| |
|
Vladimir
|
24.01.2008, 16:18 / 1 x geändert
|
|
Du wohntest - wie Albertine! - bei
mir - nur
in meinem Zimmer. Blonde kühle
Freundin war da (abends) und
vom Sofa mit mir rettetest du
dich (so schiens) zu
einem Bettknäuel mit ihr (was
sollt ich tun? Warten und
die Luft nicht hassen.) Auch das: lustig? Du
gingst - ihr beide gingt nach unten zum
- erfuhr ich später - kranken kleinen Bruder von dir, hatte
Zahnweh (drum warn auch seine Eltern schemenhaft
da). Ich blieb oben auf meinem
Bett. Blätterte die Zeit
überbrückend in einer glänzend gebundnen
Chronik - natürlich das meiste
Nazizeit: Ein pixelixes s/w Foto von einer Kirche mit Soldaten vor ließ sich
ausklappen - Massaker von Miniville oder so. Cela ma serre
le coeur. Ich las: den
Eintrag über Celan und Ruth: ihr
Abschied; ein
Gedicht, das ging (ganz aus dem
Gedächtnis): "Wir spielten mit
malvenfarbenen Würfeln. Auch ich
trag Wände in mir. Sämtliche
rafales schieß ich tag-
ein, tagaus. Ich winde
Stacheldrahte; Schlacht-
felder, Blöcke, - den tiefsten Bunker-
kerker (und daneben dann wieder pixelige
Illustrationen eines winzigen Raums etc.) mageninnert
meine Seele. Doch
habe ich in deinem malvenfarbenen
Tod
das Leben." - Denn Ruth war ja gestorben! Also tief gerührt
fiel ich wahrscheinlich schlafend und träumte: ich
trüge meinem ältesten Bruder unten vorm Hauseingang unter
bleiblauem Himmel und in störender Anwesenheit irgend-
eines behuteten, braunmantligen Passanten meine
erste Kurzgeschichte vor - schüchtern, natürlich auch über
die Nazizeit, "le départ" hieß das in etwa und ziemlich
abgekupfert von der Chronik. Unten schreite
noch der kleine Bruder - nein lachte, war fast
geheilt. Ich tritt
ins Treppenhaus unter die
Schattenaugen deiner
Eltern (war ja
zuhause!) Der kleine
Knirps mit den kurzen dichten
schwarzen Haaren hing
am Geländer und
feixte. Es wars
nicht nötig, du kamst auch
so, als du unten fertig
warst.
Als Normalzustand - über die kurze Trennung
niemals in Frage gestellt (warum
nicht bei mir?!) - legtest du dich
im Bett neben und leicht unter
meine Schulter, häuslich
gewohnt und
du.
Das Gedicht ist aus der ganz wörtlich zu verstehenden Reihe "Träume". Wer genau hinsieht wird die Gerissenheit des Traumschickenden (nicht des Dichters!) verstehen.

|  |
augustine
|
Diesmal habe ich dein Gedicht kopiert und dann als Prosa gesetzt. Da gefiel es mir besser, fand ich die Klammern und Gedankeneinschübe erträglicher. Die Verbindung zum Krankenbetttext ist deutlich.
Celan und Ruth (Lackner-->Kraft): ich hab das Gedicht im Frühwerk gesucht, aber nicht gefunden; das lag wohl an wenig Zeit. Vielleicht suchst ja du es raus ...
Demnächst mehr. augustine

|  |
Vladimir²
|
Das Celan-Gedicht ist traumentstanden. Der Witz ist nur der malvenfarbene Tod!
Gruß,
Vladimir

|  |
augustine
|
Als Gedicht, Vladimir, finde ich deinen Text noch immer zu lang.
Als Prosa gesetzt, las ich ihn gerne; ohne die Klammern und Gedankeneinschübe aber hätte ich ihn, glaube ich, lieber gelesen. (Ziemlich viele Fehler sind drin, ganz banale Rechtschreibfehler; wie das?)
Wieder beim Text mit Zeilen-Abtrennungen, glaube ich zu bemerken: fast ausnahmslos sind sie so gesetzt, dass sie sich einem gewissen Erzählfluss, der sonst vorhanden wäre, in den Gedankenweg stellen, wie ja auch die Klammern. Ich kann dem durchaus Reiz abgewinnen bzw. den bemerken, der drin enthalten ist: ein Spiel mit der Handlung, der wenig ausgeprägten, den Gefühlen vom Verlieren der Freundin, als sie fortgeht, und dann dem "Normalzustand", als sie wiederkommt. Oder auch: Traumnacherzählungs- und Traumdeutungsversuch in einem?
Braucht es die literarischen Anspielungen (Albertine - wer fängt damit wirklich etwas an? -, Celan und Ruth), die politische?
Das Gedicht ist "traumentstanden". Die Anspielungen waren vielleicht enthalten. Das wäre aber keine Begründung dafür. Und: Muss es deshalb versuchen, den ganzen Traum wiederzugeben?
Sätze wie der zweite in der Erläuterung unter dem Text klingen hochnäsig: "Wer genau hinsieht" - genaues Hinsehen braucht viel Zeit ...
Wer ist der 'Traumschickende' - weißt du das? Ich weiß eigentlich nur, dass niemand das weiß. Ich habe mich mit der Traumtheorie von C.G.Jung mal länger beschäftigt, aber sie erschien mir später viel zu selbstsicher, wo niemand sicher sein kann, auch zu esoterisch. - Der "Dichter" müsstest nach dieser Verteilung du sein. Sollte man den Anspruch so offenkundig machen?
Viele Grüße! Mal sehen, ob's Karnevalsträume gibt. augustine

