Sinnbilder · autumncat · ·


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      autumncat



Sinnbilder

   19.02.2008, 22:48



Sinnbilder

Sinnbilder bilden keinen Sinn.
Der Zeit voraus ahnen kann
man nicht - es kommt nie
so, wie man erhofft oder will.
Was bleibt, ist ein Kampf um
dich, um mich, um alles und
nichts.Was wir tun ist falsch,
tun wir nichts, ist es auch falsch.
Also - wer sagt uns was richtig
ist? Wer darf das sagen und hat
er auch recht damit? Wer?
Ich kenne niemanden. Also
bleibt uns Verirrten nur der Sinn,
den es nicht gibt, niemals, nein.
Nichts.

 

      zuppanova



RE: Sinnbilder

   20.02.2008, 14:37



grüß dich, autumncat.

das soll bitte kein affront sein, aber ich muss gestehen: dein text gibt mir nicht viel.

gedicht? eher nicht.
ein stückchen prosa (wenig elegant geschrieben, in der aussage kärglich), dem die entertaste zur versform verholfen hat. allerdings scheinen mir die zeilenumbrüche völlig unbegründet gesetzt. warum gerade so und nicht an anderen stellen, das erschließt sich mir nicht. (einzige vermutung: du wolltest vllt. einen "block" erzeugen, also jede zeile annähernd gleich lang machen ... ?)

philosophischer inhalt? ich finde keinen.
was ich allerdings finde, sind belanglose allgemeinplätze und leerformeln. was soll eine aussage wie es kommt nie so, wie man erhofft oder will denn bringen? das ist für mich eine worthülse. kann man der nachbarin vorjammern, so als pauschalen lebenserfahrungsseufzer auf small-talk-niveau zwischendurch übern gartenzaun, oder der besten freundin, beim herz-ausschütten unter vier augen. der rest vom text: ähnlich - eine floskel an der anderen, unterstützt von man ("man muss", "man soll", "man darf", "man kann nicht" usw. - na und? wer ist man? und wer sagt, was man tut/nicht tut?) und von einem vereinnahmenden wir, welches mich sofort misstrauisch macht ("was wir tun, ist falsch ..." - nein, ich leserin will kein "wir" sein - das ist freiheitsberaubung, da sträubt sich mein fell): meine erfahrung ist nämlich, dass solch ein "wir" meistens dann eingesetzt wird, wenn leute mir was überstülpen wollen, mich überzeugen wollen, belehren, vereinnahmen, ohne aber argumente zu haben.

nein: diese art text ist nicht mein fall.
vllt. fühlen sich aber andere angesprochen.

lg, zuppa.

 

      rollerball



RE: Sinnbilder

   20.02.2008, 18:57



Auch mein Fall ist dieser Text auf keinen Fall, weder inhaltlich noch formal, doch Zuppas berechtigten Vorwurf betreffend Entertaste könnte man auch so manchen anderen Autoren (sowohl in diesem als auch in anderen Foren), und ebenso vielen relativ prominenten und erfolgreichen Schreiberlingen machen. Wer sich da heutzutage nicht alles als Lyriker präsentiert, ohne auch nur das elementarste handwerkliche Rüstzeug dafür zu haben ...

 

      Jolante



RE: Sinnbilder

   20.02.2008, 22:50



Leider, autumncat,
macht mich deine Aufzählung bestenfalls alltagstauglicher Banal-Weisheiten nicht gerade an. Im Klartext: Ich halte das Gedicht nicht für geglückt. Vielleicht solltest du es mal mit Prosa versuchen. Im übrigen schließe ich mich rollerballs Ausführungen an.

Gruß Jolante




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