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Online
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gregor libkowsky
mmazzurro
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Matthias
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Die Dinge tauschen die Seiten:
die Musik, das sind die fahrenden Bäume, Wälder, Seen, die Tunnel, die Lichter, Brücken, Graff.tis, verschmierende Wände.
Und die Spiegelungen in Fenstern und Gläsern und Scheiben, verchromten Türknäufen und Wasserhähnen:
das sind die Menschen, wie sie wirklich sind.

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Marcel Frank
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Oder die Seiten (Wörter, ling. - Worte, sem.) tauschen die Dinge:
Das Inventar, das Inventar, das Inventar, das Inventar, das Inventar, das Inventar, das Inventar, das Inventar. Dazu una cita:
"Poetisch: um den kaputten Wasserhahn wird
Hanf gedreht, eine Dichtung."
Brinkmän. Ein Tag an der Grenze.
(poema, 5. Versgruppe von unten)

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Matthias²
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Dass Geschriebenes meist aus Worten besteht - nun ja - etc. Aber ich meine es durchaus so, dass die Dinge und keinesfalls die Zeichen (in welchen Systemen man sich hier auch immer ausbreiten wolle) die Seiten tauschen. Mir geht es eher um das alltägliche, was sich nachträglich anderen ja nur durch Worte andichten lässt, das Empfinden, dass sich der eigene Körper durchaus als Objektoberfläche mit anderen Oberflächen gleichsetzen lässt und, dass in kurzen Anfällen die "Musik" (X) auch mal die "Haut" (X) sein kann und die Haut die Musik. Aber natürlich plichte ich dir bei: natürlich ist jede Decodierung Semiose. Bald mehr und hoffentlich fruchtbares.
Bezügl. Brinkmann werde ich mich wohl ein wenig belesen müssen. Mein Interesse, wie du weißt, ist ja bereits geweckt.
M

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zuppanova
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servus!
dieses wort, Se-mi-ose!
lese es hier zum allerersten mal, gehörte bislang
nicht zu meinem inventar,
kenne aber einige ähnliche wörter. so:
Semiose: happily rolling along to
SymbioseNeurosePsychoseDermoseStenose,
LordoseLeukoseLymphoseLysose plus
AngioseAngiomatoseAnisozytose add
MalignoseMyomatoseNephrosePhimose and
a jump to the left means
Frustrose (seems to be no good idea) next
Vaginose, jetzt aber in deutsch wahlweise auch
ZirrhoseZyanose notfalls rückwärts nochmal
ThyreoPharyngoOste-o-por:
alles auch ose. abschließend krönend die
Metamorphose (hoffnung!), und überall ist
garantiert mensch drin.
gäbe es ein adjektiv: semiös - !
oh! mir fielen (Konj., achtung!)
schmackhafte andere ein:
perniziös desaströs cancerös
ulcerös hämatös maliziös
ingeniös glamurös kapriziös
ominös exzessös effektös
endlich doch offiziös seriös (oder nur serös?).
was ist denn das für ein barocker kommentar, beim
abgerissenen arm der heiligen Notburga von Hochhausen?
hat nix zu bedeuten, nur so: wenn die notiz vom Matthias
(die mir schon immer gefiel, Graff.ti besonders -)
ein knochengerüst wär,
und der kommentar vom mf plus die antwort dazu vom Matthias
wär das muskelfleisch und das bindegewebe,
dann hätt ich halt soeben
haut (X) da drübergeworfen ... oder vielleicht auch: musik (X) ...
verzeihung, bittschön, für die auswucherung ... zuppa.

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Matthias²
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zuppa
es freut mich, dass dir das beworten so gut gefällt.
leider stehst du mit deiner auswucherung ja nur als auswucherung meiner (ulcerös??, ja?) auswucherung da. ein kritischer kommentar zu einem kommentar - pfui, man hat sich zu rechtfertigen. hätte mir doch besser gefallen, meinem textlein ein kleines ausgewuchertes zu behängen.
harnrösegemöse - mir fehlt es scheinbar an der rechten interpretationsweise. vielleicht findet sich ja ein wundheilendes übersetzung für dein schreiben. geht es dir wirklich ums einkleiden, behäuten oder was klingt und stinkt dir an - barock?- einem zeichensystem, dass sich nicht auf meiner scheissarmseligen monologisiererei beschränkt. zeig mir mal deine hände vor einem roten auto (kotflügel?) oder mit einer limette im mund.
aber auch. das: ausufernd und recht kritiklos.
im ganzen gefällt mir durchaus: dein lebend gewebe, wirfs mir über - man kam sich nah.
allerdings: den gleichen punkt, den ich gegenüber marcel bereits angesprochen habe: der eine teil mag die aufdeckung eines schaffungsprozesses sein, der andere der gelebte inhalt oder der assoziierte (mit Joyce spazieren ist mit sich selbst - bitte nicht schimpfen! ich mag nur den Joyce so, ach...) oder auch unter tausend anderen die ausschabung der termini aus dem mama-leib.
das, was du auswucherung nennst, ist ja im grunde eine feine bestätigung des (für mich) gelebten inhaltes: meine fresse=ein verzerrter arsch mit ohren, ein radiogesicht, eine parfümierte; der andere also immer verzerrt, eingeschränkt, unmöglich denkbar.
Liebe Grüße
Matthias

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zuppanova
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sacradi Matthias,
jetzt bin ich so erschrocken, weil du mich angeredet hast, dass mir gar nichts heiliges einfällt! freilich, wenn ich einen rotesautokotflügel zur hand hätt ... aber ich bin arm-selig und un-gebildet, un-literarisch gebildet ... ich joycel halt vor mich hin so gut es eben geht, und manchmal, wenn mir etwas gefällt, fallen mir ob ich will oder nicht viele wörter aus dem mund, sogar wenn ich grad eine limette zwischen den zähnen hab. oder weil. denn sauer macht lustig. und ich hab eine hundsfottige freude an reihungen aller art von wörtern? worten? - verstehst ...
liebe grüsse,
z.ppanova - (ant)worterfreut!

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