|  |
Vladimir²
|
05.02.2008, 20:12 / 1 x geändert
|
|
Das Gedicht ist eine Art Experiment: Wie komme ich an die Traumwirklichkeit am besten heran? Zu oft erlebe ich, dass bei der Erzählung von Träumen durch Phrasen wie "Ich hab sowas verrücktes geträumt!" das eigentliche des Traumes sich in Luft auflöst (Nabokov hat da mal was schönes zu geschrieben). Also warum nicht einfach in einem Gedicht nüchtern einfach aufschreiben.
Deswegen kann ich Albertine, Celan und Ruth nicht rausnehmen. Das wäre eben wieder ein "den üblichen Maßstäben anpassen" - das, was sonst die Traumerzählung so fade macht. Über die Verse kann man natürlich streiten. Ich könnte aber für sie argumentieren - rhythmisch, wie eigentlich immer.
Mit dem, was ich drunter schrieb, wollt ich auf keine Traumtheorie anspielen oder dergleichen; sondern ich dachte vielleicht findet jemand das witzige Spiel mit dem "malvenfarbenen Tod":
Da schreibt Celan in dem Nachtaufwach-gedicht am Ende als von der Traumrealität nun befreite Erkenntnis: "ich weiß es nun wieder: du starbst nicht den malvenfarbenen Tod." Er hatte das also geträumt: diesen malvenfarbenen Tod. Und in meinem Gedicht ist nun Ruth tod, ist sie diesen malvenfarbenen Tod wirklich gestorben - aber ja im Traum! Und mit dem "traumschickenden" wollt ich nur zum Ausdruck bringen, dass nicht ich mich dieser Rafinesse rühme, sondern den Traum, dass ich also nur wiedergebe und selber staune. Gar nicht hochnäsig!
Ich bin mir der Gratwanderung, die dieses Experiment darstellt, schon bewusst: Denn es ist ja trotzdem mein Gedicht, wird als Gedicht gelesen und muss sich dichterischen Maßstäben stellen. Aber: who cares? Ich find spannend, was rauskommt; in welchen Zusammenhang die Dinge kommen.
Liebe und dankende Grüße
Vladimir

|  |
augustine
|
05.02.2008, 21:14 / 4 x geändert
|
|
Ja, sicher ein Experiment. So habe ich es auch gelesen. Und bei den Anspielungen wollte ich so gewissermaßen die Aufrichtigkeitsbestätigung; verzeih, wenn das zu hart klingt. Sonst kann ich dir folgen -
nur (und das liegt nicht an dir): an Traumwirklichkeiten kann man nicht herankommen, eben einfach weil sie TRAUMwirklichkeiten sind. Man kann (ich konnte) versuchen, sie zu 'deuten', die eigenen also, in früheren Zeiten, und es ist umwerfend, was einem immerhin wieder einfällt, wenn man innerlich drauf eingestellt ist, dass einem was einfällt; das ist aber nicht die Wirklichkeit des Traums, wie er gewesen ist. Man kann also versuchen, irgendwas draus zu retten, das zu beschreiben, wahrscheinlich damit auch schon zu deuten - aber es ist nie erreichbar. Ich kenne zum Beispiel Stimmungen in Träumen, die an Wahrnehmungsfähigkeit und ... (schon das ist kaum zu benennen) alles übersteigen, was ich sonst je erlebt habe. Und wache auf und weiß: es ist nicht festzuhalten.
Es doch zu tun, war ein Versuch hier: aber nicht gelungen; oder auch zuppas traumfragment.
Es kommt noch eine Antwort zu deiner in meinem Text. Ich werde dir einen Zirkelschluss vorwerfen ...
Und später am Abend Celans Mohn und Gedächtnis aufschlagen.
Einen herzlichen Gruß. augustine

