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Tourette · Forum für Literatur & Germanistik
 

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        Exilantin
        (Gast)

-

   04.11.2007, 18:57 / 1 x geändert



-gelöscht-


_____________________________________________________

Edit 10.01.2008

Da die Autorin "Exilantin" den Quelltext entfernte,
wird der Faden von Essays nach Tourette verlegt.

Elise

_____________________________________________________

 

      augustine



RE: Von einer, die auszog...

   05.11.2007, 01:40



Na du, exilierte Bayern-Abiturientin und Jung-Germanistik-Studentin in Sachsen, weißt du denn inzwischen, wie du an Sekundärliteratur kommst? Ich nehm' das mal an.
Klar, neue Lebensphase, ganz andere Umwelt, Menschen, die anders sozialisiert worden sind, als man in Bayern wird. Da sind schöne selbstironische Stellen in deinem Text, und andererseits hast du dir einen Hieb aufs sächsische Idiom versagt. Das ist auch was.
"Essay" hast du sehr wörtlich genommen: Versuch. Aber einer, der macht, dass man gern Neues von dir lesen möchte, ich wenigstens. Vielleicht eine Art von Tagebuch einer germanistischen Studienanfängerin, auch noch als Wessi in den Osten.
Aber du weißt ja: Leipzig ist ein Klein-Paris. Das steht in Schillers Faust, oder nich?
Mit Grüßen ins Exil von ausgustine

PS
It's nice
to be a Preiß,
but it's higher
to be a Bayer, isn't it?

 

      ear



RE: Von einer, die auszog...

   05.11.2007, 10:00 / 2 x geändert



Sei gegruesst, Exilantin
In diesem Fall bist du, nach deinem bayrischen Abitur, offiziell von der Bayrischen Schulbehoerde als ‘Kluge’ deklariert. Im Grimmschen Maerchen ist es der angeblich nicht lernbegabte zweite Sohn, der von seinem Vater in die Welt geschickt wird. Gemeinsam mit dem Helden des Maerchens ist dir , dass dich Nichts erschuettert, dass dir das ‘Gruseln’ fehlt. Der andere Dialekt, die fremde Umgebung , das Unwissen der Kommilitonen koennen dich nicht schrecken. Du brauchst keinen ‘Spuk’, um ans Ziel zu gelangen.
Der Reichtum des Wissens wird dich hoffentlich nach erfolgreichem Studium belohnen. Ob du auch einen entsprechend reichen Partner findest, bleibt der Zukunft ueberlassen. Jedenfalls wuensche ich dir Glueck dazu, ear.

 

      zuppanova



RE: Von einer, die auszog...

   05.11.2007, 11:22



um der entstehung falscher vorurteile entgegenzuwirken: auch in BY sind nicht alle hochbegabt ... :)

zum text: mir wär fast wohler, wenn er nicht unter Essay stünde, sondern z.b. unter Tagebuch oder Vorstellungsrunde. für einen Essay ist mir das zu buntscheckig, nicht genau genug in der gedankenführung. worum solls gehen, was wird denn eigentlich umkreist? das leben im studentischen exil ganz allgemein? die mentalitätsunterschiede zwischen semmel- und brötchenfressern? eingewöhnungsprobleme des sprecherinnen-ichs in eine neue umgebung? bildungsgefälle zwischen bundesländern? kritik am uni-online-textesuch-betrieb? kritik an buntschillernd hirnfaustigen mitstudent(inn)en? und zum schluss: wozu noch der verweis auf eine medizinstudierende freundin?
also, das läßt sich alles gut lesen, es sind impressionen aus einem bestimmten lebenszusammenhang, und ich bemerke das angenehme an dem text, nämlich: durchgearbeitet, nicht überlang, die ihn niederschrieb, bemühte sich um leser-ansprechende gestaltung und so etwas wie essayistischen stil. nur halt den aussagezielpunkt (also die präzise gedankenführung hinter der stilistischen leichtig- und launigkeit, das sujet der ästhetischen plauderei), den (die, das) spür ich nicht so recht.

lg, zuppa.

