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Ishuoris
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29.10.2007, 22:23 / 3 x geändert
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Gretchen
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30.10.2007, 06:58 / 1 x geändert
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Heiahossa,
da hat der Genius der Unschärfe Pate gestanden, odda? Niks als Reinheit,
Harmonie, ewiges Spiel, ewiges Lachen, ewiges Raunen und Rufen,
live aus runden Löchern und feuchten Beckeninnenräumen.
Hap mich mal inspirieren lassen. Meine Version
(mit eingebauten Assonanzen!):
Sanfte (klick!) Stunde
So sanft, so seelenvoll selig
saugt spielerisch sündig sie seinen Saft.
So sinnlich, so sabbernd, so sehnend sekreten
sucht süchtig sie seinen - Swans?
So stark, so solide, so stoßend,
so stiersteif, so spaltend, so strotzend,
so un-sanft, so spitz sticht sein - Swert???
"Sonn' Stress" säuselt sie "steh still,
s'iss sssuvill!"
Vom Eros getrieben (oder gestochen?) grüßt: Gretchen.

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lost
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sehr schön:
ein Werk, das einen nicht vor unüberwindliche Verständnisprobleme stellt und, ja, auch mir ergeht es so, zum inspirierten Kommentieren anregt.
da ist eine zweifellos weibliche Sprecherstimme (das Runde und Feuchte belegen es, das vor Lust raunende Becken usw.), das lyrische Du ganz sicher ein Mann (Zeile 19, Geliebter), keine lesbische Beziehung also. möglicherweise ist das lyr. Ich durch Alkoholgenuss ( entferne ich mich lächelnd von alten Wächtern = Kontrollverlust?) im Rahmen eines vorangegangenen Liebesmahls (frau findet heutigentages hierzu ausreichend Anleitung und Anregung in seriösen Frauenzeitschriften; die Autorin dürfte BRIGITTE-Leserin sein, evtl. auch SCHÖNER WOHNEN-Abonnentin, isn’t she?) mit Kerzenlicht und gezielt verdampftem aphrodisiakischem Duftöl etwas enthemmt, eine Frage, der nun aber nicht weiter nachgehangen werden soll, vielmehr geht es darum, die vom lyr. Ich dem Rezipienten übermittelte gedankliche Konstruktion des Textes zu erfassen, die sich glücklicherweise leicht in einen Prosa-Satz wie "Geliebter, ich bin geil auf dich" oder "Schatz, lass uns endlos ficken" übertragen läßt.
um diesen knapp zu fassenden Kerngedanken nun rankt die Sprecherin sich 22 Zeilen lang (ich persönlich fühlte mich beim Lesen übrigens mehrfach an gewisse Ratgeberbücher erinnert, welche Steigerung des Lustgewinns durch akrobatisch herausfordernde Praktiken versprechen und Stellungen empfehlen, die nur mit ärztlicher Hilfe wieder aufgelöst werden können), die Sprecherin also ranke sich, sagte ich, 22 lange Zeilen um den einzigen Gedanken im Gedicht, und zwar (rankt sie) unter Zuhilfenahme diverser metaphorisch anmutender Floskeln, die ein "wunderschönes" Gedicht mit "unglaublich schönen Bildern" eben ausmachen, und ist am Ende bedauerlicherweise noch immer nicht befriedigt, so dass der mitfühlende Leser sich bewegt fragt: was nur hindert sie daran, sich gehen bzw. kommen zu lassen? sexualfeindliche Erziehungsmethoden (vgl. Zeile 22)? mangelnde Erfahrung mit dem männlichen Geschlecht (Zeile 18, 19) oder, andersherum, zu viel einschlägig negative Erfahrung mit dem Mann an sich bzw. mit gerade diesem Mann? das sind Momente, wo der Text den Rezipienten allein läßt, potentielle Schnittstellen des Werkes mit allgemein existentiellen oder auch sozial- und gesellschaftspolitischen Fragestellungen, hier weist das erotisch sich rankende Gedicht über sein eigenes Gedankenkonstrukt hinaus. gewagt!
nun - soviel einmal nach einem ersten, raschen Rezeptionsvorgang.
lost, lusty.

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