|  |
augustine
|
09.02.2008, 18:14 / 5 x geändert
|
|
Vladimir, erst noch eine andere Antwort als die, die auch noch aussteht.
Ja, es ist wahr, ich hätte das einfach merken können, den "malvenfarbenen Tod", eben aus Textkenntnis. Mal einfach gelesen haben (selbst wenn diese Formulierung auch in dem Goll-Skandal eine - kleine - Rolle spielte), das genügt eben nicht.
Hast du aber Lust, mit mir zusammen dem Celan-Gedicht näher zu kommen?
Ich schreibe mal auf, was ich bis jetzt glaube verstanden zu haben:
* die "Halbe Nacht"; das Weihnachtslied Es ist ein Ros entsprungen geht ja zurück auf Jes 11,1ff, eine Messias-Ankündigung; was Praetorius damit gemeint hat (auch der Text ist von ihm), ist wohl eine mitternächtliche Geburt, außerhalb des Tagesrummels, aber auch dadurch nicht erkennbar als eine aus dem Stamm 'Jesse'; Celan, der ungläubige Jude, war ein Bibelkenner von großer Tiefe des Verstehens, auch einer, der sich, immer in christlicher Umgebung lebend, am Hochmut der Christen skandalisiert hat; bei Felstiner habe ich mehrere Beispiele dafür gefunden, aber jetzt nicht herausgesucht
* die Dolche (2x), Mordinstrumente, im Traum in (ihre, aber nur ihre?) sprühend-lebensfroh gewesenen Augen gestoßen; (Auge/Aug kommt in Mohn und Gedächtnis dauernd vor; hier der Teil: Der Sand aus den Urnen); die "halbe Nacht" vielleicht, weil Celan und Ruth (von ihr wusste er das Versteck, in dem auch seine Eltern vielleicht hätten überleben können) beide überlebt haben, aber gezeichnet vom Leid, von Schuld
* was bedeutet der Doppelpunkt nach "Schmerz"? die "Tücher" sind wohl die aus Schwarze Flocken. gerichtet an die getötete Mutter; die "Wolken" verhüllen - was aber, kann man das genauer fassen vielleicht?
* ein Leidensgedicht - und ein Liebesgedicht, der Tanz auf dem seidenen Teppich - immerhin Tanz zwischen zweien, aber im "Dunkel", noch in der halben Nacht
* die "schwarze Flöte": Flöten sind holzfarben oder aus Metall - oder aus Bein, Totenbein; diese ist schwarz (Block-Flöte; die Blocks der Sklavenarbeiter, wie ja auch C. einer war, ein lebendiger Mensch wie lebendiges Holz, zur Vernichtung durch Arbeit bestimmt)
* "Meerschaum", ein Mineral, das so hart ist, dass man Pfeifenköpfe draus machen kann -->pfeifen, weitere Assoziationen); C. nimmt das Wort wohl wörtlich: dann ist Aphrodite gemeint, die aus Meer-Schaum Geborene, und weil der Schaum Same ist in der Mythologie, steckt auch noch drin: das Sich-weiter-Zeugen des jüdischen Volkes, trotz dessen, dass es zur ausgestorbenen Rasse gemacht und museal besichtigt werden sollte
* die Liebende taucht sanfte Finger in die verletzten Augen, das lädierte Ich wird getröstet
* "Keines" soll noch weinen; eines/keines kenne ich aus dem Schwäbischen, ein alter Dualis
* die Tänzerin kommt ja spät, aber dann beschleunigt sich Bewegung und Ton
* kann das "sie" bei den Ringen noch jemand anders sein als die Tänzerin; wer würfe beiden die Riinge zu?
* nichts scheint mir einfach: die "feurige Pauke" enthält auch das Feuer der Krematorien; die "Ringe" werden aufgefangen mit den Dolchen, als ginge es um fröhliches Jonglieren, und was sie sind, ist auch nicht eindeutig; bzw.: jeder (Verlobungs-/Ehe-)Ring ist natürlich Bindung; ich glaube eine Erinnerung zu haben, was die Mythologie ist, aber finde ich jetzt nicht
* was vielleicht Vermählung ist, klingt doch wie Scherben
* ja, und dann das, was ich wohl hätte bemerken können: der "malvenfarbene Tod"; bisher hab' ich nur gefunden: ist eine Farbe (mauve), die manchmal mit Hexen konnotiert ist, aber was hilft das? Ruth in Wahrheit starb ihn nicht, diesen Tod (aber vielleicht dieser Einfall noch: Juden, ausgesondert wie Hexen...); Ruth in deinem Traum aber starb....
Hier der Celan-Text. Natürlich kann sich jede/r beteiligen an solchem Deutungsversuch.
Halbe Nacht (Paul Celan) Halbe Nacht. Mit den Dolchen des Traumes geheftet in sprühende Augen. Schrei nicht vor Schmerz: wie Tücher flattern die Wolken. Ein seidener Teppich, so ward sie gespannt zwischen uns, daß getanzt sei von Dunkel zu Dunkel. Die schwarze Flöte schnitzten sie uns aus lebendigem Holz, und die Tänzerin kommt nun. Aus Meerschaum gesponnene Finger taucht sie ins Auge uns: eines will hier noch weinen? Keines. So wirbelt sie selig dahin, und die feurige Pauke wird laut. Ringe wirft sie uns zu, wir fangen sie mit den Dolchen. Vermählt sie uns so? Wie Scherben erklingts, undich weiß es nun wieder: du starbst nicht den malvenfarbenen Tod.
augustine, erwartungsvoll
|  |
Vladimir²
|
09.02.2008, 21:22 / 1 x geändert
|
|
Selbst meine Ansicht aus dem Gedicht herauszukitzeln bin ich im Moment zu erschöpft und zu krank.
Über die schwarze Flöte zur Blockflöte, zum Block bei den Nazis zu kommen ist mir ein bisschen zuviel, um ehrlich zu sein. Dann könnte er ja von kaum mehr etwas reden ohne eine solche Verbindung!
