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Jolante
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22.10.2007, 15:58 / 3 x geändert
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Wieder ein Sonntag, der vorüberrauscht,
und den ich stumm erdulden muss.
Die fremde Dame, deren rosa Kleid sich bauscht,
das fremde Kind, das auf dem Rücksitz lauscht,
was gehen sie mich an, ich denk an Lisas Kuss.
Halli, Hallo, wir fahren, wir fahren in die Welt !
Im Radio der Liebes-Song, der einst uns verband,
und dem wir mit Rauchwölkchen nachspüren wollen.
Die Sicht ist vernebelt, zwischen uns eine Wand,
dahinter das Kind mit finsterem Grollen.
Halli, Hallo, wir fahren, wir fahren in die Welt!
Die Kleine langweilt sich, und ich bin, ach, ein Egoist.
Kein Wunder, dass sie unserem Schweigen trotzt.
Oh Gott, nun hat sie gar auf Rosas rosa Kleid gekotzt,
und Lisas Bild verschwimmt, ach, so ein Mist.
Halli, Hallo, wir fahren, wir fahren aus der Haut!

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Mary Poppins
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- Auf der Fahrt
- sonntagsfahrt
- Versuch Sonntagsfahrt 3
Volá da ist ein Vater stimme; Jolante hat es gemacht. Triptichon.
du hast die Ironie genommen, was schon die elegante Lösung ist aber auch, möchte behaupten, gewisses ausweichen : das Problem besteht, als Frau ernsthaft in einen Mann zu gehen und von innen heraus mit seiner stimme zu sprechen zu fühlen wie er ,oder sich ausdenken wie er fühlt. ich kann es nicht.
oder findet ihr das nicht sehr schwierig beim schreiben? würde mich interessieren?
sehr gut , dass dir Spa?ß gemacht hat als verlockend Spielerei,Jolante!
Mary P.

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zuppanova
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guten tag.
die Vaterstimme zu versuchen: das ging mir zwar auch durch den kopf, recht weit kam ich jedoch nicht damit ---
wie du, Jolante, wär ich wohl geneigt gewesen, ironisch/satirisch zuzupacken, und hätte ihn (du tatests auch) bilder von einem andren schönen weib denken lassen, damit er ordentlich phallhöhe erreicht für den absturz in die unromantisch gesprenkelte realität: statt candyküssen ==> kinderkotze, hinterrücks. also, meine "klischees" hätten sich mit den deinen mindestens überlappt ...
"als mann" zu schreiben, Mary P., so von innen heraus - ja, ich fänd es auch schwierig, da eine authentische sprache zu treffen ... - kleines zuckerl dazu (soeben aus dem derzeitigen dradio-link-sortiment gegriffen):
Norah Vincent: "Enthüllungen. Mein Jahr als Mann", Droemer Verlag.
lg, zuppa.

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first flush
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28.10.2007, 16:12 / 2 x geändert
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das ist ein lustiges trio geworden
na ja, lustig trifft es bestimmt nicht wirklich, aber ich
will euch unbedingt sagen, wie dankbar ich euch für diese erfahrung bin -
und das macht ein gutgelauntes gefühl in mir, was
mich lustig sein/fühlen lässt.
es ist eine so nette und offene und dynamische arbeit,
die drei miteinander verbandelte gedichte hervorgebracht hat.
wirklichen dank für eure arbeit!
für mich ist es schwierig überhaupt andere
menschen darzustellen, egal welchen geschlechtes oder
welcher altersstufe.
daher ist es m. e. n. legitim, das lebeneinhauchen durch ironie
(oder wie auch immer man dazu sagen mag - es unter satire
gestellt zu haben, war ja selbsterklärend...)
zu vollziehen.
ich finde es und fand es auch schon bei marys anregungen
merkwürdig (im lexikalischen sinne), dass ihr aufhebens
von dem gender- und altersding macht.
wahrscheinlich bin zu naiv, aber ich finde es auch absolut schwer
aus frauenperspektive zu schreiben, wenn die frauengestalt, die mir
vorschwebt, ganz anders ist und ich bin eine frau!

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