weil du nicht 'Flügel der Morgenröte' oder derlei Hochliterarisches bemühst, sondern sehr bescheidene (und oft lästige) von Natur her flügelbewehrte Wesen, die das eben können, was das lyrische Ich auf den "steinigen Wegen", die der Mensch zuweilen zu bewältigen hat, sich wünschte: fliegen. Es hat aber gelernt, die "Krücken" (welcher Art auch immer) wertzuschätzen.
Liebe Grüße von augustine

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Gretchen
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Heihei Jolante,
flotte Tante!
Wie augustine schon bemerkt’:
Das hast Du sehr schön hingewerkt!
Gretchengrützchen!

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zuppanova
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den augustinisch-grötischen worten schließ ich mich auch gerne an, Jolante.
schön kurz, schön klanglich, doppelbödig selbstironisch mit leicht bitterem beigeschmack.
folgende veränderung könnt ich mir eventuell vorstellen:
Schlage ich ein auf fliegende Mücken (geht das: auf mücken einschlagen?)
verwandeln in
Schlage ich nach den fliegenden Mücken
lg, die spätnachmittagszuppa (flügellahm und krückenbedürftig) -

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Jolante²
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Hallo augustine, gretchenkrötchen und zuppa,
ihr habt mich erfreut mit euren Kommentaren zu meinem Kurzgedicht, das ungerufen in einer schwierigen Gemütslage aus mir herauswollte. Deine Anregung, liebe zuppa, zu einer kleinen (mir einleuchtenden) Änderung habe ich umgesetzt, ich danke dir.
Es grüßt euch herzlich
Jolante

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