Eine Idee zu dem Doppelpunkt: vielleicht soll man ja lesen: Nur wie Tücher flattern die Wolken - also als Grund dafür, dass man nicht schreien muss.
Mein Ansatz (soviel sag ich dann doch), ist wie gesagt der der Beschreibung einer Aufwachszene in der Nacht - mit jemandem nebenan, vermutlich; und die letzte Zeile schließlich der Trauminhalt, der als doch nicht wahr erkannt wird - deckungsgleich mit den "Dolchen des Traumes" die in die Augen geheftet waren. Es ist meines Erachtens auch eine Trostszene - denn die Augen werden ja vom Alptraum geheilt.
Ich will denn mal hier posten, was mein Vater in seinem Buch über Celan ausführlicher über das Gedicht geschrieben hat (auch wenn ich selber die Bibelbezüge am Ende nicht wirklich nachvollziehen kann):
7 HALBE NACHT
Halbe Nacht – das ist nicht Mitternacht, sondern die Hälfte des Schlafes. Dolch-heftig ist der Traum. Sprühende Augen, Schrecken, Glanz, Abgründiges sprühende Augen. Daß diese Augen dennoch sehen, gehört zu den surrealen Merkmalen des Träumens. Dennoch die Aufforderung: Schrei nicht vor Schmerz, und als Erklärung dafür: wie Tücher, wie Grabtücher flattern die Wolken. Ich sehe die Grabtücher auf den Pietà- oder Grablegunsdarstellungen der großen italienischen Maler. Dagegen, als überraschender Kontrast: ein seidener Teppich, der schmiegsam ist, glatte, glänzende Oberfläche hat, dicht ist – das Bewußtsein im jähen Erwachen, das ist die halbe Nacht – wer denkt hier nicht an die Zeile im Weihnachtslied: Es ist ein Ros entsprungen – wohl zu der halben Nacht. Die Geburtsstunde.
Die Nacht wird gespannt als Schutz vor den sprühenden Augen, daß getanzt sei von Dunkel zu Dunkel. Helligkeit wird nicht vertragen. Von früher her waren welche tätig, schnitzten uns, einer Mehrzahl, die schwarze Flöte – die Flöte des Todes – aus lebendigem Holz, Musik erklingt – das ist die Szene, auf die sie nun tritt, die Tänzerin.
Sie tanzt zunächst noch nicht, taucht aus Meerschaum geborene Finger ins Aug uns – Venus, Aphrodite aus Meerschaum geboren (und Meerschaum, aus dem die Pfeifen gemacht werden, ist ein weiches, erdiges Mineral aus feinsten, glimmerähnlichen Schuppen, weiß, gelblich, rötlich und gräulich) – unser Auge, in das etwas zu tauchen ist, unser Auge ist Wasser, anders als jene sprühenden Augen: ein kühlender, belebender Vorgang, der die Tränen abschöpft: - eines will hier noch weinen? Keines.
Das löst den seligen Wirbel zur Tänzerin, und die feurige Pauke wird laut – das Wasser ist seit uralters der Klang, das Feuer der Rhythmus; das Knacken und Knistern der Zeit. Es kommt – in dem Zirkus der halben Nacht – zu dem Kontakt zwischen Paradieswelt und Diesseits. Ist die Tänzerin etwa selber die aus dem lebendigen Holz (man denke doch auch an Pinocchio!) geschnitzte Flöte?
Sie wirft Ringe zu, das Symbol der Verbundenheit, das Zeichen der kosmischen Bewegung. Wir fangen sie auf mit den Dolchen, den Dolchen des Traumes. Wie der Dolch durch den Ring fährt, fährts einem durch wie bei einer Vermählung – vermählt sie uns so? Die Antwort wird in dem Klang gehört, der aus dem Aufprall der Ringe auf den Dolchen zu hören ist: wie Scherben erklingts – Scherben bringen Glück, Scherben erzeugten den Klang, der die Dämonen vertreibt, und dieses Glück bringt die Gewißheit: du starbst nicht den malvenfarbenen Tod.
Der Angeredete ist wahrscheinlich nicht da, ist gestorben, aber nicht den malvenfarbenen Tod; oder bist nicht gesorben, wie die anderen alle an dem malvenfarbenen Tod. Du lebst. Der Traum zur halben Nacht hat diese Vergewisserung gebracht. Oder ist es dieselbe Person, der der Imperativ galt: schrei nicht vor Schmerz. Bist du es selber?
Einmal in der Bibel kommen die Malven vor. Hiob 6, 6-7 heißt bei Luther: Kann man auch essen, was ungesalzen ist? Oder wer mag kosten das Weiße um den Dotter? Was meine Seele widerte anzurühren, das ist meine Speise, mir zum Ekel. - Michel Zohary (Pflanzen der Bibel, Stuttgart 1983) meint dazu: Bibelwissenschaftler haben gute Gründe, anzunehmen, daß das hebräische halamuth eine oder mehrere Arten der Gattung Malva und Alcea bezeichnet, die beide zur Familie der Malvaceae gehören und in Israel und seinen Nachbarländern zuhause sind. Beides sind gebräuchliche Küchenkräuter, deren Blätter zu Beginn des Winters für Suppen und Salate gesammelt werden. Im modernen Hebräisch wird Malve mit halamith wiedergegeben.
Hiob antwortet auf die erste Rede des Eliphas (6. Kapitel). In Vers 4 heißt es: Denn die Pfeile des Allmächtigen stecken in mir: derselben Gift muß mein Geist trinken, und die Schrecknisse Gottes sind auf mich gerichtet. Und im Vers 8 kommt die Bitte: o, daß meine Bitte geschähe und Gott gäbe mir, was ich hoffe!
Aus der Bibel tritt als Gestalt Salome, die Tochter der Herodias ins Gedächtnis, mit ihr Johannes der Täufer (Matthäus 14). Ist er der Angeredete? Der Wegbereiter des Messias, der wohl zu der halben Nacht geboren wurde?

