| |
|
Online
|
gregor libkowsky
mmazzurro
|
|
augustine
|
WURZELGEFLECHT
Aus den Sedimentschichten der Vergangenheit,
Denen aus Lust und Verlust,
Hat sich eine Pflanze gewagt,
Von wenig Wasser benetzt, dem Licht entgegen.
Anfängliches Sehnen, zaghaftes Erwarten,
Die geschlossene Knospe
Zu öffnen, nicht sinken zu lassen,
Da doch manches zum Offnen ermutigte -
Den wenigen Tropfen Wassers vertrauend,
Die sie hätten erblühen lassen.
Der Widerstreit zwischen Dürre und Fülle
Ging aber gegen sie aus.
Ihr Wurzelgeflecht jedoch bleibt lebendig,
Von Herbstlaub bedeckt und beschützt.
Kein Nordwind kann es verletzen.
Sie kann es gut, diese Pflanze im Grund,
Das Wagen und das wieder Lassen.
Auf Regen wartet sie keineswegs,
Ist aber bereit.
Nicht Sternenstaub braucht es,
Nur Wasser und Licht.

|  |
ear
|
augustine, gehe ich richtig?das kreative Wachsen braucht nur zwei wesentliche Dinge:Wasser und Licht.Das Wurzelgeflecht ist das entscheidend Wichtige;je intakter dieses erhalten bleibt, desto bereiter entsteht Neues.
Kommt Gedankengut von Rudolf Steiner mit hinein?ear

|  |
Gretchen
|
Beim Lesen dachte ich dann plötzlich an diese Art Pflanze (ist es überhaupt eine?), die man Rose von Jericho oder so nennt .... Gruss, G.

|  |
augustine²
|
20.04.2006, 22:55 / 2 x geändert
|
|
Hallo, Gretchen, ja. Das Gedicht hieß wirklich zuerst so! Geändert habe ich die Überschrift dann, weil diese 'Rose' keine Wurzeln hat. Grüße von augustine; schön, dass Du hinzugekommen bist.
Und an ear: nein, Rudolf Steiner nicht. Mit dem habe ich nichts im Sinn.

|  |
|
|