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schwester-onni
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wollte ich cool sein
und witzig
und gewandt
und intelligent
und schön
Ich hatte ganz vergessen,
dass ich das bin
- gewesen wäre -
auch ohne Dich!

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lost
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Für Dich wollte ich cool sein und witzig und gewandt und intelligent und schön. Ich hatte ganz vergessen, dass ich das bin - gewesen wäre - auch ohne Dich!
ja! so etwas lese ich gern, denn es sagt mir: weder die Frauenbewegung noch das Liebesgedicht ist tot. da sind diese tapferen, klugen, etwas übergewichtigen, von der Beziehungsfortune benachteiligten, um Selbsterkenntnis, Selbstbewusstsein und Selbstbefriedigung ringenden, mausbraunhaarigrotblondgesträhnten, nie wirklich spitzzüngigen, aber ewig untertönig quengeligen, floskelbewehrten, nicht sehr weiblich wirkenden Wesen, die Brigitte heißen oder lesen und wissen, wie man auf Hausfrauenart psychologisiert (in Form eines "Liebesgedichtes"), ohne sich anstrengen zu müssen.
und nun: da capo, diesmal aber mit Zeilenumbrüchen (als "Gedicht", zweistrophig):
ja!
so etwas lese ich gern, denn es sagt mir:
weder die Frauenbewegung noch das Liebesgedicht
ist tot. da sind diese tapferen, klugen,
etwas übergewichtigen,
von der Beziehungsfortune benachteiligten,
um Selbsterkenntnis, Selbstbewusstsein
und Selbstbefriedigung ringenden,
mausbraunhaarigrotblondgesträhnten,
nie wirklich spitzzüngigen, aber
ewig untertönig quengeligen,
floskelbewehrten, nicht
sehr weiblich wirkenden
Wesen,
die Brigitte
heißen oder
lesen
und wissen, wie man
auf Hausfrauenart
psychologisiert,
ohne sich
anstrengen
zu müssen.
zum Schluss noch ein kleiner Veränderungsvorschlag, dessen Umsetzung natürlich ganz im Ermessen der Autorin liegt: wie wäre es mit Für Dich, Du Schwein als Titel, an Stelle des bei Liebesgedichten doch möglicherweise etwas altbacken wirkenden Für Dich ?
best regards, lost aka Onnu Orkus.

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schwester-onni²
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Tja, so hatte ich das gar nicht gesehen - aber besten Dank für die Bewusstseinserweiterung, die ich im Übrigen darstellen wollte. Mir ging es eher darum zu zeigen, dass man sich im Laufe seines Lebens immer wieder verliert und es meist andere Menschen sind, die einen daran erinnern, wer man eigentlich ist.
In diesem Sinne also ein äußerst positives, überhaupt nicht verletztes sondern tief dankbares FÜR DICH!

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lost
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Mir ging es eher darum zu zeigen, dass man sich im Laufe seines Lebens immer wieder verliert und es meist andere Menschen sind, die einen daran erinnern, wer man eigentlich ist. ...
... die einen also daran erinnern, dass man cool, witzig, gewandt, intelligent und schön ist/wäre/gewesen wäre ohne sie/wenn sie es einen nur sein ließen/hätten sein lassen?
=> du hast die innere Logik deines Textes offenbar nicht ganz im Griff.
nun, wie auch immer: es war mir eine Ehre, dich daran zu erinnern, dass dieser Text (für meine Messlatte viel zu) seicht ist, inhaltlich wie auch formal (das hängt in der Regel zusammen, bedingt sich auf geheimnisvolle Weise), und eher an eine abgeleierte Kalenderblattweisheit erinnert, denn an ein "Gedicht".
btw.: wer "ist" man eigentlich?*
Menschen, die sich "immer wieder verlieren", und dann durch wundersame Fügungen, Begegnungen oder sonstige Einwirkungen auf einmal "daran erinnert werden" oder "wissen", wer sie sind, machen mich skeptisch. das klingt "zu einfach" für "echtes" Leben. das nenne ich Instantphilosophie.
______________________________________
*diese Frage verpflichtet nicht zu weiterer Diskussion, sondern möchte eher zum meditativ stillen Nachdenken anregen.

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schwester-onni²
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Nun ja, es soll ja schon häufiger ein Unterschied zwischen Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung vorgekommen sein. Ich glaube nicht, dass es ein Mensch schafft sich permanent zu hinterfragen, sondern oftmals geht man doch eine zeitlang den Weg, den das Leben gerade für einen hat. Tja, und manchmal vergisst man dabei wer oder was man sein wollte, wie man sich sieht, was man vom Leben so erwartet... (frei ergänzbar)
Das Interessante war für mich die Erkenntnis, dass man sich nicht selbst daran erinnert, sondern dass das andere Menschen tun (Fremdwahrnehmung). Und dann ist es vielleicht so, dass man von dem was andere in einem sehen überrascht ist, weil man dachte, dass das längst auf der Strecke geblieben ist - nur weil man es selbst nicht auf dem Schirm hatte. Man wäre es also so oder so gewesen - zumindest für die anderen. (soviel zur inneren Logik)
Nun zum formalen Niveau: Da gehe ich mit, allerdings war ich mir nicht darüber im Klaren, dass die Kritik darüber gleich bei meinem ersten Beitrag so harsch wird. ;-)
Und: Es war nicht die Rede vom sich immer wieder verlieren und von wunderbaren Fügungen, da machst du es dir wohl etwas zu einfach in der Deutung.
Nun zur letzten Frage: Wer ist man eigentlich? Gegenfrage: Wer weiß das schon? Aber: Ich denke es gehört zu einem gesunden Selbstverständnis, sich die erste Frage ab und zu zu stellen! - im "echten" Leben.

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lost
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was die harsche Kritik angeht:
schreibe doch ganz einfach bessere
Texte, dann wird die Kritik auch
bald weniger harsch sein.
ansonsten (aber das ist off topic, und ich sage es ganz leise):
Dank für diesen Crashkurs in angewandter (Selbst)Erkenntnis- und Bewusstseinserweiterungspsychologie!
ich habe ein Faible für Menschen, denen die Be-lehrsamkeit (sic!), die Lebensklugheit nebst gesunder Selbsthinterfragung ("wer bin ich?") inclusive Fremdwahrnehmungseinbeziehung so offensichtlich gegeben ist. solche Menschen wissen in der Regel, wo’s langgeht - nicht nur für sich, sondern auch und vor allem für andere. man braucht ihren lebenserfahrungsgestützten Ratschlägen nur zu folgen, dann ist alles gut.

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schwester-onni²
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Soso, ich sehe, wir werden nicht wirklich zueinander finden. Mir persönlich sind Menschen, die derart schnell Werturteile über andere verteilen, suspekt. Was die Arbeit an besseren Texten angeht, will ich mich gern bemühen, den gehobenen Ansprüchen des werten Lesers zu genügen.

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lost
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| Zitat: |
| Was die Arbeit an besseren Texten angeht, will ich mich gern bemühen |
das ist auch das einzige, was mich annähernd interessiert hier. deine Bewusstseinslage mag sein wie sie will, da werte ich gar nichts - solange du nicht versuchst, sie unbeholfen in ein paar schmalbrüstige Verszeilen zu packen und das Ergebnis als Liebesgedicht zu verkaufen.
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