|  |
augustine
|
Spontane Antwort:
ICH habe ja hier keinen veröffentlichten Text geschrieben; ich weiß aber, wie das ist, bis man mit einer Gedichtinterpretation so weit ist, dass man sie veröffentlichen kann.
DU antwortest mir (müde, krank) mit einem (veröffentlichten) Text deines Vaters. Ich freue mich an solchem intensiven Gesprächszusammenhang zwischen Vater und Sohn. Ich habe das in meiner Familie nicht gehabt. - Aber was weiter? Lehnst du das vor allem dir gemachte Gesprächsangebot ab? Soll/darf ich mich mit deinem Vater weiter austauschen? Was ist, sollte ich aus seinem Text irgendwann zitieren wollen?
Noch zur schwarzen Flöte: Doch, keine von den assoziativen Verzweigungen beim Deuten geht fehl, wenn sie gestützt wird durch andere. Celan hatte im Grund nur dieses eine verzweiflungsvolle Thema.
augustine

|  |
Vladimir²
|
09.02.2008, 22:58 / 1 x geändert
|
|
Nein, ich hab das Gesprächsangebot schon längst angenommen!
Naja klar, du kannst ihm schreiben, was du darüber denkst, es würde ihn sicher nicht verdrießen!
Eigentlich hab ich das aber gepostet, um hier einen Anstoß zu geben. Warum also hier nicht auch schreiben, was du meinst?
Der Text von ihm ist allerdings bisher unveröffentlicht.
Du schreibst: "Celan hatte im Grund nur dieses eine verzweiflungsvolle Thema."
Und siehst du da wird es eben schwierig, weil ich mit bestimmt unverhältnismäßiger Vehemenz dem widersprechen möchte. Ich bin vielleicht einfach zu sehr selber mit einigen Gedichten verwachsen, um mich nicht dagegen wehren zu wollen, das darin gefundne an den Schlund Naziterror abgeben zu müssen - und dabei gebe ich auch gerne jede Objektivität in der Interpretation auf und zu, dass es meine persönliche ist. Nur ist nicht alles, was ohne grobe Verfälschung bloß aus den Worten gelesen werden kann, zulässig? Ohne Hintergründe? Und ich sehs nunmal nicht (bis auf freilich ein paar Ausnahmen), dass man in den Gedichten den Naziterror lesen müsste, und sehe auch darin eine große Qualität (denn ohne Zweifel ist er irgendwo drin enthalten): dass sie schon über das hinausgehen und wirksam sind. Schwieriges Thema!
Was sagst du denn zu meinem Ansatz?
Vladimir

