Treppengedichte gesucht · augustine · ·


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      augustine



Treppengedichte gesucht

   20.03.2008, 22:57



Hallo allesamt!
Zwar weiß ich immer noch nicht, was Constance in diesem Con-Text bedeutet, aber Gretchens Nachfrage nach Mooond-Gedichten steht hier und war ja überaus erfolgreich.

Ich brauche nun für ein Text-Foto-Projekt: Gedichte über Treppen oder Stufen o. ä. (nicht des Hesses Stufen bitte). Wenn wem was einfällt oder begegnet: bitte, bitte einen link oder einen Buch-Hinweis oder vielleicht sogar den Text (der auch ein Text-Teil sein kann). Es ist kein sehr lyrisches Thema, Treppen, ich weiß. Aber vielleicht ist Sammeln dann grade interessant.

Danke mal vorweg! augustine

 

      Schreibtisch



RE: Treppengedichte gesucht

   23.03.2008, 21:36



Gen 28, 10f. ...
mit österlichen Grüßen
vom Schreibtisch

 

      Elise



RE: Treppengedichte gesucht

   23.03.2008, 23:15



Hallo augustine,

Constance ist die Abteilung für "Gelegenheitsgedichte & für all diejenigen, die was zum Besten geben möchten ...". Deine Anfrage habe ich deshalb zu den "Themen" unter Diskussionen gestellt und hoffe, dass zu dem schönen Bild von der geträumten Himmelsleiter noch weitere Anregungen hinzu kommen. Ob man bei Erich Fried fündig werden könnte? Ich werde gleich noch ein wenig lesen. Übrigens erinnere ich mich, dass Du selbst auch ein Gedicht zum Thema "Treppen" geschrieben hast.

Mit Grüßen, Elise.

 

      augustine²



RE: Treppengedichte gesucht

   24.03.2008, 18:39



Dank euch schon einmal, schreibtisch und Elise.

Den Himmelsleiter-Traum Jakobs (Celan würde wieder geschrieben haben: Jaakobs) ja, den kannte ich. Danke aber für's Nennen - suchen musstest du ja sicher nicht.
Dies ist ja eigentlich wohl auch sozusagen die Ur-Darstellung von Treppen/Stufen, die erstaunlicherweise kein eigentlich lyrisches Thema sind; deshalb auch mein eigenes Gedicht über Treppen. Die Schnoddrigkeit da am Schluss stammt aus einer bestimmten Phase dieses Forums.

Bei Rilke gibts mehrere Stellen, bei Hölderlin eine über die Dioskuren, die sicher die Jakobsgeschichte im Hintergrund hat, und eine, die ich besonders liebe: [...] Will einer wohnen,/So sei es an Treppen,/Und wo ein Häuslein hinabhängt/Am Wasser halte dich auf. [...], in: Der Adler. (Übrigens haben beide mit Atmen zu tun - das sehe ich aber gerade eben erst im Zusammenhang.)
Ein richtiger Fund war für mich bei Albert Ostermaier: nachtschleife.

Prosastellen dürfen's auch sein, denke ich, fiktionale oder auch welche aus Briefen. Aber die kann man nicht suchen, nur finden.

Die Fotos sind längst zusammengestellt; das ist auch viel einfacher. Gestern übrigens bei Sonne (! man, wann ist hier Sonne gewesen?) neue aus der wachsenden Hafen-City, wo es flach gestufte 'Piazzen' gibt (wie ja auch am Rathaus zum Alsterfleet hin).
Danke und liebe Grüße! augustine

 

      zuppanova



Günter Kunert / Vorschlag

   24.03.2008, 19:39



es gibt ein gedicht von Günter Kunert, Vorschlag (link),
darin folgende strophe:

"Was du nicht erschaffst, du
bist es nicht. Dein Sein nur Gleichung
für Tätigsein: Wie will denn,
wer nicht Treppen zimmert,
über sich hinausgelangen?
Wie will heim zu sich selber finden,
der ohne Weggenossen?"

lg, zuppa.

 

      Schreibtisch



Adler?

   24.03.2008, 20:08 / 1 x geändert



augustine, die "Adler- Treppen " kann ich nicht finden, könntest du ihn verlinken,
fragt Schreibtisch

 

      augustine²



RE: Adler?

   24.03.2008, 21:26 / 2 x geändert



Hallo, schreibtisch! Verlinkbar gefunden habe ich den Text nur innerhalb eines Aufsatzes, der Ausarbeitung der Materialien für eine Arbeitsgruppe; das Gedicht steht auf S. 4:
, das ist, gemessen an der Schwierigkeit des Textes, noch einigermaßen verständlich; WIE schwer, sagt aber der Autor selber.

Danke, zuppa, hab's gleich an mich gerafft.

Als Dank für euch beide hier noch ein Foto-Link:
von gestern
augustine

 

      zuppanova



foto

   24.03.2008, 23:56



ha! - siehst du, augustine, zu dem foto fällt mir nun wiederum spontan direkt ein Brecht ein:

Der Pflaumenbaum (link)

-----

ich seh auf dem foto u.a. den kampf "natur" <-> "kultur"; der unbelaubte und deshalb auf mich wie schutzlos oder verletzlich wirkende baum (=natur), von der mächtigen steinernen, aufwärtsbetonten treppe (=kultur; stadt) dominiert, die ihn gleichsam zurückdrängen möchte nach unten, an den linken bildrand, aus dem bild - also, für mich fast eine allegorie; aber es gibt andere interpretationsmöglichkeiten und sichtweisen auch ...
danke für das bild. z.

