code · zuppanova · ·


Vern@tzte Texte · Forum für Literatur & Germanistik
 

Neue Beiträge   |   Registrierung   |   Lesungen Literatur auf YouTube - Gedichte - Forum für Literatur und Germanistik  |   dradio   |   Archiv   |   l o g i n

 
~ Startseite
kafkaesk
~ Neue Beiträge
~ Beiträge suchen
Literatur
~ Prosa
~ Gedichte
~ Diskussionen
~ Literaturwissenschaft
Literatur
~ Leseliste
~ Forenliste
~ Gäste-Chat
Literatur
~ Impressum

  Online

  Lesungen

  Piep, piep, piep...

  Aktuelle Themen

welt

Kipp-Phänomene: Brillante Rhetorik

Reise durch lit-on

Texte zitieren auf literature-online.de

Mein Buchhändler

Dichte Reime

Zwei Gedichte

Enjambements in Heyms Berlin III

G7sus4 (12-string) --> für chantal

Vatnajökull (prisma)

Achrad (6)

Trahisa (5)

Letzte Nacht

Straße

Glück ^^ Meine schönsten Aporismen !!!!!!!

Feierabendland

Ein Dogma

Distanz

in die nacht

Jahrestage


 

      zuppanova



code

   28.01.2008, 00:16



code
das | gedicht


~ | ~
~ | ~
~ | ~ | ~
~ | ~
~ | ~
~ | ~


____________
ein experiment halt, grade fertig geworden.
immer an den links entlang klicken,
station für station ...

 

      augustine



RE: code

   28.01.2008, 11:07 / 1 x geändert



Also, zuppa. da ist er ja: der erste Text in der neuen Rubrik!
"ein rotes signal" steht aber nicht auf 'halt', sondern auf blau-quadratischem untergrund; nicht bayerisch-blau, eher preußisch-blau
und die metro im minutentakt in finsteren röhren bringt massen zum ziel - les ich auch als einen dank an mf ("Madrid").
preußisch-blaue grüße von augustine, vergnügt

 

      zuppanova²



RE: code

   29.01.2008, 00:15 / 1 x geändert



augustine, ohje, an "Madrid" (du meinst diesen text, oder?) hab ich gar nicht gedacht gehabt, aber du hast recht, das kann man assoziieren --- (und bedankt, stimmt, hab ich mich auch noch nicht, muss ich offiziell nachholen ...) -

wegen dem blau: da hab ich versucht, einen farbton, blauton zu treffen, den ich "sehe", wenn ich im U-bahnhof unten ein stück in die röhre hineinlauf (was man ja eigentlich nicht darf) ...

lg, zuppa.

edit: sehe eben, du hast den text auch schon verlinkt.

 

      lost



RE: code

   01.02.2008, 01:42



blau: ein Stichwort?

nach einigem Klicken hat man den Kern der Sache vor Augen, den ziemlich knappen Text, welcher entschlossen zwei Themen verbindet: "das Gedicht" (die Lyrik?) und "die Metro" (Symbol metropolisch modernen Lebens?).
dazu zwei Farben: blau (Vergangenheit, Erinnerung, Ferne, Romantik, Transzendenz, Himmel, Geist, Unendlichkeit, sagen wir doch: die lyrische Farbe schlechthin) und, gleich im Titel, ein einziges Mal nur, als "Signal" die Farbe rot (Feuer, Kraft, Kampf, Warnung, Aggression, Blut usw.).

wäre es weniger spät in der Nacht, könnte man nun anfangen, über die Bedeutung dieser Farben in Zusammenhang mit dem Text zu spekulieren. was ist die Botschaft? wird mitgeteilt, was ein Gedicht ist, sein könnte, sein soll in (post)modern verstädterten Zeiten?

lost, taking a shortcut.

 

      zuppanova²



RE: code

   07.02.2008, 09:09



bedauerlich, lost,

dass du abgekürzt hast. dein zweifarb-gestützter einstieg
in die metro gefällt mir gut. ich hätte gern auch etwas
über die fahrt gelesen, über den comfort der
waggons, über die menschenmassen, die
frequentierten stationen ...

zuppa.

 

      wohlgesonne



RE: code

   09.03.2008, 06:48



Zum einen ist mir da zu wenig Englisch, um anderen sind zu viele Spermien.