|  |
augustine
|
"Nur ist nicht alles, was ohne grobe Verfälschung bloß aus den Worten gelesen werden kann, zulässig?"
Ja. Wenn es durch andere Les-Arten gestützt wird. Aber es genügt nicht. Der Anfang muss immer sein: precise reading, natürlich, und immer wieder. Damit sage ich dir nichts Neues, nehme ich an. Und im Allgemeinen genügt das auch. Wo es aber so ist, dass einen einer gepackt hat, fürs Leben sozusagen (bei mir war das in der Reihenfolge Hölderlin, Celan, Rilke), da genügt es nicht, bloß aus den Worten zu lesen. Denn die Worte haben bei sich und in sich eine Fülle von vermutlich oder nachweisbar Mitgedachtem, von Etymologie bis Mythologie; Traditionslinien, die auszuziehen einem schon manchmal künstlich-artifiziell-eitel vorkommt und auch sicher oft zu recht, aber die man suchen MUSS. - Den Felstiner wirst du kennen. Der hat doch nicht 20 Jahre an einem Celan-Buch geschrieben, wenn darin nicht auch die Zeit enthalten war, Verzweigungen der Worte nachzugehen, nachzusinnen. - Lass das für heute so genügen, bin auch müde.
augustine

|  |
Vladimir²
|
10.02.2008, 23:06 / 1 x geändert
|
|
Versteh ich.
Das sind eben zwei verschiedene Arten, zu lesen: zu einem selbst hin, oder zum Autor hin. Und ich bin eben noch dabei zu mir hin zu lesen (das hast du ja wahrscheinlich auch so sehr gemacht, dass du dann darüber hinaus wolltest) - und da, bei so einem sich einfinden in die Worte und Welten mit den eigenen Gedanken und Gefühlen als Polster ist nunmal so ein "Block" äußerst zerstörerisch. Das geht vielleicht erst, wenn das eigen Gefühlte schon sicher genug ist.
Meine Frage war aber auf meinen Deutungsansatz mit der Aufwachszene bezogen - hattest du das missverstanden?
Bei nochmaligem Lesen des Gedichts fällt mir auf (was für mich einen Teil der Schönheit ausmacht):
- der Umgang mit den grammatischen Formen:
wie unvermittelt, durch den ersten Imperativ "Schrei nicht vor Schmerz", das lyr. Ich aus dem Schlaf in die Wir-Form geworfen wird, die ihn aufnimmt, trägt, weiterträgt (der Rhythmus der Handlung ist auch wundervoll!), und erst dann am Ende sozusagen behutsam absetzt, wo das Ich dann sagen darf: "Ich weiß es nun wieder" und auch das "du" erst dann sagen. Wie ein Kind, das erst von der Mutter auf den Arm genommen und gewiegt wird, und dann erst erzählen kann, was es schreckliches geträumt hat. Von daher hat es etwas sehr tröstliches.
lg,
Vladimir
Ach und woher hast du die Assoziation der Tücher mit der Mutter? Also welches Gedicht?

|  |
augustine
|
11.02.2008, 00:45 / 6 x geändert
|
|
Ja, ich versteh dich. Nur wirst du über diese eigene Art hinaus müssen, weil sie nur ein Teil sein kann. Aber es ist ja nicht so, dass man eines Tages aufwachte und 'wüsste'. Es ist immer ein Weg.
Bitte, schreib deine Frage nochmal auf.
Zum Doppelpunkt ist mir was eingefallen; der Traum muss ein Albtraum gewesen sein, und der Doppelpunkt sagt vielleicht: sieh, es sind ja keine Dolche, sondern nur Wolken vor deinen Augen, aber damit auch das Tüchlein aus Schwarze Flocken:
Schwarze Flocken Schnee ist gefallen, lichtlos. Ein Mond Ist es schon oder zwei, dass der Herbst unter mönchischer Kutte Botschaft brachte auch mir, ein Blatt aus ukrainischen Halden; „Denk, dass es wintert auch hier, zum tausendstenmal nun Im Land, wo der breiteste Strom fließt: Jaakobs himmlisches Blut, benedeiet von Aexten… O Eis von unirdischer Röte – es watet ihr Hetman mit allem Troß in die finsternden Sonnen…Kind, ach ein Tuch, mich zu hüllen darein, wenn es blinket von Helmen, wenn die Scholle, die rosige, birst, wenn scheeig stäubt das Gebein deines Vaters, unter den Hufen zerknirscht das Lied von der Zeder… Ein Tuch, ein Tüchlein nur schmal, dass ich wahre nun, da zu weinen du lernst, mir zur Seite die Enge der Welt, die nie grünt, mein Kind, deinem Kinde!“ Blutete, Mutter, der Herbst mir hinweg, brannte der Schnee mich: sucht ich mein Herz, daß es weine, fand ich den Hauch, ach des Sommers, war er wie du. Kam mir die Träne. Webt ich das Tüchlein.
Paul Celan, Der Sand aus den Urnen
© Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main, 1989
Und noch: er ist nicht 1979 gestorben, wie ein ZEIT-Artikel sagt, sondern 1970. Und gestorben aus eigenem Entschluss. Und, nach ärztlicher Mutmaßung, am 20. April.
augustine
|  |
Vladimir²
|
Die Frage war, was du von meinem Interpretationsansatz hältst: Dass eine Aufwachszene mitten in der Nacht beschrieben wird, und das Nachglühen und vielleicht schließlich Ausglühen eines Alptraums in der Beziehung mit einem Gegenüber.
Für den Gedichthinweis dank ich, ich kannte es noch nicht.
Meine Zustimmung zu deiner Doppelpunkt interpretation!
lg,
Vladimir