PS:
pedantin, die ich bin

- man befindet sich schließlich auf fremden Terrain
- mit dem ach viel schönerem „Grüß Gott“

tippfehler, oder?

 
        Exilantin
        (Gast)

-gelöscht-

   05.11.2007, 11:38 / 1 x geändert



-gelöscht-

 

      zuppanova



RE: Von einer, die auszog...

   05.11.2007, 13:10



jamei, sicher ist gar nix und die korrekte kasusbildung keine selbstverständlichkeit in postdekonstruktivistischen zeiten und gut zu wissen allemal, ob versehen, absicht, zufall, lapsus, laune der tastatur, protest gegen gesellschaftliche zwänge bzw. anarchisch getönter widerstand gegen übermächtige systeme, rechtschreibschwäche oder sonstnochwas einfluss nimmt ...

 
        Exilantin
        (Gast)

-gelöscht-

   05.11.2007, 16:05 / 1 x geändert



-gelöscht-

 

      zuppanova



RE: Von einer, die auszog...

   05.11.2007, 16:27



Exilantin:
Zitat:
schwierige kindheit vllt?

sicher, auch eine erklärungsmöglichkeit für kasusbildungs- und andere insuffizienzen bei der textkreation.
meine obige aufzählung war nicht auf vollständigkeit ausgelegt, sondern sollte nur mein nachfragen
erklären - allerdings: du hast dich ja bereits geoutet => tippfehler. also eher was simples.


(ausbessern vllt.?)

 

      augustine



RE: Von einer, die auszog...

   05.11.2007, 17:50



Was du vielleicht nicht weißt, exilantin, aber wissen könntest, wenn du hier etwas gelesen hättest oder noch lesen würdest:
Das kommt so häufig nicht vor, dass ein erster Beitrag so viele Stellungnahmen erhält; und sie sind, verdammt noch mal (auch die, die sich mit dem Text selbst beschäftigen), doch nicht unfreundlich.
Du hast nachgeschaut, warst also auf Reaktionen aus, hast sie bekommen, aber was tust du: schleuderst 2 Sätze raus, schnodderig der eine ("natürlich ein Tippfehler"; mehr als einer; siehe auch noch unten bayerisch), schnodderig der andere, (" schwierige Kindheit vllt?"); kein Dank etwa, nix.
(Es geht hier ein bisschen anders zu als anderswo.)
Bei der Reaktion kriegst du nun aber noch von mir zu lesen, dass es das Epos heißt; nicht mal der allernagelneueste Duden eröffnet da eine aber-auch-Möglichkeit. Haben bayerische Abiturientinnen das nicht gelernt??
Um Antwort wird gebeten, ggf. per pn. augustine

 

      Marcel Frank



RE: Von einer, die auszog...

   07.11.2007, 23:55



not amused über diesen thread / den text konnte ich leider nicht mehr lesen / immerhin steht der thread jetzt "so da wie er ist" (ihr habt tautologisch recht) / ihr könnt't euch nun selbst exekutieren oder als wanderer kommt ihr nach sparta stehenlassen / 300 gg. 10.000 ist aber cooler

natürlich ist eure urteilskraft so beschaffen, dass (z.b.) ich euch frenetisch beigepflichtet hätte: wäre mir der text nicht entgangen (das ist so sicher, darauf gibt's nicht mal 'ne quote von 1.01) ...

natürlich² kommen nur die harten in den garten ...

jo !

 

      Jolante



RE: Von einer, die auszog...

   08.11.2007, 13:27



Nun hat sich ja auch unser hochgeschätzter Administrator zu dem nicht mehr ganz nachvollziehbaren Schlagabtausch geäußert, da will doch auch ICH meinen milden Senf in die Sauce geben. Also, was ist passiert: zuppa und augustine haben sich mit dem Text kritisch auseinandergesetzt und seine positiven Aspekte aufgezeigt. zuppa hat sich darüber hinaus die Arbeit gemacht, auch die aus ihrer Sicht evidenten Schwachpunkte des "Essays" (wenn er denn einer ist) zu beleuchten, und was passiert: Jene, welche auszog, das Fürchten zu lernen, reagierte beleidigt und löschte ihren Text. Wie schade, mir hat er nämlich gut gefallen, auch wenn ich die Kritik von zuppa in allen Punkten nachvollziehen kann.

