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      ear



Special Week ediert

   21.04.2006, 17:58 / 2 x geändert



Special year in two thousand six,
Birth of the Prophet and Pessach to Passion,
Lent has gone with suffering , death,
Future hope in Jesus'Ascension.

Special week two thousand and six,
Mohammad's founding of Islamic faith,
Jews and Muslims and Christians will need to
Consider that Abraham keeps them in line.

Special day two thousand and six,
Pessach Meal was his last one on earth,
Pessach meant freedom from Egypt's rule,
Blood on the doors were symbols,were signs.

Who is mentioning Atheists, I wonder,
They do believe,what their intellect states;
They are as worthy as any Believer,
Having the courage to say what they mean.

 

      Marcel Frank



Der Neugier Verderben

   21.04.2006, 18:57



1. Eindruck (à la Lichtenberg): "Das Gedicht ist eine Rampensau und will den Leser in den Schlamassel ontologischer Fragestellungen hineinziehen" (das die bäuerliche Formulierung einer anderen, in der Begriffe auftauchen könnten wie: Sinn, ewig, Leben usf., auch das überhauptnichtssagende "schön").

Nach der Lektüre: Ja, wir sind schon nachdenklich, wir Mensen (Celan). In Anbetracht der Umstände ("das Aktuelle"), da muß es "um Muße zu tun sein", wenn man so schummrig am Kamin sitzt, bei aus-ser Glotze und sich eine Menschheitsfrage auf die Lippen legt. "Where o where", das ist "performing". Performte Verse. Da sind sogar Leute, die Mumm haben (V. 19), aber nein, der Sinn kommt auch ihnen, richtig, nicht auf Knopfdruck, vernaschfertig in Büchsenform, allein das Ihn-Anrufen (man braucht 5 Schritte Anlauf) bedarf ja schon eines Gedichts:

Wo kommen wir da wohl hin ?

m

 

      augustine



RE: Der Neugier Verderben

   21.04.2006, 23:01



Was soll denn dieser hochmütige Blödsinn, Marcel? Kommt mir nur arrogant vor, und Arroganz verbirgt oft Hilflosigkeit. Sollte man da dann nicht lieber die Klappe halten? (Gilt auch für mich; dies ist unmittelbar nach Lektüre von Gedicht und Kommentar geschrieben.
Nicht beirren lassen, ear, es geht hier manchmal so (fast hätte ich gesagt: irre) zu. augustine

 

      ear²



RE: Der Neugier Verderben

   22.04.2006, 06:18



marcel,gib mir bitte eine liste der woerter, die dir unzumutbar erscheinen;ich dachte, die Zeiten des Zornigen Jungen Mannes seien vorueber.ear

 

      Marcel Frank



Hilflos ...

   22.04.2006, 13:40



Was nicht heißt, dass ich mich mit jedem Gedicht unter die Decke lege.

Nochmal:

Die letzte Strophe: life-and-love-Ästhetik, Kiff-Stimmung, mit "Jews and Muslims and Christians" nix zu tun, schadet JEDEM Gedicht [leugnet die Differenz, leugnet, dass "roots" (siehe Gedicht) mit Zauberworten nicht gangbar, ja, "roots" ODER alt. Thema, DAS ins Zentrum rücken, insofern Vorwurf des Raunens, Ausrufen von Toleranz diktatorisch (wer spricht für wen ?). Die ersten vier Strophen sind da disziplinierter ...

Die letzte Strophe: Gedicht = Ringelpitz (Arbeitet dann genau den mißbilligenden Vorurteilen zu, die man Gedichten gegenüber hat ["für Indieluftgucker"]. Wenn es sie einlöst, sind es noch Vorurteile ? Von mir aus ist diese funktionale "Sinnerwartung" (Gadamer) blödsinng + dummjungenzorning. Ich lese aber keinen Grund, warum die andere es nicht minder wäre (2.= du[3xm]ädchengeblümel²) ...