 

      zuppanova²



RE: code

   10.03.2008, 00:09



natürlich, wohlgesonne, freue ich mich (immer!), wenn einer meiner texte gelesen wird, und bin auch stets bemüht, auf jede kritik, zumal wenn sie geistreich und scharfsinnig ist, wenn die intensive beschäftigung des lesers mit dem quelltext, also auch sein (des lesers) ehrliches ringen mit interpretationsansätzen, zugangssperren, hermetik, hermeneutik, leerstellen, lesarten, vieldeutigkeiten, bildebenen, kontextualisierungen, mythologischen anmutungen, zitationen, immanenzen, reminiszenzen, korrespondenzen, mit meta- oder subebenen, mit symbolismen, anglizismen, ikono- oder typografischen querbezügen, redundanzen, montagen, überlagerungen, verkürzungen, imaginationen, utopien, fiktivationen, wenn also dieses tiefe, ringende sich-mühen, dieses ganz-sich-einlassen des lesers mit dem oder auf den gegebenen text, wenn das, sag ich mal, mir als autorin spürbar wird, wenn das durchkommt in der kritik, die so ein leser mir schreibt zu meinem text, also dann, dann bin ich immer sehr gerührt, sehr bewegt, emotional und so, und bin infolgedessen, also aufgrund dieser emotionalen geschichte (hat jemand ein taschentuch bitte?) bin ich dann immer auch stets sehr sehr sehr bemüht, auf so eine kritik einzugehen, zu reagieren, und zwar angemessen, weil ich mich eben so angesprochen fühle, weil ich mich gemeint fühle, weil ich spüre, WIE ich da erkannt werde, ich als mensch und autorin hinter meinem text, ja, oh ja, das ist fast schon ein ozeanisches gefühl dann, ein innerer jubel, eine art euphorie, ausschüttung von serotonin, von dopamin, glückshormone setzt so was frei, und die breiten sich aus in mir, die glückshormone, ganz erfüllend, und es drängt mich, antwort zu geben, wort um wort, sozusagen, da möchte ich nichts im vakuum verklingen lassen, oder (wie man auch sagt) da möchte ich nix anbrennen lassen, da lass ich keinen wohlgesonne im regen stehen allein ohne schirm wie bestellt und nicht abgeholt als begossenen pudel, bis ihm sonstnochwas nass wird und er sagt dann am ende nix mehr, weil er eine erkältung hat, nasennebenhöhlenentzündung, halsschmerzen, schluckbeschwerden, die ganzen symptome, kehlkopfverdickung womöglich und XXL-schwellung der rachenmandeln, dann bronchitis, schließlich lungenentzündung, krankenhaus, wochenlange bettlägerigkeit, entkräftung, schwierige rekonvaleszenz, ja, das kann schnell gehen, nein, also nein, oder vielmehr: doch ja, jadoch, zum soundsovielten male: ja! da wird mir so warm ums herz, mein solarplexus vibriert, so dass ich es herausschreien MUSS, herausSCHREIBEN muss, zwingend, dringend, das läßt sich gar nicht zurückhalten, das schreibt sich von allein, eine antwort, ja (schon wieder!), eine antwort für wohlgesonne, das bin ich ihm schuldig, lieber gott oder liebe göttin, lass mich die richtigen worte finden, liebe göttinmeingott, gib mir das nötige feingefühl, gib mir eine geschmeidige zunge, benetze, durchtränke meinen geist mit sprachintelligenz, bade mich in inspiration, lass die kraft des wortes über mich kommen kaskadisch brausend, damit ich es ihm denn sagen kann, dem wohlgesonne, damit ich ihm hier antwort gebe, was passt da, wie ihm danken für sein lesen, wie mich erkenntlich zeigen für seine treffenden worte, für seine ehrliche stellungnahme, seine prägnante, unverschnörkelte herangehensweise an diesen meinen kurzen, erbärmlichen, ärmlichen text, ihm (dem wohlgesonne) bin ich verpflichtet zu dank, ohmeingottstehmirbeilassmichdierichtigenwortefindenjetztgöttin, danken will ich dir, wohlgesonne, danken mit feuchten augen und glühendem herzen und freudiger zunge, danken für deine klaren, wohltuend spontanen und unverstellt geäußerten ideen zu meinem text, danken für deine sehr konstruktiven und durchdachten veränderungsvorschläge, ja, ja, und nocheinletztesmal ja, aber ich mach da nix mehr dran an dem "code", ich nehm da kein einziges spermium raus, nein, und da kommt auch nicht mehr englisch rein, neinein, und verbleibe in diesem sinne respektvollst mich kurz fassend
zuppa.

 

      augustine



RE: code

   11.03.2008, 17:59



Hallo, liebe zuppa,
ich muss nun schon hier schreiben, "woll", weil ich mich ja auf deinen Text beziehe. Und er war herzerquickend in seiner zuppanischen Wortgewalt.
Wir haben hier also ein sehr merkwürdiges Phänomen, die Inspiration solcher, die denken und die schreiben können, durch einen, der's nicht kann: deine Inspiration wie zuvor die von lost (der ja nun nicht mehr will). Insofern müsste ja sogar ich wünschen, dass jener pilsbesäuselte Narr bliebe - damit man so etwas wie diesen Ausbruch von dir ähnlich mal wieder lesen könnte. Ja, so. Um das nach Konstellation beste draus zu machen.
Und dann habe ich allerdings doch noch Gedanken, die ich freilich für mich behalte(n muss).