|  |
augustine
|
16.02.2008, 21:35 / 1 x geändert
|
|
"Da schreibt Celan in dem Nachtaufwach-gedicht am Ende als von der Traumrealität nun befreite Erkenntnis: "ich weiß es nun wieder: du starbst nicht den malvenfarbenen Tod." Er hatte das also geträumt: diesen malvenfarbenen Tod. Und in meinem Gedicht ist nun Ruth tod, ist sie diesen malvenfarbenen Tod wirklich gestorben - aber ja im Traum!"
Ich habe weiter nachgedacht, vladimir. (Es ist gut, einander so weiterzutreiben.)
Nein, ich glaube nicht, dass C. ein Nachtaufwach-Gedicht geschrieben hat. Vielleicht hat er ebenso wie du versucht, einen Traum zu 'fassen'. Aber auch das Wissen, dass das Du nicht gestorben ist, ist noch Traum-Wissen.
Hat dich die "Halbe Nacht" beim Verstehen geleitet und hat sie bewirkt, dass du den Schluss bei C. als Erkenntnis des Erwachten ansiehst? Die "halbe Nacht" muss aber die Mitternacht sein: die jüdische (Licht-) Tages-Zeit-Rechnung begann zur Zeit Jesu morgens um 6, die Todesstunde ist die "neunte", nachmittags um 3 (Mt 27,45ff); die Nacht begann also abends um 6 und war um Mitternacht zur Hälfte herum. "zur halben Nacht", sagt eben das Weihnachtslied, war die Geburt Jesu, also in der tiefsten Tiefe der Nacht. In solcher Tiefe wird das "Licht" geboren, das in der christlichen Überlieferung auch die "Wahrheit" heißt. (Ein verbreitetes Motiv: im Griechischen z.B. weiß der blinde Seher Teiresias die Wahrheit.) - Nun hat C. weder christliche noch jüdische Wahrheiten geglaubt. Aber sich ihrer Metaphern bedient. Ich lese deshalb die "halbe Nacht" des Gedichts als Forderung, dass er, Celan, Wahrheit schreibe. Und die ist: dass die Lebensfreude, das Leben den Juden ausgestochen wurde, dass der seidene Teppich zwischen jüdischen überlebenden Liebenden nur von einem Dunkel in ein anderes gespannt werden kann.
Wer aber ist die Tänzerin? Sie kann wohl nicht mit der Aphrodite-Geliebten identisch sein, denn "sie" wirft "uns" Ringe zu. Hier liegt wieder nahe, in die Konkordanz zu sehen. Kann der Tanz der Tochter der Herodias gemeint sein (Mt 14, 3-12)? Sie vermählt "uns" vielleicht, aber es klingt wie Scherben, und die Dolche sind weiterhin da: Ist die Tänzerin böse? (Auch: die TodesFUGE hieß zuerst TodesTANGO.)
Was der malvenfarbene Tod bedeuten könnte, wird mir immer fraglicher. Gefunden habe ich:
Der Rand der Welt ist immer da,
ist weit hinter Afrika,
ist ferner, als die Sterne glühn,
und doch ist, wo die Malven blühn
schon auch der Rand der Welt.
und: warum drückt die Malve Verzeihung und Vergebung aus?
Mit den Suchbegriffen Malve und Mythologie ist mehr zu finden. (Ich erspare mir jetzt die Quellenangaben.)
In deinem Traum kam Ruth vor. Hier könnte sie es sein, muss aber nicht. Aber in IN ÄGYPTEN ist sie es - vielleicht; es kann ja auch die Ruth aus dem AT sein, können beide sein ... Nein, hier erstmal aufhören... Nicht noch ein Gedicht jetzt. (Für 'Ruth' spräche noch, dass dies Gedicht nicht die Widmung "f.D." trägt, die C. in der Wiener Zeit der Liebesbeziehung zu Ingeborg Bachmann für sie eingetragen hat: "Für Dich".)
Aber noch: Hast du bemerkt, dass das "sie" bei der "schwarzen Flöte" ein Plural ist, ohne Erklärung? Doch: die Vernichter.
'Ruth' stirbt nicht den "malvenfarbenen Tod" - darum geht's noch weiter.
Ruth in deinem Traum stirbt ihn - das ist deins allein.
Noch eine vergessene Ergänzung: der Rhythmus ist überwiegend daktylisch: ein Tanzrhythmus also!
LG augustine