D.h. ich sprach zur letzten Strophe und rief nicht das gesamte Gedicht zur Schlachtbank (FriedensRUF als Rampensau [medientheoretisch, das Gedicht ist ja ein Medium]) = ohnedies, 1 Privatmeinung, nicht aber in den beiden Punkten (s. unten). Aus einer plural-sozialen Perspektive: Grundloses Verspielen von Kredit, den man im Sie-Anhören allen Gedichten (als alternatives Rede VON-ETWAS [x=?]) zubilligt. Außerhalb der Schule gibt es kein Forum, das nicht zahlt.

Das "?" ist das Thema. Was ist es hier ? Vielleicht bekommen wir das noch raus. In erklärter Kurzform:

1. Das Leugnen ("raunen")
2. Das Kreditverspielen

Betrifft alles die letzte Strophe. Die aber komplett, bis ins Buchstäbliche. Arrogant wäre, sagte ich, das sei einfach "irgendwie abgelutscht" (Meinungen aber erklären nichts). Mein Vorwurf übrigens ist auch abgelutscht (das ist, wenn man ehrlich mit sich ist, auch logisch). Diese Veranstaltung hier nur 1 unterzuckertes Sprachspiel (mehr) ...

 

      augustine



RE: Special Week

   27.04.2006, 16:46 / 1 x geändert



Hallo, ear!
Wenn in diesem Jahr die Geburt "des Propheten" (den man ja in seinem Anspruch und dem seiner Gläubigen nicht anerkennen muss) und das Pessach-Fest in eine Woche fielen, ist das natürlich ein guter Anlass für ein Gedicht. Dessen Kern ist Anmahnung von Toleranz: "Jews und Muslims and Christians will need to/Consider that Abraham keeps them in line." Wohl wahr: "Abraham" als Metapher verstanden. Nur sind Religionen, die auf "Offenbarungen" sich zurückführen (Moses und die 10 Gebote; die vorgebliche Auferstehung des Jesus; die buchstäblich verstandenen Meinungen des Religionsstifters Mohámmed, der in Mekka erst nichts wurde, weil die Menschen/Clans sich dort - leider für ihn - einig waren, während er die Uneinigkeit derer in Medina ausnutzen konnte) - eben dadurch grundsätzlich zur Toleranz nicht fähig.

Im Gedicht wäre eine Folge 'special YEAR'/'special week'/'special day' vielleicht besser. Denn die besondere Stunde ist die von Pessach/Abendmahl. Dass bekannt ist oder nachgeschlagen werden könnte, was Pessach ist, sollte man voraussetzen dürfen. Strophe 3, wo Du das erklärst, könnte also wegfallen. Ebenso auch die letzte Strophe: mit ihren vier rhetorischen Fragen wirkt sie auf mich etwas angehängt, auch zu gefühlig. - Evtl. eine Überarbeitung?

Dass Du auch Atheisten eine eigene Strophe widmest - Respekt. Denn dass (wenn's sich nicht um Ahnungslose handelt), Mut dazu gehört, es zu sein, wird nicht oft so gesehen.

Liebe Grüße a.

 
        arisia
        (Gast)

RE: Special Week ediert

   21.05.2006, 18:42 / 1 x geändert



hallo, ear,

bin ganz neu hier, die diction des englischen kann ich nicht so gut beurteilen
, so gut ist mein englisch nicht mehr, habe mal 2 Jahre in den USA gelebt, kann aber sehr gut Deine intensiion und auch Deinen zorn verstehen, schlage mich gerade hier in deutschland mit der UNIONS-Barby (von der Leyen) herum, die tut auch so als hätten die kirchen ein vorrecht auf humanität und kindererziehung, dass ich nicht lache. Die kirchen haben ja wohl 1061 erst mit mühe die menschenrechte anerkannt, und was hier nach dem krieg in kirchlichen waisenheimen so vor sich ging, dass möchte ich mir gar nicht erst vorstellen. Wie gesagt, keine aussage zum stil und so, aber thema sehr aktuell

arisia




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