Du brauchst zur Inspiration aber auch nicht den.
Dich aber brauchen wir.
Drum grüße ich dich herzlich, augustine

 

      zuppanova²



RE: code

   13.03.2008, 00:12



augustine, was soll ich sagen? du hast dich also durch den ganzen worthaufen durch-ge-lesen. lag mir halt alles auf der zunge und - schwupp - schon wars draußen. dein herzerquickend erquickt mich. es dankt die zuppa.

 

      wohlgesonne



RE: code

   14.03.2008, 05:29



He, ich las mich auch durch. Jeder Satz, jede verletzende Wendung, Jedes Stück Klinge mag man mir pilsbesäuselten Narr (tausend Dank!) danken. Ich weiß Zuppas Loslassen von sämtlichen englischen Begriffen zu würdigen. Das mag nicht einfach gewesen sein!

Gut, wo war ich? Wie auch immer. Ich schätze ich mag Zuppa, liebe sie vielleicht sogar aufgrund all der Worte und Würdigungen!

Für Euch,
wohlgesonne

 

      zuppanova²



zuppa im zwiespalt

   17.03.2008, 14:24



Zitat:
Ich schätze ich mag Zuppa, liebe sie vielleicht sogar aufgrund all der Worte und Würdigungen!


jessas, jessas, beim wortreich gekräuselten Zungenschlag der entrückten Veritas von Satzhausen, was mach ich nur, was mach ich nur --- soll ich die wohlgesonne’sche "liebe sie vielleicht sogar"-Erklärung jetzt ernst nehmen oder unernst?

zwiespältigst -> zuppa.

 

      lost



Kunst und Gunst der Antwort

   21.03.2008, 15:00



congrats, zuppanova,

eine in der Tat sehr sprechende Antwort, die Kaskade weiter oben (vgl. augustine); leicht perlend, mit ironischen Untertönen. Wiederholungen und Schein-Längen als Stilmittel. Schachtelungen ... ich bin geneigt, diese "Antwort" als eigenständiges Stück Text zu lesen, als "ganz anders" angelegten Essay über Die Kunst und Gunst der Antwort (nur ein Vorschlag). freilich bedarf es einer gewissen Übung im Lesen, sodann auch einer gewissen Feinsinnigkeit und einer inneren Weite nebst Fähigkeit und Bereitschaft, sich von alten Mustern zu lösen, um die Qualitäten dieser "Antwort" zu erkennen. das ist übrigens NICHT ironisch gemeint.

beachtlich, wie stilsicher, elegant und wendig du eine zwar wohlgesonne, aber doch bescheidene Vorlage ("Zum einen ist mir da zu wenig Englisch, um anderen sind zu viele Spermien.") aufgreifst und üppig parierst, meine Liebe. erfreulich in diesem Zusammenhang, dass der von dir so großzü(n)gig Be(ant)wortete deine Zuwendung immerhin zur Kenntnis nahm (womöglich gar zu schätzen weiß?).

lost. best.

 

      zuppanova²



RE: Kunst und Gunst der Antwort

   25.03.2008, 10:43



"Kunst und Gunst der Antwort" - das ist eine sehr schöne
formulierung, lost, und gut antworten, ja, ist eine kunst,
und gute antwort zu erhalten eine gunst. ich danke dir.

 

      wohlgesonne



RE: Kunst und Gunst der Antwort

   30.03.2008, 05:40



Ich antworte jetzt mal nicht gut, hoffe aber, dass Du mich nicht vergisst, zuppa. Vorläufig.

 

      augustine



besäuselte Muse ...

   30.03.2008, 20:39 / 1 x geändert



... vielmehr: besäuselter Muserich, dieser da, der früh morgens, bettschwer abgefüllt, in den Schlaf sank? Kann er noch meinen, auf jede seiner Dummerhaftigkeiten eine funkelnde Satire retour zu kriegen, wie sie einige hier, darunter du, zuppa, so meisterlich können und die dann der eigentliche Gewinn seiner Ausdünstung ist?

Löschest du aber seins, so lösche nur munter auch dies.
Lässest du beides hier stehn: vielleicht ja küsst wen die Muse.

augustine, unentschieden über das, was sie wünschen soll




Views heute: 5.321 | Views gestern: 5.897 | Views gesamt: 5.493.259