Wer konstruktive Kritik nicht erträgt, sollte besser nur für die Schublade schreiben. Wenn Marcel meint: "Nur die Harten kommen in den Garten", so konstatiere ich "Auch die Weichen können ihn erreichen".

Grüße in die Runde
von Jolante

 

      Schreibtisch



Wo sich befinden?

   08.11.2007, 16:16 / 2 x geändert



ich dachte immer
wo befinde ich mich?
Frage nach dem Ort
auf dem fremden Terräng,
bzw. auf fremdem Terräng
wegen des Datives
oder dem

jedenfalls
aus ihrer Sicht gesehen
also der der Ex.
-sagt jetzt mal eine die die Schublade "überempfindlich" auch gut von innen kennt-
war augustines Beitrag am Anfang sehr wohlwollend und begrüßend und textnah
und zuppas dann sehr textnah und vielleicht weniger begrüßend
und wenn ich so an das zarte Alter von Studienanfängerinnen denke,
dann brauch es vielleicht ein deutlich resourcenweißnichtwieschreiben orientiertes Feedback vielleicht?

die Frage
für mich jetzt jedenfalls ist
nicht nur WO befinde ich mich
sondern auch: Wo will ich wie hin...
und da war es für sie scheints hier nicht der richtige Weg
also bitte und sie wollte es hier auch nicht zu ihrem Weg machen...
sprich dafür einstehen, dass sie kriegt, was sie braucht und wie sie braucht...
klar, das wäre dann eben auch Arbeit gewesen
und etwas anderes als einen Text einstellen und dann eigentlich
nur klatschende Hände hören wollen...

Rundgrüße immernochkränkelnd Sabine von Schreibtisch und zu

und dann hieße es auch mit dem schöneren GrüßGott weil Dativ schon im Artikel
oder hab ich da was falsch verstanden?

 

      zuppanova



- von einer, die auszog, das Fürchten ...

   08.11.2007, 23:58 / 1 x geändert



bevor hier die große sinn- und platzfindungsdiskussion losgeht, schieb ich mich auch nochmal rein, in den faden: ich sehe keinen grund, mich zu exekutieren. die welt geht nicht unter, wenn in einem text tipp-, rechtschreib- oder sonstige fehler stehen - und wenn (z.b.) ich eine autorin darauf anspreche/hinweise: davon sollte sie ja wohl erst recht nicht untergehen.
ansonsten: wer ausführlich begrüßt werden möchte, macht am besten in der dafür vorgesehenen Vorstellungsrunde (klick!) einen faden auf; wer gefühlvolle harmonie sucht und ungestörten (seelen)frieden, kann ja mal auf www.samthandschuhe.de gehen oder gleich auf www.friedhof.de. hier ist www.literature-online.de, also weniger was mit selbsterfahrung und mehr was mit rund-um-den-und-zum-text (obwohl man bestimmt diskutieren könnte, inwiefern ein schreibprozess immer auch selbsterfahrungsprozess sei).

lg, gesegnete nachtruhe allseits: zuppa.

 

      augustine



RE: - von einer, die auszog, das Fürchten ...

   09.11.2007, 00:22 / 2 x geändert



Es kommt auf den Kon-Text an, finde ich.
Denn: 1) las ich eine recht anspruchsvolle (Selbst-?)Beschreibung
; und selbst wenn's keine Selbstbeschreibung ist, bleibt doch die Beschreibung anspruchsvoll.
2) stand dieser Text in einer anspruchsvollen Rubrik und hat mit bay-e-rischer Matura (so heißt das aber in Deutschland nicht) ziemlich angegeben; wer aber angibt, muss einigermaßen
unangreifbar sein.
Wird am Morgen gelesen. Grüße in den Tag, augustine




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