Erik
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27.10.2007, 17:29 / 2 x geändert
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Eisenscholle
(01.06.05 ; 23:16 Uhr)
Um meinen Acker wird sehr hart gekämpft,
seit Jahren schon und von so vielen Heeren...
Konnt mich dem Ansturm aber nie erwehren,
drum bleibt mein Acker ständig hart umkämpft...
Das eine Heer kam an, zerstört`, was lebte,
zerfraß, was ich gepflanzt und ging nicht mehr...
Auf meinem Acker zog es eigne Beete,
doch grad als da was wuchs, kam dann ein neues Heer...
Die Schlacht ging lang, war voller Wut und Schreie...
Das Schwert drang durch bis in die letzte Reihe...
Am Ende blieb ein Heer, es schlug sich wacker...
Ein neuer Pflug durchwühlte tief den Acker...
So ging es ständig, immer hin und her...
Und meine Krume war wie eine Wunde...
Wenn Ernte war, blieben die Körbe leer...
Zu oft machte der Pflug brutal die Runde...
Die Zahl der Heere war so mannigfaltig,
ein jedes hartnäckig, groß und gewaltig,
dass ich die Herkunft aller nicht mehr weiß...
Mein Acker starb durch Salz vom Heeresschweiß...
Vielleicht könnt ich den langen Krieg zerstören...
Ich müsst mich stellen zwischen all die Großen...
Wahrscheinlich würden sie mich doch nicht hören,
mich zwischen Lanz und Huf zu Staub zerstoßen...
Ahoi...
Bin im Augenblick ja sehr präsent hier ;)...nuja...
Lange her, dass ich "Eisenscholle" geschrieben hab. Es ist eines der formstrengeren Gedichte von mir. Irgendwie schwankt das immer zwischen recht einfacher, strenger Metrik und so Chaos-Lyrik...keine Ahnung...
Vielleicht gefällt es ja jemandem von euch und kann es auf das eigene Leben übertragen. Bin gespannt...
Es grüßt euch
Erik F.
P.s. Bevor wer zu stöhnen anfängt mit "Schon wieder der mit seinem Krieg", möchte ich drauf hinweisen, dass der Text mit Krieg mal nüscht zu tun hat...
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