 

      Elise



Erich Fried - Der Weg zu dir

   25.03.2008, 22:43



Nicht Treppen, doch immerhin Stufen fand ich bei Erich Fried, augustine.

Zitat (aus "Der Weg zu dir" von Erich Fried)

” … (so bin ich immer wieder / fast hingefallen / in deinem Garten / auf den Stufen zu dir hinauf) / Jedes Mal wenn es fällt / schlägt es auf / wie mein Stock auf die Stufen / Hörst du ihn klopfen? / Hörst du mein Herz klopfen lauter / als meinen Stock? „

Link

Mit Gruß, Elise.

 

      augustine²



RE: Erich Fried - Der Weg zu dir

   26.03.2008, 19:36 / 1 x geändert



Danke, Elise!
Stufen - das Wort ist so viel schöner als Treppen. Aber es kommt vielleicht seltener vor? Weiß noch nicht. Hab' gestern nur nach 'Treppen' gesucht.
Alles, was Übergänge sind, wär' mir recht, auch Gebirgspässe also und Schwellen, die Stufen auf heilige Berge (Mosesberg, der Berg auf Delos, wo Leto Artemis und Apollo gebar); Hölderlin--->Gotthard fällt mir gerade ein ...
Darf ich hin und wieder ein Foto herstellen?
Dies ist oben irgendwo auf Gran Canaria entstanden.

Und dies für Schreibtisch (schön, dass du wieder hergekommen bist):

ÜBER SICH
hinaus
hilft der Gewaltige
stündlich zwischen
Obgleich und Obglanz:

Schraubenjakob,
beiß mir den Schaumstoff der Leiter
bliblau.

Paul Celan; Bd. 7 der Gedichte, Nachlass, S. 248, habe ich heute endlich bekommen.

Mit Dank und Grüßen augustine

 

      zuppanova



das Phänomen "Schwelle"

   27.03.2008, 00:02



servus, augustine,

zur nacht noch ein rascher link aus meinen unübersichtlich üppigen sammlungen (manchmal dann doch ganz nützlich), der dich vllt. interessiert (kann aber sein, du bist selbst schon auf den artikel gestoßen).
es geht hier nicht um ein einzelnes gedicht, sondern um Paul Celan's Gedichtband "Von Schwelle zu Schwelle" und weiter um das phänomen der schwelle ganz allgemein. weiß nicht, ob du daraus etwas ziehen kannst. - wollte dich auch noch fragen, ob du nicht mitteilen oder andeuten magst, welches ziel dein treppen-text-bild-projekt hat.

einstweilen liebe grüße, zuppa.

 

      augustine²



RE: das Phänomen "Schwelle"

   27.03.2008, 15:39 / 1 x geändert



Danke, liebe zuppa, für den link; werd den Text nachher drucken. (Dann muss ich ihn nicht hier lesen und kann ihn notfalls 'bemalen').
Nebenbei: wie verwaltest du denn deine link-Sammlungen? So "unübersichtlich" können sie ja nicht sein, sonst hättest du nicht diesen gefunden (und zuvor in deinem Kopf gewusst, dass es so etwas gibt)????
Was ich mache? Eigentlich nix besonderes. Da es Weihnachtsgeschenke bei mir konsequent nicht mehr gibt, mache ich zum Jahreswechsel Kalender, Themen-Kalender mit (eigenen) Fotos und (nicht eigenen) Gedichten. Und das Thema ist diesmal Treppen, Stufen, Übergänge ... weil man an Treppen eben nicht "wohnen" kann. Das ist jetzt Jahrgang 7. Voriges Jahr habe ich einen blog bestückt (und der ist immer noch nicht fertig) mit BERLINER INSCHRIFTEN, vor allem Fotos. Falls das wen interessiert: der link ist; hier ist er ja gut genug versteckt.
Liebe Grüße von augustine

 

      zuppanova



Ada Christen

   28.03.2008, 12:13



schon wieder die zuppa, diesmal mit Ada Christen, -> link

"
Fünf Treppen hoch, fünf Treppen hoch,
Dem Himmel nah, dem blauen,
Die Tauben nur vermögen noch
In unser Heim zu schauen.
"

gut, diese art von gedicht mag nicht jedermann’s geschmack sein. Ada Christen muss man als person sehen, als frau in ihrer zeit. beschäftigt man sich ein wenig mit ihrer biografie, dann läßt ihr werk sich schon respektieren.

lg, zuppa.

(die "verwaltung" der link-sammlungen, also die ordnungsprinzipien dabei, kann ich kaum erklären, augustine. ich habe dateiordner mit titeln wie: rundum, blitze, wortfetzen, for free, gut gebildet, kitsch, erleuchtung, notfall, zitiern und andere mehr. wenn ich irgendwo auf etwas geschriebenes stoße, das mir gefällt, sortiere ich es ein, als link, oder auch als kopierten text. im fall des falles fällt mir dann ein, wo ich nachschauen muss, wo was ist. also, die verwaltung geschieht wahrscheinlich durch von mir nicht bewusst kontrollierte synaptische verknüpfungen in meinem hirn ...)

 

      Schreibtisch



RE: das Phänomen "Schwelle"

   07.04.2008, 08:26



Guten Morgen augustine,
habe grad auf der Suche nach etwas anderem dies hier gefunden
und schicke es dir mit einem Morgengruß,
http://www.thomasverlag-leipzig.de/bilder/gif/t_195.gif

 

      Schreibtisch



Mascha Kaleko

   29.04.2008, 22:27



...noch was treppiges...
http://www.gedichte-garten.de/forum/ftopic34-0-asc-30.html




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