|  |
Elise
|
Hallo,
ohne diesen Dialog stören zu wollen, ohne Kenntnisse von Celangedichten zu haben, an den Rand gekritzelt:
Ist denn die Tänzerin nicht auch ein Bild für den Tod? Vielleicht ein weiblich gefasster, mütterlicher Todesaspekt. Eine grausame Mutter, sicherlich, die auf grausame Art tröstet, indem sie mit Meerschaumfingern die weinenden Augen ausdrückt, zudrückt, um alle verlorenen Kinder unter ihren (malvenfarbenen?) Schleiern zu bergen, zu versammeln, zu vermählen. Ein anderer Aspekt des Todes, vielleicht ein eher "männlicher", steckt in der schwarzen Flöte der Vernichter. Flöte und Tänzerin, beides zusammengehörig: das Sterben, der Tod.
Nur so ein winziger Gedanke, eben.
Elise.

|  |
augustine
|
22.02.2008, 22:21 / 2 x geändert
|
|
Danke, Elise, dass du dir mit Gedanken machst. Mit dem Stichwort 'Totentanz' habe ich nun schon viel Zeit verbracht, musste mich immer wieder losreißen. Nur eine TänzerIN kommt nicht vor ... Ich weiß hier nicht weiter.
Und, Vladimir, die Hiob-Stelle erschließt sich nur aus dem Hebräischen, ja?
Malven sind auch Heil-Pflanzen, auch für Augen; aber auch das - es bringt mich nicht weiter.
einigermaßen ratlos: augustine

|  |
augustine
|
Hier kommen wir wohl im Moment wirklich nicht weiter.
Aber aus diesen Malvensamen werden dies Jahr jedenfalls neue Malven wachsen.
augustine

|  |
augustine
|
Hallo, Vladimir und alle, die es sonst interessieren mag: gerade eben ist (endlich) erschienen das Celan-Handbuch von Metzler.
Grüße! augustine

|  |
augustine
|
14.11.2008, 19:53 / 3 x geändert
|
|
Hallo, Vladimir; mir ist heute nacht ungesucht die wahrscheinliche Antwort zugefallen auf die Frage, was es denn mit dem malvenfarbenen Tod auf sich habe, bei Celan und auch in deinem Traum-Gedicht. Und die steht - eigentlich nicht verwunderlich - bei Madame Swann alias Odette de Crécy.
Kurz vor Schluss des ihr gewidmeten Romanteils wird ausführlich beschrieben, wie sie mittags spazieren geht; du wirst dich jetzt sicher erinnern.
Da heißt es:
"Plötzlich erschien dann auf dem Kiesweg der Allee, zögernd, verhalten und üppig wie die schönste Blüte, die ihren Kelch erst zur Mittagsstunde auftut, Madame Swann, von einer Toilette umwogt, die jedesmal eine andere, doch, wie ich mich zu erinnern glaube, meist mauvefarben war; dann hißte und entfaltete sie im Augenblick ihres größten Glanzes auf einem langen Stiel den Seidenwimpel eines großen Sonnenschirms von dem gleichen Mauveton wie das blütenhafte Gewirr des Kleides, das sie trug." Über ihre Toilette und ihren Sonnenschirm geht's dann noch ein paar Seiten weiter; auch die Jacke, die Marcel ihr dabei manchmal tragen darf, hat innen ein mauvefarbenes Seidenfutter, und noch im allerletzten Satz dieses Teils wird der Sonnenschirm erwähnt, an den sich Marcel erinnert und wie er mit ihr darunter plauderte "wie unter dem fließenden Licht eines Glyzinienbogens". (Auch die Kursivierungen im Zitat sind natürlich von mir. a)
Celan kannte Proust, mehr geben alle Nachschlagewerke nicht her, auch das Handbuch erwähnt seinen Namen nur einmal. Es wäre auch eigentlich verwunderlich, wenn Celan, der Worte immer knapperer Zusammenfassung suchte, sich in die einsaugenden Wogen dieses Sprachmagiers ganz anderer Art, als er selber es war, hätte verlieren wollen.
Der malvenfarbene Tod kann demgemäß bei Celan, Halbe Nacht, nur ein Ausdruck des Gegensatzes sein: kein Tod durch Üppigkeit erleichtert, sondern in äußerster Verlassenheit. In der HALBEN NACHT wird das Christ-Kind geboren und starb das Juden-Mädchen. Alles, was schön zu sein schien, war nur ein Traum. In Wahrheit sind's Scherben.
Und in deinem Traum, Vladimir, kanntest du deinen Proust besser als im Gespräch hierüber - hier darüber.
Und ich: ich krieg die französische Ausgabe! mindestens geborgt, ich 'fürchte': geschenkt.
Liebe Grüße augustine

|  |
|
|